Maracuja-Sirup

Maracujasirup

Ihr möchtet den Sommer noch ein wenig konservieren? Probiert’s mal mit diesem Maracuja-Sirup! Nicht nur die satte gelbe Farbe erinnert mich an schöne Sommertage, auch der fruchtig-saure Geschmack gehört für mich zum Sommer dazu. Und ganz besonders zu diesem Sommer:  Denn aus dem „schönsten Grund der Welt“ gab es für mich an lauen Sommerabend 2016 statt Weinschorle Maracujaschorle… 😉

Das Rezept für den Maracuja-Sirup hab ich auf dem Blog www.nicestthings.com entdeckt. Es hat mich vor allem deswegen angesprochen, weil die Bilder so hübsch aussehen und Maracuja eine der wenigen Früchte sind, die ich gerne mag.

Man kann den Sirup auch in ein Gläschen Sekt geben, für Cocktails oder zum Backen nutzen (soll ja Leute geben, die machen sowas 😉 ). Und ob ihr’s glaubt oder nicht, ich habe sogar ein Back-Rezept (!) entdeckt (ich!!), das ich mal ausprobieren will und wofür ich den Maracuja-Sirup gut gebrauchen kann. Und zwar für diese süßen Mini-Guglhupfs (heißt es Guglhupfs oder Guglhüpfer?) aus dem Blog „Das Knusperstübchen“. Ihr dürft gespannt sein 😉

Bis dahin viel Spaß beim Sirupherstellen!
Eure Julia

Rezept für Maracuja-Sirup

(für etwa 200ml Sirup)

10 Maracujas
200ml Wasser
100g Zucker

Die Maracujas halbieren und mit einem kleinen Löffel das Fruchtfleisch rauskratzen.

Zusammen mit dem Wasser und dem Zucker in einem Topf aufkochen lassen, gelegentlich umrühren und etwa 5 Minuten köcheln lassen.

Die Masse kräftig durch ein feines Sieb streichen bis ihr möglichst viel Sirup daraus gewonnen habt.

Abkühlen lassen und in ein steriles Gefäß umfüllen.

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Melone mit Schokolade und Salz

Melone mit Schokolade

Falls ihr vom Melonensalat mit Schafskäse noch etwas Melone übrig habt, hab ich hier noch eine Idee für euch, wie ihr die Reste lecker verwerten könnt:

Ich hab ja schon häufiger groß getönt, dass ich nicht auf Süßes stehe und dass man auf Löffelgenuss keine süßen Rezepte findet. Nun. Nach den Mango-Bällchen und dem Basilikum-Sorbet kommt hier jetzt ein weiteres süßes Rezept.

Eigentlich wollte ich die Idee nur nachmachen, weil sie so hübsch aussah. Ich habe sie bei Mel auf ihrem Blog „Gourmet Guerilla“ entdeckt.

Melone esse ich schon ganz gerne, vor allem wenn’s richtig heiß ist, finde ich sie sehr erfrischend. Und Obst mit Schokoüberzug mochte ich als Kind schon. Dass sie oben noch Salz draufgestreut hat, kommt mir natürlich entgegen 😉

Aber wisst ihr was? Es ist vielleicht ein bisschen self-fulfilling prophecy, aber immer wenn ich mich mal an etwas Süßem versuche, geht irgendwas schief (ganz deutlich: Erdbeermuffins). Bei Mel sehen die Melonen-Berge viel schöner aus. Bei mir wollte die Schokolade einfach nicht an der Melone halten, so dass ich sie an die Melone dranspachteln musste. Nicht schön, aber lecker 🙂

Ich wünsche euch noch ein paar schöne Spätsommertage!
Eure Julia

Rezept für Melone mit Schokolade

½ Wassermelone
2 Tafeln Zartbitterschokolade
grobes Salz

Die gekühlte Melone erst (quer) in Scheiben schneiden und diese dann halbieren, so dass spitz zulaufende kleine Berge entstehen. Ich glaube, Mel hat noch den Anteil mit den Kernen weggeschnitten, zumindest sieht man keine auf ihrem Bild. Das ist eine gute Idee, so muss man die Kerne nicht mitessen oder unappetitlich durch die Gegend spucken.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Dazu ein in einem Topf eine kleine Menge Wasser aufkochen und eine kleine Porzellanschüssel in die Mitte stellen und die Schokostückchen hineingeben. Die Schokolade schmilzt dann irgendwann, wenn man geduldig wartet.

