Salatsoßen: Orangen-Dressing

Süßsaures Salatdressing

In Essen gab es mal einen tollen Laden: das Salinas. Da waren wir während meiner Oberstufen- und Studienzeit ziemlich häufig. Vor allem, weil es dort viele leckere spanische Kleinigkeiten gab – sprich: Tapas. Während man darüber heute müde lächelt, weil so viele Läden Tapas servieren, war das Salinas damals (in den 1990ern) wirklich eine Besonderheit. Tapas gab’s meines Wissens sonst in keinem anderen Essener Restaurant. 

Im Salinas gab es aber nicht nur leckere spanische Kleinigkeiten sondern auch einen sehr leckeren Salat mit frischem Thunfisch. Und wenn mein Studentengehalt mal üppiger ausfiel, gönnte ich mir gerne dieses Gericht: Ein rare gebratenes Thunfischsteak auf grünem Salat mit großen Zwiebel- und Paprikaringen – dazu dieses Orangen-Dressing. Köstlich! Ich habe lange herumprobiert bis ich das Dressing ähnlich hinbekommen habe. Hier ist es:

Es lebe die Salatsoße!
Eure Julia

Zutaten
(für 1 kleinen Kopf Salat)

3 EL Saft einer Orange
1 EL Weißweinessig
1 EL Zitronensaft
ca. 5 EL Olivenöl
1 sehr kleine Knoblauchzehe
1 TL Senf
½ TL gekörnte Gemüsebrühe
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer

(Vorweg: Ich mische die Zutaten meiner Salatsoßen immer Freischnauze, weil ich es mal würziger, mal cremiger, mal sauer etc. haben möchte. Daher fällt es mir schwer, euch genau zu sagen, wie viel ihr von welchen Zutaten nehmen sollt. Die Liste oben ist ein Richtwert. Schaut selber, wie ihr es lieber mögt, ob eher sauer (also mehr Zitrone/Orange/Essig), lieber milder (dann weniger Brühe und Salz) oder etwas süßer (dann natürlich ein bisschen mehr Zucker). Falsch machen könnt ihr nix! 😉 )

Den Saft von Orange und Zitrone und den Essig mit Senf, Brühe, Zucker, Salz und Pfeffer gut verrühren und dann solange Olivenöl unterrühren bis eine cremige Soße entsteht. Eine Messerspitze Knoblauch (durch eine Knoblauchpresse gedrückt) hinzugeben und, je nach Geschmack, noch mal nachwürzen.

Dieses Dressing schmeckt gut zu Salaten mit Paprika oder als Kontrast zu bitteren Salaten wie Chicorée oder Friséesalat. Ich verwende sie auch zu Feldsalat, wenn ich ihn zum Beispiel mit Ziegenkäse, Nüssen oder Orangenfilets anrichte.

p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Salatsoßen-Reihe“, in der ihr noch weitere Ideen für Salatsoßen findet.

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