Rezension: Kochzeitschrift „Lecker“

Wie ihr vielleicht wisst, bin ich gefragt worden, ob ich Lust hätte, drei Ausgaben der Kochzeitschrift „Lecker“ zu rezensieren (hier geht’s zur ersten Rezension). Hier nun meine Meinung zur zweiten Ausgabe:

Den Untertitel „Liebe zum Löffeln“ zur aktuellen Ausgabe der Kochzeitschrift „Lecker“ (Januar/Februar 2014) finde ich natürlich schon mal gut. Und: Wintersuppen? Das trifft meinen Geschmack! Das Bild dazu ist der Hammer: Zwei Möhren, die (mit Ente!!) in einer Suppe baden. Herrlich!

Doch dann bin ich leider etwas enttäuscht: „Nur“ drei Suppenrezepte in dieser Kategorie und keines, das mich so richtig überzeugt. „Hähnchenchili mit weißen Bohnen“ klingt ja noch ganz gut, aber in der Zutatenliste fehlt mir das gewisse Etwas (Kreuzkümmel und Chilipulver finde ich nicht so wirklich ungewöhnlich…).
Dann gibt es da noch eine „Rote-Bete-Gulaschsuppe mit Asia-Gremolata“. Rote Bete gehört nicht zu meinen Lieblingszutaten (auch wenn mein erster Versuch mit Rote Bete doch ganz gut geschmeckt hat). Und Rote Bete und Gulasch zusammen? Hach, ich weiß nicht so recht… Das Rezept für die Gremolata hört sich allerdings ganz gut an.
Und es tut mir fast leid, das zu sagen: Aber auch das letzte Suppen-Rezept (Grünkohl-Kartoffel-Suppe mit Chorizo) ist nichts für mich, da ich keinen Grünkohl mag 🙁

Die „Pasta des Monats“ hingegen ist voll nach meinem Geschmack: „Bucatini mit Thai-Bolognese“. Das scheint gerade voll im Trend zu liegen: Ich habe erst vor kurzem ein Rezept aus der Zeitschrift „Deli“ nachgekocht (das ich euch demnächst natürlich noch vorstelle). Jetzt müsste ich dieses Rezept ja zum Vergleich eigentlich mal ausprobieren und einen kleinen Contest machen…

Dann gibt es da die Kategorie „Mama ist die Beste“, in der drei RedakteurInnen Rezepte ihrer Mütter vorstellen. Der Schweinekrustenbraten wäre definitiv was für „Herrn Löffelgenuss“. Die Königsberger Klöpse wohl auch. Für mich interessant wären da eher die Rouladen. Ich liiieeebe nämlich Rouladen. Aber auch hier halte ich es wie die Redakteurin: Die von MEINER Mutter sind die besten! Daher wage ich mich gar nicht erst an ein Rouladen-Rezept – geschweige denn an eines einer anderen Mutter.

Süß und nostalgisch gemacht, ist das Kapitel „Fit mit Gemüse“, das schon mehr nach meinem Geschmack ist. Denn – wie ihr seit meinem Hoch auf „Genussvoll vegetarisch“ wisst – bin ich bemüht, mehr Gemüse und weniger Fleisch in den Löffelgenuss-Haushalt zu bringen. Aber ein bisschen führt der Titel in die Irre: Zwei der drei Rezepte enthalten auch Fleisch. Beim dem Titel hatte ich vegetarische Gerichte erwartet…

So. Und nun hab ich tatsächlich mal was nachgekocht. Sonst kann man die Rezepte ja gar nicht richtig beurteilen. Das erste Rezept hat uns direkt gut gefallen: Zwiebelsuppe mit Parmesan-Hackbällchen (Rezept gibt’s morgen!). Die Suppe wird als Vorspeise für ein „Perfektes Dinner“ empfohlen. Hätte es bei uns Silvester nicht Raclette gegeben– the same procedure as every year –, wäre das vielleicht eine Alternative gewesen. Die dazu vorgeschlagene Tisch-Deko hat mir allerdings sehr gut gefallen, so dass es für jeden Gast ein selbstgebasteltes Knallbonbon als Namensschild gab.

