Lamm Madras

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Ich habe ja lange gejammert, dass es in Köln keinen guten Inder gebe. Anfang des Jahres dann wurden wir positiv überrascht. Über Groupon hatten wir mal wieder einen kulinarischen Gutschein ersteigert: Das „Ginti“ hatte neu eröffnet und warb mit der Gutschein-Aktion um erste Gäste. Gut für uns, denn das, was wir da gegessen haben, war ziemlich gut. Im Hauptgang gab es Lamm Madras. Sehr lecker!


Ohne dass ich es wusste, schlummerte solch ein Madras-Rezept auch in meinem neuen Indisch-Kochbuch („The Food of India“, das hab ich hier mal rezensiert). Da ich eigentlich nicht so gerne Lamm esse, hatte ich es wohl ignoriert. Nach dem Besuch im Ginti habe ich es dann wieder rausgekramt und dieses Rezept hier entdeckt.

Das Rezept war vorgestern der perfekte Abschluss eines Frühjahrsputztags. Obwohl… apropos perfekt: Ich wollte mich gerade aufmachen, um unter anderem die Zutaten für das Rezept einzukaufen, vor allem aber auch, um einen riesigen Berg Leergut zu entsorgen und alle möglichen sonstigen Lebensmittel einzukaufen (zu einem perfekten Frühjahrsputztag gehört für mich nämlich auch ein Frühjahrskühlschrankrefill…).

Was war? Auto sprang nicht an. Mal wieder. Felix’s Auto: das gleiche, kein Mucks. Super. Also haben wir gemeinschaftlich den ADAC gerufen (der sich natürlich ordentlich amüsierte…) und sind anschließend, jeder für sich, eine Dreiviertelstunde durch Köln gefahren, um die Autobatterien wieder aufzuladen. Mein Appetit auf dieses Gericht wurde immer größer, je weiter ich von einem Supermarkt entfernt war (ich war ziellos drauf los gefahren und irgendwo im Niehler Hafen zwischen rauchenden Ford-Kaminen gelandet…).

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Lamm Madras
(für 2 große Portionen)

(Ich gebe zu, viele der Zutaten hat man nicht mal eben zur Hand, aber nach einem Besuch im Asialaden ist man gut ausgestattet.)

500g Lammlachse (in türkischen Lebensmittelläden gibt es Lamm günstiger als beim Metzger und meistens ist die Qualität richtig gut)
400ml Kokosmilch
1 große Zwiebel
frischer Ingwer (mindestens zweifingerdick)
3 dicke Knoblauchzehen
1 EL Koriandersamen
3 kleine getrocknete rote Chilis
1 TL Kurkuma
½ Zimtstange (etwa 4cm)
6-8 Curryblätter
½ – 1 TL Cardamompulver
½ – 1 EL Tamarindenpaste
½ TL Fenchelsamen
2 EL Ghee

Das Fleisch waschen, trocknen, Fett und Sehnen abtrennen und in fingerdicke Stücke schneiden.

Zwiebel, Knoblauch und Ingwer schälen und in kleine Würfel schneiden.

Die Koriandersamen, die Fenchelsamen und die Chilis (vorher „Hut“ wegschneiden und die Kerne herauslösen) in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten bis sie dunkel werden und Aroma entwickeln. Vorsicht: Die Dämpfe können scharf sein und in Augen bzw. Nase brennen; also am besten nicht direkt die Nase darüber halten und dabei lüften.
Dann die Koriander- und Fenchelsamen mit den Chilis, dem Kurkuma und drei Curryblättern in einem Mörser fein mahlen. Den Knoblauch und den Ingwer hinzugeben und alles kräftig zu einer Paste mörsern.

Die Zwiebeln einige Minuten im Ghee anbraten bis sie weich sind. Die Gewürzpaste hinzugeben und einige Minuten mitbraten. Das Fleisch hinzugeben, alles gut vermengen und wenige Minuten anbraten.

Die Masse mit der Kokosmilch aufgießen, aufkochen lassen und gut durchrühren. Den Kardamom und die Zimtstange hinzugeben, die Hitze reduzieren und etwa eine Stunde bei mittlerer Hitzen köcheln lassen. Dabei den Deckel zur Hälfte geschlossen halten und immer wieder umrühren. Am Ende den Deckel abnehmen und die Soße noch etwas einkochen lassen.

Mit Salz, Pfeffer und der Tamarindenpaste abschmecken. Die restlichen Curryblätter vor dem Servieren in die Soße bröseln.

Dazu haben wir Basmati-Reis gekocht.

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Ein Gedanke zu “Lamm Madras

  1. Hallo Julia,
    ich bin nicht so ein ganz großer Fan der indischen Küche, aber dieses Rezept verlockt mich doch dazu, es einmal nachzukochen. Es stimmt: Die meisten Zutaten hat man (ich) wirklich nicht zu Hause, aber ein Besuch im Asia-Laden ist ja auch immer ein nettes Unternehmen.
    Liebe Grüße von Ute

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