Blogger schenken Lesefreude 2015

Wisst ihr, was noch viel schön ist, als ausschlafen zu können? Abends Zeit fürs Lesen zu haben! 😉 Ich liebe es, wenn ich am Ende eines langen Tages mit einem Buch in der Hand in eine andere Welt eintauchen kann.

Gestern war ich zum Beispiel in der Bretagne, an der Seite von Commisaire Dupin. Wir saßen im Restaurant „Quatre Vents“ und haben uns wahnsinnig über den Sturm da draußen geärgert, der drohte, unsere Ermittlungen zunichte zu machen. Erst als die Wirtin verkündete, dass es einen heißen Fischeintopf auf Kosten des Hauses gäbe, entschied sich Dupin, die Ermittlungen Ermittlungen sein zu lassen und sich zu der köstlich duftenden Suppe ein Gläschen Wein zu gönnen. Das war für mich der Moment, in dem es heikel wird: Es war nach Mitternacht, ich lag im Bett und hatte Appetit auf Fischsuppe. Und ein Glas Wein. Oder beides…

So geht es mir auch immer mit Kochbüchern. Deswegen lese ich die natürlich auch nicht vorm Schlafengehen. Und immer nur dann, wenn ich schon gegessen habe. Alles andere ist Quälerei.

Bald ist es wieder soweit: Am 24. April ist Welttag des Buches. Da ich mir, wie ihr oben sicherlich schon bemerkt habt, ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen kann (ich hab ja nicht umsonst Literaturwissenschaft studiert), bin ich auch dieses Jahr wieder bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ dabei.

Kennt ihr noch nicht? Ausgedacht haben sich diese Aktion Christina und Dagmar. Es geht darum, dass alle Bloggerinnen und Blogger, die mitmachen, am Welttag des Buches ein Buch verlosen. Ich auch. Und was könnte es bei mir anderes geben als ein Kochbuch?

Natürlich nicht irgendein Kochbuch. Ein Bezug zu Köln sollte es haben. Warum? Weiß ich auch nicht. Der Zufall wollte es bei den letzten beiden Aktionen so. Vor zwei Jahren habe ich „Kölsche Tapas“ verlost, das der Sänger der Höhner (ihr wisst schon, „Viva Colonia“ und so) geschrieben und sogar signiert hat. Im vergangenen Jahr konnte ich den Kölner Illustrator Peter Gaymann für die Aktion gewinnen. Er hat „Das Gelbe vom Ei“, ein Kochbuch von Léa Linster, bebildert und ich habe mich sehr gefreut, ihn in seinem Atelier in Köln-Sülz zu besuchen, wo er für die Gewinnerinnen die Bücher signiert hat.

So. Jetzt fragt ihr euch sicher schon, was ich denn dieses Jahr verlose. Ich hab was richtig Tolles für euch organsiert! Vor allem, wenn euch meine Street Food-Reihe gefallen hat, ist dieses Buch genau richtig für euch. Denn um Street Food geht es auch in dem Kochbuch von Mario Kotaska. Was der und sein Kochbuch mit Köln zu tun haben?

StreetFoodMarioKotaska

Erzähl ich euch: Ich stelle euch das Buch am 24. April 2015 hier ausführlich vor, ihr habt dann bis zum 1. Mai Zeit, das Buch zu gewinnen. Ich wünsche euch viel Vorfreude auf die Aktion!

Eure Julia

Interview mit Luk Thys „New York Street Food“-Fotograf

In meiner Rezension zu „New York Street Food“ hat man ja schon gemerkt, dass ich von den Fotos ziemlich begeistert bin. Sie stammen vom belgischen Food-Fotografen Luk Thys. Also hab ich ein bisschen recherchiert und schnell herausgefunden, dass er ziemlich renommiert und erfolgreich ist und war dann noch ein wenig mehr angetan von seiner Arbeit ;-). Spontan hab ich ihm eine E-Mail geschrieben und gefragt, ob er nicht Lust auf ein kleines Interview hat, exklusiv für meine Leserinnen und Leser. Hatte er: 🙂