Die Melonenspitzen mit einem Tuch Küchenpapier trockentupfen und die Spitzen dann in die geschmolzene Schokolade tunken und mit ein paar Salzkörnern bestreuen (nicht mit so vielen wie bei mir im Bild, das ist zu salzig…). Die Melonenstücke zum Kühlen noch mal für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

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Lemon Waffles nach Walter

Lemon Waffles

(Ein Gastbeitrag von Herrn Löffelgenuss)

Die besten Waffeln der Welt gibt es in Brüssel! Nicht irgendwo, sondern bei diesen kleinen Waffel-Foodtrucks, die überall in der Stadt zu finden sind. Und natürlich auch nicht von irgendeinem, sondern von dem, der in der Nähe des Königpalasts auf dem Mont des Art mit Blickrichtung Grand Place steht. Das ist Tradition. Den finalen empirischen Beweis kann ich natürlich nicht führen, aber – und da bleiben wir im wissenschaftlichen Jargon – das war meine über Jahrzehnte nicht falsifizierte Arbeitshypothese zur Waffelthematik.
Seit diesem Sommer buhlt jedoch ein ebenbürtiger Rivale um den Waffelthron: Walter und sein Country Sunshine erfuhren ja schon eine auch von mir zu unterstreichende Würdigung. Mir wird an dieser Stelle nun die Ehre zu Teil, diese Laudatio konkret, kulinarisch und zum Nachbacken zu untermauern…

In amerikanischen Rezepten werden Mengenangaben gerne in „cup“ gegeben. Umgerechnet entspricht 1 amerikanische cup ca. 235 ml, was je nach Ingredienz wiederum in Gramm sehr unterschiedlich sein kann. Deswegen beschränke ich mich im Rezept auf das Raummaß.

Es werden zwei Schüsseln benötigt. In der ersten Schüssel

gut ¼ cup (70 ml) Zucker
2 cups (470 ml) Mehl (Typ 405)
1 ½ TL Backpulver
½ TL Natron

verrühren.

In der zweiten Schüssel

1 cup (235ml) Joghurt
¾ cup (180 ml) Milch
2 Eier
5 EL geschmolzene Butter
2-3 TL Biozitronen-Abrieb/ -Zesten

mit dem Schneebesen verrühren. Jawohl, Schneebesen. Das ist zwar ein wenig mehr körperliche Arbeit als mit einem elektrischen Mixer, aber es funktioniert, da die Butter flüssig ist. Die Waffeln hat man sich dann auch mehr verdient.
Nun beides miteinander verrühren (Schneebesen, s.o.), bis der Teig glatt ist und lecker aussieht.

Als Topping für die Waffeln eignen sich alle Arten von Beeren (Blaubeeren, Himbeere, Brombeeren, geviertelte Erdbeeren etc.). Diese vorsichtig mit Zucker verrühren (auf 2 ½ cups, also gut 500 ml, Beeren etwa 2 TL Zucker) und 30 Minuten stehen lassen.
Waffeln im heißen Waffeleisen leicht braun backen, mit Beeren und Puderzucker anrichten. Lecker!

Abschließend zurück zur Wissenschaft. Diese stößt schließlich an ihre Grenzen, da ich zugeben muss, dass wohl auch nicht-geschmackliche Kriterien das Waffel-Urteil beeinflussen. Thema Ambiente: eine Waffel auf einer Terrasse inmitten der Rocky Mountains hat es vielleicht leichter, als eine in Brüssel. Wobei das oben beschriebene Brüsseler Waffel-Setting auch nicht zu verachten ist. Wissenschaft bleibt eben ein komplexer Prozess und die Interpretation der Forschungsergebnisse individuell aber Fakt ist: beide Varianten spielen in der Top-Liga!

