Südtiroler Schlutzkrapfen

Südtiroler Schlutzkrapfen

Unsere allererste Wanderung in Südtirol ist leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen: Wir sind am ersten Tag los, obwohl der Wetterdienst Regen angesagt hatte. Ich in meinen neuen Shorts und voller Motivation den Berg zu erklimmen! 😉

Als wir nach etwa 30 Minuten an der ersten Hütte ankamen, zogen schon ein paar dunkle Wolken über den Himmel. Auf der Hütte trafen wir unsere Ferienhaus-Nachbarn, die uns dann überzeugten, erst mal einzukehren und später tatsächlich umzukehren.

Als ich dann also notgedrungen die Speisekarte studierte, stieß ich auf das Wort „Schlutzkrapfen“. Was soll das denn sein, dachte ich? Nie gehört…

Unsere Nachbarin erklärte mir dann, dass das eine Art Ravioli seien, die mit Spinat gefüllt sind und mit brauner Butter und Parmesan serviert werden. Und dass sie seeehr lecker seien. Bestellte ich also.

Und sie hatte recht: Eine sehr leckere Südtiroler Spezialität! Nach dem köstlichen Essen war es dann auch nicht mehr ganz so schlimm, dass wir wieder zurückgelaufen sind, statt den Berg, der vor uns lag, zu erklimmen.

Viele Grüße!
Eure Julia

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

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Rezept für Südtiroler Schlutzkrapfen
(für 4 Portionen)

150g Roggenmehl
100g Weizenmehl
1 Ei
60-70ml lauwarmes Wasser
1 EL Öl

300g frischer Blattspinat, fein gehackt
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
ca. 1 EL Butter
100g Ricotta
1 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
Muskatnuss
Salz, Pfeffer

2 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
50g Butter, braun geschmolzen

Für den Teig beide Mehlsorten mischen und etwas salzen.
Das Ei mit dem Öl und dem Wasser verquirlen.
In die Mitte der Mehlmischung eine Mulde graben und dahinein das Ei geben und von innen nach außen zu einem glatten Teig verrühren bzw. kneten.
Den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung die Zwiebeln und den Knoblauch in Butter andünsten. Den Spinat hinzugeben, die Hitze reduzieren und einige Minuten garen lassen bis der Spinat in sich zusammengefallen ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Ricotta mit dem Parmesan und dem Schnittlauch vermischen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss (eine gute Messerspitze) nach Geschmack würzen. Die Masse unter den abgekühlten Spinat geben und gut vermischen.

Den Teig mit einem Nudelholz dünn ausrollen und mit einem runden, glatten Ausstecher (der etwa 7cm Durchmesser haben sollte) Kreise ausstechen.
Die Spinat-Ricotta-Masse mit einem kleinen Löffel in die Mitte geben. Den Rand mit Wasser anfeuchten und den Teigkreis zusammenfalten. Sofort mit den Fingern und/oder mit einer Gabel (sieht schöner aus) die Ränder andrücken.

Die Schlutzkrapfen (bei dem Wort muss ich immer noch schmunzeln…) ins kochende Salzwasser geben und etwa 4 Minuten kochen lassen. Mit einer Schaumkelle rausnehmen und auf einem flachen Teller anrichten.

Etwas geschmolzene, braune Butter über die Schlutzkrapfen geben und mit Parmesan und Schnittlauch garnieren.

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