Reisnudelsalat mit Gurken und Kräutern

Reisnudelsalat Gurke Kräuter
Wie im vorherigen Beitrag zu den Vietnamesischen Rindfleischröllchen schon geschrieben, habe ich diesen Salat als Beilage serviert und finde, er passt ganz hervorragend zu dem Fleisch.

Da ich noch recht viel übrig hatte, habe ich ihn am nächsten Tag mit ins Büro genommen und als Lunch verzehrt. Ich kann daher berichten, dass er auch alleine sehr gut schmeckt und, wenn man ein paar mehr Reisvermicelli hinzugibt, auch sättigt 🙂

Der tolle Geschmack kommt, glaube ich, durch die Kräuter, vor allem durch die Minze und den Koriander. Den letzten Kick bekommt der Salat aber durch die Soße. Die ist eine Eigenkreation :-). Im Rezept heißt es nämlich nur Limettensaft und Fischsoße. Hatte ich probiert, fand ich aber zu fad…

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

½  Salatgurke
100g Reisvermicelli
einige Salatblätter (z.B. Eisberg)
100g Mungo-Bohnensprossen
je eine Handvoll frische Kräuter: Basilikum, Koriander, Minze, Oregano, Kresse (grob hackt)
5 Lauchzwiebeln

Für’s Dressing:
1 Limette, frisch gepresst
1 EL Ingwer, frisch gerieben
1 EL Fischsauce
2 EL Sojasoße
2 EL Erdnussöl
1 TL Tamarinde

Die Reisvermitcelli nach Anleitung zubereiten und auskühlen lassen.

Die Gurke schälen, längs halbieren, von den Samen befreien und in dünne Stifte schneiden.

Die Kräuter und den Salat waschen und grob hacken. 

Die Bohnensprossen gut waschen und trocknen.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden, die äußere Haut säubern oder entfernen und die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden.

Für’s Dressing alle Zutaten gut verrühren. Eventuell von der ein oder anderen Zutaten, je nach Geschmack, mehr oder weniger benutzen.

Kurz vorm Servieren die Soße unter den Salat geben.

Das Rezept stammt, leicht abgewandelt, aus „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Chillie Basan.

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Salatsoßen: Kräuter-Dressing

Soßen_Kräutersoße

Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wann ich diese Salatsoße zum ersten Mal probiert habe: Das war im Sommer 1995. Ich war zum ersten Mal offiziell bei den Eltern meines Tanzschulpartners eingeladen (beim Wort „Tanzschulpartner“ müsst ihr euch jetzt vorstellen, dass ich in der Luft ein paar Anführungseichen andeute und blöde grinse. Denn es war auch der erste Junge, mit dem ich „gegangen bin“ (sagt man das heute eigentlich noch so…?). 

Na ja, auf jeden Fall haben wir alle zusammen draußen gegessen und ich erinnere mich noch, dass der Vater die Salatsoße am Tisch zubereitet hat und dafür einfach kurz hinter sich gegriffen hat und ein paar der Kräuter, die hinter ihm im Beet wuchsen, in den Salat geschnibbelt hat. Ob er die Soße genau SO angerichtet hat, wie ich es hier beschreibe, weiß ich nicht mehr, aber ich muss immer an diesen Abend denken, wenn ich diese Soße esse.

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

Saft einer halben Zitrone
ca. 4 EL Olivenöl
1 sehr kleine Knoblauchzehe
ca. 5 Blätter Liebstöckel
ca. 5 Blätter Basilikum
ca. 10 Schnittlauch-Halme
ca. 10 Stängel glatte Petersilie
1 halbe Zwiebel
½ TL gekörnte Gemüsebrühe
1 TL Senf
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, ob eher sauer (also mehr Zitrone), lieber milder (dann weniger Brühe und Salz) oder etwas süßer (dann natürlich ein bisschen mehr Zucker). Falsch machen könnt ihr nix! 😉 )

Liebstöckel, Basilikum, Schnittlauch und Petersilie waschen, abtrocknen und sehr fein hacken.

Die Zwiebel ebenfalls sehr fein hacken.

Den Zitronensaft mit dem Senf, der Brühe, Salz, Pfeffer und dem Zucker verrühren. Dann solange Olivenöl unterrühren bis eine cremige Soße entsteht. Den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse drücken und hinzugeben.
Am Ende die Kräuter unterrühren.

Das Dressing schmeckt vor allem zu ganz einfachem Kopfsalat gemischt mit Rucola, dann kommen die Kräuter schön zur Geltung. Auch passen hier noch andere Gemüsesorten in den Salat, zum Beispiel frische kleine Landgurken, Paprika, Möhren…

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

Basilikumsorbet

Basilikumsorbet
Wie ihr wisst, stehe ich ja nicht so sehr auf süße Sachen. Aber Sorbets finde ich ziemlich klasse, weil sie so schön erfrischend schmecken. Ehrlich gesagt habe ich aber noch nie eines selbst gemacht. Als ich in „Rezepte für einen italienischen Sommer“ dieses Rezept hier las, dachte ich, dass ich mich mit genau diesem Rezept mal an mein erstes Sorbet wagen könnte. Und ich muss sagen, dass das mit Sicherheit nicht mein letztes Sorbet war. Sehr erfrischend, sehr lecker! 🙂 Habt ihr weitere Empfehlungen für mich?

Ich wünsche euch noch einen schönen Sommer!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Portionen)

16 Basilikumblätter, und ein paar Basilikumblätter zum Garnieren (ich habe mehr genommen, etwa 25 große Blätter)
500ml trockener Sekt
100g Puderzucker
Saft von 1 Zitrone
4 Eiweiß*

Die gewaschenen Basilikumblätter zusammen mit dem Puderzucker, dem Zitronensaft und dem Sekt in einem Mixer auf höchster Stufe etwa 1-2 Minute mixen.

* Im Rezept wird empfohlen, Eischnee unter die Flüssigkeit zu heben, der das Sorbet cremiger machen soll. Das hat bei uns leider nicht geklappt. Sekt und Eischnee wollten sich partout nicht mischen lassen und so hatte ich unten grünes Wasser mit einer Schicht aus weißem Eischnee darüber.

Das Ganze in einen gefriergeeigneten Behälter geben und im Tiefkühler gefrieren lassen. Im Rezept steht 45 Minuten. Unser Tiefkühler ist ein bisschen Schwach auf der Brust und auch nach 3 Stunden war das Sorbet noch nicht gefroren. Ich habe es einfach über Nacht im Tiefkühler gelassen. Am nächsten Tag hab ich es kurz antauen lassen und einmal kräftig durchgerührt. Dann war’s perfekt!

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Gaspacho mit Erdbeeren

Gaspacho mit Erdbeeren
Das erste Rezept, das ich euch aus dem Kochbuch „Die portugiesische Küche“ vorstellen möchte ist doch recht ungewöhnlich: Eine Gaspacho mit Erdbeeren. Warum ich ausgerechnet das ausgewählt habe? Obwohl ich doch gar nicht so der süße Typ bin? Wahrscheinlich weil ich einfach neugierig war. Und insgeheim wollte ich auch wissen, ob das vielleicht doch schmeckt. Vor allem, ob es besser schmeckt als meine geliebte Gazpacho aus Andalusien oder meine selbst kreierte Grüne Gazpacho. Auch wenn ich positiv überrascht war, schmecken mir „meine“ Gazpacho besser. Aber wer gerne Erdbeeren mag und die Kombination von Obst und Gemüse nicht scheut, der darf sich auf diese Suppe freuen. Sie ist bei hochsommerlichen Temperaturen, wie wir sie letzte Woche hatten, eine köstliche, kulinarische Abkühlung.

