Vietnamesisches Limetten-Sesam-Rindfleisch

Limetten-Sesam-Rindfleisch

Wenn ich Lust habe zu kochen, hab ich entweder eine Zutat im Kopf, auf die ich Appetit habe, oder aber ich habe Lust auf eine kulinarische Reise in eine bestimmte Länderküche. So ging es mir mit diesem Gericht hier. Ich hatte Lust, uns mal wieder nach Vietnam zu beamen und stöberte in dem Kochbuch „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Ghilie Basan.

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Quesadillas – Erinnerungen an San Diego

Quesadillas

Dass ich nach dem Abi ein Jahr in der traumhaften kalifornischen Stadt San Diego leben durfte, wissen die meisten meiner Leser und Leserinnen ja schon. Es finden sich mittlerweile eine ganze Menge Rezepte aus dieser Zeit auf meinem Blog: Caesar Salad (zugegebenermaßen eher eine Erinnerung an Boston…) mit die Breadsticks mit Dip (serviere ich zu dem Caesar Salad und definitiv eine Erinnerung aus San Diego), FajitasNachos mit drei Dips, Enchiladas,  sowie der Zitronen-Garnelen-Spieß – jeweils gespickt mit Geschichten aus meinen Au-Pair-Tagen.

In San Diego gab (und gibt) sehr viele mexikanische Fast-Food-Läden – verständlich, die Grenze nach Tijuana, Mexiko, ist nicht weit. Die Quesadillas waren für mich eine gute Alternative zu Burger & Co. und ich habe sie ziemlich oft zwischendurch gegessen (kein Wunder, dass ich in dem Jahr 10 Kilo zugenommen habe…). Aber auch zu Hause mit den Kindern gab es häufig Quesadillas. Wir hatten immer tiefgefrorene Tortillas in der Gefriertruhe und auch die restlichen Zutaten hatten wir eigentlich immer im Haus.

Ich habe die Quesadillas für mich erst vor kurzem „wiederentdeckt“, vergangenen Sommer auf unserem Roadtrip durch den Südwesten der USA. Da habe ich diese Köstlichkeit häufig zum Frühstück (!) gegessen (durchaus keine Seltenheit, dass man Quesadillas auf der Frühstückskarte findet). Zurück zu Hause habe ich dann gar nicht groß rumprobiert und es kam häufiger die ursprüngliche Variante meiner Gastmutter Monica auf den Tisch. Soooo lecker und so schnell zubereitet!

Kennt ihr Quesadillas? Wenn ja, wie esst ihr sie am liebsten?

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Quesadillas
(für 2 Portionen)

2 Tortillas
60g Cheddar-Käse
1 Tomate (in hauchdünne Scheiben geschnitten)
15-20 frische Korianderblätter (ganz lassen)
1 kleine Zwiebel (in sehr feine Ringe geschnitten)
8 Jalapeños (in Scheiben aus dem Glas, geviertelt)
½ Avocado (in dünne Scheiben geschnitten)
Salz, Pfeffer

Eine große beschichtete Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze erwärmen und die Tortilla hineinlegen. Eine Hälfte der Tortilla mit den Zutaten belegen: zuerst den Käse, darauf den Rest (außer der Avocado und den Korianderblättern), mit wenig Salz und Pfeffer würzen, zuklappen und warten bis der Käse etwas zerläuft.

Dann umdrehen und von der anderen Seite backen. Der Käse soll am Ende zerlaufen sein und die Tortilla außen ganz leicht knusprig. Man muss die Sache gut im Auge behalten, damit die Tortilla nicht zu dunkel wird. Also lieber mit wenig Hitze arbeiten.

Vor dem Servieren die Tortilla vorsichtig aufklappen und die Avocadoscheiben und die Korianderblätter auf die restlichen Zutaten legen.

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Dan-Dan Noodles nach Jamie Oliver

DanDanNoodles_Collage

Am Vormittag von Silvester stand ich mit einem riesigen Berg Bügelwäsche vor dem Fernseher und bügelte so vor mich hin. Herr Löffelgenuss lümmelte auf dem Sofa und zappte durch das Programm. Dann flimmerte plötzlich Jamie Oliver über den Bildschirm und wir starrten beide gebannt auf das, was er da zubereitete. (Ja, so ist das im Hause Löffelgenuss, während andere Paare sich romantische Spielfilme anschauen, gucken wir Kochsendungen. 😉 Kleiner Scherz…).

Was Jamie da fabrizierte ließ uns beiden das Wasser im Mund zusammenlaufen und wir waren uns sofort einig, dass das das erste Gericht im neuen Jahr seinen würde, das wir kochen. Jamie verkauft das als 30-Minuten-Gericht. Da hatten wir so unsere Zweifel… Auch wenn die Zutatenliste echt lang ist, ist das Gericht doch erstaunlich schnell fertig. Ein Besuch im Asia-Laden bleibt wohl vorher nicht aus… Es lohnt sich aber, das Gericht ist geschmacklich echt spitze! Wir haben es etwas anders zubereiten, wie ich finde unkomplizierter. Hier könnt ihr das Video anschauen, wie Jamie das Gericht zubereitet.