Guten Appetit!
Euer Herr Löffelgenuss

Zimt-Popcorn

Zimt-Popcorn

Ja ist denn bald schon Weihnachten? Ja, allerdings! Daher muss ich meinen „Kulinarischen Reisebericht“ auch mal kurz unterbrechen:

Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, mal so richtig früh anzufangen mit dem Basteln, Geschenke kaufen, Dekorieren – überhaupt einfach mal die Weihnachtszeit schon etwas früher zu genießen. Denn letztes Jahr ist das bei mir (abgesehen von einem schönen Ausflug ins weihnachtliche Brüssel) irgendwie untergegangen. Dabei mag ich diese Zeit eigentlich sehr gerne: Wenn alles schön leuchtet und glänzt, Weihnachtsmusik, den Duft von Plätzchen (auch wenn ich sie nicht gern esse) und ich habe die Vorstellung, Weihnachten irgendwann mal in einer verschneiten Hütte in den Bergen zu verbringen, wo der Weihnachtsmann mit dem Schlitten vorbeikommt, mit Rudolph an vorderster Front. Jawohl! 😉

Ehm…. Nun ja. Auf jeden Fall wollte ich euch rechtzeitig diese tolle Geschenkidee hier mitgeben. Ich habe sie letztes Jahr in letzter Minute gebastelt und geflucht, weil ich erst im strömendem Regen, dann im überlaufenen Kölner Hauptbahnhof noch eben die Glasflaschen besorgen wollte.

Diesmal also alles ganz in Ruhe. Ist übrigens auch überhaupt nicht kompliziert! Das Geschenk ist toll angekommen und wir haben das Do-it-yourself-Zimt-Popcorn nach Weihachten auch direkt ausprobiert. Mhmlecker! 🙂

Zimt-Popcorn

Die Idee stammt allerdings nicht von mir: Sarah vom Blog „Knusperstübchen“ hatte sie und hat das Rezept als Gastbeitrag bei „Herzelieb“ veröffentlicht.

Anleitung fürs Zimt-Popcorn

1 mittelgroße und 1 kleine Glasflasche, o.ä. (z.B. von Nanu Nana)
1 Papiertüte (Bastelanleitung gibt’s auf Sarahs Blog)
Maiskörner für Popcorn (z.B. bei Alnatura)
für die Deko: Geschenkband, Geschenkanhänger, buntes Klebeband, Stempelkissen oder schöne Stifte zum Beschriften, durchsichtiges Geschenkpapier, Zuckerstangen, Zimt-Jelly Bellys oder Karamellbonbon, etc.

Für (mehrere Portionen) Zimt-Sirup:
100g Rohrzucker
3 Stangen Zimt (halbiert)
200ml heißes Wasser
1 Scheibe Bio-Zitrone

Um den Zimt-Sirup herzustellen, erhitzt ihr den Zucker mit etwa 100ml Wasser in einem kleinen Topf und lasst ihn unter ständigem Rühren einmal aufkochen bis er geschmolzen ist. Dann gebt ihr die Zitronenscheibe, die Zimtstangen und das restliche Wasser hinzu und lasst den Sirup auf niedrigster Flamme etwa eine Stunde köcheln.

Lasst den Sirup dann abkühlen und fischt die Zimtstangen und die Zitronenscheibe aus dem Sud. Nun füllt ihr (z.B. mit einem Trichter) den Sirup in die dafür vorgesehenen (und sterilisierten) Gläschen, gebt in die Gläschen noch eine kleine Zimtstangen und verschließt das Ganze luftdicht.
Den restlichen Zimtsirup könnt ihr gut zum Backen oder zum Süßen von Kräutertee benutzen. Oder für einen Chai Latte oder oder oder… 😉 Ich hab das Ganze gleich sieben Mal produziert…

Und hier die Anleitung zum Zubereiten des Popcorns, die ich, farbig ausgedruckt, auf die Rückseite der Papiertüte geklebt habe:

Gib 2 EL neutrales Pflanzenöl in einen sehr großen (!) Topf mit Deckel. Schalte die Herdplatte auf die höchste Stufe und gibt drei Maiskörner hinzu. Leg den Deckel auf den Topf und warte bis das Korn „poppt“. Nun nimm den Topf von der Herdplatte und gibt 4 EL Zimtsirup sowie 80g Maiskörner in den Topf. Zähle bis 30 und stell den Topf wieder auf die Herdplatte, reduziere die Hitze. Halte den Deckel mit einem Küchentuch fest und bewege den Topf auf der Herdplatte leicht hin und her, so dass die Körner in ständiger Bewegung sind. Nach kurzer Zeit hörst du den Mais „poppen“. Warte, bis alle Körner „gepoppt“ sind und nimm den Topf von der Platte. Achtung: Die Hitze darf nicht zu hoch sein, sonst verbrennen die Maiskörner!

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Limoncello

Limoncello

Herr Löffelgenuss und ich gehen gerne bei Giovanni essen. Das ist ein kleiner, einfacher Italiener bei uns um die Ecke in Köln-Nippes. Da esse ich am liebsten als Vorspeise Rinder-Carpaccio (das gönne ich mir, weil die Hauptspeise gerade mal 6 Euro kostet). Ungefähr acht von zehn Mal bestelle ich dann eine große Portion Spaghetti Aglio Olio (klick!). Zum Nachtisch trinke ich gerne einen Limoncello. Für mich das perfekte Dessert. Nichts schmeckt mehr nach Sommer und Italien als ein eiskalter Limoncello.

Das Problem ist allerdings, dass Giovanni nur ganz selten Limoncello da hat (ich frag mich, wer den immer wegtrinkt… 😉 ). Daher habe ich kürzlich beschlossen, ihn selber zu machen. Bei Simone vom Foodblog „S-Küche“ (klick!) habe ich dieses Rezept hier für selbstgemachten Limoncello entdeckt und elende sechs Wochen gewartet, bis die Zitronenschalen durchgezogen sind.

Letzte Woche waren wir mal wieder bei Giovanni. Ich hab gar nicht erst gefragt, ob sie Limoncello da haben und konnte es kaum abwarten, endlich die Rechnung zu bezahlen. Zum Glück sind es nur ein paar Schritte nach Hause. Dort haben wir es uns dann auf unserem kleinen Balkon gemütlich gemacht. Herr Löffelgenuss mit einem Espresso, ich mit meinem selbstgemachten Limoncello.

Wow! Dass er so gut schmeckt, hätte ich nicht gedacht! Wenn ihr gerne Limoncello trinkt, kann ich euch nur unbedingt empfehlen, ihn mal selber zu machen.

Prost!
Eure Julia

Rezept für selbstgemachten Limoncello
(für etwa 75 ml)

6 Bio-Zitronen
300ml hochprozentigen Alkohol (ich habe einen guten Wodka genommen)
300g Zucker
300ml Wasser

Außerdem:
2 Filter (z.B. Tee- oder Kaffeefilter)
Trichter

Die Zitronen heiß abspülen und abtrocknen. Mit einem scharfen Messen die Schale dünn abschneiden – möglichst ohne weiße Haut, das schmeck später schnell bitter.

Die Zitronenschalen in ein gut verschließbares Gefäß geben (zum Beispiel ein Einmachglas) und mit dem Alkohol aufgießen.

Das gut verschlossene Glas für etwa 6 Wochen an einen dunklen Ort stellen und gelegentlich durchschütteln.

Für den Sirup das Wasser zum Kochen bringen und den Zucker darin auflösen. Komplett abkühlen lassen.

Den Sirup mit dem Zitronen-Alkohol mischen und durch einen Filter in ein sauberes Gefäß umgießen.

Den aufgefangenen Saft ein weiteres Mal durch einen Filter und durch einen Trichter direkt in das gewünschte Gefäß gießen – zum Beispiel ein schöne Glasflasche.

Eiskalt genießen!

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