Kulinarischer Reisebericht: Los Angeles

Los geht’s mit meinem kulinarischen Reisebericht in Los Angeles: Los Angeles Hollywood

Unser erstes kulinarisches Ziel in Los Angeles stand eigentlich von Anfang an fest: In-n-out Burger. Die Burger-Kette hatte ich bereits 1997 kennengelernt, als ich ein Jahr als Au Pair in San Diego verbracht habe, und sie ist mir in leckerer Erinnerung geblieben. Herrn Löffelgenuss konnte ich überzeugen, da der Dude auch da war. 😉 Und ich mich selbst, weil der Laden doch tatsächlich in „Where Chefs Eat“ auftaucht.

Und ich wurde nicht enttäuscht: Der Burger hat mir genauso gut geschmeckt wie vor 18 Jahren. Ich kann gar nicht sagen, woran genau es liegt (vielleicht ist aber auch ein bisschen Nostalgie dabei…). Ist auf jeden Fall nicht zu vergleichen mit den Burgern von Fastfood-Ketten, die wir hier so kennen.

Damals gab es die Burger nur in Südkalifornien (selbst San Francisco war zu nördlich). Heute gibt es die Kette auch in Arizona, Nevada, Utah und Texas. Und der Hit scheint sie immer noch sein: Wir waren gegen 21 Uhr dort und mussten Schlange stehen, um einen Burger zu bestellen! Viel Auswahl gibt es übrigens nicht: normal, cheese oder double. Dazu handgeschnittene Fritten. Mehr nicht.

Ach ja, neben dem Burger mag ich das Design, das immer noch so aussieht wie 1949: rote Palmen auf weißem Grund. Und der gelbe Neon-Schriftzug versetzt den Gast ebenfalls in die 50er Jahre. Herrlich.

In' n Out Burger Los Angeles

Ein weiteres „Must-taste“ auf meiner Liste in Los Angeles waren die Kogi Sliders vom Kogi Korean BBQ Truck. Dass ich ein Street Food-Fan bin, wisst ihr spätestens seit meiner Rezension von „New York Street Food“. Auf diesen Food Truck bin ich durch Zufall gestoßen:

Im Juni haben wir „Kiss the Cook“ im Kino gesehen: ein Film über einen Küchenchef, der letztlich seinen großen Erfolg mit einem Food Truck feiert, in dem er kubanische Sandwiches serviert. Ich war von der Lebens- und Genussfreude im Film so angesteckt, dass ich zu Hause sofort versucht habe, das Rezept für das Sandwich herauszufinden. Und in diesem „Neuland“ habe ich es tatsächlich gefunden (eine Filmrezension sowie das Rezept für Kubanische Sandwiches folgen)!

Beim Recherchieren stellte ich fest, dass das Rezept von Roy Choi stammt, der den Film kulinarisch begleitet hat. Den Typen hab ich natürlich auch direkt gegoogelt und schnell herausgefunden, dass er in Los Angeles einen Food Truck hat, der mega erfolgreich ist (Choy gilt übrigens als einer der Gründer der Food Truck-Szene…), er diente als Vorbild für den Film.

Kogi, Choys Food Truck, ist Fusion Cooking at its best: Mexico meets Korea. Sooooo good! Ich muss unbedingt versuchen, das nachzukochen. Ich hab mir dafür sein Kochbuch „L.A. Son“ besorgt und werde berichten.

Kogi Korean BBQ Food Truck

In Los Angeles gab es noch ein weiteres kulinarisches Highlight, das eigentlich nur eine Notlösung war: Sushi von Takao. Aber der Reihe nach:

Vor dem Urlaub hab‘ ich auf Netflix die großartige Serie „Chef’s Table“ gesehen, in der fünf der besten Küchenchefs der Welt vorgestellt werden. Darunter auch Niki Nakayama und ihr Restaurant N/Naka in Los Angeles, die dort ein 13-gängiges japanisches Menü im Kaiseki-Stil anbietet. Ein Besuch hätte unser Reisebudget leider um ein vielfaches gesprengt. Aber als ich über diese faszinierende Köchin so vor mich hin recherchierte, fand ich heraus, dass sie bei Takao Izumida gelernt hatte. Und der hat doch tatsächlich auch ein Restaurant in Los Angeles, das scheinbar ganz hervorragendes Sushi anbietet. Und ich wollte sowieso unbedingt California Rolls in Kalifornien probieren… Mein Vorschlag war daher, einfach als Vorspeise eine kleine Portion California Rolls bei Takao zu kaufen (unser Plan ließ leider keinen längeren Restaurant-Besuch mehr zu, wir waren auf dem Weg zum Farmers Market, um dort zu schlemmen…).

Ein bisschen verwundert schaute die Bedienung schon, als ich fragte, ob es möglich sei, einfach eine Portion California Rolls mitzunehmen, und dass ich aus Deutschland sei und ihren Chef dort im Fernsehen gesehen hätte. Aber egal. Dieser Stopp hat sich mal so was von gelohnt! Ich hab noch nie so leckere California Rolls gegessen. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass sie wirklich so gut waren (mit frischem Krebsfleisch), oder an der ganzen Geschichte drumherum. Aber ist auch egal, es war auf jeden Fall ein Erlebnis.

California Rolls von Takao

Los Angeles Santa Monica Beach

Next Stop: San Diego.

Stay tuned!
Eure Julia

2 Gedanken zu “Kulinarischer Reisebericht: Los Angeles

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