Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocchi mit Gemüse

Dieses Rezept für Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli in würziger Tomaten-Sahnesoße ist aus einer ganz einfachen Pizzeria anne Ecke, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt. Viele, viele Jahre habe ich als Studentin vom Schreibtisch in meinem WG-Zimmer direkt auf die Küchenfenster der Pizzaria in Essen-Rüttenscheid geblickt. Und natürlich gab es häufiger mal etwas von dort – meistens diese Gnocchi hier. Ich habe Jaaaahre gebraucht, um das Gericht so hinzubekommen. Der Koch, Mustafa, wollte mir das Rezept partout nicht verraten (außer ich wäre mit ihm ausgegangen, wie er behauptete…). 

Andererseits sprach Mustafa kaum Deutsch. Die Chance, dass ich also verstanden hätte, was er in die Soße tut, damit sie so gut schmeckt, wäre also ohnehin gering gewesen…
Aber ich finde, dieses Rezept kommt dem Original-Gericht ziemlich nahe. Das mag auch daran liegen, dass ich beim Warten immer heimlich beobachtet habe, was Mustafa in die Pfanne wirft, und so getan habe, als verfolgte ich das Fußballspiel im Fernsehen. Hüstel…

Jedes Mal, wenn ich diese Gnocchi esse, erinnere ich mich (oft etwas wehmütig) an meine alte Studienheimat… Somit passt das Rezept ganz hervorragend zum „Großen Nudelevent von be reggie„.

Guten Hunger!
Eure Julia

Rezept: Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocci Broccoli Champignons Spinat 
passierte Tomaten Sahne und Butter Olivenöl Pfeffer, Salz, Majoran, Brühe 

Zutaten
(für 4 Portionen)

600g Gnocchi
250g Blattspinat (für die Tiefkühlvariante)
1 kl. Kopf Broccoli
10 weiße mittelgroße Champignons
500g passierte Tomaten (Dose/Flasche)
100ml Süße Sahne
1 Knoblauchzehe
1 EL Margarine oder Butter
2 EL Olivenöl
1 TL Majoran
1 TL gekörnte Brühe
½ TL Salz
½ TL Pfeffer

Zuerst den geschälten Knoblauch mit der Knoblauchpresse in ein Schälchen mit dem Olivenöl pressen, mit Pfeffer, Salz und Majoran verrühren und beiseite stellen.

Die Gnocchi kurz mit kochendem Wasser überbrühen, Wasser wegschütten und die Gnocchi beiseite stellen.

Aus dem aufgetauten Spinat das überschüssige Wasser herauspressen und den Spinat grob zerteilen.

Den Broccoli waschen und die Stiele wegschneiden, so dass nur noch kleine Rosen-Köpfe übrig bleiben. Dann werden die Broccoli-Röschen kurz gekocht. Dafür einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Röschen hinzugeben. Die Hitze reduzieren und etwa 2-3 Minuten köcheln lassen. Der Broccoli sollte am Ende noch bissfest sein.

Die Champignons putzen, halbieren und in dicke Scheiben schneiden.

Die Margarine/Butter in einer großen beschichteten Pfanne stark erhitzen und die Champignons darin kurz abraten. Sie dürfen nicht braun werden, sie sollen nur den Butterbraten-Geschmack annehmen (etwa 2 Minuten). Dann die Broccoli-Röschen und den Spinat hinzugeben und ca. 2 Minuten mitbraten.

Schließlich die Sahne und die Tomatensoße sowie das gewürzte Olivenöl hinzugeben. Kurz aufkochen lassen, die Gnocchi untermischen und alles so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen bis die Gnocchi weich sind. Mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe abschmecken.

