Rindfleisch mit Asia-Frühlingsgemüse

Rind mit Asia-Frühlingsgemüse

Mhm, ich erinnere mich gar nicht mehr genau daran, wann wir dieses Rezept hier zum ersten Mal ausprobiert haben. Ich meine, es war kurz nachdem wir umgezogen sind…
Für die asiatische Küche sind wir ja immer zu begeistern und für Herrn Löffelgenuss ist ja erst ein Gericht, das Fleisch enthält, ein richtig leckeres Gericht. 😉 Das Kochbuch, aus dem dieses Rezept stammt, ist daher auch ganz nach seinem Geschmack: Es heißt schlicht „Fleisch“ und stammt aus der Brigitte-Kochbuchreihe.

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept: Rindfleisch mit Asia-Frühlingsgemüse
(für 3-4 Portionen)

300g Hüftsteak
125g frische Schiitake-Pilze, in Scheiben geschnitten
250g frische Austernpilze, in Scheiben geschnitten
125g Zuckerschoten, blanchiert und in feine Streifen geschnitten
1 Bund Lauchzwiebeln, den hellen Teil in dünne Streifen geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
1 rote Paprikaschote, in feine Streifen geschnitten
1 grüne Chili, in feine Ringe geschnitten
1 kleiner Bund frischer Koriander, grob gehackt
2 Stängel frische Minze, fein gehackt
ca. 75g frische Sprossen
2 EL Sesamöl
2 EL Sonnenblumenöl

für die Soße:
1 EL Austernsoße
1 EL Weißwein
1 EL Sojasoße
1 TL Zucker
Brühe
Salz, Pfeffer

Das Rindfleisch waschen, abtrocknen, in fingerdicke Streifen schneiden und mit Salz und Pfeffer einmassieren.

In einem Wok die Öle erhitzen und das Fleisch darin scharf anbraten und herausnehmen. In dem verbliebenen Fett die Pilze, Knoblauch, Chili, Zuckerschoten, Paprika und Lauchzwiebeln kurz anbraten – das Gemüse sollte noch knackig bleiben. Kurz vor Ende noch die Sprossen und die Soße hinzugeben und für kurze Zeit mitgaren.

Vor dem Servieren Koriander und Minze untermischen.

Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Hier kommt wie versprochen ein weiteres Rezept, das ich aus dem Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska nachgekocht habe und das es im Rahmen von „Blogger schenken Lesefreude“ ab dem 24.04.2015 auf meinem Blog zu gewinnen gibt (also das Kochbuch, nicht das Rezpt, nä? 😉 ). 

Diesen Sprossensalat gab es als eine von verschiedenen Zutaten zum Hauptgericht: Vietnamesische Summer Rolls. Als Vorspeise habe ich, ebenfalls aus dem Kochbuch, eine Scharfe Entensuppe gekocht (wie uns die geschmeckt hat, könnt ihr hier nachlesen). Wir hatten spontan ein paar Gäste eingeladen, vietnamesische Summer Rolls kann man nämlich am besten mit mehreren Personen essen. Es ist total nett, wenn alle Zutaten in der Mitte des Tisches stehen und man sich das Essen gemeinsam am Tisch zubereitet. Der Sprossensalat war eine von mehreren Ideen, wie man die Reisblätter füllen kann. Bei uns gab es unter anderem noch mariniertes Schweinefilet, Garnelen, verschiedene Kräuter und Rice-Vermicelli. Der Sprossensalat passte hervorragend dazu und gab den Summer Rolls durch die gelungene Mischung an Zutaten eine ganz besondere Note.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Eure Julia

Rezept: Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt (nach Mario Kotaska)
Zutaten für 6 Personen

1 kleine rote Zwiebel
1 Karotte
1 Baby Pak Choy
1 Frühlingszwiebel
½ rote Paprika (ich habe eine ganze Paprika genommen)
1 kleine rote scharfe Chili
½ Knoblauchzehe
1 haselnussgroßes Stück Ingwer
2 TL geröstetes Sesamöl
100g Sprossen
1 EL Thai-Fischsoße
1 Limette, Saft
etwas braunen Zucker (ich habe 1 TL genommen)
12-16 Reisblätter

Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.

