“New York Street Food”
Key Lime Pie

Steve's Authentic Key Lime Pie 1

Wie ihr wisst, esse ich ja nicht so gerne süße Sachen. Aber als ich in dem Buch New York Street Food (und im Internet) die Geschichte über Steve Tarpin und seine Key Lime Pie Bakery las, wusste ich, dass ich das unbedingt probieren muss. „Steve Tarpin, der ursprünglich aus Florida stammt, backt seine Limettentarte in einem alten Lagerhaus in Red Hook. Er beliefert die feinsten Hotels und Restaurants in New York“, heißt es in dem kulinarischen Reiseführer.

Es war schon ein kleines Abendteuer bis wir die Bäckerei gefunden haben. Wenn man zuvor durch das beschauliche Brooklyn Heigths geschlendert ist, wirkt Red Hook fast ein bisschen unheimlich: Man läuft unter Autobahnbrücken hindurch, vorbei an Werkstätten und über leergefegte Bürgersteine durch ein Industriegebiet. Da ich sichergehen wollte, dass wir uns dort nicht verlaufen, fragte ich ein paar Mal nach der Adresse, Pier 40. Die Antwort war immer die gleiche: „Ahhh, you’re looking for Steve’s? That’s awesome!“ Also auf jeden Fall eine gute Idee. 😉

Steve's Authentic Key Lime Pie 2

Steve's Authentic Key Lime Pie 3

Und tatsächlich – ich hatte ein breites Grinsen auf dem Gesicht als wir ankamen. Eine Location nach meinem Geschmack: Ein altes Fabrikgebäude in einem Industriegebiet direkt am Wasser, alles recht unerschlossen und etwas abgerockt. Aber die Bäckerei sieht wirklich süß aus. Sie haben sich auf Besuch vor Ort eingestellt und einen netten kleinen Verkaufsladen hergerichtet mit bunten Bänken und Tischen davor.
Mein Fazit als Süßspeisen-Kritiker: Dieses kleine Stückchen Limettentarte schmeckt tatsächlich ein bisschen nach Florida und Sonne.

Also falls ihr mal in Brooklyn sein, unbedingt vorbeischauen!

 
Zurück sind wir, wie Jaqueline im Buch empfiehlt, mit dem kostenlosen Ikea-Wassertaxi (mit Blick auf die Skyline und Miss Liberty!) zurück nach Manhattan gefahren. Ein toller Tipp, ein tolles Erlebnis!

New York City Water TaxiNew York City Freiheitsstatue New York City Skyline

Hach, ich habe schon wieder Sehnsucht…
Eure Julia

4 Gedanken zu ““New York Street Food”
Key Lime Pie

  1. Ha, wie toll! Das Buch haben wir auch und wir hatten eigentlich auch vor, ein paar der darin genannten Spots in New York anzusteuern. Unsere To-eat-Liste war jedoch schon so voll, dass wir es leider nicht mehr geschafft haben. Die Key Lime Pie klingt toll, da hat sich der Ausflug nach Red Hook ja gelohnt. 🙂
    LG
    Sabrina

    • Hihi, das kann ich mir vorstellen, nachdem ich deinen Beitrag gelesen habe. Klingt nach einem beneidenswerten Food-Trip! Vielleicht gut, dass ich deinen Beitrag erst nach unserem Urlaub gelesen habe. Sonst wären wir gar nicht mehr zu den „normalen“ Sights gekommen 😉

  2. Hi,

    wenn ihr einmal einen Key Lime Pie backen wollt, der genau so schmeckt wie der von Steve Tarpin – kein Problem hier einmal das Rezept:

    Key Lime Pie:

    Zutaten
    Für den Teig:
    140 g Graham Crackers, Rezept folgt
    60 g Zucker
    80 g Butter, zerlassen
    Für die Füllung:
    4 Eigelb
    1 Dose Kondensmilch, gezuckert, 400 g
    120 ml Limettensaft, frisch
    1 TL Limettenzesten – optional
    Für den Belag:
    250 ml Schlagsahne
    40 g Puderzucker
    Limette(n), in dünnen Scheiben, zum Garnieren

    Zubereitung

    Für eine 23 cm Springform oder eine 23 cm Pie-Form

    Den Ofen auf 180 Grad C Ober/Unterhitze vorheizen.

