Tandoori Chicken mit Laccha und Churri, Teil 2

Laccha

Hier kommen wie im vorherigen Beitrag versprochen die Rezepte für den Dip Churri und für Laccha, einen Beilagen-Salat. Beide passen perfekt zum Tandoori Chicken, sind total schlicht und stehlen dem Tandoori Chicken daher nicht die Show.

Die Rezepte stammen ebenfalls aus dem fantastischen Kochbuch „the food of india. a journey for food lovers“, das ich hier schon mal rezensiert habe und aus dem ich schon mehrere Rezepte in diesem Blog nachgekocht habe. Zum Beispiel das Chicken Tikka Masala, Naan und Chucumber Salad, Buttered Chicken, Lamm Madras und das Chana Masala.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Rezept für Laccha
(für 2 Beilage-Portionen)

2 Tomaten
½ Gurke
1 kleine rote Zwiebel
Saft einer Zitrone
Cumin, gemahlen
Chilipulver
Salz

Die Tomaten waschen und in dünne Scheiben schneiden.

Die Gurke schälen und ebenfalls in Scheiben schneiden (in etwa so dick wie die Tomaten).

Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.

Auf flachen Portionstellern jeweils erst die Tomaten, dann die Gurken, darauf die Zwiebelringe anrichten.

Vor dem Anrichten Zitronensaft darüber geben und mit Cumin, Chilipulver und Salz würzen.

Rezept für Churri

300ml griechischer Joghurt
10g frische Minze
15g frischer Koriander (samt Stielen)
1 daumendickes Stück Ingwer, geschält
1 grüne Chili, entkernt
1 TL Cumin, gemahlen
½ Zwiebel

Alle Zutaten bis auf die Zwiebel in einem Mixer pürieren.

Die Zwiebel schälen, halbieren und in sehr feine Ringe geschnitten in den Dip geben.

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Tandoori Chicken mit Laccha und Churri, Teil 1

Tandoori Chicken

Die Rezepte für dieses indische Tandoori Chicken mit einem Laccha als Beilagen-Salat und dem erfrischenden Dip Churri als Kontrapunkt zum Hauptgericht stammen aus dem wundervollen Kochbuch „the food of india: a journey for food lovers“ das ich hier schon mal rezensiert habe.

Am Wochenende überfiel mich mal wieder die Lust auf indische Küche. Genau kann ich gar nicht genau sagen, was mich an dieser Küche so begeistert. Ich war leider noch nie in Indien, also mit Reise-Erinnerungen kann diese Vorliebe nicht zusammenhängen. Mir gefällt einfach die Kombination dieser vielen Gewürze, die so harmonisch zusammenpassen zu scheinen…

Ja, indische Gerichte sind in der Zubereitung oft aufwändig und man benötigt viele unterschiedliche Gewürze. Aber ganz ehrlich: Wenn man die Gewürze gut verpackt, halten sie ewig. Ich kann die Mär nicht bestätigen, dass sie mit der Zeit ihr Aroma verlieren. Und das Argument, dass es ja soooo lange dauere, indische Gerichte zu kochen, ist für mich auch raus. Je länger ich in der Küche brutzeln kann, desto entspannter bin ich nachher 😉

Wenn ihr als ein bisschen was investiert, werdet ihr mit einem ganz wundervollen Gericht belohnt. Los geht’s mit dem Rezept für Tandoori Chicken. Die Rezepte für Lachha und Churri folgen in den nächsten Beiträgen.

Namaste!
Eure Julia

Rezept für Tandoori Chicken
(für 3 Portionen)

1,5kg Hähnchenbrust
2 TL Koriandersamen
1 TL Cumin, gemahlen
1 Zwiebel, grob gehackt
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
1 daumendickes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt
250ml griechischer Jogurt
Saft und Haut (in feine Streifen geschnitten) einer Bio-Zitrone
2 EL Essig
1 TL Paprikapulver
2 TL Garam Masala
2 TL Tandoori Gewürz
2 TL Ghee
Salz

Die Koriandersamen in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anrösten bis ein leckerer Duft entsteht. Nach dem Abkühlen die Koriandersamen in einem Mörser fein mahlen.

Für die Fleischmarinade Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Joghurt, die fein gemahlenen Koriandersamen, Cumin, Zitronenzesten und Zitronensaft, Essig, Paprikapulver, Garam Masala und das Tandoori Gewürz in einem Mixer fein pürieren, mit Salz würzen.

Das gewaschene und in mundgerechte Stücke geschnittene Fleisch möglichst über Nacht, mindestens jedoch einige Stunden in der Marinade ziehen lassen.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Das Fleisch (samt Marinade) in eine Auflaufform oder einen Tontopf geben, mit Alufolie bzw. dem Tondeckel bedecken und bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen. Am Ende die Folie/den Deckel entfernen, den Grill anstellen, etwas Ghee über das Huhn geben und das Ganze noch mal von oben etwas grillen bis die Ecken dunkel (aber nicht schwarz) werden.

