Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe

Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe

Ehm, ja, mit dem Foto meiner Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe gewinne ich vermutlichen keinen Preis. Aber an dem Bild sieht man mal ganz gut, wie ich mich fotografisch weiterentwickelt habe, oder? 😉 Das Bild habe ich im Dezember 2012 gemacht. Es war eines der ersten Gerichte, die ich fotografiert habe. Da gab es meinen Blog noch gar nicht und ich habe einfach wild drauflos fotografiert – ohne mir über Foodstyling Gedanken zu machen oder zu wissen, wie ich meine Kamera richtig bediene.

Ich habe mich bisher nicht getraut, das Foto zu veröffentlichen und mir immer vorgenommen, es noch mal neu zu fotografieren. Aber immer, wenn wir diese Suppe essen, habe ich einfach keine Lust, sie vorher zu fotografieren. Das liegt vermutlich daran, dass diese Suppe eine Art Soulfood für mich ist. Sie gibt es immer eher an „grauen Tagen“, wenn ihr wisst, was ich meine. An Tagen, die einfach doof sind.
Wenn der Topf leer ist, geht’s mir auch auf jeden Fall besser, egal wie doof der Tag war. Aber dann ist halt nix mehr da zum Fotografieren. 😉 Daher müsst ihr nun mit diesem wenig schönen Bild leben und euch von mir einfach versichern lassen, dass diese Suppe köstlich schmeckt und es vermag, aus einem doofen Tag einen guten Tag zu machen. 🙂

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Hackfleisch-Käse-Lauch-Suppe:
(für 4-6 Portionen)

600g Hackfleisch (gemischt)
4 Stangen Lauch
400g Schmelzkäse
500ml Wasser
1 Knoblauchzehe
2-3 EL gekörnte Brühe
1 EL Öl
Salz, Pfeffer

Lauch waschen, die äußeren Blätter entfernen, in Ringe schneiden und in einem großen Topf mit etwas Öl anbraten.

Parallel das Fleisch in einer beschichteten Pfanne anbraten. Eine geschälte Knoblauchzehe mit einer Knoblauchpresse ins Fleisch pressen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und weiter braten bis das Fleisch kross und braun wird.

Das Fleisch sowie den Käse, das Wasser und die Brühe zum Lauch geben und mindestens 30 Minuten köcheln lassen, besser eine knappe Stunde.

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Hamburger

Hamburger

Ein Gastbeitrag von Herrn Löffelgenuss

Erst Fußball-Nudeln und jetzt Burger. Werden in diesem Blog etwa Klischees bedient, wonach die Legitimität von Beiträgen männlicher Autoren auf klassischen (kulinarischen) Gender-Roles basiert? Vielleicht gibt’s dazu ja später ein Statement der für den Blog Verantwortlichen…

Burger haben es nicht leicht, seit die bestenfalls sehr mittelmäßigen Burger-Bräter-Platzhirsche Geschmack und Bild dieses Gerichts prägen. Michael Douglas ist seinerzeit ob der miesen Qualität dieser Produkte bei Fast-Food-Ketten zu Recht Amok gelaufen („Falling Down“, zum Nachsehen: http://www.youtube.com/watch?v=NeGk1bgBa7s). Aber seit einigen Jahren erleben wir vornehmlich im urbanen Milieu eine Auferstehung des Burgers aus dem – um in der christlichen Metapher zu bleiben – 7. Kreis der McDonalds-Hölle in beinahe himmlische Sphären. Halleluja!

Was in Köln mit den Hamburger-Manufakturen „Beef Brothers“ und „Freddy Schilling“ begann, hat sich schnell über die Stadt ausgebreitet. Meist sind es Läden in deren Logo gut gemeinte Wortspiele à la „Burger Meister“ oder den Fitness-Kult konterkarierende, vielleicht auch politisch nicht korrekte Namen wie „Die fette Kuh“ zu bewundern sind. (Erinnert irgendwie an das Phänomen, dass Friseure seit den 1990ern mit denglischen Wortspielen (hairlich, hair damit etc.) das Haareschneiden zu einem hippen Event verklären wollten, das man gefälligst teuer zu bezahlen hat, wenn man zur haarigen In-Crowd gehören will.) Vielleicht sehe auch nur ich da eine Parallele, obwohl der Preispolitik-Aspekt eine weitere ist.
Die Made-to-order-Burger sind zwar in der Regel echt lecker und auch sättigend, aber ob man nun zum liebgewonnen Veedel-Italiener (Italiener um die Ecke) geht und ein wochentagtaugliches Pasta-Vino-Espresso-Menü oder den Burger-Pommes-Bier-Standard ordert, die Rechnung beläuft sich auf ein ähnliches Saldo. Dabei ist ein ordentlicher Burger auch in der heimischen Küche leicht zuzubereiten und das Ergebnis erstaunt den an McDonalds gewöhnten Gaumen ganz sicher positiv.

Zutaten für 6 Burger
(sind halt meistens sechs Burger-Brötchen in einer Packung)

1 Packung Burger-Brötchen (sechser, die Brötchen aus der vierer finde ich zu groß)
ca. 600g Hackfleisch (Rind oder halb und halb)
Semmelbrösel
glatte Petersilie, ca. 10 Stängel
2-3 TL Dijon-Senf
1 Ei
Romanasalat
3 Romanatomaten
1-2 rote Zwiebeln
1-2 kleine Landgurken
Ketchup
Salz, Pfeffer, Olivenöl
evtl. Baconstreifen
evtl. Cheddarkäse in Scheiben

Hackfleich, fein gehackte Petersilie, Senf, Ei, Pfeffer, Salz und ne gute Handvoll Semmelbrösel (evtl. noch ’ne zweite) in eine Schüssel geben und hemmungslos mit den Händen durchkneten. Kalt stellen, damit sich die Burgerrohmasse später besser verarbeiten lässt. (Bei Zeitnot geht’s auch so.)