    Teig:
    Kekse zerbröseln, danach mit dem Zucker und der Butter in einer kleinen Schüssel gut mischen. Die Mischung gleichmäßig in der Springform oder Pie-Form verteilen und andrücken. Auf mittlerer Schiene 8 Minuten backen, dann auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen.

    Füllung:
    Eigelb in einer Schüssel schaumig schlagen. Kondensmilch und Limettensaft zugießen und alles gut vermischen. Die Füllung auf den Teig geben und auf mittlerer Schiene etwa 15 Minuten backen, bis sie fest, aber noch cremig ist.
    Pie auf einem Kuchengitter vollständig abkühlen lassen und dann mindestens 4 Stunden kalt stellen.

    Belag:
    Schlagsahne mit dem Puderzucker steif schlagen. Mit einem Gummispatel auf dem Pie verteilen oder mit einem Spritzbeutel dekorativ aufspritzen. Mit Limettenscheiben dekorieren und bis zum Servieren kalt stellen.

    Rezept Graham Crackers: – Achtung!!! Braucht 2 Tage!!

    240 g Mehl, (Vollkornmehl)
    125 g Mehl
    1 1/2 TL Backpulver, ODER:
    1 TL Backpulver und 0,5 TL Backsoda
    110 g Margarine
    110 g Zucker, brauner
    80 ml Honig
    1 TL Vanilleextrakt, oder 1 Pck. Vanillezucker
    120 ml Milch
    evtl. Zucker mit Zimt gemischt

    Zubereitung

    Vollkornmehl, Mehl und Backpulver (ggf. Backpulver und Backsoda gemischt) in eine Schüssel geben.

    In einer anderen Schüssel Margarine, braunen Zucker und Honig schaumig rühren, danach die Mehlmischung mit der Milch und Vanilleextrakt oder Vanillezucker unterrühren. Abdecken, über Nacht oder für 8 Stunden im Kühlschrank kalt stellen.

    Am nächsten Tag (oder nach 8 Stunden) den Ofen auf 175 Grad vorheizen. Den Teig in Viertel aufteilen und jeweils ein Viertel auf einer bemehlten Fläche zu ca. 12 x 37 cm ausrollen. Diese Platten dann in kleine Rechtecke schneiden und auf ein Backblech legen. Evtl. noch mit einer Zimt-Zuckermischung bestreuen und dann für 13 bis 15 Minuten backen. Danach auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

    So, das sind die beiden Rezepte fuer einen authentischen Key Lime Pie….. Die Graham Crackers sind in Deutschland wohl kaum zu finden… da muss man sie schon wirklich selbst machen und – der Teigboden aus Graham Crackers macht den Key Lime Pie eben so besonders…. und natuerlich auch der frische Limettensaft….

    Ganz liebe Gruesse,

    Susan

    • Dein Rezept klingt tatsächlich sehr authentisch, Susan, vielen Dank dafür! Hast du mal das verlinkte Video angeschaut? Spannend, was Steve da erzählt. So schön bodenständig…. 😉
      Den Key Lime Pie wird es bei uns aber wohl nicht geben. Wenn ich eines nicht kann, ist es backen. Das liegt vermutlich auch daran, dass ich einfach nicht gerne süß esse. Den Pie zu probieren war schon toll, aber besser noch als der Geschmack war die Atmosphäre dort… Kuchen und ich werden wohl nie Freunde werden 😉
      Ganz liebe Grüße zurück!
      Julia

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