Also, runter vom Sofa und ab in den nächsten Asia-Laden! 😉 Kann man das neue Jahr schöner starten als mit einem leckeren Essen? Eben! Ich wünsche euch allen ein schönes, glückliches, genussvolles neues Jahr!

Eure Julia

Dan Dan Noodles nach Jamie Oliver

Rezept für Dan Dan Noodles nach Jamie Oliver
(4 Portionen)

Für das Fleisch:
2 x 250g Rib-Eye Steaks
1 TL Szechuan Pfeffer
1 kleine getrocknete Chili
2 TL Chinesisches 5-Gewürze-Pulver
1 TL grobes Salz
Öl zum Anbraten

Für das Gemüse:
200g Sprossen (z.B. Bambus- oder Bohnensprossen)
1 Bund frischer Koriander
200g Brokkoli
2 Pak Choy
150g Zuckerschoten

Für die Nudelsoße:
ca. 2cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
8 Frühlingszwiebeln
1 Limette
6 TL Öl (z.B. Sesam- oder Nussöl)
2 EL Black Bean Sauce (gibt’s im Asia-Laden)
4 EL Sojasoße
1 TL Gemüsebrühe
1 TL Honig

400g Eiernudeln (diese Nudelnester…, gibt’s beim Asiaten)

Das Fleisch vorbereiten:

Das Fleisch abspülen und gut abtrocknen.

Den Szechuan Pfeffer, das Salz und die Chili mörsern.

Das Fleisch mit dem Pfeffer, dem Salz, dem Chili und dem 5-Gewürze Pulver einmassieren und Beiseite legen.

Die Nudelsoße vorbereiten:

Den Ingwer schälen und mit einer Reibe fein reiben.

Die Knoblauchzehe schälen und durch eine Knoblauchpresse drücken.

Von den Frühlingszwiebeln die Wurzel und das obere, dunkle Grün wegschneiden, die Zwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden.

Die Limette auspressen.

In einem sehr großen Topf (z.B. Wok) die Frühlingszwiebeln, die Knoblauchzehe und den Ingwer in 6 TL Sesam-/Nussöl kurz bei mittlerer Hitze andünsten. 4 EL Sojasoße, 2 EL Black Bean Sauce, 1 TL gekörnte Gemüsebrühe, den Limettensaft und 1 TL Honig hinzugeben, gut verrühren und auf kleiner Flamme warm halten.

Das Gemüse und die Nudeln vorbereiten:

Die Sprossen gut waschen und trockenschütteln. Beiseite stellen.

Den Koriander waschen, gut abtrocknen und die Blätter von den Stilen zupfen. Beiseite stellen.

Vom Brokkoli möglichst kleine Röschen abteilen und gut waschen.

Vom Pak Choi den unteren, harten Teil wegeschneiden, gut waschen und grob in Streifen schneiden.

Von den Zuckerschoten ggf. die Enden abschneiden, gut waschen und halbieren.

In einem Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen und das Gemüse darin kurz kochen: Erst die Zuckerschoten und den Brokkoli für etwa 2 Minuten ins kochende Wasser geben, dann den Pak Choi (der dunkelgrüne Teil sollte möglichst nicht vom Wasser bedeckt sein) und etwa für 1 Minute kochen lassen.
Das Gemüse mit einer Schöpfkelle aus dem Topf nehmen, Beiseite stellen und warm halten (z.B. in einem vorgewärmten Topf oder einfach in einer Tupperdose).

Die Nudeln in das noch kochende Gemüsewasser geben und kochen bis sie gar sind (siehe Packungsanleitung, etwa 5 Minuten).

Finale:

Während die Nudeln kochen das Fleisch in einer Pfanne mit etwas Öl von beiden Seiten scharf anbraten. Es sollte außen schön dunkel und innen noch rosa sein.

Die Nudeln (mit reichlich (!) Nudelwasser), das Gemüse, die Sprossen und die Korianderblätter in den Wok geben und alles gut vermengen. Vielleicht noch mal mit etwas Limettensaft, Black Bean Sauce oder Sojasoße (je nach Geschmack) nachwürzen.

Die Nudeln mit dem Gemüse portionsweise in tiefe Teller oder Schalen füllen.

Das Fleisch in fingerdicke Stücke aufschneiden und auf den Tellern verteilen.

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Asiatische Kürbissuppe

Asiatische Kürbissuppe

Fünf Kürbisse hat unser „Gartenglück-Projekt“ uns beschert. Und es wären mit Sicherheit noch mehr gewesen, wenn nicht einige Kürbisse auf wundersame Weise verschwunden wären…

Ähnlich wie bei den vielen Zucchini war ich anfangs ein bisschen ratlos, was ich aus diesen Mengen an hübschem Gemüse zaubern soll. Ein Blick in andere Foodblogs hat mir ein paar Inspirationen gebracht –  wie zum Beispiel dieses Rezept hier für eine Asiatische Kürbissuppe, das ich auf dem Foodblog „What Ina Loves“ entdeckt habe. Es schmeckt genial, könnte ich mich reinsetzen! Die Süße von Kürbis und Kokosmilch, die Schärfe der Chili und die Säure der Limetten: perfekte Harmonie! Sie schmeckt ein bisschen so wie meine „Süßkartoffelsuppe mit Limetten-Dressing„. Soul food at its best!