Die Karotte schälen und in kleine Stifte schneiden.

Den Pak Choy waschen und in feine Streifen schneiden.

Von der Frühlingszwiebel die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden, den Rest säubern und in feine Ringe schneiden.

Die Paprika und die Chili waschen, Stil und Kerne wegschneiden und die Chili in feine Ringe, die Paprika in kleine Stifte schneiden.

Den Knoblauch fein hacken.

Den Ingwer schälen und fein reiben.

Die Sprossen waschen und etwas abtrocknen oder im Sieb trockenschütteln.

Das Sesamöl in einer beschichteten Pfanne (oder im Wok) erhitzen. Zwiebel, Karotte, Pak Choy, Frühlingszwiebel, Paprika, Chili, Knoblauch und Ingwer darin kurz andünsten. So etwa 3 Minuten. Das Gemüse soll noch Biss haben und nicht butterweich werden – so mochten wir es zumindest.

Das Gemüse mit dem Limettensaft, der Fischsoße und etwas braunem Zucker (ca. 1 TL) abschmecken. Die Sprossen hinzu geben und gut vermengen.

Die Reisblätter kurz in kaltem Wasser einweichen, etwa 2 EL Sprossensalat (je nach Größe der Reisblätter) darauf verteilen und vorsichtig einrollen. Das ist ein bisschen fummelig, klappt aber spätestens nach dem dritten Päckchen ganz gut. 😉

Print Friendly, PDF & Email

Mexikanischer Avocado-Salat

AvocadoSalat
Hier nun wie versprochen das Rezept für den Avocado-Salat der zu den Quesadilla mit Huhn und Käse einfach perfekt ist. Im Rezept von „New York Street Food“ steht nur lapidar „Dazu einen grünen Salat mit Avocadostückchen und eine Guacamole servieren“. Vielleicht sollte ich mal mit Tom, Jaqueline und Luk sprechen, dass sie mein Rezept in ihr Buch aufnehmen? 😉 Das Fotografieren müsste Luk dann natürlich übernehmen…

Guten Hunger!
Eure Julia

Zutaten
(für 2 Portionen)

1 reife Avocado, grob gewürfelt
½ rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
½ rote Paprika, fein gewürfelt
1 rote, 1 gelbe und 1 grüne frische Chili, entkernt, entstielt und fein gewürfelt
1 Handvoll frisch gezupfte Korianderblätter
Saft einer Limette
Salz, Pfeffer

Einfach alle Zutaten vermengen und mit dem Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Whooooa, Geschmacksexplosion!

Print Friendly, PDF & Email

Bulgursalat
mit Cranberries und Entenbrust

Bulgursalat

Kennt ihr Cranberries? Hier sind sie noch nicht sooo populär, aber in den USA trifft man sie an jeder Ecke und in vielen Gerichten. Ich hatte schon lange vor, mal mit dieser Frucht, die übrigens aus der Gattung der Heidelbeeren stammt, zu kochen. Aber irgendwie hab ich sie vor allem als Zutat für Süß- und Backwaren abgespeichert, die ja nicht so mein Ding sind.

Als ich dann mal ein bisschen recherchiert habe, war ich erstaunt, wie viele herzhafte Rezepte es mit Cranberries gibt! Da war die Wahl gar nicht so einfach… Ich hab mich schließlich für dieses Rezept hier entschieden, da ich im Moment total auf Orangen stehe. Herr Löffelgenuss war natürlich von der Idee angetan, dass der Salat mit Entenbrust serviert wird… 😉
Eine gute Wahl: Das Gericht hat uns sehr gut geschmeckt. Die leichte Säure der Cranberries passt perfekt zu der Süße der gegrillten Paprika und zur knusprig gebratenen Entenbrust.

