Rote Bete Püree

Rote Bete Püree

Zur Roten Bete hatte ich bisher ein, sagen wir mal, gespaltenes Verhältnis. Ich finde die Farbe total schön, hatte den Geschmack aber als etwas muffig, erdig in Erinnerung. Daher habe ich sie eigentlich auch nie wieder zubereitet (abgesehen von diesem Rote Bete Carpaccio).

Und wisst ihr, welches Gemüse auf unserem Acker uns die reichste Ernte beschenkt hat? Rote Bete. Ich habe zahllose Knollen verschenkt und nur einen Bruchteil eingefroren. Sehr dumm. Denn dieses Rezept habe ich erst jetzt entdeckt. Wieder war ich skeptisch… – bis ich schließlich den ersten Löffel probierte. Ich war baff. Dass dieses farblich hübsche Püree so köstlich ist, hätte ich nicht gedacht!
Die Rote Bete wird in rotem Portwein (!) ganz weich gekocht, bevor sie mit etwas Salz, Zucker, Balsamico, Butter und Olivenöl gewürzt wird. Das Püree ist ziemlich süß und Herr Löffelgenuss und ich haben überlegt, dass man es fast auch als Dessert servieren könnte. Ansonsten schmeckt es hervorragend zu dunklem Fleisch.
Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Wein muss rein“ (geiler Titel, nä?). Die Rezepte sind von Léa Linster, der Cartoonist Peter Gaymann hat das Buch ganz wunderbar illustriert. Neben diesem Rote Bete Püree hab ich noch die Artischocken in Weißwein nachgekocht und Garnelen in Cognac. Beide Gerichte schmecken ebenfalls fantastisch! Rezepte folgen.

Und wisst ihr, was das Beste ist? Ihr könnt das Kochbuch nächstes Wochenende auf meinem Blog gewinnen! Ich schreibe gerade an einer Rezension, sobald die veröffentlicht ist, könnt ihr euer Glück versuchen. Falls ihr schon mal eine Ahnung davon haben möchtet, wie die Kochbücher des Duos Linster/Gaymann aussehen, dann schaut mal hier: ihr erstes Werk, „Das Gelbe vom Ei“, hab ich schon rezensiert.

Bis dahin wünsche ich euch viel Spaß beim Nachkochen!
Eure Julia

Rezept für Rote Bete Püree
(für etwa 6 Portionen)

300g Rote Bete
½ Liter roter Portwein
Meersalz
1 großzügige Prise Zucker
50g Butter
einige Tropfen Balsamicoessig (ich hab etwa 1 EL benutzt)
1 TL Olivenöl

Die Rote Bete schälen, waschen und würfeln (Achtung: rote Hände! Ich find’s lustig, ihr könnt beim Verarbeiten aber auch Einweghandschuhe tragen).

Die Rote Bete in einen Topf geben und den Portwein hineingießen. Die Stücke sollten knapp mit dem Portwein bedeckt sein. Eine Prise Meersalz und Zucker hinzugeben und die Rote Bete bei mittlerer Hitze sehr weich kochen (dauert etwa 45 Minuten).

Die Rote Bete in einem Sieb abgießen und den Portwein auffangen. Dann könnt ihr (wie ich) später noch ein bisschen unter das Püree rühren oder kalt stellen und zum Beispiel fürs nächste Bratengericht nutzen.

Die Rote Bete etwas ausdampfen lassen und dann mit einem Pürierstab oder Mixer glatt pürieren (Achtung: wenn’s spritzt, die Farbe färbt ganz schön stark…). Léa Linster passiert das Püree noch mal durch ein feines Haarsieb (Sterneköchin halt). Das war mir eine zu große Sauerei. Das Püree schmeckt auch ohne diesen Arbeitsschritt.

Das Püree mit Butter, Balsamico, noch mal etwas Salz und ein wenig Olivenöl abschmecken und glatt rühren.

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4 Gedanken zu “Rote Bete Püree

  1. Danke für das Rezept.
    Ich wusste nichts von diesem Buch.

    Ich hatte das Vergnügen in Ihrem Restaurant genießen zu dürfen.
    Ein Rezept zu einem Gericht hat sie mir auf einem Zettel aufgeschrieben und mir genau erklärt wie ich es zubereiten muss.

    Himmel wo ist der Zettel……….

    • Ein persönliches Rezept von Léa Linster? Wie genial ist das denn!?! Ich hab‘ sie mal auf einer Lesung ihrer Biografie getroffen. Da hat sie mir (einer von Hunderten…) das Kochbuch „Das Gelbe vom Ei“ signiert. Näher bin ich ihr noch nicht gekommen. Ich würde auch sehr gerne mal in ihrem Restaurant essen…

      Das Kochbuch, aus dem das Rezept für das Rote Bete Püree stammt, ist gerade erst im ars vivendi Verlag erschienen… Meine Rezension ist gerade fertig geworden. Ab nächstem Samstag dürft ihr euer Glück versuchen!

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