Albondigas en salsa de tomate // Hackfleischbällchen in Tomatensoße

Albondigas en salsa de tomateDieses Rezept hier wollte ich schon sehr lange mal ausprobieren. Wie ihr vielleicht wisst, schlägt mein Herz nicht nur für die USA, sondern auch für Spanien. Nicht zuletzt, weil ich ein Auslandssemester in Valencia verbracht habe und Land und Leute etwas intensiver kennen lernen durfte. Ich mag die Kultur, die Landschaft, das Wetter, vor allem aber liebe ich die spanische Küche. Was gibt es schönes als einen Tapas-Abend mit lauter leckeren Kleinigkeiten, die man sich abends in einer lauen Sommernacht in einem Straßencafé bei einem Glas Rotwein teilt? Hach… Sehnsucht! 
Einige Ideen für einen Tapas-Abend habe ich euch ja hier schon mal zusammengestellt. Beim Durchblättern eines kleinen Tapas-Kochbuchs, das ich in Valencia geschenkt bekommen habe, habe ich dieses Rezept hier gefunden. Ich hab etwas improvisiert (mein Spanisch ist nicht mehr ganz so gut…) und es schmeckt ganz wunderbar, besonders durch die gewürzte Tomatensoße.

Que aproveche!
Eure Julia

Rezept für Albondigas en salsa de tomate // Hackbällchen in Tomatensoße
(für etwa 20-25 kleine Hackfleischbällchen)

Für die Fleischbällchen:
500g Hackfleisch (gemischt)
100g Serrano
1 kleine Zwiebel
50g Manchego
7 grüne Oliven
1 kleiner Bund glatte Petersilie
einige Rosmarinnadeln
1 kleine Knoblauchzehe
1 Ei
½ TL Oregano
Paniermehl
Salz, Pfeffer
Olivenöl (zum Anbraten)

Für die Tomatensoße:
Olivenöl zum Anbraten
1 kleine Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
125ml Weißwein
1 Dose stückige Tomaten (ca. 425g)
1 TL Paprikapulver
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Muskat
2 Lorbeerblätter
1 kleiner Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Fleischbällchen zubereiten:

Den Serrano-Schinken in einer beschichteten Pfanne anbraten bis er knusprig ist und ihn anschließend (nach dem Auskühlen) sehr fein hacken.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln, ebenso wie den Manchego und die Oliven.

Den Rosmarin und die Petersilienblätter waschen und fein hacken (die Rosmarinnadeln SEHR fein hacken).

Das Hackfleisch in eine große Rührschüssel geben. Schinken, Käse, Zwiebel, Oliven, Rosmarin und Petersilie hinzugeben. Eine kleine Zehe Knoblauch, durch die Presse gedrückt, hinzugeben. Das Ei auf dem Rand der Schüssel aufschlagen und ebenfalls zu der Masse geben.
Nun alles mit beiden Händen gut und lange durchkneten bis die Masse gut vermischt ist. Ist sie noch etwas zu feucht, ein bisschen Paniermehl hinzugeben. Mit Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken. Für meinen Geschmack bedarf es nicht viel davon, da die Fleischmasse auch so schon hervorragend schmeckt. Noch besser dann nachher in der Soße. 🙂

Aus der Masse nun kleine, runde Fleischbällchen formen.

Die Hackfleischbällchen in einer beschichteten Pfanne in etwas Olivenöl scharf anbraten, so dass sie von außen gut Farbe bekommen. Nicht durchbraten, sie garen später in der Tomatensoße noch nach.
Beiseite stellen.

Die Tomatensoße zubereiten:

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und sehr fein hacken. Die Petersilie waschen, die Blätter vom Stil zupfen und ebenfalls sehr fein hacken.

Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl in einem großen Topf andünsten. Mit Weißwein ablöschen, die Dosentomaten hinzugeben sowie alle Gewürze: 1 TL Paprikapulver, 1 Messerspitze Zimt, 1 Messerspitze Muskat, 2 Lorbeerblätter, 1 kleiner Bund glatte Petersilie und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße einmal aufkochen lassen und die Hitze dann auf die niedrigste Stufe reduzieren.
Die Fleischbällchen hinzugeben und so lange köcheln lassen bis das Fleisch gar und gut durchgezogen ist. Dabei gelegentlich umrühren, so dass alle Fleischbällchen mal mit der Soße in Berührung kommen. Vor dem Servieren die Lorbeerblätter entfernen.

