Antipasti-Aufschnitt: Mortadella, Salami, Pecorino & Co.

Antipasti-Aufschnitt: Mortadella, Salami, Parmaschinken, Pecorino

Los geht meine Reihe mit italienischen Antipasti-Ideen  mit Antipasti-Aufschnitt, also ganz simpel. Mortadella, Salami, Parmaschinken und Pecorino sind für mich – neben Bruschetta – „must-haves“ wenn ich einen Antipasti-Abend mache (das kennt ihr vielleicht noch von meinem Tapas-Abend, da ist’s mit Machego und Serrano ja genauso…).

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Antipasti-Ideen

Antipasti-Ideen

Da ich sehr gerne Tapas esse, mag ich natürlich auch deren italienischen Verwandten: Antipasti. Ich liebe, es beim Essen aus vielen unterschiedlichen Gerichten zu naschen, statt ein großes Gericht mit Hauptspeise und ein oder zwei Beilagen zu essen.

Diese kleinen Appetithäppchen sind so schön gesellig: Man kann den ganzen Abend essen, ein (oder mehrere 😉  ) Gläschen Wein genießen und man merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. Natürlich schmecken Tapas, Antipasti und Petiscos (siehe unten) am besten an einem lauen Sommerabend, in netter Gesellschaft, mit Blick auf einen wuseligen Markplatz oder – noch besser – mit Blick aufs Meer.

Aber mit einem Picknick auf dem heimischen Sofa lässt sich ein bisschen von diesem mediterranen Lebensgefühl auch in den deutschen Winter transportieren. Dafür habe ich euch hier meine liebsten Zutaten für einen Antipasti-Abend zusammengestellt und veröffentliche die Rezepte nach und nach auf meinem Blog.

Dazu schicke euch ein paar Sonnenstrahlen!
Eure Julia

p.s. Noch lieber als italienische Antipasti mag ich spanische Tapas (das liegt vermutlich auch daran, dass sie mich an meine Studienzeit in Valencia erinnern…). Meine liebsten Tapas-Ideen habe ich hier mal zusammengestellt.
Auch in der portugiesischen Küche gibt es diese kleinen Leckereien. Sie heißen dort Petiscos. Zwei Rezepte dazu gibt’s auch auf meinem Blog: Pica-Pau und Gambas Piri-Piri. Für mehr muss ich wohl oder übel noch mal in dieses schöne Land reisen 😉

Tagliatelle al ragù// Tagliatelle mit Bolognese

Tagliatelle al ragù

Um euch die Wartezeit bis zur Ziehung der Gewinner für das Kochbuch „Wein muss rein!“ etwas zu verkürzen, hab ich hier ein sehr leckes, allerdings etwas zeitintensives Rezept: Selbstgemachte Tagliatelle mit Bolognese:

Ich habe mal bei Netflix die sehenswerte Reihe „Chefs Table“ geguckt, in der sechs der weltbesten Köche vorgestellt werden. Zu sehen war dort eine italienische ältere Dame, die bei Massimo Borutta in Modena die Pasta zubereitet. Man sieht sie in weißer Schürze an einem riesigen massiven Holztisch stehen und frisch gerollte, bemehlte Tagliatelle-Streifen in die Luft werfen. Das wollte ich auch! Bemehlte Tagliatelle durch die Luft wirbeln! Ein Rezept dafür fand ich bei „La mia cucina, von dem auch das Rezept für meinen ersten Pasta-Versuch stammte (das waren diese Ravioli hier).

Fehlte noch eine Idee, womit ich die Tagliatelle servieren wollte. „Tagliatelle al ragù“ fiel mir direkt ein. Wie der Zufall es wollte, hatte das ZEIT Magazin just in dem Moment „Küchenklassiker zum Selbermachen“ zum Thema. Und siehe da, es gab auch ein Bolognese-Rezept. Von Iris Berben. Das hörte sich gut an, zumal es ein klein bisschen anders war als mein eigenes (hier findet ihr meine Version). Dass Sellerie, Möhren, Speck und Wein in eine gute Bolognese gehören, ist mir klar. Aber Iris Berben verwendet statt Rotwein (wie ich) Weißwein, nutzt statt Schweinehackfleisch Kalbsfleisch und fügt noch Hühnerleber hinzu. Da war ich neugierig – zumal ich nach einer kurzen Recherche im Internet mehrere Hinwiese darauf fand, dass Hühnerleber auf dem Land in Italien eine klassische Zutat für traditionelle Bolognese ist.