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Blog-Event Be Reggie Nudelevent (Einsendeschluss 31. März 2015)

“New York Street Food”
Green Smoothies

GreenSmoothie

Smoothie-Läden gibt es in den USA wirklich an jeder Ecke, nicht nur in New York. Eine ziemlich tolle Sache so ein Vitaminkick auf die Schnelle (vor allem, wenn man den ganzen Tag zu Fuß unterwegs ist…). Ich bin direkt dem Grünen Smoothie verfallen, der auch in dem kulinarischen Reiseführer New York Street Food vorgestellt wird. Ihr wisst ja, ich stehe nicht so sehr auf süße Sachen, da ist dieser eher herzhafte Drink für mich genau richtig.
Praktisch, dass unsere Gastgeberin in New York ebenfalls auf Grüne Smoothies stand und mir den Tipp gab, dass es direkt um die Ecke von unserem Apartment einen Laden gibt, der wirklich gute „grüne Energie-Bomben“ herstellt. So gab es für mich zum Start in den Tag erst mal einen Grünen Smoothie to go 🙂 Ohne den hätte ich vermutlich nicht so viele Kilometer zurücklegen können… Belohnt wurden wir aber mit tollen Eindrücken, wie hier zum Beispiel vom Empire State Building: 

  New York City Empire State Building  New York City Empire State Building New York City Empire State Building bei NachtNew York City Empire State Building bei Nacht 
So richtig neu war der Grüne Smoothie für mich allerdings nicht. Letztes Jahr tauchten Rezepte dafür in diversen Foodblogs auf und auch ich habe mich schon an einen grünen Smoothie gewagt. Allerdings unter dem Titel „Grüne Gazpacho“, weil meiner doch sehr herzhaft war und ein bisschen wie eine Gazpacho schmeckte…

Die Autoren von „New York Street Food“ schlagen folgendes Grundrezept vor, das in einem Standmixer zu einem sämigen Getränk gemischt wird:

Zutaten
(für 2 große Smoothies)

2 Handvoll frischer Blattspinat, geputzt und harte Stile entfernt
nach Geschmack Petersilie, Minze oder Koriander (ich hab ne Handvoll frische Minze und ein paar Blätter Koriander genommen)
1 reife Banane, geschält
½ Grapefruit (hab ich weggelassen)
100ml Orangensaft (ich hab 300ml frisch gepressten genommen)
100ml Milch

Zusätzlich hab ich noch einen Apfel (Granny Smith) und eine halbe (geschälte) Schlangengurke dazu gegeben.

In den USA hab ich noch diverse Zutaten probiert: Gut gefallen hat mir der Smoothie wahlweise noch mit Sellerie, mit Mandelmilch oder mit frischem Ingwer.

Lasst eurer Kreativität freien Lauf!
Eure Julia

P.s.: Ich musste gerade laut lachen: Wisst ihr, dass smoothie im Englischen auch „aalglatter Bursche“ heißt? Ich stelle mir gerade einen smoothie mit einem Smoothie vor… hihi…

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Kichererbsen mit Süßkartoffeln

Kichererbsen mit Süßkartoffeln

Meine Freundin S. hat recht, es ist schon merkwürdig: Da kleben lauter Post-Its in meinem Ottolenghi-Kochbuch, nur an diesem Rezept nicht. Im Nachhinein kann ich nicht verstehen, warum nicht… Aber zum Glück hat S. sich dieses Rezept für ihr Geburtstagsessen ausgesucht (ja ja, ich verschenke mittlerweile Kochabende zum Geburtstag ;-)). Das Rezept (etwas abgewandelt) stammt aus Ottolenghis „The Cookbook“. Vermutlich verdrehen jetzt einige von euch die Augen „Schon wieder dieser Ottolenghi!“. Genau. Und es wird auch nicht das letzte Rezept von ihm hier in meinem Foodblog sein. Bis jetzt war wirklich jedes seiner Gerichte großartig!

Dieses passt ganz hervorragend zum Blogevent „Vegetarisches Soulfood„. Das Gericht ist quasi Soulfood at its best! Wohlig wärmend, vegetarisch, sättigend, der Seele schmeichelnd: Kichererbsen in einer orientalisch anmutenden, würzigen Soße mit Tomaten und Blattspinat, darauf ein paar in Honig weich gekochte Süßkartoffeln. Das Tüpfelchen auf dem i: etwas Minze-Joghurt.

Sabine Schlimm, die auf „Schmeckt nach mehr“ bloggt, hat zu dem Event aufgerufen, weil sie selbst ein Kochbuch mit vegetarischen „Seelenfutter“-Gerichten veröffentlicht hat. Sie beschäftigt sich mit der Frage, warum wir gerne essen, was wir gerne essen, und was Essen mit Identität zu tun hat. Über diese Fragen habe ich damals in meiner Abschlussarbeit an der Uni auch lange nachgedacht und tue es heute noch gerne. Und ich bin immer noch der Meinung, dass im Aphorismus „Sag mir, was du isst und ich sag dir, wer du bist.“ von Jean Anthelme Brillat-Savarin, einem großen Gastrosophen, viel Warhheit steckt. Darüber könnte ich euch stundenlang was erzählen, vor allem über die afroamerikanische Küche, die eigentlich die wahre Soulfood-Küche hervorgebracht hat, aber ich schätze, das würde viel zu weit führen…

Für heute also „nur“ ein Rezept für ein Gericht, das ich persönlich unter dem Begrifff Soulfood abgespeichert habe.

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 5-6 Portionen)

2 Dosen Kichererbsen (abgießen und abspülen)
2 Dosen stückige Tomaten
150-200g Blattspinat
2 Zwiebeln, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
2 EL Tomatenmark
1 TL Koriandersamen, grob mörsern
2 EL Cumin-Pulver
2 EL Koriander-Pulver
1 TL Tandoori-Gewürz
1 TL Kurkuma
10g frischer Koriander, Blätter grob gehackt
2 TL Zucker
Salz, Pfeffer
Olivenöl

1-2 Süßkartoffeln (insg. ca. 500g)
2 EL Honig
1 EL Butter
½ TL Salz

100g griechischer Joghurt
1 Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
1 unbehandelte Zitrone
1 EL Olivenöl
2 TL getrocknete Minze (z. Bsp. frische Blätter einfach selbst trocknen)

Zwiebeln und Knoblauch in etwas Olivenöl anbraten. Koriandersamen, Koriander-Pulver, Cumin, Tandoori und Kurkuma hinzugeben und eine Weile mitrösten (Achtung: soll nicht anbrennen!). Das Tomatenmark hinzugeben und ebenfalls noch mal kurz anbraten.
Die Dosentomaten und die Kichererbsen hinzugeben und einmal aufkochen lassen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken und etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Kurz vor dem Servieren den Blattspinat und den Großteil der Korianderblätter hinzugeben und einige Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Süßkartoffeln schälen und würfeln. In einem Topf 500ml Wasser mit der Butter und dem Honig zum Kochen bringen. Die Süßkartoffeln hinzugeben und solange kochen bis sie weich sind. Am Ende das Wasser abgießen.

Für die Joghurt-Soße die Zitrone waschen und die Schale abreiben, anschließend die Zitrone pressen. Die Hälft des Zitronensafts und den Zitronenabrieb (der ganzen Zitrone) zum Joghurt geben. Ebenso wie das Olivenöl und die (klein gebröselte) Minze. Alles gut vermischen.

Zum Anrichten die Kichererbsen auf einen Teller geben. Dahinauf einige Stücke Süßkartoffeln, ein paar Korianderblätter und zum Abschluss einen Teelöffel Joghurtsoße.

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Südtiroler Schlutzkrapfen

Südtiroler SchlutzkrapfenUnsere allererste Wanderung in Südtirol ist leider im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen: Wir sind am ersten Tag los, obwohl der Wetterdienst Regen angesagt hatte. Ich in meinen neuen Shorts und voller Motivation den Berg zu erklimmen! 😉 

Als wir nach etwa 30 Minuten an der ersten Hütte ankamen, zogen schon ein paar dunkle Wolken über den Himmel. Auf der Hütte trafen wir unsere Ferienhaus-Nachbarn, die uns dann überzeugten, erst mal einzukehren und später tatsächlich umzukehren.
Als ich dann also notgedrungen die Speisekarte studierte, stieß ich auf das Wort „Schlutzkrapfen“. Was soll das denn sein, dachte ich? Nie gehört… Unsere Nachbarin erklärte mir dann, dass das eine Art Ravioli seien, die mit Spinat gefüllt sind und mit brauner Butter und Parmesan serviert werden. Und dass sie seeehr lecker seien. Bestellte ich also. Und sie hatte recht: Eine sehr leckere Südtiroler Spezialität! Nach dem köstlichen Essen war es dann auch nicht mehr ganz so schlimm, dass wir wieder zurückgelaufen sind, statt den Berg, der vor uns lag, zu erklimmen. 

