Asiatische Kürbissuppe

Asiatische Kürbissuppe

Fünf Kürbisse hat unser „Gartenglück-Projekt“ uns beschert. Und es wären mit Sicherheit noch mehr gewesen, wenn nicht einige Kürbisse auf wundersame Weise verschwunden wären…

Ähnlich wie bei den vielen Zucchini war ich anfangs ein bisschen ratlos, was ich aus diesen Mengen an hübschem Gemüse zaubern soll. Ein Blick in andere Foodblogs hat mir ein paar Inspirationen gebracht –  wie zum Beispiel dieses Rezept hier für eine Asiatische Kürbissuppe, das ich auf dem Foodblog „What Ina Loves“ entdeckt habe. Es schmeckt genial, könnte ich mich reinsetzen! Die Süße von Kürbis und Kokosmilch, die Schärfe der Chili und die Säure der Limetten: perfekte Harmonie! Sie schmeckt ein bisschen so wie meine „Süßkartoffelsuppe mit Limetten-Dressing„. Soul food at its best!

Was ich mit den anderen Kürbissen gemacht habe? Einen haben wir verschenkt, einen Kürbis habe ich mit Couscous, Lammhackfleisch und Ziegenkäse gefüllt (großartig!!!) und auch Ottolenghis Kürbisspalten mit Kräuter-Käse-Kruste gab es endlich mal wieder.

Ein Prachtexemplar ist noch übrig. Habt ihr vielleicht noch ein paar Ideen für mich, mit welche Gericht ich unseren letzten Kürbis ehren kann?

Eure Julia

Rezept für Asiatische Kürbissuppe
(für etwa 5-6 Portionen)

1 Hokkaido
2 Schalotten
3 Knoblauchzehen
1 daumendickes Stück Ingwer
2 getrocknete, kleine, scharfe Chili
1 Dose Kokosmilch
Saft einer Limette
15-20 Stängel frischer Koriander
Wasser
Pflanzenöl
Sesamöl
Salz

Den Hokkaido waschen, das faserige Fruchtfleisch und die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch in etwa gleichgroße Stücke schneiden. Davon etwa 1 Tasse sehr fein würfeln und Beiseite stellen.

Das grob gewürfelte Kürbisfleisch in etwas Pflanzenöl scharf anbraten bis es Farbe nimmt und mit soviel Wasser aufschütten, dass die Kürbiswürfel bedeckt sind. Kurz aufkochen und bei kleiner Hitze so lange köcheln lassen bis das Kürbisfleisch weich ist. Dann mit einem Pürierstab zu einer cremigen Masse verarbeiten.

Während der Kürbis vor sich hin kocht, könnt ihr die Schalotten, den Knoblauch und den Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Diese Zutaten dann in einer Pfanne zusammen mit den fein gewürfelten Kürbiswürfeln in etwa 4 EL Sesamöl bei kleiner Hitze anbraten bis alle Zutaten weich sind.

Die Zutaten aus der Pfanne sowie die Kokosmilch und die feingebröselte Chili zum Kürbispüree geben. Je nachdem wie dick oder dünn ihr die Suppe mögt, noch etwas Wasser hinzugeben.

Den Koriander waschen und samt Stilen grob hacken.

Die Suppe mit Limettensaft, Salz, Sesamöl und Koriander abschmecken.

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Hähnchenspieße mit Erdnussdip

Erdnuss HähnchenspiesseIch erinnere mich nicht mehr, wann ich diese Hähnchenspieße zum ersten Mal gemacht habe. Aber ich erinnere mich noch genau daran, wann ich sie zum zweiten Mal gemacht habe 😉 Und zwar Silvester 2004:
Ich war während meines Spanien-Semesters in Valencia auf „Heimaturlaub“ und hatte beschlossen, Silvester mit meiner Cousine in unserer alten WG in Essen-Rüttenscheid zu feiern. Nur wir beide. Zur Erinnerung an alte Zeiten. Dafür wollte ich uns kulinarisch so richtig verwöhnen – unter anderem mit diesen Hähnchenspießen. Ich erinnere mich noch, dass wir anschließend, wie früher, vor der riesigen Nachtspeicherheizung auf dem Küchenboden saßen und so lange in WG-Erinnerungen schwelgten, dass wir fast Neujahr verpasst hätten. Hach… Gute Erinnerungen sind schon was Schönes…

Zutaten
(für 3-4 Portionen)

500g Hähnchenbrustfilets
Holzspieße (bei einer kleinen Pfanne eher kleine Spieße)

Für die Marinade:
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Stängel Zitronengras, sehr fein gehackt (äußere Blätter, oberen und unteren Teil entfernen)
1 haselnussgroßes Stück Ingwer, fein gehackt
150ml Kokosmilch
¼ TL gemahlener Kreuzkümmel
¼ TL gemahlener Koriander
2 TL Currypulver
2 TL Zucker

Für den Dip:
150ml Kokosmilch
1 EL Currypaste
4 EL Erdnussbutter (crunchy)
1 TL Currypulver
1 TL Korianderpulver
2 TL Zucker
Saft einer Limette

Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und in etwa 3cm breite Streifen schneiden.

Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Kreuzkümmel, Koriander, Curry und Zucker mit der Kokosmilch verrühren.

Hähnchenbrustfilets in der Marinade mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Für die Soße die Kokosmilch bei mittlerer Hitze erwärmen und die Currypaste unterrühren. Korianderpulver, Currypulver, Limettensaft, Zucker und die Erdnusscreme hinzugeben und gut vermengen. Die Sauce etwa 2 Minuten köcheln lassen. Sie sollte eine cremige, nicht zu flüssige Konsistenz haben. Gegebenenfalls noch etwas Erdnussbutter hinzufügen – oder, wenn sie zu fest ist, etwas Wasser hinzugeben.

Die Hähnchenbrustfilets aus der Marinade nehmen und wellenförmig auf die Holzspieße ziehen. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Hähnchenbrust von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Mit der Erdnusssauce servieren.

Guten Appetit!
Eure Julia

Süßkartoffelsuppe mit Limetten-Dressing

SüßkartoffelsuppeLetzte Woche war ich auf einer Tagung in der Stadt, die’s gar nicht gibt (you know…?). Es war nicht nur fachlich sehr erfolgreich (die KollegInnen haben Ideen, auf die man allein in seinem Kämmerlein brütend gar nicht kommt…), sondern auch persönlich sehr bereichernd, weil es allesamt sehr nette Menschen sind.

Kurz nach der Tagung schrieb S. aus Berlin mir eine enttäuschte Email (wir hatten unter anderem auch über meinen Foodblog gesprochen): „Habe gerade in deinen Rezepten gestöbert auf der Suche nach einer Süßkartoffelsuppe. Bin leider nicht fündig geworden, daher muss ich jetzt selbst experimentieren. Mir schwebt dazu ein Schuss Kokosmilch und ein Hauch Limette vor.“

Als ich das las machte es in meinem Kopf „ping“: So eine Suppe hatte ich schon häufiger in der Lunchbox gegessen, einem schönen kleinen Lokal im Agnesviertel in Köln, das einen tollen Mittagstisch hatte (leider geschlossen). Von dem Zeitpunkt an wusste ich: Das nächste Rezept musste genau diese Süßkartoffelsuppe sein. Nicht so sehr, um S. ein Rezept an die Hand zu geben (ihr Mann hatte zwischenzeitlich schon sein eigens Süppchen gekocht), sondern weil mich der Gedanke an diese Winter-Frühlings-Brücke nicht mehr los lies. Denn genau das ist diese Suppe: Durch die Süßkartoffel, ihre Cremigkeit und Wärme passt die Suppe noch gut in die Wintermonate. Das Limetten-Dressing ist aber der Hammer und lässt den Frühling erahnen.

@ S.: Unbedingt nachkochen! 😉

Zutaten
(für 4 Portionen)

2 Süßkartoffeln (etwa 800-900g)
200ml Kokosmilch (ungesüßt)
600ml Gemüsebrühe
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
2 Bio-Limetten
1 Bund Lauchzwiebeln
10 Zweige frischer Koriander
2 EL Sesam
Sonnenblumenöl
Salz

Die Süßkartoffeln schälen, waschen und grob würfeln.

Den Ingwer schälen und fein reiben, den geschälten Knoblauch fein hacken.

Ingwer und Knoblauch in etwas Öl andünsten. Die Süßkartoffeln hinzu geben, mit der Gemüsebrühe und der Kokosmilch aufgießen und aufkochen lassen. Hitze reduzieren und solange köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.

Die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden und die Hälfte in etwas Öl kurz andünsten.

Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten bis er goldbraun wird.

Die Limetten heiß abwaschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.

Den Koriander waschen, abtrocknen und die Blätter grob hacken.

Für das Dressing die angedünsteten Lauchzwiebeln, die rohen Lauchzwiebeln, den Limettensaft und -abrieb, den Sesam, die Korianderblätter vermengen und etwas salzen.

Die Süßkartoffeln mit einem Pürierstab zu einer cremigen Suppe verarbeiten. Wenn euch die Konsistenz zu breiig ist, könnt ihr noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben.

Die heiße Suppe in tiefe Teller geben und in die Tellermitte etwa 2 EL von dem Dressing geben. Vorm Löffeln umrühren.

Das Rezept ist übrigens  – wie immer leicht abgewandelt – im Original hierher.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia