Kulinarischer Reisebericht: Utah II

Weiter geht’s mit meinem kulinarischen Reisebericht durch den Südwesten der USA.

Bei unserer zweiten Durchquerung von Utah mussten wir zwei Stopps einplanen, so dass wir wenigstens einen Bruchteil der faszinieren Nationalparks besuchen konnten:

Unser erster Stopp führte uns nach Moab. An sich kein sehenswerter Ort und auch kulinarisch gibt es hier von keinen Highlights zu berichten. Die Natur ist dafür aber umso faszinierender: Die meiste Zeit haben wir für den Arches National Park eingeplant und haben dort zwei tolle (ziemlich anstrengende) Wanderungen unternommen. Es ist kaum möglich, die Landschaft dort in Worte zu fassen und selbst Fotos können die Schönheit der Natur nicht richtig wiedergeben….

Arches National Park

Zwei weitere National Parks, die wir unbedingt besuchen wollten, waren Bryce Canyon und der Zion National Park. Als Basislager haben wir Panguitch gewählt. Eigentlich ebenfalls kein Ort, der sehr sehenswert ist. Allerdings hatten wir Glück und konnten ein bisschen von der hiesigen Kultur erleben:

Bevor wir dem Historic Gem Theater von 1909 (!) einen Besuch abstatten wollten (leider um Jurassic World zu gucken), entschieden wir uns für ein Abendessen im Cowboy’s Smoke House. Der Laden sieht genau so aus, wie er heißt. Hätte nur noch gefehlt, dass ein Cowboy mit seinem Pferd „vorgefahren“ wäre… Stattdessen fuhren recht stämmige Amerikaner mit ihren Pickups direkt vor die Tür, standesgemäß mit Cowboyhut und in Cowboystiefeln (echt!).

Wenn die Amis spitzkriegen, dass man eine andere Sprache als Englisch spricht, sprechen sie einen garantiert an. So auch im Smoke House (wo ich übrigens ein ganz hervorragendes Pulled Pork Sandwich gegessen habe): Nachdem der Typ neben uns wissen wollte, woher wir kommen, was wir in den USA machten und so weiter, fragte er uns, ob wir denn schon das „wirkliche Amerika“ kennengelernt hätten. Fragezeichen in unseren Augen. Er sprach von einer Parade zum Pioneer Day am nächsten Morgen und einem Rodeo der örtlichen High-School mit detaillierten Instruktionen, wann wir wo hinmüssten für das ultimative Amerika-Erlebnis.

Und er hatte recht: Wir haben beide Tipps dankbar angekommen, unsere Pläne kurzerhand etwas angepasst und fanden uns am nächsten Morgen in einer Parade wieder, die ein bisschen an Kölner Karneval erinnert, so richtig mit Kamelle und Musik. Gleiches gilt für das Rodeo, bei dem wir wohl die einzigen Nicht-Ortsansässigen und Unwissenden waren. Aber es war total faszinierend, ein tolles Erlebnis!

Panguitch, Utah

Der Kontrast zu unserer Wanderung im Bryce Canyon hätte krasser nicht sein können:

Bryce Canyon National Park
Bevor wir uns auf den Rückweg nach Las Vegas machten, erwartete uns noch ein weiteres tolles Erlebnis: Eine Wasserwanderung durch die Narrows im Zion National Park:

The Narrows, Zion National Park

So, ihr Lieben, das war’s! Ich hoffe, ihr hattet eine schöne Reise! 🙂

Damit der Abschied nicht so weh tut, hab ich zum Abschluss noch ein ganz besonderes Rezept für euch: Unser letzter Restaurant-Besuch war gleichzeitig das kulinarische Highlight unserer Reise (zumindest für mich). Wir haben auf dem Rückweg einen kleinen Abstecher nach New York gemacht und dort im Momofuku von David Chang gegessen. Das Rezept für die „Ginger Scallion Noodles“ hab‘ ich euch im nächsten Beitrag mitgebracht.

Stay tuned!
Eure Julia

(Kulinarischer Reisebericht: Utah)

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