Mit dem Rezept nehme ich an der Blogparade „Cranberry-Rezepte“ von Gabriele teil. Sie steckt hinter dem Blog „USA kulinarisch“. Den mag ich, weil er zeigt, dass Amerika sehr wohl eine kulinarische Tradition hat. Viele denken ja Amerikanische Küche = Fastfood. Das ist totaler Quatsch. Ich war gerade erst wieder in den USA und musste einmal mehr feststellen, dass ich selten in so kurzer Zeit so viele, kreative, leckere Gerichte probiert habe wie dort. Aber davon will ich euch ein andermal berichten (ich plane gerade eine kulinarische Berichterstattung unserer Flitterwochen, die wir in New York City und Neuengland verbracht haben). Heute gibt’s also ein orientalisch angehauchtes Gericht mit einer sehr amerikanische Frucht (übrigens typisch für die USA: die Kombination von Zutaten und Kochtraditionen verschiedener Länder…).

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 6 Portionen)

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden

3 rote, frische Paprika
400ml Gemüsebrühe
1 TL Currypulver
200g Bulgur
2 Bio-Orangen
3 Frühlingszwiebeln
1 kleiner Bund glatte Petersilie (etwa 30g)
80g getrocknete Cranberries
1 EL (hochwertiges) Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Entenbrustfilet (ca. 350g)
3 EL Pflanzenöl zum Anbraten der Entenbrust
ein Stück Alufolie

Die Paprika waschen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen.
Mit der Schnittseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei 220 Grad im Backofen grillen (oder Ober- und Unterhitze nutzen) bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft.
Etwas auskühlen lassen und vorsichtig die schwarze Haut entfernen. Die Paprika in Streifen schneiden.

Die Gemüsebrühe mit 1 TL Currypulver aufkochen und den Bulgur hinzugeben. Zugedeckt auf der ausgeschalteten Herdplatte etwa 15 Minuten quellen lassen. Auskühlen lassen.

Eine der Orangen heiß waschen, abtrocknen und etwa 1 TL Schale abreiben. Diese Orange schälen (auch das Weiße entfernen) und aus der Frucht Orangenfilets schneiden.
Die andere Orange auspressen.

Den Bulgur mit etwa 2 EL Olivenöl, dem Saft der Orange, Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Frühlingszwiebel putzen, die Wurzeln und das dunkle Grün wegschneiden. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Die Petersilie waschen, die Blätter abzupfen und grob hacken.

Die Cranberries, die Paprikastreifen, die Frühlingszwiebeln, die Petersilie und die Orangenfilets vorsichtig unter den Bulgur mischen.

Den Backofen auf 100 Grad vorheizen (vielleicht könnt ihr die Wärme von den Paprika noch nutzen…).

Die Hautseite der Entenbrust über Kreuz einschneiden (nicht zu tief!), beide Seiten salzen und pfeffern. Zuerst mit der Hautseite nach unten in etwas Öl bei sehr hoher Hitze kurz anbraten (etwa 2 Minuten), wenden und die Fleisch-Seite ebenfalls noch mal etwa 2 Minuten scharf anbraten.

Das Stück Fleisch auf die Alufolie legen und so einpacken, dass das Fleisch versteckt ist, aber die Hautseite oben rausguckt.

Bei 100 Grad (Ober-/Unterhitze) auf mittlerer Schiene etwa 40-45 Minuten garen. Das Fleisch sollte durchgegart, aber noch zart rosa sein. Ich dachte immer, das ist kompliziert. Aber das hier war meine erste Entenbrust und sie ist direkt geglückt. 😉

Die Entenbrust in dünne Scheiben schneiden.

