Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola

Bauernbrot mit Aubergine, RIcotta und RucolaEinmal im Jahr machen wir mit guten Freunden einen Städte-Trip. Ende letzten Jahres ging es nach Brüssel. Ich war etwas skeptisch; weniger wegen der Stadt, vielmehr, weil wir das Wochenende vor Weihnachten in die belgische Hauptstadt wollten, und mir kurz vor Weihnachten der Sinn eigentlich viel mehr nach Sofa und Klönen stand. Bekanntlich wird’s dann ja besonders schön. 😉 Und so war’s auch. Wir haben ein paar schöne Vor-weihnachtliche Tage verbracht und es war mit Sicherheit nicht unser letzter Besuch in Brüssel.

Das Rezept für das „Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola“ war sicher nicht das kulinarische Highlight unsers Kurztrips, aber neben Waffeln, Pommes Spezial, Bier-Gulasch und einem tollen Laden mit Kebabs doch so gut, dass ich es zu Hause „nachgebaut“ habe. Es fehlte ein bisschen die nette Gesprächspartnerin 😉 , aber die perfekte Kombi aus geröstetem Bauernbrot, das mit Knoblauch eingerieben wird, cremigem Ricotta, scharfem Rucola und die leichte Süße von Aubergine, getrockneten Tomaten und Pinienkernen machen ein köstliches Abendbrot. Ideal zu genießen mit einem importierten gekühlten belgischen Souvenir (Bier, naturellement – leider nicht mehr mit im Bild…ehm…)! Mit diesem haben wir dann auch auf Dorothee angestoßen, die den 4. Geburtstag ihres Blogs „bushcooks kitchen“ feiert und zum Blogevent „Souvenirs in der Küche“ aufgerufen hat.

Prost Mahlzeit!
Eure Julia

p.s.: Auf Löffelgenuss gibt es noch zwei weitere leckere Rezeptideen für AbendBROT: Mein „Mediterranes Madeira-Sandwich“ und das „Grilled Cheese Sandwich“.

Rezept: Bauernbrot mit Aubergine, Ricotta und Rucola

Brot Aubergine_gebraten Ricotta Rucola 
Pinienkerne Olivenöl Knoblauch1 getrocknete Tomaten 

Zutaten
(für 1 Portion)

Aubergine
Olivenöl
kräftiges Bauernbrot
1 Knoblauchzehe
Pinienkerne
Rucola
getrocknete Tomaten
guten Balsamico
gutes Olivenöl
Ricotta
Salz, Pfeffer

Die Aubergine waschen, abtrocknen und längs in etwa fingerdicke Scheiben schneiden (je nach Dicke ergibt das 4-6 Scheiben). Die Auberginen-Scheiben in einer Pfanne mit etwas Olivenöl goldbraun antraten. Beiseite legen und auskühlen lassen.

In der gleichen Pfanne das Bauernbrot rösten und anschließend mit einer Knoblauchzehe einreiben.

Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Öl ebenfalls goldbraun werden lassen (Achtung: nicht zu viel Hitze, die Pinienkerne brennen schnell an). Beiseite stellen.

Den Rucola waschen und trocknen.

Die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden.

Zu etwa 5 EL Balsamico langsam so viel Olivenöl hinzugeben und dabei kontinuierlich mit einer Gabel so lange aufschlagen bis eine cremige Emulsion entsteht.

Das Bauernbrot mit Ricotta bestreichen. Die Auberginen-Scheibe darauf legen, mit Rucola, den Tomaten-Streifen und einigen Pinienkernen bestreuen. Salzen und pfeffern und ein bisschen von der Oliven-Balsamico-Creme darüber träufeln.

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4. Geburtstags-Blog-Event - Souvenirs in der Küche

Pesto Rosso mit gegrillten Paprika und Walnüssen

Pesto RossoHier in Köln-Nippes gibt es ein ganz wunderbares Weinlokal, das Morio. Da ist es im Sommer wie im Winter gleichermaßen schön. Denn sie haben einen sehr netten Wintergarten, in dem man an kalten Winterabend herrlich einen Rotwein genießen kann, und im Sommer stehen auf dem Schillplatz zahlreiche Tische im Freien – dann schmeckt mir dort im Mai die Maibowle am besten.

Sie haben nicht nur eine sehr gute (erschwingliche) Auswahl an leckeren Weinen, sondern auch eine kleine, aber feine Speisekarte mit selbstgemachten Kleinigkeiten. Meine beiden Favoriten sind das Dal und das geröstete Brot mit rotem Pesto. Es ist jedes Mal ein Krampf zu überlegen, für was ich mich entscheiden soll, weil beides so lecker ist. Meist gewinnt das Pesto-Brot. Irgendwann hab ich mal nachgefragt, was da drin ist: Paprika, Tomaten, Walnüsse, Kürbiskernöl berichtete mir der Keller (guten Service haben die übrigens auch!). Ich wollte das Pesto schon soooo lang mal selber machen… bis ich vor kurzem auf dem Foodblog mit dem lustigen Namen „Feed me up… before you go go“ ein Rezept entdeckte, das meinem Morio-Favorit erstaunlich ähnelte. Und siehe da: es schmeckt genauso! Vielen Dank für die Inspiration Sabrina und Steffen! Ein Besuch auf ihrem Blog kann ich guten Gewissens empfehlen. Sie haben nicht nur tolle Rezeptideen, ihre Fotos sind auch richtig spitze – ganz zu schweigen von den schönen Geschichten, die sie rund um die Gerichte erzählen.

