Garnelen in Cognac

Garnelen in Cognac

Da aller guten Dinge drei sind, habe ich aus dem Kochbuch „Wein muss rein“ – neben dem Rote Bete Püree und den Artischocken in Weißwein – noch diese Garnelen in Cognac nachgekocht. Hier war ich etwas skeptisch. Garnelen ohne Knoblauch? Konnte mir nicht vorstellen, dass das schmeckt… Ich stehe total auf die spanische Variante „Gambas con ajillo“ und ihre portugiesische Schwester „Gambas Piri Piri“. Aber ich wurde positiv überrascht. Muss an dem Cognac liegen, der einen ganz besonderen Geschmack an die Garnelen bringt. Dass die Garnelen flambiert werden, ist natürlich ein aufregender Nebeneffekt, vielleicht trägt aber auch das zum Geschmack bei. Abgerundet wird dieser durch die Süße von roter Paprika und der Schärfe von frisch zerstoßenem Pfeffer.

So. Nun habt ihr drei Rezepte aus dem Kochbuch „Wein muss rein“ kennengelernt und es ist Zeit, dass ich euch im nächsten Beitrag das Kochbuch etwas ausführlicher vorstelle. Und, wie angekündigt, könnt ihr das Kochbuch dann auch gewinnen. 🙂

Bis dann!
Eure Julia

Rezept für Garnelen in Cognac
(für 4 Portionen)

24 rohe Garnelen mit Schale (ich habe geschälte, entdarmte Garnelen genutzt)
1 rote Paprikaschote
Olivenöl (zum Braten)
Cognac
Pfeffer
kleine Holzspieße (fakultativ)

Die Garnelen waschen, gut abtrocknen und je zwei Garnelen auf die Holzspieße ziehen. Die Holzspieße sind eher für die Optik. Ich habe die Garnelen, die nicht zum Fotoshooting mussten, einfach so in der Pfanne gebraten.

Die Paprika waschen, die Kerne und den Stiel entfernen, die Paprika vierteln und halbieren und in sehr feine Streifen schneiden.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Garnelen darin von beiden Seiten anbraten bis sie eine rosa Farbe annehmen. Sie sollten innen nicht mehr roh sein, aber wenn ihr sie zu lange bratet, werden sie trocken. Garnelen ohne Schale brate ich (bei großer Hitze) nur etwa 1 Minuten von jeder Seite an.

Jetzt wird’s spannend: Beträufelt die Garnelen mit einem großzügigen Schluck Cognac und zündet diesen an. ACHTUNG!! Es entsteht eine ganz schön krasse Flamme. Das ist vielleicht nicht für jeden Koch und für jede Küche zu empfehlen. Macht das nur, wenn ihr euch sicher seid und wenn ihr ausreichend Platz in der Küche habt. Und nutzt auf jeden Fall so ein Kochfeuerzeug, das einen langen Stil hat. Ich traue mich das Flambieren übrigens nicht. Bei uns übernimmt das Herr Löffelgenuss. Die Fotoshooting-Garnelen hab ich im Übrigen nicht flambiert und den Cognac einfach einkochen lassen. Schmeckt auch. Ich übernehme also keine Verantwortung, wenn das Flambieren bei euch schief geht. Bitte verzichtet also im Zweifel lieber darauf.

So, aber jetzt weiter im Rezept: Wenn die Flamme erloschen ist oder wenn der Cognac etwas eingekocht ist, gebt ihr die Paprikastreifen dazu und schwenkt alles gut durch. Direkt (am besten auf vorgewärmten Tellern) servieren.

Das Ganze dann mit Salz und grob gemahlenem Pfeffer würzen.

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Vietnamesische Summer Rolls

Vietnamesische Summer RollsHeute hab‘ ich etwas ganz Besonderes für euch! Mein Rezept für Vietnamesische Summer Rolls. Ich hatte schon so lange vor, sie endlich mal selber zu machen… 

Da das Rezept nicht nur das Wort „Sommer“ im Namen trägt, sondern wirklich sommerlich leicht und frisch schmeckt, nehme ich damit auch gerne an dem Blog-Event von Simone von S-Küche teil, die in Zorras Kochtopf unter dem Titel „Zisch! Erfrisch mich!“  lauter leckere Sommerrezepte sammelt.

