Grüner Spargel mit Ei

Grüner Spargel mit Ei

Das Ei und ich: eine qualvolle Geschichte. Ich mag eigentlich keine Eier. Mochte ich noch nie. Ich habe Eier wirklich in jeder erdenklichen Form probiert und verschweige euch lieber, dass ich als Kind Eier nur weichgekocht, gemanscht in einer Tasse mit viel Maggi gegessen habe. Soleier gehen heute noch am ehesten, mit viel Essig und Senf. Aber eigentlich auch nur an Ostern…

Wenn überhaupt, mag ich nur das Gelbe vom Ei. Das erklärt, warum mir dieses Rezept so gut schmeckt. Hier dippt man in Bacon gewickelten, kross gebackenen Spargel in Eigelb. Das Eiweiß isst dann Herr Löffelgenuss… Im Gegensatz zu mir verfügt Herr Löffelgenuss über einen sehr reichen Eier-Erfahrungsschatz. Wir haben gerade mal überschlagen: Er hat in seinem Leben etwa 6.300 Eier verspeist (meine verschmähten Eiweiß nicht mitgezählt… 😉 ).

Ein Hoch auf das Eigelb!
Eure Julia

Rezept „Grüner Spargel mit Ei“ nach Jamie Oliver
(als Vorspeise für 4 Personen)

12 Stangen grüner Spargel
12 Scheiben Bacon
4 sehr frische (Bio-)Eier
Olivenöl
grobes Salz
frischer Pfeffer

Den Spargel waschen und den unteren, holzigen Teil schälen.

Den Spargel mit dem Bacon umwickeln, in eine feuerfeste Form geben und ein bisschen Olivenöl darüber träufeln. Im Backofen bei 220 Grad (Umluft) etwa 10 Minuten backen bis der Bacon kross ist. Eventuell für die letzten zwei Minuten noch mal den Grill anmachen.

Die Eier wachsweich kochen (je nach Größe etwa 5 Minuten). Hier habe ich auf die langjährige Erfahrung von Herrn Löffelgenuss zurückgegriffen…

Zum Servieren die Eier „köpfen“, etwas pfeffern, salzen und sofort mit den Spargelstangen servieren. Den Spargel in die Eier dippen und hmmmm…

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Südtiroler Spinat-Knödel

Südtiroler Spinatknödel
Dieses Rezept für Südtiroler Spinat-Knödel habe ich tatsächlich nicht aus Südtirol mitgebracht. Wir haben es schon vor der Reise (quasi zur Einstimmung) gekocht. In der ZEIT gab es irgendwann eine Südtirol-Beilage, in der dieses Rezept stand. Es hatte meine Aufmerksamkeit erregt, weil es zu dem Rezept eine schöne Geschichte gab (ähnlich wie hier auf Löffelgenuss jedes Rezept seine Geschichte hat) und schöne Fotos aus Südtirol. Die Autorin erzählte von ihrer Großmutter, dem Leben in Südtirol und dass sie bei diesen Spinatknödeln immer an ihre Großmutter denken müsse. Tue ich ab jetzt auch 😉

Dieses Rezept ist das letzte Rezept meiner Südtirol-Reihe. Ich hoffe, der kleine Einblick in die Südtiroler Küche hat euch gefallen. Oder kennt ihr diese Küche bereits? Gefällt sie euch? Habt ihr vielleicht noch weitere leckere Rezepte? Darüber würde ich mich freuen!

Guten Hunger!
Eure Julia

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Zutaten
(für etwa 6-8 große Knödel)

500g Weißbrot, in kleine Würfel geschnitten
500g frischer Spinat
3 Zwiebeln, klein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
7 Eier
50g Parmesan, grob gerieben
150ml Milch
80g Butter
7 EL Weizenmehl
Muskat
Salz, Pfeffer

Die Brotwürfel mit dem Mehl und dem geriebenen Parmesan vermischen (ca. 2 EL Parmesan Beiseite stellen).

Den Spinat 3 Minuten in kochendes Salzwasser geben, abschrecken und gut auspressen und grob kleinschneiden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwa der Hälfte der Butter sanft andünsten, den klein geschnittenen Spinat hinzufügen, kurz mitdünsten, und die Masse dann zum Brot geben.

Die Milch (leicht erwärmt), Eier und die Gewürze nach Belieben untermischen, gut vermengen, und den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Aus der Teigmasse die Knödel formen und für etwa 15 Minuten in kochendes Salzwasser geben.