New York Street Food

Löffelgenuss: „Tom schreibt in seiner Einleitung „Um alle Street-Food-Küchen dieser Welt zu besuchen, fliegen Sie einfach direkt nach New York. (…) Das Street-Food-Angebot in New York spiegelt die vielfältigen Essenskulturen der hier lebenden Nationalitäten wider.“ Wie fühlt es sich an, „die ganz Welt“ an einem einzigen Ort zu „schmecken“?“

Luk Thys: „Ich denke, Tom hat recht mit New York. Aber die Wurzeln des Street Food liegen in Asien, wo dieses Essen Teil der Alltagskultur ist. Tom hat ein paar Jahre in Südostasien gelebt, erst in Bangkok, später in Hanoi. Tom kratzt an der Oberfläche, um die Einflüsse der verschiedenen Regionen auf Street Food zu entdecken. Meist sind es kulturelle Einflüsse, aber sich mal Religion oder Migration anzuschauen ist sehr interessant…
New York „ist“ Immigration. Daher gibt es dort Essen aus der ganzen Welt. Man muss nur wissen, wohin man gehen muss, um die richtigen Läden zu finden. Während unseres Aufenthalts haben wir uns viel mit Leuten unterhalten, Fragen gestellt, so sind wir schnell mit den richtigen Menschen ins Gespräch gekommen. Essen ist ein tolles Thema, um Kontakte zu knüpfen.“ 

Löffelgenuss: „Und wie haben die Verkäufer reagiert, als ihr sie und ihre Gerichte fotografiert habt?“

Luk Thys: „Sie waren immer sehr nett zu uns. Tom und ich versuchen, ihnen mit sehr viel Respekt zu begegnen, das hilft. Wir nehmen immer ein paar der Bücher mit, die wir schon veröffentlicht haben, und zeigen ihnen, was genau wir machen. Tom ist zwar groß, aber sehr nett und warmherzig ;-).“

Im Buch beschreibt Jaqueline Goossens diese Szene so: „Tom begrüßte den Verkäufer mit einem verschmitzten Lächeln, mit dem er in nächster Zeit auf unseren Touren noch viele Street-Food-Verkäufer – Frauen und Männer – zum Schmelzen bringen sollte. Er bestellte einen Snack, probierte ihn andächtig und fragte die Köchin nach der Zubereitungsart. Dann bestellte er ein Getränk mit Milch und Orange. Er schien alle Zeit der Welt zu haben. Er fischte sein Buch Vietnam Street Food aus dem Rucksack und zeigte es der Verkäuferin. Er erklärte ihr, dass er ein ähnliches Buch über Street Food in New York schreiben wolle. Fotografieren war kein Problem. Luk fragte, ob er den einzigen Stuhl am Imbisstand kurz ausleihen dürfe, und arrangierte darauf einige Gerichte. Immer wieder änderte er das ein oder andere an diesem improvisierten Mini-Fotoset. Einige Passanten blieben neugierig stehen, doch davon ließ Luk sich nicht ablenken.“

Löffelgenuss: „Welches der Gerichte in dem Buch magst du am liebsten?“ 

Luk Thys: „Mein Favorit im New York-Buch ist wohl der Ochsenschwanz-Eintopf von Veronica. Sie ist Jamaikanerin und macht so leckeres Comfort Food voller Geschmack (für nur ein paar Dollar)! Sie ist jeden Tag in Downtown Manhattan unterwegs.“ 

Bei meiner Recherche habe ich entdeckt, dass es das Rezept auch online gibt: http://ilikestreetfood.com/2014/01/oxtail-stew/. Also wer direkt mal loslegen will…

Löffelgenuss: „Gibt’s ein Rezept, das es nicht ins Buch geschafft hat?“ 

Luk Thys: „Ich glaube, wir haben eines der Rezepte von Waffles & Dingers rausgelassen. Belgische Waffeln mit Pulled Pork. Brrr….“ (Anmerkung von Löffelgenuss: „… sagt er als Belgier.“ 😉 )

Löffelgenuss: „Achtung, schwierige Frage 😉 : Was ist dein Geheimnis, dass die Gerichte allesamt so appetitlich aussehen (selbst wenn sie in Plastikschälchen daherkommen!), obwohl du auf der Straße kein Material fürs Foodstyling oder besonderes Fotoequipment zur Verfügung hattest? Welche Tipps kannst du mir als Hobby-Food-Fotografin geben?”