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Chana Masala // Indischer Kichererbseneintopf

Chana MasalaLetzte Woche habe ich hier in Köln ein Gewürzseminar besucht. Und zwar im Deutzer Loft von Karl’s feine Kost (ein dufte Seminar im wahrsten Sinne des Wortes… 😉 ). Dort haben wir nicht nur einiges über Gewürze im Allgemeinen – und Pfeffer im Besonderen – gelernt, sondern wir haben auch selbst ein paar Gewürzmischungen hergestellt. Wir haben zum Beispiel schwarzen Pfeffer geröstet und gelernt, dass er nach etwa 45 Sekunden anfängt, nach Schokolade zu riechen und dann für die Gewürzmischung perfekt ist. Oder dass schwarze Senfkörner nach dem Rösten nach Kaffee duften. Die einzelnen Gewürze haben wir dann nach dem Rösten gemahlen und anschließend (nach einer geheimen Mischungsverhältnis von Karl 😉 ) vermengt. Schöne Sache!

Unter anderem haben wir auch eine eigene Garam Masala-Mischung hergestellt, die doch ziemlich anders riecht und schmeckt, als meine Mischung zu Hause (vor allem frischer, aromatischer). Gestern musste dann also schnell ein Rezept her, in dem ich das Garam Masala verwenden konnte. In dem Kochbuch „The food of India: A journey for Food Lovers“ (hier hab ich es mal vorgestellt) hab ich dann auch ein geeignetes Rezept gefunden: Chana Masala, ein vegetarisches Gericht mit Kichererbsen. Was soll ich sagen? Es war köstlich! Indien pur! Vermutlich vor allem Dank der leckeren Gewürzmischung 😉
Um auch die teilnehmenden Männer kulinarisch glücklich zu machen, gab es dazu noch Grilled Indish Chicken. Das Rezept dazu gibt’s im nächsten Beitrag.

Zutaten
(als Beilage für 6 Personen)

800g Kichererbsen in der Dose (Abtropfgewicht 400g)
1 Dose Tomaten (stückig)
1 Zucchini (ruhig mit Schale), klein gewürfelt
1 grüne Paprika (entkernt), klein gewürfelt
1 große Zwiebel, grob gewürfelt
1 kleine Schalotte, in feine Ringe geschnitten
2 Knoblauchzehen, grob gehackt
1 daumendickes Stück Ingwer (geschält), grob gehackt
1 kleines Stück Ingwer (geschält), fein gehackt
1 rote Chili (entkernt), grob gehackt
2 grüne Chili (entkernt), in feine Streifen geschnitten
1 Handvoll Korianderblätter, grob gehackt
4 EL Sahnejoghurt
3 EL Garam Masala
1 EL Kuminpulver
1 EL Korianderpulver
2 TL Tamarindenpüree
2 TL Zucker
½ Bio-Zitrone, gewaschen und in Viertel geschnitten
Öl (zum Anbraten)
Wasser
Salz

Die große Zwiebel, die beiden Knoblauchzehen, das große Stück Ingwer und die rote Chili in einem Mixer zu einer Paste verarbeiten und in etwas Öl goldbraun anbraten (die Paste darf ruhig ein bisschen braun werden, sie sollte halt nur nicht anbrennen… Kumin, Garam Masala und Korianderpulver hinzugeben und unter ständigem Rühren noch mal etwa eine Minute mitbraten (das Ganze wird dann zu einer dunklen, köstlich duftenden Masse).
Den Joghurt und etwa ein halbes Glas Wasser hinzugeben und einmal aufkochen lassen. Dann die Hitze reduzieren und das Ganze einige Minuten einköcheln lassen.

Die Kichererbsen, die Dosentomaten, das Tamarindenpüree, die Paprika- und Zucchiniwürfel sowie die Zitronenwürfel hinzu geben. Etwa 15 Minuten köcheln lassen (mit offenem Deckel, damit die Soße schön einkocht). Die Zitronenstücke entfernen und die restlichen Chili, Schalotte und Ingwer hinzu geben sowie etwas Zucker und Salz. Nochmal etwa 15 Minuten köcheln lassen (immer noch ohne Deckel, damit die Soße eindickt).

Erst jetzt, nach etwa 30 Minuten haben die Gewürze ihren Geschmack entfaltet und die Zutaten ihren Geschmack angenommen. Jetzt könnt ihr entweder nachwürzen oder, wenn es euch zu würzig ist, noch etwas Joghurt hinzu geben.

Vor dem Servieren den Koriander untermischen.

Dazu Basmatireis oder Naan servieren.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

p.s. Die Idee, die Dosentomaten, die Zucchini und die Paprika hinzuzugeben, stammt von mir.