Viele Grüße!
Eure Julia

DSC_8823 

Zutaten
(für 4 Portionen)

150g Roggenmehl
100g Weizenmehl
1 Ei
60-70ml lauwarmes Wasser
1 EL Öl

300g frischer Blattspinat, fein gehackt
1 Zwiebel, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
ca. 1 EL Butter
100g Ricotta
1 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
Muskatnuss
Salz, Pfeffer

2 EL Parmesan, fein gerieben
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
50g Butter, braun geschmolzen

Für den Teig beide Mehlsorten mischen und etwas salzen.
Das Ei mit dem Öl und dem Wasser verquirlen.
In die Mitte der Mehlmischung eine Mulde graben und dahinein das Ei geben und von innen nach außen zu einem glatten Teig verrühren bzw. kneten.
Den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Für die Füllung die Zwiebeln und den Knoblauch in Butter andünsten. Den Spinat hinzugeben, die Hitze reduzieren und einige Minuten garen lassen bis der Spinat in sich zusammengefallen ist. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.

Den Ricotta mit dem Parmesan und dem Schnittlauch vermischen, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss (eine gute Messerspitze) nach Geschmack würzen. Die Masse unter den abgekühlten Spinat geben und gut vermischen.

Den Teig mit einem Nudelholz dünn ausrollen und mit einem runden, glatten Ausstecher (der etwa 7cm Durchmesser haben sollte) Kreise ausstechen.
Die Spinat-Ricotta-Masse mit einem kleinen Löffel in die Mitte geben. Den Rand mit Wasser anfeuchten und den Teigkreis zusammenfalten. Sofort mit den Fingern und/oder mit einer Gabel (sieht schöner aus) die Ränder andrücken.

Die Schlutzkrapfen (bei dem Wort muss ich immer noch schmunzeln…) ins kochende Salzwasser geben und etwa 4 Minuten kochen lassen. Mit einer Schaumkelle rausnehmen und auf einem flachen Teller anrichten.

Etwas geschmolzene, braune Butter über die Schlutzkrapfen geben und mit Parmesan und Schnittlauch garnieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Linsen-Spinat-Suppe

LinsenSpinatSuppeDas Rezept für diese köstliche Suppe habe ich aus einem Kochkurs der Kölner „Kochschule Ehrenfeld“ mitgebracht. Vor einigen Jahren hat Herr Löffelgenuss mir zum Geburtstag einen gemeinsamen Kochkurs dort geschenkt. Das Motto: „Liebe geht durch den Magen“. (…). Der Kochkurs ist jetzt schon ein paar Jährchen her, aber Liebe geht bei uns immer noch durch den Magen 😉

Gleichzeitig freue ich mich, mit diesem Rezept zum „Linsen-Event“ von Tina von „Lunch for One“ beizutragen.

Zutaten
(für 6-8 Portionen)

500g Linsen (z.B. rote Linsen, oder aber Linsensorten wild mischen. Dann bitte ggf. unterschiedliche Garzeiten beachten.)
200g Blattspinat
30g Koriander, Blätter gezupft
2 Zwiebeln, fein gehackt
Schale einer unbehandelten Zitrone, fein reiben
2 EL Kreuzkümmel
100 ml Weißwein
1,5-2 Liter Gemüsebrühe
2 EL Knoblauchöl (alternativ 2 feingehackte Zehen)
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Zwiebeln in etwas Olivenöl andünsten bis sie weich sind. Mit Weißwein ablöschen und mit der Brühe aufgießen.

Zitronenabrieb, Kreuzkümmel, Knoblauchöl und die Linsen hinzugeben. Aufkochen, die Hitze reduzieren und solange köcheln lassen bis die Linsen gar sind (Garzeit steht auf der Packung, bei roten Linsen etwa 15 Minuten).

Kurz bevor die Linsen gar sind, die Korianderblätter und den Spinat hinzugeben und einige Minuten mitköcheln lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken und heiß servieren.

Guten Appetit!
Eure Julia