Mein Fazit: Das mit der Hühnerleber ist Geschmacksache und unser Ding nicht so. Wie ist das bei euch? Mögt ihr Innereien? Ansonsten ist die selbstgemachte Pasta mit der zart-gekochten Bolognese ein Traum!

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Tagliatelle al ragù// Tagliatelle mit Bolognese
(für 6 Personen)

Für die Tagliatelle:

600 g Hartweizendunst
12 Eier
1 EL Olivenöl
3 g Salz

Für die Bolognese:

300g Zwiebeln
300g Staudensellerie
300g Möhren
150g Pancetta (italienischer, mild-geräucherter Speck)
Olivenöl
3 Knoblauchzehen
900g Hackfleisch gemischt (Rind und Schein, wahlweise Kalb statt Schwein)
50g Tomatenmark
150ml trockener Weißwein
2 Dosen Tomaten
1 EL Fenchelsamen
1 kleine getrocknete Chili
1 Lorbeerblatt
2 Rosmarin-Zweige
2 Thymian-Zweige
1 Prise Muskat
Salz und Pfeffer
Wasser
50ml Sahne

200g Hühnerleber (wir haben nur etwa die Hälfte genommen, uns war der Leber-Geschmack sonst zu dominant)
Butter

Parmesan und Basilikum zum Servieren
Den Parmesan grob hobeln und das Basilikum in feine Streifen schneiden. Fürs Servieren Beiseite stellen.

Die Tagliatelle zubereiten:

Ich besitze weder eine Nudelmaschine noch ein gutes Handrührgerät. Aber gute Oberarm-Muskeln ;-), daher habe ich die Pasta in reiner Handarbeit hergestellt:

Die Eier verquirlen, 1 EL Olivenöl und eine Priese Salz hinzugeben und vermengen.

Die Eiermasse nach und nach zum Mehl geben und mit den Händen so lange verkneten bis ein weicher, homogener Teig entsteht. Das dauert ein Weilchen….

Den Teig in Frischhaltefolie packen und etwa drei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.

Die Bolognese zubereiten:

Das Gemüse (Zwiebeln, Sellerie, Möhren) fein raspeln. Den Knoblauch in feine Scheiben schneiden.

Den Pancetta fein würfeln.

Fenchelsamen und Chili im Mörser fein mahlen.

Das Gemüse mit dem Pancetta in einem sehr großen Topf in etwas Olivenöl andünsten (etwa 10 Minuten), am Ende den Knoblauch hinzugeben.

Parallel in einer großen Pfanne das Hackfleisch knusprig braun anbraten, zuletzt das Tomatenmark hinzugeben und etwas mitbraten lassen.

Das Hackfleisch zum Gemüse geben und das Ganze mit der Hälfte des Weißweins ablöschen und einkochen lassen. Die Dosentomaten hinzugeben.

Salz, Pfeffer, eine Prise Muskat, die gemahlene Chili und die gemahlenen Fenchelsamen, das Lorbeerblatt, die Rosmarin- und Thymian-Zweige hinzugeben.

Die Hitze reduzieren und mit offenem Deckel 3-4 Stunden köcheln lassen. Immer wieder Wasser und Weißwein hinzugeben und umrühren.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Tagliatelle weiterverarbeiten:

Dafür rollt ihr den Teig möglichst dünn und großflächig auf einer bemehlten Fläche aus. Dann rollt ihr aus der Längsseite vom Teig eine lockere Schnecke.
Daraus schneidet ihr dann mit einem sehr scharfen Messer in schnellen Schnitten kleine Schnecken. Achtet dabei darauf, dass ihr den Teig nicht zu fest drückt, damit er nicht zusammenklebt. Das geht gut, wenn man mit einem richtig scharfen Messer arbeitet und es schnell durch den Teig sausen lässt.
Dann friemelt ihr die Schnecken auseinander; ihr solltet jetzt Tagliatelle-Nester vor euch liegen haben. Die mehlt ihr etwas ein und werft sie so in die Luft, dass sie nicht mehr aneinander kleben. Yea, enjoy!! 😉

Bringt einen großen Topf mit Salzwasser zum Kochen und kocht die Tagliatelle so lange, bis sie eine Konsistenz habt, die euch gut gefällt. Ich hab sie etwa 10 Minuten kochen lassen.

In der Zwischenzeit die Hühnerleber fein hacken und kurz in Butter anbraten und die letzten 10 Minuten in der Bolognese mitkochen lassen.