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Blätterteigpäckchen mit Wurstbrät

Blätterteig mit Wurstbrät

Die Idee zu diesem Rezept stammt von Herrn Löffelgenuss. Oder besser gesagt von Jamie Oliver. Herr Löffelgenuss probiert sich ja gerne durch die Rezepte dieses coolen Kochs. Und das Gericht hier kann man fast schon seinen Buffet-Klassiker nennen – ich weiß nicht, wie oft Herr Löffelgenuss die Würstchen in Blätterteig nun schon gemacht hat…

Herr Löffelgenuss’ Variante ist allerdings etwas anders als meine hier: Bei seinem Rezept bleiben die Bratwürstchen ganz, werden einmal in Blätterteig eingewickelt und geschnitten. Ich mag meine Variante lieber, weil sie hübscher aussieht 😉 Klar, es ist etwas mehr Arbeit, jedes Wurstbällchen in ein Blätterteigpäckchen zu drapieren, aber lohnt sich doch, oder?

Die Blätterteigpäckchen habe ich zum ersten Mal für ein Fingerfood-Buffet gemacht, zusammen mit „Blätterteigpäckchen gefüllt mit Ziegenkäse und Birne“. Beide Varianten kamen sehr gut an. 🙂

Falls ihr Interesse an der „Männer-Variante“ habt, sagt Bescheid, ich leite eure Anfrage gerne weiter…

Eure Julia

Blätterteigpäckchen mit Wurstbrät, Fenchel und Zitronenabrieb
(für 1 Büffetportion)

2 Portionen Blätterteig (á 270g)*
4 frische Bratwürste
ca. 20g Parmesan
1 Bio-Zitrone
1-2 EL Fenchelsamen
1 kleine, rote, getrocknete Chili
2 Eigelb, verquirlt mit einem Schluck Wasser
3-4 EL Sesamkörner

Die Bratwürste aus ihrer Haut in eine Schüssel drücken.

Den Parmesan grob hobeln.

Die Zitrone heiß abspülen und mit einer Reibe die Schale fein abreiben. (Die Zitrone könnt ihr später für Salatdressing nutzen, für das hier zum Beispiel).

Die Fenchelsamen in einem Mörser zerstoßen. Die Chili hinzugeben und ebenfalls fein mörsern.

Das Wurstbrät mit dem Parmesan, dem Zitronenabrieb, den Fenchelsamen und der Chili gut vermengen.
Ein Hinweis zu den Mengenangaben: Wir mögen den Geschmack von Fenchel sehr, daher habe ich 2 EL genommen (unseren Gästen hat’s auch geschmeckt). Ist aber nicht jedermanns Sache. Falls ihr unsicher seid, probiert es erst mal mit 1 EL. Gleiches gilt für die Menge Zitronenabrieb. Probiert erst mal ein bisschen und gebt dann eventuell noch den Rest hinzu.

Den Blätterteig ausrollen und in gleichgroße Quadrate schneiden (etwa 8x8cm, je kleiner, desto leckerer, aber auch schwieriger zu verarbeiten).

Auf jedes Quadrat gebt etwa 2 TL von dem Wurstbrät. Die Ecken vom Blätterteig führt ihr dann vorsichtig eng in der Mitte zusammen und dreht sie so zusammen, dass ein kleines Zipfelchen entsteht. Die offenen Seiten vorsichtig zusammendrücken. Da müsst ihr ein wenig experimentieren, hab ich auch, irgendwann sind die Päckchen gut verschlossen und sind auch schön anzusehen – zumindest die letzten. 😉

Zwischenzeitlich den Backofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Zu guter Letzt pinselt ihr die Päckchen mit Eigelb ein, legt sie mit ein wenig Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und streut etwas Sesam auf jedes Päckchen.