Luk Thys: „Das ist nicht so schwer… ;-). Versuch, das Licht zu „lesen“, ich meine, schau dir genau an, was für Licht du zur Verfügung hast. Versuch das Licht im Rücken zu haben, das bringt mehr Textur in das Gericht, das du fotografierst. Selbst wenn’s regnet, kann ich mit wenig Licht arbeiten. Außerdem fotografiere ich nie mit Stativ. Ich bewege mich gerne um das Motiv herum. Und: ich habe ein kleinen Reflektor (25cm), den ich immer benutze, der hilft bei wenig Licht…“

Löffelgenuss: „Wenn ich mir deine Website www.foodphoto.be so anschaue, habe ich den Eindruck, dass du ein sehr leidenschaftlicher Food-Fotograf bist. Woher kommt diese Leidenschaft?“

Luk Thys: „Ich bin jetzt schon seit über 20 Jahren im Geschäft. Ich liebe meinen Beruf vor allem deswegen, weil ich gerne gutes Essen mit guten Freunden teile. Und ich habe das Glück, dass ich durch meinen Job nette, passionierte Menschen auf der ganzen Welt kennenlerne. Viele von ihnen sind mittlerweile gute Freunde geworden, wie Tom und Jaqueline zum Beispiel ;-).“

Löffelgenuss: „Kochst du selbst auch? Wenn ja: Verrätst du uns dein Lieblingsgericht?“

Luk Thys: “Jaaaa!! Ich liebe es zu kochen. Ich koche jeden Tag zu Hause. Im Studio koche ich nicht, da gibt es Foodstylisten, die sich darum kümmern.“

Löffelgenuss: „Was ist dein nächstes Projekt?“

Luk Thys: „Tom und ich fliegen im Januar nach Bangkok. Dort wollen wir zu den Orten, die wir 2007 für unser erstes Buch über Street Food besucht haben, und eine Art Dokumentation drehen. Wir haben damit in New York angefangen, mit einem kleinen Video über unsere Promotion-Tour und haben uns überlegt, dass wir kleine Dokus machen wollen, die im ähnlichen Stil gehalten sind wie die Bücher.“

Löffelgenuss: „Sehr cool! Und was ist mit Deutschland?“

Luk Thys: „Wir würden sehr gerne ein Buch über Street Food in Berlin machen. Wir lieben diese Stadt und denken, dass wir dort gut arbeiten könnten und ein schönes Produkt hinkriegen würden. Tokyo, Seoul und viele andere Städte und Länder folgen dann hoffentlich in den nächsten Jahren. Auf http://ilikestreetfood.com könnt ihr euch auf dem Laufenden halten.“ 

Also ich werde auf jeden Fall am Ball bleiben und gucken, was da so passiert. Spannend… Ich hoffe, mein kleines, exklusives Interview hat euch gefallen. Mal sehen, ob ich die Tipps von Luk umsetzen kann, ich fotografiere ja zum Beispiel immer mit Stativ… Aber ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. 😉

Eure Julia

“New York Street Food”: Lobster Roll

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Die letzte Station unserer Flitterwochen-Reise war Boothbay Harbor, Maine. Lobster Country! Entsprechend wollte ich dort (und nicht in New York) einen Lobster und ein Lobster Roll probieren.

Einen fangfrischen Lobster aßen wir direkt am ersten Abend in Boothbay Harbor, in einem kleinen urigen Laden direkt am Wasser. Das Essen an sich war echt ein Abenteuer: Wir bekamen Plastik-Lätzchen umgehängt und eine Zange in die Hand gedrückt, mit der wir die harte Schale erst mal knacken mussten, um an das Fleisch zu kommen. Das hatte schon Event-Charakter 🙂 vor allem, weil wir die Aufmerksamkeit eines älteren Pärchens auf uns zogen, die sehr routiniert das Fleisch aus dem Hummer pulten und uns erklärten, wie das funktioniert. So kamen wir nicht nur an das Hummerfleisch sondern hörten auch allerhand interessanter Geschichten aus ihrem Leben in Maine.

