Radieschen-Rettich-Salat mit Melone und Zitronenmelisse

Radieschen-Rettich-Salat

Mit diesem herrlich sommerlichen Salat verabschiede ich mich in eine kleine Sommerpause.

Die letzten Wochen habe ich einen sehr großen Teil meiner Freizeit in meinen Blog investiert, so dass kaum noch Zeit für etwas anderes blieb (ein paar Ergebnisse habe ich euch ja in dem Beitrag „Alles neu macht(e) der Mai…“ vorgestellt). Ein bisschen Abstand tut mir daher sicherlich gut. 😉

Wer von euch selber bloggt, kennt das vielleicht: Man macht und tut, hat tausende Ideen, aber viel zu wenig Zeit, alles umzusetzen und verliert manchmal aus dem Blick, dass man in seiner Freizeit auch andere schöne Dinge machen kann.

Dazu kommt noch das: Ich bin immer voller Euphorie, wenn ich einen neuen Beitrag veröffentliche. Manchmal bin ich dann enttäuscht, wenn ich von euch, liebe Leserinnen und Leser, so wenig Resonanz bekomme. Ihr müsstet mich mal sehen, wenn ich meine Mails öffne und da steht: „Löffelgenuss, ein neuer Kommentar wartet auf Freischaltung.“ Ich freue mich darüber wie andere über einen Lottogewinn! 😉 Also, haut gerne mal in die Tasten, wenn euch ein Beitrag gefällt! 🙂

So, ich geh‘ dann jetzt mal so ganz ohne Rechner in mein Lieblingscafé um die Ecke und genieße meinen Kaffee ganz klassisch mit einer Papierzeitung. Bis wir uns wiedersehen, wünsche ich euch auf jeden Fall eine gute Zeit!
Eure Julia

Rezept: Radieschen-Salat mit Melone und Zitronenmelisse
(für 4 Portionen)

80g Sonnenblumenkerne
1 EL Honig
1 EL Butter
Öl
500g Rettich
1 Bund Radieschen
1 Bund Lauchzwiebeln
Salz, Zucker
600g Wassermelone
80g Rucola
1 Bund Zitronenmelisse
3-4 EL Zitronensaft
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Sonnenblumenkerne in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten. Den Honig und die Butter hinzugeben und kristallisieren lassen. Die Masse auf einen mit Öl eingestrichenen Teller geben und abkühlen lassen. Wenn die Masse abgekühlt ist, könnt ihr kleine Bröckchen daraus brechen.

Die Radieschen waschen und in ganz feine Scheiben schneiden.

Den Rettich schälen und ebenfalls in ganz feine Scheiben schneiden oder hobeln.

Beides mit etwas Zucker und Salz bestreuen und ca. 15 Minuten ziehen lassen.

Die Wassermelone in kleine Würfel schneiden.

Den Rucola und die Melisse waschen. Die Melisse grob hacken.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden, den Lauch putzen und in feine Ringe schneiden.

Rucola, Rettich, Radieschen, Melonen-Würfel, Lauchzwiebeln und die Melisse auf einem Teller verteilen und mit Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen. Ein paar Stückchen von den Sonnenblumenkern-Crackern darüber streuen und servieren.

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Radieschenschaumsüppchen

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Unsere erste Ernte im Projekt „Gartenglück“ waren Radieschen (hier habe ich darüber berichtet). Ich musste nicht lange überlegen, was ich mit diesem hübschen Gemüse anstelle. Es sollte auf jeden Fall ein besonderes Gericht werden, in dem Radieschen die Hauptrolle spielen. Wie zum Beispiel in diesem Radieschenschaumsüppchen hier. Die Kombination mit dem Petersilien-Öl und den Knoblauch-Zimt-Croutons ist Geschmacksexplosion pur!

Radieschensuppe

Vorweg mussten die Radieschen natürlich zum Fotoshooting bei mir, bei dem sie sich sehr gut gemacht haben, wie ihr oben seht. 😉

Habt ihr weitere Ideen für (gerne auch ungewöhnliche) Rezepte mit Radieschen? Es wachsen auf unserem Acker nämlich immer noch welche vor sich hin…

Liebe Grüße
Eure Julia

Rezept Radieschenschaumsüppchen mit Petersilien-Öl und Knoblauch-Zimt-Croutons
(für 4 Personen)

3 Bund Radieschen
80g Schalotten
80g kalte Butter
1 EL Ahornsirup
700ml Gemüsebrühe
80g Schlagsahne
Salz

Für das Petersilien-Öl:

1 Bund Petersilie
4 Walnusskerne
800ml kaltes Traubenkernöl
Salz

Für die Zimt-Croutons:
3 Scheiben Toastbrot
2 Knoblauchzehen
Butter
Olivenöl
Salz
1 Msp. gemahlener Zimt
Das Petersilien-Öl zubereiten:

Die Petersilie abspülen, trockenschütteln und grob hacken.

Die Walnüsse (selbstredend ohne Schale) zusammen mit der Petersilie und dem Öl kurz pürieren.

Durch ein Sieb passieren und mit Salz abschmecken.

Die Zimt-Croutons zubereiten:

Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden.

Das Toastbrot von der Rinde befreien und in kleine Stück würfeln.