Die Päckchen brauchen ca. 15 Minuten, der Blätterteig sollte außen gold-knusprig sein, das Wurstbrät durchgegart. Am besten ihr probiert nach ca. 12 Minuten ein erster Päckchen. Sie schmecken übrigens warm genauso gut wie kalt (falls etwas übrig bleiben sollte).
* Ich hab fertigen Blätterteig benutzt. Die Päckchen sind auch schon viel Arbeit ohne dass man den Teig selbst macht….

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Blätterteigpäckchen mit Ziegenkäse und Birne

Blätterteigpäckchen mit Ziegenkäse und Birne

Wenn man einen Foodblog betreibt (auch wenn er nicht sehr professionell ist), meinen viele Leute, dass man unglaublich gut kochen könne und dass das Essen immer so perfekt aussieht wie auf den Fotos. Ist natürlich nicht so. Aber manchmal lasse ich mich von diesen Erwartungen leider doch beeinflussen…

Als wir mal wieder ein paar mehr Gäste als sonst einladen wollten, hab’ ich mir in den Kopf gesetzt, ein Fingerfood-Buffet zu zaubern, das nicht nur lecker ist, sondern auch gut aussieht. Gemeinsam mit meinen Mittagskolleginnen überlegte ich, welches Fingerfood wohl am besten dafür geeignet sei. Nach ein wenig Hin- und Herüberlegen kamen wir auf Blätterteig. Die Idee einer Kollegin, Ziegenkäse mit Birne und Honig zu kombinieren, fand ich toll! Außerdem hatte Herr Löffelgenuss noch ein Rezept für „Blätterteigpäckchen mit Wurstbrät, Fenchel und Zitronenabrieb“ (Rezept folgt!). Dann sollte es es noch „Albondigas en salsa de tomate“ (spanische Hackfleischbällchen in Tomatensoße, Rezept folgt auch) geben, „Gemüsesticks mit zweierlei Dips“ sowie „Smoked Salmon Rolls“.

Falls ihr also auch ein Fingerfood-Buffet plant und auf der Suche nach Ideen seid, kann ich euch diese Rezepte ruhigen Gewissens empfehlen. Ja, die Zubereitung ist recht aufwändig, aber es lohnt sich. Das Buffet sah hübsch aus und den Gästen hat’s geschmeckt (sagen sie zumindest…).

Viel Spaß!
Eure Julia

Blätterteigpäckchen mit Ziegenkäse, Birne, Honig und Rosmarin
(für 1 Buffetportion)

2 Portionen Blätterteig (á 270g)*
1 Rolle Ziegenfrischkäse
1 reife Birne
einige Nadeln Rosmarin
Honig
1 Eigelb, verquirlt mit einem Schluck Wasser

Den Blätterteig ausrollen und in gleichgroße Quadrate schneiden (etwa 8x8cm, je kleiner, desto leckerer, aber auch schwieriger zu verarbeiten).

Die Birne waschen, entkernen, entstielen und in kleine Würfel schneiden.

Auf jedes Quadrat 1/2 bis 1 Teelöffel Birnenwürfel, Ziegenfrischkäse, eine Messerspitze Honig und 1-2 Rosmarinnadeln geben. Die Ecken vorsichtig in der Mitte zusammenführen und so zusammendrehen, dass ein kleines Zipfelchen entsteht. Die offenen Seiten vorsichtig zusammendrücken. Da müsst ihr ein wenig experimentieren, hab ich auch, irgendwann sind die Päckchen gut verschlossen und sind auch schön anzusehen – zumindest die letzten. 😉

Zwischenzeitlich den Backofen auf 220 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Zu guter Letzt pinselt ihr die Päckchen mit ein wenig Eigelb ein (so glänzen sie schön und bekommen eine goldgelbe Farbe) und legt sie mit ein wenig Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech.

Die Päckchen brauchen ca. 10 bis 15 Minuten, der Blätterteig sollte außen gold-knusprig sein, Innen zerläuft der Käse. Am besten schmecken sie lauwarm.
* Ich habe fertigen Blätterteig benutzt. Die Päckchen sind auch schon viel Arbeit ohne dass man den Teig selbst macht….

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