Salatsoßen: Notfall-Dressing

Notfall-Salatsoßendressing

Hier kommt nun das letzte Rezept meiner „Salatsoßen-Reihe“. Ich hoffe, es war etwas für euch dabei!? 

Zu guter Letzt möchte ich noch ein Notfall-Dressing mit an die Hand geben, da man diese Zutaten eigentlich immer Zuhause hat.
Es ist letztes Jahr aus der Not heraus entstanden als wir auf Madeira waren. Wir hatten ein tolles Ferienhaus, in dem es wohl Tradition war, die Zutaten, die man am Ende des Urlaubs übrig hatte, in einen kleinen Korb zu räumen und diese dem „Nachmieter“ hinzustellen. An unserem ersten Abend fand ich genau diese Zutaten (siehe unten) in dem Körbchen – alles nicht von der besten Qualität (die Fleischbrühe kam in Brühwürfeln!! grauselig…). Aber irgendwie war das Dressing an dem ersten Abend auf der Terrasse perfekt. Und immer wenn wir es jetzt essen (meist wie an dem Abend mit grünem Salat, Gurke und Zwiebelringen), fühle ich mich in diesen Sommerabend mit Blick auf den Atlantik zurückversetzt.

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

5 EL Balsamico
6 EL Olivenöl
1 EL Sojasoße
½ TL Fleischbrühe, gekörnt
½ TL Oregano
1 TL Senf
Salz, Pfeffer
Zucker

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, und mischt die Menge der Zutaten einfach nach eurem Geschmack. Falsch machen könnt ihr nix! 😉 )

Einfach alle Zutaten außer dem Olivenöl gut vermischen und dann solange Olivenöl unterrühren bis eine cremige Soße entsteht. Fertig. 🙂

Ich habe dieses Dressing bisher immer nur mit grünem Salat, Gurkenscheiben und Zwiebelringen gegessen. Aber ich bin mir sicher, es schmeckt auch mit anderen Salat- oder Gemüsesorten.

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

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Salatsoßen: Kräuter-Dressing

Soßen_Kräutersoße

Ich erinnere mich noch sehr genau daran, wann ich diese Salatsoße zum ersten Mal probiert habe: Das war im Sommer 1995. Ich war zum ersten Mal offiziell bei den Eltern meines Tanzschulpartners eingeladen (beim Wort „Tanzschulpartner“ müsst ihr euch jetzt vorstellen, dass ich in der Luft ein paar Anführungseichen andeute und blöde grinse. Denn es war auch der erste Junge, mit dem ich „gegangen bin“ (sagt man das heute eigentlich noch so…?). 

Na ja, auf jeden Fall haben wir alle zusammen draußen gegessen und ich erinnere mich noch, dass der Vater die Salatsoße am Tisch zubereitet hat und dafür einfach kurz hinter sich gegriffen hat und ein paar der Kräuter, die hinter ihm im Beet wuchsen, in den Salat geschnibbelt hat. Ob er die Soße genau SO angerichtet hat, wie ich es hier beschreibe, weiß ich nicht mehr, aber ich muss immer an diesen Abend denken, wenn ich diese Soße esse.

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

Saft einer halben Zitrone
ca. 4 EL Olivenöl
1 sehr kleine Knoblauchzehe
ca. 5 Blätter Liebstöckel
ca. 5 Blätter Basilikum
ca. 10 Schnittlauch-Halme
ca. 10 Stängel glatte Petersilie
1 halbe Zwiebel
½ TL gekörnte Gemüsebrühe
1 TL Senf
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, ob eher sauer (also mehr Zitrone), lieber milder (dann weniger Brühe und Salz) oder etwas süßer (dann natürlich ein bisschen mehr Zucker). Falsch machen könnt ihr nix! 😉 )

Liebstöckel, Basilikum, Schnittlauch und Petersilie waschen, abtrocknen und sehr fein hacken.

Die Zwiebel ebenfalls sehr fein hacken.

Den Zitronensaft mit dem Senf, der Brühe, Salz, Pfeffer und dem Zucker verrühren. Dann solange Olivenöl unterrühren bis eine cremige Soße entsteht. Den Knoblauch durch eine Knoblauchpresse drücken und hinzugeben.
Am Ende die Kräuter unterrühren.

Das Dressing schmeckt vor allem zu ganz einfachem Kopfsalat gemischt mit Rucola, dann kommen die Kräuter schön zur Geltung. Auch passen hier noch andere Gemüsesorten in den Salat, zum Beispiel frische kleine Landgurken, Paprika, Möhren…

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

Salatsoßen: Zitronen-Dressing

Zitronen-Salatdressing

Dieses einfache Dressing aus frischen Zitronen weckt bei mir Kindheitserinnerungen. Ich erinnere mich an den großen ovalen Küchentisch an dem wir uns als Kinder nach unseren Eskapaden alle versammelten, an Schatzfunde im Bauschutt, an Zelten im Garten, an den Mampfweibervampierclub (Gruß an Britta!), an heimliches Fernsehgucken, an Zirukusaufführungen… Das liegt vermutlich daran, dass diese Soße bei uns zu Hause ein Klassiker war. Wann immer es grünen Salat gab, war er mit diesem Dressing angemacht – zumindest in meiner Erinnerung. Daher kommt diese Soße in meiner „Salatsoßen-Übersicht“ auch auf Platz 1. Ich esse sie heute noch fruchtbar gerne 🙂