Vor kurzem gab es dann Summer Rolls bei unserem Kolleginnen-Lunch. Haben wir neu eingeführt: Einmal im Monat bringt jeder ein Buffet-Gericht mit und wir teilen das Essen. Sehr tolle Sache! Eine Kollegin hatte verschiedene Zutaten für Summer Rolls mitgebracht und mich damit inspiriert, sie auch endlich mal auf den Tisch zu bringen. Ein Anlass war auch schnell gefunden: Zwei liebe Studienkolleginnen von nah und fern haben das Wochenende bei uns verbracht.
Was man in die Summer Rolls tut, ist Geschmacksache und ich habe schon die verschiedensten Varianten gesehen. Diese hier habe ich jetzt zwei Mal ausprobiert und mir gefällt die Kombination der Zutaten sehr gut. Aber eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So könnten sie dann aussehen: 
Vietnamesische Summer Rolls

Zutaten
(für etwa 15 Summer Rolls)

1-2 Pakete Reispapier
100g Rice Vermicelli (Reisnudeln)
400g Schweinefilet*
100-200g Garnelen* (gekocht)
1 Handvoll Zuckerschoten
2 Handvoll Sojasprossen
1 Handvoll glatte Petersilie
1 Handvoll Minze
1 Handvoll Koriander
1 Handvoll Basilikum
5 Lauchzwiebeln
3 braune Champignons

1 kleines Stück Ingwer
1 kleine Knoblauchzehe
1 TL Brauner Zucker
1 TL Olivenöl
1 TL Limettensaft
Salz, Pfeffer

2 EL Tamarinden-Paste
2 TL Currypaste
2 TL Fischsoße
2 TL Austernosoße
2 EL Sojasoße
2 EL Teriyaki-Soße
2 TL Samal Olek
2 EL Sesamöl (geröstet)

* Wenn ihr das Fleisch und die Garnelen weglasst, habt ihr ein leckeres vegetarisches Gericht.

Das Schweinefilet waschen, abtrocknen und in dünne Scheiben schneiden.

Die Marinade für das Fleisch ist gleichzeitig auch die Soße zum Dippen. Daher alle Zutaten gut verrühren und dann etwas mehr als die Hälfte für den Dip Beiseite stellen.
Das Schweinefleisch in die Marinade legen, vermengen (so dass jedes Fleischstück etwas von der Marinade abbekommt) und etwa eine Stunde ziehen lassen. In der Zwischenzeit kann man prima den Rest vorbereiten.
Das Fleisch später in einer beschichteten Pfanne kurz und scharf von beiden Seiten anbraten. (Wirklich nur kurz, es soll nicht zäh werden.)

Die Zuckerschoten mit kochendem Wasser übergießen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. Abkühlen lassen und quer in dünne Stifte schneiden.
Für die Soße: Den Ingwer schälen und mit einer Reibe zu einer Paste reiben. Ihr braucht davon etwa 1 TL. Die Knoblauchzehe durch eine Presse drücken und mit dem Ingwer, Limettensaft und Olivenöl vermengen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zuckerschoten hinzugeben und eine Weile marinieren lassen.

Die Kräuter waschen, gut abtrocknen und die Blätter von den Stilen lösen. Die Blätter ganz lassen.

Von den Lauchzwiebeln die äußeren Blätter, die Wurzel sowie das dunkle Grün wegschneiden und die Zwiebeln in sehr feine Ringe schneiden.

Die Champignons putzen, halbieren und in sehr dünne Scheiben schneiden.

Garnelen und Sojasprossen waschen.

Zum Anrichten alle Zutaten in separate Schälchen geben. (Dip nicht vergessen!)

Einen tiefen Teller mit Wasser zum Aufweichen des Reispapiers bereitstellen.

Am Tisch belegt sich jeder nach Belieben seine eigenen Summer Rolls: Dafür ein Blatt Reispapier solange ins Wasser legen bis es weich ist, dann herausnehmen. In die Mitte des Reispapiers die gewünschten Zutaten geben, die Seiten nach Innen schlagen und dann vorsichtig rollen. Man braucht etwas Übung bis man raushat, welche Menge in so ein Reisblatt passt. Und auch beim „Zusammenrollen“ muss man ein bisschen hin und her probieren. Wie beim Vietnamesen sehen die Summer Rolls bei mir nie aus, aber dafür schmecken sie gut. 😉
Vom Dip kann man entweder ein kleines Bisschen über die Zutaten geben, bevor man das Reispapier einrollt, oder aber man tunkt die Summer Roll anschließend in die Soße.