Zutaten
(für 8 Personen)

135ml Olivenöl
2 Knoblauchzehen, geschält
2 Stängel Thymian
50g Weißbrot (aus Weizensauerteig), ohne Kruste, gewürfelt (ich hab ein altes Brötchen genommen)
1kg Erdbeeren, gewaschen und geviertelt (ich habe nur etwa 200g Erdbeeren genommen, war trotzdem sehr erdbeerig…)
250g Gurke, geschält, entkernt und gewürfelt (ich habe etwa die doppelte Menge genommen)
120g rote Paprika, entkernt und gewürfelt (auch hier habe ich die doppelte Menge genommen)
70g grüne Paprika, entkernt und gewürfelt
120ml Tomatensaft
45ml guter Rotweinessig
1TL Salz

Für die Garnitur*:
Confierte Erdbeeren:
16 kleine Erdbeeren, halbiert
1½ EL Olivenöl
1 gehäufter EL Puderzucker

Croutons:
3 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, geschält
200g Weißbrot (aus Weizensauerteig), ohne Kruste, klein gewürfelt (auch hier habe ich einfach ein altes Brötchen genommen)
Basilikumblätter
Pfeffer

* Die confierten Erdbeeren habe ich weggelassen. Klang mir zu süß und zu erdbeerlastig.

Ich habe (anders als im Rezept) erst mal die Croutons zubereitet. Und zwar alle zusammen, also die, die in die Suppe reinkommen und die, die oben drüber kommen.
Dafür das Brot zunächst in Würfel schneiden, den Knoblauch in Scheiben.
In einer Pfanne ordentlich Olivenöl heiß werden lassen und die Brotwürfel und den Knoblauch darin anbraten bis sie kross sind. Kurz vorm Ende habe ich die Thymianblätter hinzu gegeben.

Für die Suppe wascht ihr das Gemüse und die Erdbeeren und würfelt alles grob. Die Gurke wird geschält, die Paprika entstielt und entkernt, von den Erdbeeren das Grün entfernt.

Dann gebt ihr alle Zutaten sowie etwa ein Drittel der Croutons in einen Küchenmixer und püriert das Ganze bis eine schöne Mixtur entsteht. Wenn euch das zu flüssig ist, gebt ihr einfach noch ein paar Croutons hinzu. Wenn es zu breiig ist etwas Wasser.
Je nach Gusto schmeckt ihr mit Salz und Pfeffer ab und stellt die Suppe ein paar Stunden kalt.
Wenn es so richtig heißt draußen ist, könnt ihr, wenn ihr die Suppe serviert, noch ein paar Eiswürfel hinzugeben. Ist herrlich erfrischend!

Zum Servieren streut ihr ein paar Basilikumblätter und die restlichen Croutons darüber.

Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt! Oder habt ihr sowas schon mal probiert? Lese gerade im Internet unzählige herzhafte Erdbeer-Gerichte… Also falls ihr eines habt, das ich unbedingt probieren sollte, immer her damit! 🙂

Ich wünsche euch guten Appetit!
Eure Julia

Gnocchi-Salat

Gnocchi Salat
Das Rezept für diesen Gnocchi-Salat stammt aus meiner Bochumer Studienzeit von einer Kommilitonin. Zum ersten Mal habe ich ihn auf einer ihrer legendären WG-Partys gegessen, seitdem durfte er auf keiner (WG-)Party fehlen. Er ist eine schöne Alternative zum klassischen Party-Nudelsalat, schmeckt frisch und macht statt. Der Nachteil ist, dass man ganz schön nach Knoblauch riecht. Also entweder vorher knutschen oder das Objekt der Begierde vorher mit dem Salat verführen 😉

Zutaten
(für eine Buffet-Portion)

800g Gnocchi
8-10 Strauchtomaten
einen ganzen (großen) Topf Basilikum
3-4 Pakete Mozzarella (à 125g)
2 Zehen Knoblauch
5 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Tomaten waschen (den Strunk entfernen) und in Würfel schneiden, die etwa so groß sind wie die Gnocchis.

Den Mozzarella ebenfalls.

Die Basilikumblätter vom Strauch pflücken, waschen, trocknen und grob zupfen (nicht hacken, dann geht zu viel vom Aroma verloren).

Den Knoblauch schälen und mit einer Knoblauchpresse in das Olivenöl pressen und etwa einen Teelöffel Salz und einige Umdrehungen frisch gemahlenen Pfeffer unterrühren.

Die Gnocchi nach Packungsanleitung kochen.

Alle Zutaten vermengen und etwa eine Stunde ziehen lassen. Vorm Servieren noch mal abschmecken und ggf. mit Salz, Pfeffer, Knoblauch und Olivenöl nachwürzen.

Kalt servieren.

Guten Appetit!
Eure Julia