Kichererbsen-Curry

Kichererbsencurry_webAuf meiner About-Seite habe ich ja (sehr) ausführlich erzählt, dass es manche Gerichte schaffen, aus einem schlechten Tag einen guten Tag zu machen – meist sind das warme Suppen oder Eintöpfe, oft reichhaltig, aber immer einfach und günstig. Das ist für mich Soulfood. Das Rezept hier passt genau in diese Kategorie. Und: Ich hab’s selbst erfunden! 🙂

Und das kam so:

Letzte Woche war ich auf dem Weg in ein Geschäft. In ein ganz besonderes Geschäft. Ich hatte mich sehr auf den Besuch in diesem Geschäft gefreut, weil ich etwas für einen besonderen Anlass kaufen wollten (…). Umso enttäuschter war ich, als mir nach zwei Minuten in dem Laden klar wurde, dass das nichts wird. Ziemlich verärgert und enttäuscht habe ich den Laden verlassen. Vor der Nase fuhr mir dann auch noch die Bahn davon. Also stand ich verärgert, enttäuscht, verfroren und halb verhungert eine gefühlte Ewigkeit an der Bahnhaltestelle. Gegenüber ein indisches Restaurant. Als ich darüber nachdachte, was ich wohl heute noch spontan kochen wollte, war mir klar: Indisch!
Wie das dann in meinem Kopf abläuft, wisst ihr ja seit meinem letzten Bericht. Mein Kopf fing also an zu arbeiten: Mir fiel ein, dass seit einer halben Ewigkeit eine Dose Kichererbsen im Vorratsschrank darauf hoffte, verarbeitet zu wenden, und dass wir eigentlich immer Dosentomaten vorrätig haben und auch, dass wir noch ein paar Kartoffeln übrig hatten.
Bei diesen Zutaten musste ich an Pranav denken, ein sympathischer Inder, mit dem ich in Boston mal in einer WG zusammengewohnt habe. Er hat (zumindest in meiner Erinnerung) jeden Tag einen Eintopf aus Kichererbsen, Kartoffeln und Dosentomaten gegessen – gespickt mit indischen Gewürzen, die seine Mutter ihm regelmäßig von Indien nach Boston schickte. Genau darauf hatte ich dann Hunger.

Ich habe ein bisschen rumprobiert und herausgekommen ist dieses Rezept. Köstlich sage ich euch!

(Kleine Warnung: Beim Kochen gut lüften, sonst riecht eure Wohnung tagelang nach indischer Küche.)

Zutaten
(für 3-4 Portionen)

2 große Kartoffeln
1 Dose Kichererbsen
1/2 Dose Kokosmilch
1 Dose Tomaten (in Stücken)
3 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
Saft einer halben Orange (frisch gepresst)
je 1 TL Tandoori-Gewürz, Garam Masala, Cumin, Kurkuma, Korianderpulver, gelbe Currypaste
Frischer, grob gehackter Koriander (je nach Geschmack)
neutrales Öl zum Anbraten
evtl. gekörnte Gemüsebrühe zum Nachwürzen

Die Kartoffel schälen und in kleine Würfel schneiden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und beides grob würfeln.

Von den Kichererbsen das Wasser abgießen und unter kalten Wasser abbrausen.

In einem großen Topf erhitzt ihr einen Schuss Öl. Dahinein gebt ihr die Gewürze und röstet sie bei mittlerer Hitze an (aufpassen, dass sie nicht verbrennen, sie sollen nur ein leichtes Röstaroma bekommen).

Die Zwiebeln und den Knoblauch hinzugeben und ein Weilchen mitbraten.

Kartoffeln, Kichererbsen, Dosentomaten, Kokosmilch hinzugeben, gut vermengen und bei mittlerer Hitze solange köcheln lassen bis die Kartoffeln weich sind.

Kurz vor dem Servieren Orangensaft und Koriander hinzu geben. Eventuell mit gekörnter Brühe nachwürzen, aber für meinen Geschmack sind die indischen Gewürze schon ausreichend.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

p.s. So glücklich ich mit dem Rezept bin, so unglücklich bin ich mit dem Foto. Irgendwie hab ich Probleme mit der Einstellung der Tiefenschärfe. Eigentlich sollte das Schälchen mit dem Curry scharf sei und der Hintergrund unscharf. Aber irgendwie ist das ganze Bild eher unscharf. Hat jemand einen Rat? Ich habe eine Festbrennweite von 50 mm genutzt mit einer F 2,5 Blende und einer Belichtung von 1/25 Sekunden (ISO auf 3200, vielleicht ist das schon der Fehler?). Ich habe mit Stativ (und Fernauslöser) fotografiert. Den Fokus habe ich auf das Curry gelegt. Trotzdem ist es unscharf 🙁