Den Bulgursalat auf einem Teller anrichten, die Entenbrust-Scheiben darauf verteilen.
Das Rezept hab ich bei „Essen und Trinken“ entdeckt.

Print Friendly, PDF & Email

Pesto Rosso mit gegrillten Paprika und Walnüssen

Pesto RossoHier in Köln-Nippes gibt es ein ganz wunderbares Weinlokal, das Morio. Da ist es im Sommer wie im Winter gleichermaßen schön. Denn sie haben einen sehr netten Wintergarten, in dem man an kalten Winterabend herrlich einen Rotwein genießen kann, und im Sommer stehen auf dem Schillplatz zahlreiche Tische im Freien – dann schmeckt mir dort im Mai die Maibowle am besten.

Sie haben nicht nur eine sehr gute (erschwingliche) Auswahl an leckeren Weinen, sondern auch eine kleine, aber feine Speisekarte mit selbstgemachten Kleinigkeiten. Meine beiden Favoriten sind das Dal und das geröstete Brot mit rotem Pesto. Es ist jedes Mal ein Krampf zu überlegen, für was ich mich entscheiden soll, weil beides so lecker ist. Meist gewinnt das Pesto-Brot. Irgendwann hab ich mal nachgefragt, was da drin ist: Paprika, Tomaten, Walnüsse, Kürbiskernöl berichtete mir der Keller (guten Service haben die übrigens auch!). Ich wollte das Pesto schon soooo lang mal selber machen… bis ich vor kurzem auf dem Foodblog mit dem lustigen Namen „Feed me up… before you go go“ ein Rezept entdeckte, das meinem Morio-Favorit erstaunlich ähnelte. Und siehe da: es schmeckt genauso! Vielen Dank für die Inspiration Sabrina und Steffen! Ein Besuch auf ihrem Blog kann ich guten Gewissens empfehlen. Sie haben nicht nur tolle Rezeptideen, ihre Fotos sind auch richtig spitze – ganz zu schweigen von den schönen Geschichten, die sie rund um die Gerichte erzählen.

Pesto Rosso auf geröstetem Brot mit Tomaten

Sehr lecker schmeckt das Pesto auf in Butter geröstetem Brot, belegt mit ein paar Scheiben Tomaten.

Viele Grüße
Eure Julia 


Zutaten
(für etwa 300ml)

3 rote Paprika
70 g Walnüsse
80 g getrocknete Tomaten
(ohne Öl)
1 große Knoblauchzehe
5-7 Zweige Thymian
(Blätter abgezupft)
30 g geriebener Parmesan
Olivenöl
1 Spritzer Zitronensaft
Salz, Pfeffer

Die Paprika waschen, entkernen, „Hut und Fuß“ wegschneiden und mit der Schnittseite nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und im Ofen bei ca. 200 Grad grillen bis die Haut der Paprika schwarz wird und Blasen wirft.

Anschließend stelle ich das Backblech an einen luftigen Ort und lege für ein paar Minuten ein (sauberes) nasses Geschirrtuch über das Backblech. So kann man die Haut von den Paprika anschließend leichter lösen.

In der Zwischenzeit werden die Wallnüsse in einer Pfanne (ohne Öl) leicht angeröstet.

Dann gebt ihr die Paprika, die Walnüsse, die Tomaten, Knoblauch und die Thymianblätter in einen Mixer und püriert die Masse so lange bis ihr einige geschmeidige Creme habt (oder nutzt, wie ich, einen Pürierstab). Unter die Masse rührt ihr dann den geriebenen Parmesan und würzt mit Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer.

Falls ihr nicht gleich in den ersten zwei Tagen das ganze Pesto verputzt, könnt ihr es in sterilen Gläsern (mit einer Schicht Olivenöl bedeckt) im Kühlschrank aufbewahren. Wie lange weiß ich leider nicht, bei uns war es ein paar Tage später aufgebraucht 😉

Print Friendly, PDF & Email