Mhmlecker!
Eure Julia

Couscous-Scampi-Päckchen mit Gemüse

CouscousScampiPäckchenBei neuen Rezepten bin ich häufig skeptisch. Die Bilder sehen oft super aus, auch die Zutaten lesen sich gut, das Wow-Erlebnis (das ich mir davon verspreche) gibt es dann meistens nicht.
Anders bei diesem Rezept hier. Ich bin seit langem nicht mehr so positiv von einem Rezept überrascht worden!! In dem Päckchen verbirgt sich eine wahre Geschmacksexplosion! Wirklich, das Gericht ist der Hammer! Und dazu ist es noch so ein schönes Erlebnis, wenn man am Tisch das Päckchen vorsichtig öffnet und einem dann schon ein Duft von Kräutern und Scampi entgegenweht… Ihr müsst das UNBEDINGT ausprobieren!

Das Rezept (wie immer leicht abgewandelt) stammt übrigens aus der wunderschönen Zeitschrift „Sweet Paul“ (1/2014). Genauer gesagt von Saskia, die dort mit ihrem Blog www.saskiarundumdieuhr.blogspot.com vorgestellt wird. Lesenswert! Beides, die Zeitschrift und der Blog.

Zutaten
(für 4 Portionen)

Backpaper
Bäckergarn

250g Garnelen (frisch oder TK aufgetaut)
3 EL Olivenöl
3 EL Sojasoße
1 TL Honig
2 Knoblauchzehen, fein gehackt

200g Couscous
200ml Gemüsebrühe
1 kleine Zucchini, fein gewürfelt
1 rote Paprika, fein gewürfelt
5 Lauchzwiebeln*, fein gewürfelt
7 Stängel Petersilie*, Blätter fein gehackt
10 Stängel Koriander, Blätter fein gehackt
10 Blätter Minze*, Blätter fein gehackt
½ Bio-Zitrone* (Saft und Abrieb)
2 EL Ayvar

Die mit * versehenen Zutaten standen nicht im Rezept, aber ich finde durch sie erhält das Gericht noch mehr Pfiff (vor allem durch die Minze…).

Die Garnelen auftauen lassen und gut abtrocknen. Zusammen mit den anderen Zutaten in einen Gefrierbeutel geben, gut durchschütteln und mindestens 20 Minuten im Kühlschrank marinieren lassen.

Den Couscous mit der (kochenden) Gemüsebrühe aufgießen und ziehen lassen.

Das Gemüse und die Kräuter zum Couscous geben und das Ganze mit Zitrone und Ayvar würzen.

Das Backpapier in etwa 30cm x 30cm-große Stücke schneiden. In die Mitte ein paar Löffel Gemüse-Couscous geben, darauf einige der marinierten Garnelen (ohne Soße!). Das Backpapier zu einem kleinen, luftdichten Päckchen schnüren, indem ihr es rechts und link mit Backgarn wie ein Bonbon zusammenbindet.

Im Backofen bei 180 Grad etwa 20 Minuten backen.

Mhmlecker!
Eure Julia

Vietnam-Nudeln mit dreierlei Köstlichkeiten

Vietnam-Nudeln mit dreierlei Köstlichkeiten

Dieses Rezept hier ist aus einem Kochbuch: „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Ghillie Basan (Christian Verlag). Das Kochbuch habe ich bei „Buchgourmet“ gekauft – einem Kölner Buchladen, der ausschließlich Kochbücher verkauft verkaufte (er hat leider im Sommer geschlossen). Ein wahres Paradies für mich! Meterweise Kochbücher. Alle möglichen Länder, alle möglichen Köche, alle möglichen Zubereitungsmethoden, alle möglichen Jahrhunderte. Und am besten: Viel Sekundär-Literatur. Also Literatur übers Kochen. Warum kochen wir? Warum essen wir dies und nicht das gerne? Wie haben unsere Vorfahren gekocht? Zu all diesen Fragen findet fand man dort eine Antwort. Vorausgesetzt man bringt Zeit mit und arbeitet sich durch die Regalmeter.

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