Chana Masala // Indischer Kichererbseneintopf

Chana MasalaLetzte Woche habe ich hier in Köln ein Gewürzseminar besucht. Und zwar im Deutzer Loft von Karl’s feine Kost (ein dufte Seminar im wahrsten Sinne des Wortes… 😉 ). Dort haben wir nicht nur einiges über Gewürze im Allgemeinen – und Pfeffer im Besonderen – gelernt, sondern wir haben auch selbst ein paar Gewürzmischungen hergestellt. Wir haben zum Beispiel schwarzen Pfeffer geröstet und gelernt, dass er nach etwa 45 Sekunden anfängt, nach Schokolade zu riechen und dann für die Gewürzmischung perfekt ist. Oder dass schwarze Senfkörner nach dem Rösten nach Kaffee duften. Die einzelnen Gewürze haben wir dann nach dem Rösten gemahlen und anschließend (nach einer geheimen Mischungsverhältnis von Karl 😉 ) vermengt. Schöne Sache!

Unter anderem haben wir auch eine eigene Garam Masala-Mischung hergestellt, die doch ziemlich anders riecht und schmeckt, als meine Mischung zu Hause (vor allem frischer, aromatischer). Gestern musste dann also schnell ein Rezept her, in dem ich das Garam Masala verwenden konnte. In dem Kochbuch „The food of India: A journey for Food Lovers“ (hier hab ich es mal vorgestellt) hab ich dann auch ein geeignetes Rezept gefunden: Chana Masala, ein vegetarisches Gericht mit Kichererbsen. Was soll ich sagen? Es war köstlich! Indien pur! Vermutlich vor allem Dank der leckeren Gewürzmischung 😉
Um auch die teilnehmenden Männer kulinarisch glücklich zu machen, gab es dazu noch Grilled Indish Chicken. Das Rezept dazu gibt’s im nächsten Beitrag.

Zutaten
(als Beilage für 6 Personen)

800g Kichererbsen in der Dose (Abtropfgewicht 400g)
1 Dose Tomaten (stückig)
1 Zucchini (ruhig mit Schale), klein gewürfelt
1 grüne Paprika (entkernt), klein gewürfelt
1 große Zwiebel, grob gewürfelt
1 kleine Schalotte, in feine Ringe geschnitten
2 Knoblauchzehen, grob gehackt
1 daumendickes Stück Ingwer (geschält), grob gehackt
1 kleines Stück Ingwer (geschält), fein gehackt
1 rote Chili (entkernt), grob gehackt
2 grüne Chili (entkernt), in feine Streifen geschnitten
1 Handvoll Korianderblätter, grob gehackt
4 EL Sahnejoghurt
3 EL Garam Masala
1 EL Kuminpulver
1 EL Korianderpulver
2 TL Tamarindenpüree
2 TL Zucker
½ Bio-Zitrone, gewaschen und in Viertel geschnitten
Öl (zum Anbraten)
Wasser
Salz

Die große Zwiebel, die beiden Knoblauchzehen, das große Stück Ingwer und die rote Chili in einem Mixer zu einer Paste verarbeiten und in etwas Öl goldbraun anbraten (die Paste darf ruhig ein bisschen braun werden, sie sollte halt nur nicht anbrennen… Kumin, Garam Masala und Korianderpulver hinzugeben und unter ständigem Rühren noch mal etwa eine Minute mitbraten (das Ganze wird dann zu einer dunklen, köstlich duftenden Masse).
Den Joghurt und etwa ein halbes Glas Wasser hinzugeben und einmal aufkochen lassen. Dann die Hitze reduzieren und das Ganze einige Minuten einköcheln lassen.

Die Kichererbsen, die Dosentomaten, das Tamarindenpüree, die Paprika- und Zucchiniwürfel sowie die Zitronenwürfel hinzu geben. Etwa 15 Minuten köcheln lassen (mit offenem Deckel, damit die Soße schön einkocht). Die Zitronenstücke entfernen und die restlichen Chili, Schalotte und Ingwer hinzu geben sowie etwas Zucker und Salz. Nochmal etwa 15 Minuten köcheln lassen (immer noch ohne Deckel, damit die Soße eindickt).

Erst jetzt, nach etwa 30 Minuten haben die Gewürze ihren Geschmack entfaltet und die Zutaten ihren Geschmack angenommen. Jetzt könnt ihr entweder nachwürzen oder, wenn es euch zu würzig ist, noch etwas Joghurt hinzu geben.

Vor dem Servieren den Koriander untermischen.

Dazu Basmatireis oder Naan servieren.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

p.s. Die Idee, die Dosentomaten, die Zucchini und die Paprika hinzuzugeben, stammt von mir.

Kichererbsen-Curry

Kichererbsen-Curry

Auf meiner About-Seite habe ich ja (sehr) ausführlich erzählt, dass es manche Gerichte schaffen, aus einem schlechten Tag einen guten Tag zu machen – meist sind das warme Suppen oder Eintöpfe, oft reichhaltig, aber immer einfach und günstig. Das ist für mich Soulfood. Das Rezept hier passt genau in diese Kategorie. Und: Ich hab’s selbst erfunden! 🙂 Und das kam so:

Weiterlesen