Orientalischer Sommer-Salat nach Ottolenghi

Orientalischer Sommer-Salat

Ist der Sommer jetzt eigentlich vorbei? Diese Woche hat er sich ja noch mal von seiner besten Seite gezeigt…

So oder so: Dieses Rezept hier passt auch in den Spätsommer. Aber da ich ihn irgendwann im Juli bei 30 Grad gemacht habe, heißt er jetzt „Sommer-Salat“. Es war gewittrig und schwül. Ich hatte Appetit, aber kein Hunger. Ich brauchte etwas, das leicht, exotisch und gesund schmeckt. Am besten vegetarisch. Wo könnte man da besser gucken als in „Genussvoll vegetarisch“ von Ottolenghi (das ich hier übrigens rezensiert habe).
Dieses Rezept auszuprobieren, wenn man Besuch hat, ist schon ein bisschen mutig, oder? Estragon, Schwarzkümmel, Koriandersamen und Zitronenabrieb sind nicht jedermanns Sache. Aber zum Glück ist C. offen für kulinarische Experimente. Der Mut wurde belohnt, denn das Gericht (das ich leicht abgewandelt habe) war lecker und für das Wetter genau richtig: Draußen auf dem Balkon (mit dem neuen, wunderschönen Holzboden) und einem Glas Vino Verde dazu.
Sommer, du kannst ruhig noch mal zurückkommen!

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Rezept für Orientalischer Sommer-Salat
(für 4 Portionen)

200g Prinzessbohnen
200g Zuckerschoten
200g Erbsen
100g rotstieligen Mangold (ich habe stattdessen den Bieta Rossa-Mix von Bonduelle genommen)
1 TL Koriandersamen, zerstoßen
2 TL Senfsamen
3 EL Olivenöl
1 TL Schwarzkümmel
1 kleine rote Zwiebel, halbiert und in sehr feine Ringe geschnitten
1 milde rote Chilischote, fein gehackt
2 kleine Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL frischer Estragon, gehackt
Abrieb von einer halben Bio-Zitrone
Saft einer halben Zitrone
grobes Meersalz

Die Enden der Bohnen und Zuckerschoten wegschneiden, die Erbsen aus der Schote befreien, Bohnen halbieren.
Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen und das Gemüse nacheinander hinzugeben: Die Bohnen vier Minuten kochen lassen, die Zuckerschoten drei Minuten und die Erbsen etwa eine halbe Minute. Das Wasser abgießen und das Gemüse in Eiswasser geben, damit es nicht nachgart (es soll schön knackig bleiben).

Koriander- und Senfkörner in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten bis sie anfangen zu hüpfen. Vom Herd nehmen und das Olivenöl hinzugeben. Zitronenabrieb, Zitronensaft, Meersalz, Estragon, Chili und den Schwarzkümmel hinzugeben und gut vermengen.

Den Salat und die Zwiebel unter das Gemüse mischen, die Soße hinzugeben und vorsichtig mischen. Auf weißen Portionstellern anrichten.

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2 Gedanken zu „Orientalischer Sommer-Salat nach Ottolenghi

  1. Die Farben alleine sind schon ein Schauspiel für sich!!
    Aber wo bekommst du eigentlich immer diese exotischen Gewürze her? Das Nachkochen scheitert bei mir häufig schon alleine an den besonderen Zutaten oder dem fehlenden Mörser 🙁 Denn ich finde gerade diese besonderen Zutaten machen deine Gerichte immer so unverwechselbar!!!

    • Stimmt, das Grün mit dem Pink ist einfach schön…
      Ich kaufe die meisten Gewürze beim Türken oder Asiaten. Ich habe mittlerweile ein riiiiiesiges Gewürzregal, in das ich einfach nur noch reingreifen muss.
      Zum fehlenden Mörser gebe ich gerne Felix Tipp weiter: Die Samen in einen Gefrierbeutel geben und mit dem Hammer so lange draufhauen, bis die Gewürze klein sind 😉 Bevor ich einen Mörser hatte, hab ich das auch gemacht. Klappt, ist halt nur ein bisschen unschön und laut. Aber bald ist ja Weihnachten…

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