Lobster

Dazu muss ich mal festhalten, dass uns aufgefallen ist, dass die Amerikaner sehr interessiert an Gästen sind, die ihr Land bereisen. Wir sind noch nie so häufig in nette Gespräche verwickelt worden wie dort. Mich hat nach unserer Rückkehr die Reaktion einiger Leute geärgert, die meinen, dass das ja alles nur oberflächlich sei. So what!? Ich will mit der netten Hummer-Dame ja auch nicht die nächsten zehn Jahre meines Lebens verbringen. Es war einfach sehr interessant, sich gegenseitig einen Einblick in sein Leben zu geben. Passiert mir in Restaurants in Deutschland eher selten. Sorry, musste mal gesagt werden…

Meine zweite Hummer-Begegnung hatte ich in Camden, Maine. Dort wollte ich dann endlich ein Lobster Roll probieren.

Lobster Roll

Also ich weiß nicht… Hat irgendwie anders geschmeckt als das Lobster-Fleisch am Abend zuvor. Vor allem war es klein gehackt und mit Mayo gewürzt. Vom Lobster hat man da nicht viel geschmeckt. Vielleicht hätte es in Red Hook (wie in „New York Street Food“ empfohlen) besser geschmeckt? Nun ja, werde ich nicht mehr erfahren, aber mein Verlangen, noch mal ein Lobster Roll zu probieren, hält sich in Grenzen.

So, liebe Leute, dat woret jewesen – mein kulinarischer Einblick in unsere Flitterwochen-Reise. Mir hat es total viel Spaß gemacht, konnte ich so doch noch mal in Erinnerungen schwelgen. 🙂 Die Fernweh-Schmerzen kann man ganz gut mit den Rezepten lindern. Für uns steht aber schon jetzt fest, dass wir so schnell wie möglich noch mal New York wollen… Ich hoffe, euch hat meine kulinarische Reise gefallen! Ich würde mich sehr über ein Feedback von euch freuen!!

Als letzten Beitrag der Reihe gibt es, wie versprochen, das Interview mit dem Fotografen Luk Thys.

Jetzt feiert aber erst mal schön Silvester (wir ganz klassisch wie jedes Jahr mit Freunden, „Dinner for One“ und Raclette). Ich wünsche euch allen ganz tolles neues Jahr!!

Liebe Grüße
Eure Julia

“New York Street Food”
Chicken Quesadillas

Die dritte Station unserer Flitterwochen-Reise führte uns nach North Conway, New Hampshire. Wir wollten dort nach den doch recht anstrengenden Tagen in New York City und Boston ein bisschen die Seele baumeln lassen und den Indian Summer genießen. Wir wurden nicht enttäuscht, seht selbst:

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Auch in den White Mountains haben wir es uns nicht nehmen lassen, die amerikanische Küche weiter zu inspizieren. Zu den Highlights gehörten auf jeden Fall frische Blueberry Pancakes und French Toasts mit Walnüssen. Jessica, die Besitzerin des Cabernet Inn, in dem wir gewohnt haben, hat das Frühstück jeden Morgen nach Wunsch zubereitet (hier gibt’s ihr Rezept für das French Toast mit Walnüssen!). Ein gelungener Start in den Tag!

Gleich zwei Mal waren wir Abends in der „Moat Mountain Brewing Comnpany“, einer kleinen Brauerei mit Küche direkt um die Ecke unseres Inns. Dort habe ich am ersten Abend Quesadillas mit Hühnchen und Käse bestellt, wie sie auch im „New York Street Food“ vorgestellt werden. Sehr lecker! Das Rezept aus dem Buch haben wir zu Hause direkt ausprobiert und waren begeistert. Dazu habe ich diesen Avocado-Salat serviert, den ich spontan aus Resten zusammengeschnibbelt habe. Der Salat zu diesem Gericht passt wie Faust auf Auge. Ich sach nur Geschmacksexplosion! Das Rezept für den Avocadosalat gibt’s im nächsten Beitrag. Hier erst mal das Rezept für die Quesadilla:

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Portionen)

4 Tortillas (möglichst Weizen- und Maismehl gemischt)
2 Hähnchenbrustfilets (ca. 400g)
250g Hartkäse, fein gerieben (ich hab Parmesan und Cheddar gemischt)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, fein gewürfelt
1 EL Paprikapulver
½ TL Kreuzkümmel, gemahlen (ich hab etwas mehr genommen)
½ TL Chilipulver
¼ TL Salz
Öl

Einen Topf Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren, das Hähnchenfleisch ins köchelnde Wasser geben und so lange garen lassen, bis es durch ist.

Das Fleisch aus dem Topf nehmen, abkühlen lassen und in feine Streifen reißen.

Bei geringer Hitze etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und darin die Zwiebeln und den Knoblauch glasig dünsten. Die Gewürze hinzugeben und verrühren.
Die Hitze reduzieren, das Fleisch hinzugeben und alles vermengen. Das gewürzte Fleisch aus der Pfanne nehmen und Beiseite stellen.
Die Pfanne säubern.

Bei mittlerer Hitze eine Tortilla in die Pfanne legen und zur Hälfte mit dem Fleisch befüllen (etwa 3 EL) und ordentlich Käse über das Fleisch streuen (etwa 2 EL). Die Tortilla zuklappen, den Deckel auf die Pfanne legen und etwa zwei Minuten backen. Dann wenden und auch von der anderen Seite noch mal etwa zwei Minuten backen. Der Käse soll innen zerlaufen sein und die Tortilla außen leicht knusprig.

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“New York Street Food”
Clam Chowder

Clam Chowder

Diese Suppe ist eigentlich ein Neuengland-Klassiker, aber klar, dass die New Yorker sich das Rezept mit dem Zusatz Manhattan auch zu Eigen machen. Tom Vandenberghe schreibt in „New York Street Food“, dass man schon in den 1880ern in Manhattan Clam Chowder gegessen habe – zubereitet allerdings mit Tomaten, also als rote Variante. Ich habe davon bisher noch nicht gehört, ich kenne nur die weiße Neuengland-Variante. Laut Wikipedia ist die ältere Variante die aus Neuengland (wobei hier nicht geschrieben wird, was älter bedeutet), die jüngere Variante ist aus dem 19. Jahrhundert und beinhaltet Tomatensaft. Zitat aus Wikipedia: „Puristen aus Neuengland lehnen Tomaten in dieser Suppe bis heute als unpassend ab.“ Genau. Ich als Boston-Fan sowieso!!

Entsprechend haben wir auch nicht die im Buch vorgeschlagene Manhattan Clam Chowder probiert, sondern haben uns lieber ans vermeintliche Original gehalten und eine Clam Chowder in Boston gegessen. Und zwar vom Quincy Market. Die Suppe haben wir dann bei herrlichem Sonnenschein „auf der Hand“ an der Waterfront genossen.

 Boston Waterfront  Boston Old State HouseBoston Waterfront at sunset

Diese hübsche Stadt war die zweite Station unserer Rundreise. Ich habe mal einige Zeit in Boston gelebt und hege dieser Stadt gegenüber natürlich ganz besondere Gefühle. Es war schön, sie nach fast zehn Jahren wieder zu besuchen und festzustellen, dass sie immer noch zu einer der schönsten Städte zählt, die ich kenne. Ich könnte euch jetzt seitenweise erzählen, wie lebendig Cambridge ist, wie schön die Straßen in Beacon Hill oder wie faszinierend die Geschichte des Freedom Trails. Aber das würde den Rahmen hier sprengen (ist ja immer noch ein Foodblog und kein Reiseblog). Falls ihr jemals nach Boston fahrt und ein paar Tipps gebrauchen könnt, sprecht mich gerne an. Ich schwelge jetzt noch ein bisschen in Erinnerungen…

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern ein schönes Weihnachtsfest!
Eure Julia

Boston Acorn Street Boston CemetryBoston Squirrel