Pesto Rosso auf geröstetem Brot mit Tomaten

Sehr lecker schmeckt das Pesto auf in Butter geröstetem Brot, belegt mit ein paar Scheiben Tomaten.

Viele Grüße
Eure Julia 


Zutaten
(für etwa 300ml)

3 rote Paprika
70 g Walnüsse
80 g getrocknete Tomaten
(ohne Öl)
1 große Knoblauchzehe
5-7 Zweige Thymian
(Blätter abgezupft)
30 g geriebener Parmesan
Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Die Paprika waschen, entkernen, „Hut und Fuß“ wegschneiden und mit der Schnittseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen bei ca. 200 Grad grillen bis die Haut der Paprika schwarz wird und Blasen wirft.

Anschließend stelle ich das Backblech an einen luftigen Ort und lege für ein paar Minuten ein (sauberes) nasses Geschirrtuch über das Backblech. So kann man die Haut von den Paprika anschließend leichter lösen.

In der Zwischenzeit werden die Wallnüsse in einer Pfanne (ohne Öl) leicht angeröstet.

Dann gebt ihr die Paprika, die Walnüsse, die Tomaten, Knoblauch und die Thymianblätter in einen Mixer und püriert die Masse so lange bis ihr einige geschmeidige Creme habt (oder nutzt, wie ich, einen Pürierstab). Unter die Masse rührt ihr dann den geriebenen Parmesan und würzt mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Falls ihr nicht gleich in den ersten zwei Tagen das ganze Pesto verputzt, könnt ihr es in sterilen Gläsern (mit einer Schicht Olivenöl bedeckt) im Kühlschrank aufbewahren. Wie lange weiß ich leider nicht, bei uns war es ein paar Tage später aufgebraucht 😉

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Tomatensuppe

TomatensuppeTomaten sind ja angeblich des Deutschen liebstes Gemüse. Also ich kann das bestätigen. Ich lieeebe Tomaten. Vor allem jetzt, wenn sie vollreif, saftig und richtig geschmackvoll sind. 

Tomatensuppe war schon als Kind eines meiner Lieblingsgerichte (ich erinnere mich, dass ich mir immer Tomatensuppe gewünscht habe, wenn ich vom Pfadfinderlager zurück kam…) und die Zeit für eine selbstgekochte Tomatensuppe ist jetzt genau richtig. Daher habe ich die Tage tonnenweise Tomaten angeschleppt: Ochsenherztomaten, Flaschentomaten, Romanatomaten, grüne Tomaten, schwarze Tomaten, gelbe Tomaten, Cocktailtomaten… – ich wollte dieses herrliche Frucht  gerne in ihrer vollen Schönheit und Vielfalt ablichten (Herr Löffelgenuss hat sich darüber sehr lustig gemacht. Gemein!). Die Fotos sind mir leider nicht so gelungen, wie ich sie mir vorgestellt habe… 🙁  

Aber dafür hatten wir gleich so viele Tomaten zur Hand, dass ich Unmengen an Tomatensuppe kochen konnte und nun vier Pakete fertiger Tomatensuppe im Tiefkühler liegen (herrlich!).

Tomatensuppenrezepte gibt es im Netz und Bekanntenkreis unzählige verschiedene. Zum Glück fiel mir in letzter Minute noch ein, dass ich in „Deutschland vegetarisch“ ein Rezept gelesen hatte, das mir gut gefiel (kennt ihr das Kochbuch? Stevan Paul und Katharina Seiser haben es herausgegeben, zwei sehr erfolgreiche Foodblogger. Ein tolles Buch! Mehr Infos gibt es auf dem Blog von Stevan Paul). Hier nun also ein Rezept für eine traditionelle deutsche Tomatensuppe.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

800g reife Tomaten
1 Möhre
80g Fenchel
1 Zwiebel
4 EL Sonnenblumenöl (ich habe Olivenöl genommen)
1 EL Zucker
1 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
4 getrocknete Tomaten
1 L Gemüsebrühe (ich habe die Brühe weggelassen und daher mehr Tomatensaft genommen)
500ml Tomatensaft
Salz, Pfeffer
Kräuteressig (ich habe Rotweinessig genommen)
150g Schmand (ich habe Frischkäse genommen, den cremigen 😉 )
½ Bund Schnittlauch
je 4 Zweige Petersilie, Kerbel und Dill

Die Tomaten waschen, Strunk entfernen und grob würfeln.
Die Möhre schälen und in Scheiben schneiden.
Fenchel waschen und in Streifen schneiden.
Die geschälte Zwiebel grob würfeln.

Möhre, Fenchel und Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten. Tomatenmark, getrocknete Tomaten, Zucker und Lorbeerblatt unterrühren und noch mal ein paar Minuten mitdünsten.

Die Tomaten sowie den Tomatensaft hinzugeben und im offenen Topf bei mittlerer Hitze etwa 50 Minuten köcheln lassen. 

Das Lorbeerblatt herausnehmen und die Suppe mit einem Mixer pürieren – je nach gewünschtem „Flüssigkeitsgrad“ noch etwas Gemüsebrühe oder Tomatensaft hinzu geben (ich mag es lieber etwas dickflüssiger).

Mit etwas Essig, Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. 

Die Kräuter waschen und grob hacken, Schnittlauch in Röllchen schneiden.

Die Suppe in tiefen Tellern servieren und in die Mitte einen Klecks Frischkäse (oder Schmand) geben und die Kräuter drüberstreuen.

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