Was ich mit den anderen Kürbissen gemacht habe? Einen haben wir verschenkt, einen Kürbis habe ich mit Couscous, Lammhackfleisch und Ziegenkäse gefüllt (großartig!!!) und auch Ottolenghis Kürbisspalten mit Kräuter-Käse-Kruste gab es endlich mal wieder.

Ein Prachtexemplar ist noch übrig. Habt ihr vielleicht noch ein paar Ideen für mich, mit welche Gericht ich unseren letzten Kürbis ehren kann?

Eure Julia

Rezept für Asiatische Kürbissuppe
(für etwa 5-6 Portionen)

1 Hokkaido
2 Schalotten
3 Knoblauchzehen
1 daumendickes Stück Ingwer
2 getrocknete, kleine, scharfe Chili
1 Dose Kokosmilch
Saft einer Limette
15-20 Stängel frischer Koriander
Wasser
Pflanzenöl
Sesamöl
Salz

Den Hokkaido waschen, das faserige Fruchtfleisch und die Kerne entfernen und das Kürbisfleisch in etwa gleichgroße Stücke schneiden. Davon etwa 1 Tasse sehr fein würfeln und Beiseite stellen.

Das grob gewürfelte Kürbisfleisch in etwas Pflanzenöl scharf anbraten bis es Farbe nimmt und mit soviel Wasser aufschütten, dass die Kürbiswürfel bedeckt sind. Kurz aufkochen und bei kleiner Hitze so lange köcheln lassen bis das Kürbisfleisch weich ist. Dann mit einem Pürierstab zu einer cremigen Masse verarbeiten.

Während der Kürbis vor sich hin kocht, könnt ihr die Schalotten, den Knoblauch und den Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Diese Zutaten dann in einer Pfanne zusammen mit den fein gewürfelten Kürbiswürfeln in etwa 4 EL Sesamöl bei kleiner Hitze anbraten bis alle Zutaten weich sind.

Die Zutaten aus der Pfanne sowie die Kokosmilch und die feingebröselte Chili zum Kürbispüree geben. Je nachdem wie dick oder dünn ihr die Suppe mögt, noch etwas Wasser hinzugeben.

Den Koriander waschen und samt Stilen grob hacken.

Die Suppe mit Limettensaft, Salz, Sesamöl und Koriander abschmecken.

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Rindfleisch mit Asia-Frühlingsgemüse

Rind mit Asia-Frühlingsgemüse

Mhm, ich erinnere mich gar nicht mehr genau daran, wann wir dieses Rezept hier zum ersten Mal ausprobiert haben. Ich meine, es war kurz nachdem wir umgezogen sind…
Für die asiatische Küche sind wir ja immer zu begeistern und für Herrn Löffelgenuss ist ja erst ein Gericht, das Fleisch enthält, ein richtig leckeres Gericht. 😉 Das Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt, ist daher auch ganz nach seinem Geschmack: Es heißt schlicht „Fleisch“ und stammt aus der Brigitte-Kochbuchreihe.

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept: Rindfleisch mit Asia-Frühlingsgemüse
(für 3-4 Portionen)

300g Hüftsteak
125g frische Schiitake-Pilze, in Scheiben geschnitten
250g frische Austernpilze, in Scheiben geschnitten
125g Zuckerschoten, blanchiert und in feine Streifen geschnitten
1 Bund Lauchzwiebeln, den hellen Teil in dünne Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 rote Paprikaschote, in feine Streifen geschnitten
1 grüne Chili, in feine Ringe geschnitten
1 kleiner Bund frischer Koriander, grob gehackt
2 Stängel frische Minze, fein gehackt
ca. 75g frische Sprossen
2 EL Sesamöl
2 EL Sonnenblumenöl

für die Soße:
1 EL Austernsoße
1 EL Weißwein
1 EL Sojasoße
1 TL Zucker
Brühe
Salz, Pfeffer

Das Rindfleisch waschen, abtrocknen, in fingerdicke Streifen schneiden und mit Salz und Pfeffer einmassieren.

In einem Wok die Öle erhitzen und das Fleisch darin scharf anbraten und herausnehmen. In dem verbliebenen Fett die Pilze, Knoblauch, Chili, Zuckerschoten, Paprika und Lauchzwiebeln kurz anbraten – das Gemüse sollte noch knackig bleiben. Kurz vor Ende noch die Sprossen und die Soße hinzugeben und für kurze Zeit mitgaren.

Vor dem Servieren Koriander und Minze untermischen.