Kurz vor dem Servieren die restliche Butter in einem kleinen Topf braun werden lassen.

Die Spinatknödel mit der Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen lassen, und vor dem Servieren etwas braune Butter und Parmesan über jeden Knödel geben.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Speckknödel-Suppe

Südtiroler SpeckknödelsuppeNachdem unsere Wanderung am Vortag ja ins Wasser gefallen war, wagten wir uns am Tag danach früher auf und wollten es noch einmal probieren. Wir passierten also die „Schlutzkrapfen-Alm“ und machen uns an den Aufstieg. Ich muss zugeben, es war schon mächtig anstrengend, aber auch irre toll: das Panorama, die Natur, die Luft, die körperliche Anstrengung… Auf dieser Wanderung passierten wir blühende Wiesen, rauschende Bäche, eine Kuhherde und vereiste Berge bis wir endlich in einer Hütte ankamen, um uns aufzuwärmen und zu verschnaufen. Dort habe ich dann diese Speckknödelsuppe gegessen, die einfach köstlich war. Um uns herum liefen Hasen, Hühner und Ziegen und wir blickten erschöpft, aber zufrieden in das Tal hinab, aus dem wir gekommen waren. Herrlich! 

Der Abstieg war leider nicht ganz so prickelnd: Auch an diesem Tag hatten sie Regen vorhergesagt, allerdings erst ab 15 Uhr – vorauf wir uns natürlich verlassen hatten. Aber als wir gerade mal die Hälfte des Weges hinter uns hatten, fing es an, in Strömen zu regnen. Als wir am Auto ankamen, waren wir nass bis auf die Knochen. Im Nachhinein, wo ich das hier so schreibe, finde ich es amüsant, aber ich war zu dem Zeitpunkt ziemlich genervt, es war nämlich auch ziemlich kalt. Vor allem machte ich mir Sorgen, wie wir unsere Klamotten bis zum nächsten Tag wieder trocken kriegen würden. Aber Herr Löffelgenuss war pragmatisch: Er föhnte unsere Hosen und Jacken trocken und unsere Schuhe trocknete er bei 50 Grad Umluft im Backofen 🙂

Guten Hunger!
Eure Julia

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Zutaten
(für 4 Personen)

1L Fleischbrühe (shame on me: Ich habe eine fertige Brühe gekauft…)
150g altes, schnittfestes Weißbrot
1 Zwiebel, fein gewürfelt
100g Speck (am besten Südtiroler Speck), fein gewürfelt
50g Kaminwurz (oder geräucherte Salami), fein gewürfelt
2-3 EL Petersilie, fein gehackt (etwas zum Garnieren Beiseite legen)
1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
2 Eier
100ml Milch
mind. 40g Mehl (eher mehr, soviel es braucht, dass die Knödel fest werden)
20g Butter
Salz, Pfeffer

Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden.

Die Zwiebel in etwas Butter glasig dünsten, über die Brotwürfel geben und den Speck und die Kaminwurz hinzugeben.

Die Eier mit der Milch verrühren und sie mit der Petersilie und dem Schnittlauch zu der Brot-Speck-Kaminwurz-Mischung geben und gut vermengen. So lange Mehl hinzugeben bis eine feste Masse entsteht, aus der man Knödel formen kann. Mit Salz und Pfeffer würzen.
15 Minuten ziehen lassen und dann daraus Knödel formen (mit nassen Händen, dann klebt’s nicht…).

Die Speckknödel etwa 15-20 Minuten (je nach Größe der Knödel) in Salzwasser kochen.

Die Fleischbrühe erhitzen und die Knödel darin servieren. Mit der restlichen Petersilie garnieren.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Rührei mit Lachs und Kräutern

Rührei mit Lachs und KräuternDas Ei und ich. Eine leidvolle Geschichte. Ich mochte bis vor kurzem keine Eier. Schon beim Geruch wurde mir komisch. Außerdem sehen Eier irgendwie merkwürdig aus…. Als Kind habe ich Eier nur weich gekocht, in einer Tasse zerkleinert mit Maggi zugeschüttet gegessen (schlimm nä?). Herr Löffelgenuss aber LIEBT Eier. Ein Ei am Morgen muss es MINDESTENS sein.

Ich wurde nach über 30 Jahren also langsam wieder an das Ei herangeführt. Das geht am besten in einer Form, in der man weder erkennt, dass es sich um Eier handelt, noch in der die Eier nach Eiern schmecken. Zum Beispiel als Rührei. Zum Beispiel mit diesem Rezept hier.

Das Rezept stammt ebenfalls aus dem Kochbuch „Mini-Cocottes“ und hat uns (mir als Eier-Skeptikerin!) wirklich gut geschmeckt. Einziger Kritikpunkt (eher an dem Kochbuch als an dem Rezept): Es ist mal wieder ein Gericht, das ich nicht in der Cocotte selbst zubereite, sondern bei dem die Cocotte einfach nur dafür sorgt, dass das Gericht schön serviert werden kann. Ich bin mir aber sicher, dass es sich in jeder anderen schönen Schüssel auch gut macht.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Portionen)

4 Scheiben Baguette, getoastet
8 Eier
1 Zwiebel, fein gehackt
4 EL gemischte Kräuter, fein gehackt (ich habe mich für Schnittlauch, Dill und Liebstöckel entschieden)
100g Räucherlachs, in Streifen geschnitten
ca. 3 EL Frischkäse
3 EL Milch
ca. 30g Butter
Salz, Pfeffer

Die Cocottes im Ofen anwärmen und warm halten. 

Die Eier mit der Milch und den Kräutern verquirlen.

Die Butter in einer Pfanne bei niedriger Hitze zerlassen, die Zwiebelwürfel hinzugeben und andünsten bis sie glasig und weich sind (nicht knusprig und braun).

Die Eier sowie den Frischkäse (am besten löffelweise) hinzugeben und die Masse stocken lassen. Hin und wieder umrühren und am Ende mit wenig Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Lachsstreifen hinzu geben und alles zusammen in den Cocottes servieren.

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Mini-Spinat-Soufflé

MiniSpinatsoufflee2Ich bin sehr stolz, verkünden zu dürfen, dass mir mein erstes (!) Soufflé sehr gut gelungen ist! Nur leider ist es beim Fotoshooting ganz schnell zusammengefallen, so dass das Soufflé auf dem Bild hier gar nicht mehr so schön aussieht, wie als ich es aus dem Ofen geholt habe. Das ist vermutlich der Unterschied zwischen Profi-Fotografen und mir 🙁 Ich brauche einfach viel zu lange beim Fotografieren… Aber egal. Das Soufflé war auch lecker, obwohl es in sich zusammengesunken war. Das Rezept kann ich also durchaus empfehlen.

Ach ja, es stammt auch aus dem Kochbuch „Mini-Cocottes“, das ich mir gerade mal genauer angeschaut habe. 

Gutes Gelingen!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Portionen) 

90g Baby-Blattspinat
70g Parmesan (ich habe die Hälfte durch Gruyère ersetzet), fein gerieben
2 Eigelb
3 Eiweiß
ca. 30g Butter
ca. 50g Mehl
ca. 350ml Milch (ich habe viel weniger genommen, nur etwa die Hälfte)
Salz, Pfeffer

Backofen auf 200 Grad vorheizen.

Die Cocottes mit Butter einfetten.

Spinat waschen, trocknen und möglichst fein hacken, noch besser: in einer Küchenmaschine oder mit einem Mixer fein pürieren.

Die Butter im Topf zerlassen, Mehl hinzugeben und verrühren. Bei hoher Hitze langsam Milch unter ständigem Rühren hinzugießen bis eine dicke Masse entsteht. Etwas abkühlen lassen und das Eigelb hinzugeben, verquirlen und die Spinatmasse und etwa Dreiviertel des geriebenen Käses hinzugeben und gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und abkühlen lassen. 

Das Eiweiß steif schlagen und die Spinatsoße vorsichtig unter das Eiweiß heben. Die Masse sollte noch fluffig bleiben, daher nicht zu viel und zu stark rühren. 

Die Cocottes jeweils zu Dreiviertel füllen und den restlichen Käse zum Überbacken auf die Masse verteilen. 

Die Cocottes auf ein Backblech stellen und etwa 20-30 Minuten backen bis die Oberfläche goldbraun und knusprig wird (das Soufflé fängt nach etwa 10 Minuten an „zu wachsen“). Nach etwa der Hälfte der Zeit die Soufflés mit Alufolie bedecken.

Sofort servieren.  Achtung: Das Soufflé fällt schnell zusammen und sieht dann nicht mehr so schön aus. Also am besten direkt in der Küche als „Stehparty-Snack“ servieren.

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