Am Ende einen guten Schuss Sahne in die Bolognese einrühren.

Das Nudelwasser abgießen und die Tagliatelle auf dem Teller anrichten. Ordentlich Bolognese darüber geben und mit etwas frisch geriebenem Parmesan und frischem, in Streifen geschnittenen Basilikum servieren.

Das Bolognese-Rezept ist (leicht abgewandelt) von Iris Berben aus dem ZEIT Magazin vom 16. April 2015.

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Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocchi mit Gemüse

Dieses Rezept für Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli in würziger Tomaten-Sahnesoße ist aus einer ganz einfachen Pizzeria anne Ecke, wie man im Ruhrgebiet so schön sagt. Viele, viele Jahre habe ich als Studentin vom Schreibtisch in meinem WG-Zimmer direkt auf die Küchenfenster der Pizzaria in Essen-Rüttenscheid geblickt. Und natürlich gab es häufiger mal etwas von dort – meistens diese Gnocchi hier. Ich habe Jaaaahre gebraucht, um das Gericht so hinzubekommen. Der Koch, Mustafa, wollte mir das Rezept partout nicht verraten (außer ich wäre mit ihm ausgegangen, wie er behauptete…). 

Andererseits sprach Mustafa kaum Deutsch. Die Chance, dass ich also verstanden hätte, was er in die Soße tut, damit sie so gut schmeckt, wäre also ohnehin gering gewesen…
Aber ich finde, dieses Rezept kommt dem Original-Gericht ziemlich nahe. Das mag auch daran liegen, dass ich beim Warten immer heimlich beobachtet habe, was Mustafa in die Pfanne wirft, und so getan habe, als verfolgte ich das Fußballspiel im Fernsehen. Hüstel…

Jedes Mal, wenn ich diese Gnocchi esse, erinnere ich mich (oft etwas wehmütig) an meine alte Studienheimat… Somit passt das Rezept ganz hervorragend zum „Großen Nudelevent von be reggie„.

Guten Hunger!
Eure Julia

Rezept: Gnocchi mit Spinat, Champignons und Broccoli

Gnocci Broccoli Champignons Spinat 
passierte Tomaten Sahne und Butter Olivenöl Pfeffer, Salz, Majoran, Brühe 

Zutaten
(für 4 Portionen)

600g Gnocchi
250g Blattspinat (für die Tiefkühlvariante)
1 kl. Kopf Broccoli
10 weiße mittelgroße Champignons
500g passierte Tomaten (Dose/Flasche)
100ml Süße Sahne
1 Knoblauchzehe
1 EL Margarine oder Butter
2 EL Olivenöl
1 TL Majoran
1 TL gekörnte Brühe
½ TL Salz
½ TL Pfeffer

Zuerst den geschälten Knoblauch mit der Knoblauchpresse in ein Schälchen mit dem Olivenöl pressen, mit Pfeffer, Salz und Majoran verrühren und beiseite stellen.

Die Gnocchi kurz mit kochendem Wasser überbrühen, Wasser wegschütten und die Gnocchi beiseite stellen.

Aus dem aufgetauten Spinat das überschüssige Wasser herauspressen und den Spinat grob zerteilen.

Den Broccoli waschen und die Stiele wegschneiden, so dass nur noch kleine Rosen-Köpfe übrig bleiben. Dann werden die Broccoli-Röschen kurz gekocht. Dafür einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Röschen hinzugeben. Die Hitze reduzieren und etwa 2-3 Minuten köcheln lassen. Der Broccoli sollte am Ende noch bissfest sein.

Die Champignons putzen, halbieren und in dicke Scheiben schneiden.

Die Margarine/Butter in einer großen beschichteten Pfanne stark erhitzen und die Champignons darin kurz abraten. Sie dürfen nicht braun werden, sie sollen nur den Butterbraten-Geschmack annehmen (etwa 2 Minuten). Dann die Broccoli-Röschen und den Spinat hinzugeben und ca. 2 Minuten mitbraten.

Schließlich die Sahne und die Tomatensoße sowie das gewürzte Olivenöl hinzugeben. Kurz aufkochen lassen, die Gnocchi untermischen und alles so lange auf kleiner Flamme köcheln lassen bis die Gnocchi weich sind. Mit Salz, Pfeffer und Gemüsebrühe abschmecken.

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Blog-Event Be Reggie Nudelevent (Einsendeschluss 31. März 2015)