Indisches Gemüsecurry

Indisches Gemüsecurry

Jette* von „Lanis Leckerecke“ hat mich in einem Facebook-Kommentar dezent darauf hingewiesen, dass in meiner „Ode an den Blumenkohl“ ein Curry-Rezept fehle, darin mache sich Blumenkohl doch auch ganz gut. Recht hat sie! Dass solch ein Rezept sogar auf meinem Rechner schlummert, hatte ich tatsächlich vergessen. Oder besser gesagt ignoriert, weil ich – mal wieder – mit dem Foto nicht zufrieden war (dieses Schicksal trifft leider einige meiner Rezept…). Dass ich das Bild einer intensiven Photoshop-Behandlung unterzogen habe, macht es nicht viel besser, (Farben sind zu intensiv…) aber irgendwie ist es auch bekloppt, dass ich die Rezepte aus den Anfängen meines Foodblogs alle noch mal nachkoche, nur weil ich das Foto noch mal neu machen möchte… Die Zeit sollte ich doch lieber in neue Rezepte investieren.

Woher ich dieses Rezept für das Indische Gemüsecurry habe, weiß ich leider nicht mehr. Aber ich erinnere mich noch daran, wie es dazu kam, dass ich es gekocht habe: Nachdem ich im Kino eine Dokumentation über die Ursprünge des Yoga in Indien gesehen habe, hatte ich voll Lust auf indisches Essen.

Obwohl ich in einer Millionen-Stadt lebe, die kulinarisch wirklich viel zu bieten hat, habe ich leider noch keinen Inder in Köln gefunden, von dem ich so richtig überzeugt bin (vielleicht bin ich ein bisschen verwöhnt von den indischen Restaurants in England…). Bevor ich also Geld in die Hand nehme und hinterher vermutlich enttäuscht bin, dachte ich, koche ich lieber selbst. Nach einer kleinen Internet-Recherche bin ich auf dieses Rezept gestoßen, hab durch etwas Probieren die Mischung verändert und bin begeistert.

Wenn jemand einen Tipp für einen guten Inder in Köln hat: immer her damit! Jetzt aber erst mal guten Appetit bei diesem indischen Blumenkohl-Rezept!

Eure Julia

* Es gibt ja mittlerweile unzählig viele deutsche Foodblogs im Netz. Was Jettes Foodblog besonders macht, beschreibt sie auf ihrer Seite:
„Ein Thema das mir sehr am Herzen liegt ist die Lebensmittelverschwendung. Wir leben in einer Überflussgesellschaft. Alles ist ständig verfügbar und was nicht gekauft wird, kommt in den Müll. Auf der anderen Seite gibt es genug Menschen die kaum wissen, wie sie die Woche überstehen sollen, weil das Geld mehr als knapp ist. Deshalb gehe ich regelmäßig zur Tafel und berichte darüber. Außerdem zeige ich, was ich aus den Sachen gekocht/gebacken habe.“  Tolle Sache, finde ich!

Rezept für Indisches Gemüsecurry
(für 6 Portionen)

1 kleiner Kopf Blumenkohl
6-8 mittelgroße Kartoffeln
400ml Kokosmilch
2-3 rote frische Chilischoten (je nach Schärfe-Geschmack)
4-5 Knoblauchzehen
2 mittelgroße Zwiebeln
1 Stück frischer Ingwer (daumendick)
2 TL Kurkumapulver
1 TL Garam Masala
2 TL Bockshornkleepulver
1 TL Cumin
1 TL Korianderpulver
1 TL Paprikapulver
Salz, Pfeffer, Zucker
Öl zum Anbraten (zum Beispiel Sonnenblumenöl)

Den Blumenkohl waschen, den dicken Strunk entfernen und jeweils die kleine Röschen abschneiden.

Die Kartoffeln schälen und in gleichgroße, mundgerechte Würfel schneiden (in eine ähnliche Größe wie die Blumenkohlröschen).

Die Chili waschen, entkernen, „Hut und Fuß“ wegschneiden und in feine Ringe schneiden.

Den Ingwer schälen und fein hacken.

Knoblauch und Zwiebel schälen und die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse drücken.

In einem großen Wok die Zwiebeln und die Chiliringe in etwas Öl anbraten bis die Zwiebeln glasig werden. Dann die Gewürzmischung hinzugeben und 1-2 Minuten, unter ständigem Rühren, auf kleiner Flamme mit anbraten bis ein leckerer Duft entsteht.

Dann den Knoblauch und den Ingwer hinzugeben und ebenfalls noch mal 1-2 Minuten mitschmoren lassen. Dabei aber darauf achten, dass die Paste nicht anbrennt (braun darf sie werden, aber nicht schwarz).

Etwa 300-500ml Wasser aufgießen und kurz aufkochen lassen.

Die Kokosmilch einrühren und die Kartoffeln und den Blumenkohl hinzugeben. Auf kleiner Flamme kochen lassen bis das Gemüse durch, aber noch bissfest ist. Dabei immer mal wieder umrühren, da das Gemüse sonst nicht gleichmäßig durchgart.

Mit reichlich Salz und etwa 2 TL Zucker abschmecken.

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