Artischocken in Weißwein

Artischocken in Weißwein

Neben dem Rote Bete Püree habe ich aus dem Kochbuch „Wein muss rein“ noch diese Artischocken in Weißwein ausprobiert. Dieser Duft, der in der Küche entsteht! Köstlich!
Ich habe leider keine kleinen Artischocken, wie Léa Linster es in ihrem Rezept empfiehlt, bekommen. Aber mit dieser großen Variante war es auch OK. Ehm, natürlich nicht OK. Das klingt so als schmecke das Rezept nur OK – was nicht stimmt. Es schmeckt genial!

Ich frage mich übrigens häufig, ob das eigentlich irgendeinen Einfluss hat, wenn ich schreibe „schmeckt genial“? Eigentlich bleibt ja nur, dass ihr es selbst ausprobiert, um das festzustellen. Oder ich müsste euch alle zu uns einladen, was natürlich nicht geht… 😉

Aber, das hab’ ich ja an anderer Stelle schon mal geschrieben: Auf meinem Foodblog veröffentliche ich nur Rezepte, die mir sehr gut schmecken. Alles, was nur so lala ist, schafft es gar nicht erst hierhin – selbst wenn ich ein gelungenes Foto von dem Gericht schießen konnte (und dann bin ich traurig, weil ich euch ein schönes Foto nicht zeigen konnte…).

Apropos Fotos. Ich habe kürzlich überlegt, ob ihr mal Lust habt, hinter die Kulissen von Löffelgenuss zu blicken? Also zu sehen, wie meine Fotos entstehen, wie’s bei uns in der Küche aussieht und was zwischen Kochen und Rezeptveröffentlichen noch so alles passiert. Soll ich dazu mal einen Beitrag schreiben?

Ich schweife ab… es geht hier ja eigentlich um das Kochbuch „Wein muss rein“. Das will ich euch nicht nur vorstellen, das könnt ihr nämlich auch gewinnen. Im nächsten Beitrag stelle ich euch noch ein weiteres Rezepte vor, das ich ausprobiert habe (Garnelen in Cognac) und dann gibt es endlich den Beitrag, in dem ihr das Kochbuch gewinnen könnt.

Bis dahin liebe Grüße
Eure Julia

Rezept für Artischocken in Weißwein
(für 4 Portionen)

Saft von ½ Zitrone
12 kleine violette Artischocken mit Stiel oder 4 normale Artischocken
2 Schalotten
1 mittelgroße Karotte
2 EL Olivenöl
80ml trockener Weißwein (ich habe einen Grauburgunder genommen, den wir auch dazu getrunken haben)
1/8 Liter Hühnerbrühe (ich habe Gemüsebrühe genommen)
1 Zweig Thymian
1 Lorbeerblatt
Meersalz, Pfeffer
10 große Basilikumblätter
natives Olivenöl extra zum Beträufeln
Der Zitronensaft sorgt dafür, dass die Artischocken sich nicht dunkel färben: den Zitronensaft mit etwas Wasser mischen. Die äußeren, harten Blätter von den Artischocken entfernen. Müsst ihr mal schauen, wie viele Blätter ihr entfernen müsst. Ich meine: lieber ein bisschen zu viele als wenn man später auf holzigen Blättern rumbeißt. Den Stiel der Artischocken mit einem Sparschäler schälen. Die Artischocken halbieren und in das bereitgestellte Zitronenwasser legen.

Die Schalotten schälen und sehr fein würfeln.

Die Karotte ebenfalls schälen und in dünne Stifte schneiden.

Die Artischocken aus dem Zitronenwasser nehmen und abtrocknen.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Artischocken, die gewürfelten Schalotten und die Möhren-Stifte darin bei mittlerer Hitze anschwitzen.

Mit dem Weißwein ablöschen und etwas einkochen lassen, dann die Brühe hinzugießen.

Thymian und Lorbeerblatt hinzugeben, die Pfanne mit einem Deckel bedecken und das Ganze bei mittlerer Hitze schmoren lassen. Je nachdem wie dick eure Artischocken sind, dauert das unterschiedlich lang. Léa Linster gibt etwa 12 Minuten an. Da meine Artischocken dicker waren, habe ich sie etwa 40 Minuten schmoren lassen.