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

Saft einer halben Zitrone
ca. 4 EL Olivenöl
1 halbe Zwiebel
½ TL gekörnte Gemüsebrühe
1 TL Senf
1 Prise Zucker
Salz, Pfeffer
(nach Belieben: 1 sehr kleine Knoblauchzehe)
(nach Belieben: 1 kleine, weichgekochte Kartoffel, Essigessenz)

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, ob eher sauer (also mehr Zitrone), lieber milder (dann weniger Brühe und Salz) oder etwas süßer (dann natürlich ein bisschen mehr Zucker). Falsch machen könnt ihr nix! 😉 )

Den Zitronensaft mit dem Senf, der Brühe, etwas Salz und Pfeffer und dem Zucker verrühren. Dann solange Olivenöl unterrühren bis eine cremige Soße entsteht.

Die geschälte Zwiebel ganz, ganz fein hacken (das nennt man dann Brunoise, hab‘ ich mal in einem Kochkurs gelernt…) und unter die Soße mischen. Je nach Geschmack noch mal nachwürzen.

Richtig lecker wird es, wenn man eine kleine geschälte Knoblauchzehe, durch eine Knoblauchpresse gedrückt, hinzugibt. Davon darf es dann aber wirklich nur eine Messespitze sein, sonst ist der Knoblauchgeschmack zu dominant. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass an jede gute Salatsoße ein Hauch Knoblauch gehört 😉

Dieses Dressing passt ganz hervorragend zu einfachem Kopfsalat, Lollo Rosso oder Lollo Bianco. Wir essen den Salat übrigens gerne ohne jede weitere Gemüse-Zutat, nur Salat und Dressing.

Für Feldsalat verfeinere ich dieses Dressing gerne mit einer weich gekochten und mit einer Gabel sehr fein gedrückten Kartoffel. Den Kartoffelbrei dann einfach unter die Soße mischen und nach Belieben dann noch mit einem kleinen Schuss Essigessenz oder etwas mehr Zitronensaft abschmecken. Bei diesem Dressing nutze ich dann meist auch eine ganze Zwiebel.

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

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Ofenkartoffeln

Ofenkartoffeln_vorherHach, ich liebe es ja, mich kulinarisch inspirieren zu lassen. Seitdem ich Foodblogs lese, ist es aber echt schlimm: Oft passiert es, dass ich, wenn ich ein leckeres Rezept sehe, das Gericht SOFORT ausprobieren muss. Das schaffen nur ganz wenige Gerichte. Die meisten landen erst mal auf meiner Nachkochliste und schlummern da vor sich hin. Je einfacher das Gericht, desto größer ist die Chance, dass es noch am selben Tag auf den Tisch kommt. So wie diese Ofenkartoffeln hier. Hab ich bei Facebook in einer der kulinarischen Gruppe entdeckt, die ich mittlerweile auch lese… 

Das Rezept wartet allerdings schon eine ganze Weile darauf, veröffentlicht zu werden. Ich bin in den vergangenen zehn Tagen nämlich nicht dazu gekommen, zu kochen. Nicht EIN Mal! Furchtbar! Ich leide fast an Entzugserscheinungen… 😉 . (Für solche Situationen habe ich eine Reserve-Liste, so dass ihr nicht auch noch unter meinen Entzugserscheinungen leiden müsst 😉 ) Der Grund für meine Koch-Pause ist übrigens, dass wir Urlaub gemacht haben. Wir waren wandern in Südtirol. Und ehrlich gesagt, war ich abends viel zu kaputt, um noch mal den Kochlöffel zu schwingen – dabei hatte ich mein ganzes Equipment extra mitgenommen… Aber dafür habe ich euch ein paar schöne südtiroler Rezepte und Fotos aus den Alpen mitgebracht. Ihr dürft gespannt sein 🙂 Ofenkartoffeln_nachher

Zutaten

Kartoffeln
Knoblauch, in ganz feine Scheiben geschnitten
Rosmarin-Nadeln
Schinkenspeck, in feine Streifen geschnitten
grobes Salz
Olivenöl

Die ungeschälten Kartoffeln in kochendem Wasser etwa 10 Minuten „ankochen“ (so dass sie nicht mehr roh, aber auch noch nicht durchgegart sind).

Die Kartoffeln vorsichtig quer einschneiden und in die Spalten vorsichtig jeweils eine Scheibe Knoblauch, 2-3 Nadeln Rosmarin und ein Stückchen Schinkenspeck drücken.

Die gefüllten Kartoffeln auf dem Backblech verteilen und mit grobem Salz und Olivenöl beträufeln. Den restlichen Knoblauch und einige Rosmarinnadeln drumherum verteilen.

Die Kartoffeln bei etwa 200 Grad 20 Minuten backen. Am Ende ggf. den Grill noch mal anstellen damit der Schinken schön knusprig wird.

(Dieses Rezept hier ist von Otto E.F. aus der Facebook-Gruppe „Kaptain’s Dinner“).

Schönen Feierabend!
Eure Julia

Bärlauchrisotto mit Jakobsmuscheln

Bärlauchrisotto Ja, ihr habt richtig gelesen. Heute gibt es bei Löffelgenuss etwas ganz Exquisites: Jakobsmuscheln. Habe ich noch nie zubereitet. Weil ich einerseits eigentlich keine Muscheln mag und andererseits weil Jakobsmuscheln als Delikatesse gelten, die nicht ganz einfach zuzubereiten sind. Aber nachdem ich im Wein & Dine mal eine sehr köstliche Jakobsmuschel probiert hatte und mir mein Schwiegervater in Spe am Wochenende von seiner Jakobsmuschel-Orgie berichtete, hatte ebenfalls Lust auf dieses Schaltentier.

Jakobsmuscheln

Außerdem passten Jakobsmuscheln in meiner Phantasie perfekt zum Bärlauchrisotto, das ich für den Abend geplant hatte. Meine Schwester und ihr Freund hatten uns von einer Wanderung nämlich herrlich frischen Bärlauch in rauen Mengen mitgebracht. Also violá: Verwöhnt euch!

Eure Julia

p.s. Falls ihr jetzt Lust auf Bärlauch bekommen habt, dann schaut mal bei Melissa vom Foodblog „Gourmandise Vegetariennes“ vorbei, sie sammelt gerade ganz viele vegetarische Bärlauch-Rezepte.

Rezept: Bärlauchrisotto mit Jakobsmuscheln
(Zutaten für 4 Portionen)

8 Jakobsmuscheln (aus der Schale gelöst)
2 Knoblauchzehen
Olivenöl
Butter
Salz, Pfeffer

230g Risottoreis
50g Bärlauch
1 Liter Gemüsebrühe
200ml Weißwein (trocken)
60g Parmesan
2 Schalotten
0,1g Safran
Olivenöl
Butter

Die Jakobsmuscheln unter fließendem Wasser abspülen und gut abtrocknen. Bis sie verarbeitet werden, könnt ihr sie auf Küchenkrepp ruhen lassen.

Erst mal bereitet ihr das Risotto zu:

Den Bärlauch waschen und gut trocknen, die Stile wegschneiden. Dreiviertel des Bärlauchs im Küchenmixer zu einer Masse (ähnlich wie Pesto) verarbeiten (dafür ggf. etwas Wasser hinzugeben). Den Rest in feine Streifen schneiden.

Den Parmesan fein hobeln.

Die Schalotten fein würfeln.

Den Safran im Weißwein auflösen.

Die Gemüsebrühe erhitzen und warm/heiß halten.

Die Schalotten in etwas Olivenöl und Butter glasig dünsten. Den Reis hinzugeben und einige Minuten mitbraten.

Mit dem Weißwein ablöschen und etwas reduzieren lassen. Dann eine Kelle von der heißen Gemüsebrühe hinzugeben.

Ab jetzt geht die (schöne) Arbeit los: rühren, rühren, rühren! Stellt die Hitze so ein, dass der Reis leise köchelt und gebt immer dann wieder eine Kelle Brühe hinzu, wenn der Reis die Brühe aufgesogen hat. Der Reis sollte nie am Boden kleben, also immer schön rühren.
Das macht ihr so lange bis der Reis eine schöne Konsistenz hat: Nicht mehr zu körnig (mehlig beim Draufbeißen), aber auch noch nicht so weich. Je nach Reissorte, Temperatur und Menge der Brühe dauert das erfahrungsgemäß unterschiedlich lange. Das wichtigste: Geduld! Bei diesem Rezept habe ich ungefähr 40 Minuten gerührt. Am Ende war ich entspannt und der Reis perfekt 😉

Dann stellt ihr die Temperatur runter, gebt den Bärlauch und den Parmesan unter die Reis-Masse, einen Deckel auf den Topf und lasst das Ganze noch etwa fünf Minuten vor sich hinziehen.

Für die Jakobsmuscheln erhitzt ihr bei mittlerer Hitze in einer Pfanne etwas Öl und Butter. Die geschälten Knoblauchzehen drückt ihr mit einem Messer einfach etwas an und gebt sie in die Pfanne (ist nur für den Geschmack). Die Muscheln bratet ihr dann von jeder Seite an bis sie leicht Farbe annehmen – von beiden Seiten etwa drei Minuten. Sie sollen außen leicht gebräunt, Innen aber noch glasig sein, so schmecken sie nachher schön zart und sind butterweich.
Kurz vor dem Servieren mit Salz und ganz wenig Pfeffer würzen. Auf jede Muschel etwas von dem Bratenfett geben.

Den Risotto zusammen mit den Jakobsmuscheln servieren.

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