Wie schon in der letzten Ausgabe gibt es auch hier wieder die Kategorie „Für jeden Tag“: Die Spaghetti mit Kürbis und gebackenem Knoblauch hören sich gut an und werden für den nächsten Herbst abgespeichert (Kürbis gehört für mich in den Herbst, jetzt ist es mir irgendwie zu spät dafür…). Ebenfalls sehr köstlich klingt das „Asiatische Rindertartar“.  Aber rohes Fleisch? Huiiii… da bin ich ja eher skeptisch. Traue ich mich nicht richtig. Habt ihr damit Erfahrung? Ich bin ja schon skeptisch was Rindercarpaccio angeht, eine absolute Leibspeise. Nehme ich aber nur beim Italiener meines Vertrauens.

In meiner letzten Rezension von „Lecker“ hab ich ja ein bisschen gemeckert über das Gericht aus der „Zwergenküche“. Die „Würstchenraketen mit Sonnen-, Monddip und Sternen“ finde ich auch diesmal nicht wirklich gelungen: Tiefkühl-Laugenbrezeln, Dosen-Aprikosen und Wiener Würstchen würde ich nicht wählen, um meinem Kind das Kochen schmackhaft zu machen. Da finde ich sowas hier viel cooler: In Biancas Blog Elbcuisine gibt es eine eigene Kids-Kategorie, da sind mir schon häufiger Rezepte ins Auge gefallen, die ich – hätte ich Nachwuchs – sicherlich mit den Kids kochen würde. .

Im Kapitel „Fast fertig“ gibt es „supersimple und schnelle Rezepte mit wenig Zutaten“. Stimmt. Auf den ersten Blick sieht das alles sehr schnell und einfach aus. „Penne in Blumenkohl-Gemüse-Soße“ klingt ganz gut. Aber da hab ich leider schon ein Gericht aus einer anderen Zeitschrift auf meiner Nachkochliste.

In der „Kochschule“ geht’s diesmal um Sorbets. Das hat mir Lust gemacht, das auch mal zu probieren. Hab ich mich bisher noch nicht ran gewagt. Ich bin ja nicht so der süße Typ und hab Sorbet immer eher in die Ecke Backen gepackt. Aber das Ingwer-Limetten-Sorbet hört sich echt gut an. Kommt auf die Nachkochliste.

“Home Sweet Home”: In diesem Kapitel gibt‘s ein paar schöne Ideen, die mir gefallen. Vor allem die Anregung, ein Brettchen in eine iPad-Halterung umzugestalten, so dass dieses digitale Kochbuch nicht unter Gemüseresten oder so verschwindet.

So. Das war meine zweite Rezension der Zeitschrift „Lecker“. Eine dritte folgt noch. Ich bin mal gespannt, was diese dann zu bieten hat. Bisher hält sich meine Begeisterung ja in Grenzen…

Liebe Grüße
Eure Julia

p.s. Zur Verfügung gestellt wurde mir das Abo unaufgefordert und kostenlos von zeitschriften-abo.de. Für den Text habe ich kein Honorar oder sonstige Vergütungen erhalten.

6 Gedanken zu “Rezension: Kochzeitschrift „Lecker“

  1. Liebe Julia, lieben Dank für deinen netten Kommentar! Die ELBCUISINE-Kids werden sogar gerade von mir noch etwas „ausgebaut“. Schöner Blog hier übrigens 🙂 Liebe Grüße, Bianca

    • Das finde ich super! Ich kenne den Markt nicht, kann mir aber vorstellen, dass es ein großes Intersse an gesunden, leckeren, kindertauglichen Rezepten gibt. Jetzt fehlen bei mir nur noch die Kinder, mit denen ich mal den Kochlöffel schwingen kann 😉

  2. Also das mit dem rohem Rindfleisch seh ich persönlich inzwischen ganz entspannt. Mett ist ja auch roh. Ich würde zugegeben beides nur dann roh essen wenn es recht frisch ist (wobei das bei Rind auch wieder relativ ist, da das ja erst mal mindestens 3 Wochen im Vakuumbeutel „abgehangen“ hat).
    Zudem gehöre ich eh schon zu den Menschen die ihr Steak ach Rare essen.
    Aber im Restaurant halte ich das genauso wie du nur bei denen wo ich Vertrauen zu habe ^^

    • Stimmt, Mett esse ich auch gerne. Müsste ich tatsächlich beim Metzger meines Vertrauens mal explizit nach Rindfleisch zum Rohverzehren nachfragen. Denn das Rezept klingt wirklich lecker, hätte Lust, das auszuprobieren.
      Sonnige Grüße aus Köln! Julia

  3. In Köln könnte ich da auch einen empfehlen…
    Mein Mann ist Metzger und Arbeitet in Köln, in einem traditionellen Betrieb (keine Kette) in Köln Zündorf.

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