Basilikum waschen, abtrocknen und in feine Streifen schneiden.

Vorm Servieren den Basilikum über die Artischocken streuen und das Ganze mit Salz, Pfeffer und Olivenöl würzen.

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Tomatensuppe

TomatensuppeTomaten sind ja angeblich des Deutschen liebstes Gemüse. Also ich kann das bestätigen. Ich lieeebe Tomaten. Vor allem jetzt, wenn sie vollreif, saftig und richtig geschmackvoll sind. 

Tomatensuppe war schon als Kind eines meiner Lieblingsgerichte (ich erinnere mich, dass ich mir immer Tomatensuppe gewünscht habe, wenn ich vom Pfadfinderlager zurück kam…) und die Zeit für eine selbstgekochte Tomatensuppe ist jetzt genau richtig. Daher habe ich die Tage tonnenweise Tomaten angeschleppt: Ochsenherztomaten, Flaschentomaten, Romanatomaten, grüne Tomaten, schwarze Tomaten, gelbe Tomaten, Cocktailtomaten… – ich wollte dieses herrliche Frucht  gerne in ihrer vollen Schönheit und Vielfalt ablichten (Herr Löffelgenuss hat sich darüber sehr lustig gemacht. Gemein!). Die Fotos sind mir leider nicht so gelungen, wie ich sie mir vorgestellt habe… 🙁  

Aber dafür hatten wir gleich so viele Tomaten zur Hand, dass ich Unmengen an Tomatensuppe kochen konnte und nun vier Pakete fertiger Tomatensuppe im Tiefkühler liegen (herrlich!).

Tomatensuppenrezepte gibt es im Netz und Bekanntenkreis unzählige verschiedene. Zum Glück fiel mir in letzter Minute noch ein, dass ich in „Deutschland vegetarisch“ ein Rezept gelesen hatte, das mir gut gefiel (kennt ihr das Kochbuch? Stevan Paul und Katharina Seiser haben es herausgegeben, zwei sehr erfolgreiche Foodblogger. Ein tolles Buch! Mehr Infos gibt es auf dem Blog von Stevan Paul). Hier nun also ein Rezept für eine traditionelle deutsche Tomatensuppe.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

800g reife Tomaten
1 Möhre
80g Fenchel
1 Zwiebel
4 EL Sonnenblumenöl (ich habe Olivenöl genommen)
1 EL Zucker
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
4 getrocknete Tomaten
1 L Gemüsebrühe (ich habe die Brühe weggelassen und daher mehr Tomatensaft genommen)
500ml Tomatensaft
Salz, Pfeffer
Kräuteressig (ich habe Rotweinessig genommen)
150g Schmand (ich habe Frischkäse genommen, den cremigen 😉 )
½ Bund Schnittlauch
je 4 Zweige Petersilie, Kerbel und Dill

Die Tomaten waschen, Strunk entfernen und grob würfeln.
Die Möhre schälen und in Scheiben schneiden.
Fenchel waschen und in Streifen schneiden.
Die geschälte Zwiebel grob würfeln.

Möhre, Fenchel und Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten. Tomatenmark, getrocknete Tomaten, Zucker und Lorbeerblatt unterrühren und noch mal ein paar Minuten mitdünsten.

Die Tomaten sowie den Tomatensaft hinzugeben und im offenen Topf bei mittlerer Hitze etwa 50 Minuten köcheln lassen. 

Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Suppe mit einem Mixer pürieren – je nach gewünschtem „Flüssigkeitsgrad“ noch etwas Gemüsebrühe oder Tomatensaft hinzu geben (ich mag es lieber etwas dickflüssiger).

Mit etwas Essig, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. 

Die Kräuter waschen und grob hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Die Suppe in tiefen Tellern servieren und in die Mitte einen Klecks Frischkäse (oder Schmand) geben und die Kräuter drüberstreuen.

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