Die Fleischmasse in sechs gleich große Klumpen teilen und platt drücken. Dabei muss man bedenken, dass sich das Fleisch während des Bratens zusammenzieht, entsprechend die Dicke zu- und der Durchmesser abnimmt.
Jeden Rohburger mit Olivenöl bestreichen. (Falls man die Burger bis dahin vorbereiten und erstmal im Kühlschrank lagern möchte, empfiehlt es sich diese zu stapeln und mit Backpapierstückchen von einander zu trennen.)

Vorbereiten kann man natürlich auch die gesunden Elemente des Burgers. In Mis-en-Place-Manier Tomaten und Gurken in Scheiben und Zwiebeln in Ringe schneiden, die Salatblätter nach Gusto zerzupfen.

Wenn‘s ernst wird, die Brötchenhälften im Backofen unter dem Grill etwas antoasten, während die Burger (einer pro Pfanne) entsprechend dem bevorzugten Garungsgrad (rare, medium, well-done) gebraten werden.

Auf die untere Brötchenhälfte Ketchup schmieren und dann wird zusammengebaut: gebratener Burger, Zwiebelringe, Tomatenscheiben und Gurkenscheiben stapeln. 2. Brötchenhälfte drauf, lecker!

Wenn man die Cheeseburger-Variante bevorzugt, auf den heißen Burger eine Käsescheibe legen, dann wie gehabt stapeln. Noch leckerer!

Noch ein bisschen Bacon gefällig? Den kross gebratenen Bacon als erstes aufs geketchupte Brötchen legen, dann wieder in die Höhe bauen. Noch leckererer!

Wer noch eine Weinempfehlung benötigt, um das lukullische Erlebnis perfekt zu machen, dem sei hier geholfen: ein gut gekühltes Bier!

Guten Appetit!
Euer Felix

Thai-Bolognese

Thai BologneseDie Idee zu diesem Rezept stammt aus dem „Deli-Magazin“ (Ausgabe 2/2013). Die Zeitschrift hatte ich entdeckt, als ich in einer langen Schlange an der Supermarktkasse stand – direkt vorm Zeitschriftenregal. Kannte ich noch nicht und war erstaunt: Es war wahrscheinlich die fünfte neue Kochzeitschrift, die mir innerhalb von ein paar Monaten in die Hände fiel. Unglaublich, dass es anscheinend ein so großes Interesse an Kochzeitschriften gibt…
Ich stehe ja mehr auf Kochbücher als auf die Zeitschriften, aber einige kaufe ich mir doch hin und wieder ganz gerne. Die „Lust auf Genuss“ zum Beispiel, die hab ich auch erst kürzlich kennengelernt, als ich ein Halbjahres-Abo gewonnen habe. Von der „Lecker“ habe ich hier im Blog ja zwei Hefte rezensiert, sie hat mir aber nicht so gut gefallen…

Wie sieht’s bei euch aus? Mögt ihr Kochzeitschriften? Wenn ja, welche?

Zutaten
(für 4-5 Portionen)

600g Hackfleisch (gemischt)
4 Schalotten
3 Knoblauchzehen
4 rote Chilischoten
1 daumendickes Stück Ingwer
6 Stangen Zitronengras
4 Limettenblätter
2 EL Tomatenmark
3 EL Kokosraspeln
1 Dose gehackte Tomaten
Saft einer Limette
500ml Gemüsebrühe
ca. 30g frischer Koriander, grob gehackt
1 Handvoll Basilikum, grob gehackt
2-3 EL neutrales Öl
Fischsoße
Zucker

400g breite Reisnudeln

Schalotten, Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken. Ein Viertel davon Beiseite Stellen.

Von den Chili „Kopf und Fuß“ wegschneiden und entkernen, ebenfalls fein würfeln.

Vom Zitronengras die Wurzeln und den strohigen Teil wegschneiden und so fein wie möglich hacken.

Alles einige Minuten in etwas Öl andünsten. Die Kokosraspeln und das Tomatenmark hinzugeben und noch mal einige Minuten mitdünsten. Mit dem Limettensaft und der Gemüsebrühe ablöschen, kurz aufkochen lassen und das Ganze mindestens 15 Minuten köcheln lassen. Anschließend durch ein feines Sieb geben und den Saft auffangen.

Das Fleisch mit dem Rest Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in einer beschichteten Pfanne anbraten bis es knusprig ist.

Den Gewürzsud zum Fleisch gießen und die Dosentomaten und die Limettenblätter hinzu geben. Das Ganze zugedeckt mindestens eine Stunde, besser noch zwei Stunden köcheln lassen, bis das Fleisch schön weich geworden ist. – zwischenzeitlich eventuell noch etwas Gemüsebrühe hinzu geben. Die Limettenblätter rausfischen und das Ganze mit Fischsoße und Zucker abschmecken.

Vor dem Servieren die Kräuter unter die Soße mischen.

Die Nudeln nach Anleitung zubereiten und die Soße darauf verteilen.

Köstlich, sage ich euch!
Eure Julia