Butter, Olivenöl und Knoblauch in einer großen Pfanne erhitzen. Die Brotwürfel hinzugeben und goldbraun rösten. Von der Herdplatte nehmen und mit Salz und einem Hauch Zimt abschmecken.

Die Suppe zubereiten:

Die Radieschen putzen und die Wurzeln wegschneiden. 4-6 Radieschen zum Garnieren Beiseite legen. Die restlichen Radieschen grob würfeln. Die Garnitur-Radieschen in feine Stifte schneiden.

Sahne schlagen.

Die Schalotten schälen, würfeln und in etwas Butter glasig dünsten. Die grob gewürfelten Radieschen hinzugeben und einige Minuten mitdünsten.

Mit Ahornsirup glasieren und mit der Gemüsebrühe ablöschen.

Zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen.

Die Suppe pürieren und ggf. noch mal mit Ahornsirup und Salz abschmecken. Durch ein Sieb passieren damit eine feine Masse entsteht. Ein paar Flocken Butter sowie die Sahne mit einem Schneebesen untermixen und schaumig schlagen.

Zum Servieren die Suppe in tiefe Teller geben und mit den Radieschen-Stifen, ein paar Tropfen Petersilien-Öl und einigen Croutons servieren.

Das Rezept stammt übrigens aus der Kochzeitschrift „Lust auf Genuss“ (3/2014).

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Gartenglück // Teil 2

Ich bin zutiefst traurig. Warum? Weil ich unsere erste Gartenglück-Ente verpasst habe und es auf unserem Feld bisher nichts zu tun gab. Aber der Reihe nach:

Eine Woche nach der Acker-Übergabe war ich voller Tatendrang und konnte es nicht abwarten, auf Knien übers Feld zu robben und Unkraut zu jäten. Und was war? Nichts. Kein Unkraut! Wir haben dann hier und da ein bisschen gezuppelt, auch auf die Gefahr hin eine Zwiebel-to-be ausgerupft zu haben. 

Feld Woche 2
Aber immerhin lässt sich einiges Leckeres erahnen: zum Beispiel Erbsen, Radieschen und Salat. Was das da rechts ist, weiß ich nicht…

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Salat

Frustriert sind wir dann in den Baumarkt gefahren und haben uns mit Gärtnerwerkzeug eingedeckt. 😉 Meine Laune war danach wieder hergestellt, auch weil ich kleine Holzstäbe erstanden habe, die ich jetzt beschriften werde und neben die Reihen setzen will. Ich kann mir einfach nicht merken, was in welcher Reihe wächst. Und erkennen kann ich es sowieso nicht.

Die zweite Enttäuschung dann beim dritten Ackerbesuch: Aus Zeitgründen war Herr Löffelgenuss alleine auf dem Feld. Und was bringt er mit nach Hause?!? Die erste Ernte!! Ich hatte mich so auf dieses „erste Mal“ gefreut… Zum ersten Mal etwas Essbares aus dem Boden zu ziehen… Nun ja, aber dafür kann ich berichten, dass diese hübschen Radieschen köstlich schmecken. Ich meine sogar aromatischer und auf jeden Fall schärfer als ihre Schwester aus dem Supermarkt. Mal sehen, was ich damit kochen werde, ich hab da schon so eine Idee…

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Ich finde, dass Radieschen unter allen Gemüsen ziemlich gut aussehen. Pink, Weiß, Grün, schöne Farben und von der Form her sehen sie ein bisschen wie kleine Herzen aus… Daher mussten sie auch direkt zum Fotoshooting bei mir. Haben sich gut gemacht:

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Morgen geht’s wieder aufs Feld. Bewaffnet mit beschrifteten Stöckchen, einer Rankhilfe für die Erbsen und einem großem Korb, in dem wir (hoffentlich) weiteres Gemüse mit nach Hause nehmen. Meine Kollegin berichtete nämlich schon von einer reichen Salat- und Spinat-Ernte… Ich halte euch auf dem Laufenden!
Eure Julia

 

Frühlingssalat

Frühlingssalat

Mit diesem schnell gemachten, leichten Frühlingssalat habe ich das Geburtstagsgeschenk von meinen Schwestern eingeweiht: diese wunderhübsche Schale. 🙂

Den Salat habe ich als Vorspeise zu den „Ravioli mit Spargel-Bärlauch-Füllung“ serviert – für zwei sehr nette ehemalige Arbeitskolleginnen (war schön mit euch!! 😉 ). Er ist eine Eigenkreation und schmeckt herrlich frühlingshaft! Hier trifft der erste Spargel (roh!) auf den letzten Bärlauch. 

Ich wünsche euch einen schönen Frühlingstag!
Eure Julia

Rezept: Frühlingssalat
für 4 Personen

1 Kopf Lollo Bionda
3 Lauchzwiebeln
4 Stangen weißer Spargel
2-3 Blätter Bärlauch
1 Bund Radieschen
30g Parmesan
Zitrone
Olivenöl
1 TL Zucker
Salz, Pfeffer

Salat waschen, trockenschleudern und in mundgerechte Stücke pflücken.

Die Zitrone auspressen und mit etwa 1 TL Zucker verrühren.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden. Die Lauchzwiebeln säubern und in feine Ringe schneiden.

Den Spargel waschen, schälen und in dünne Scheiben schneiden. Er kommt roh am besten zur Geltung. Ich hab ihn beim ersten Mal blanchiert, war nicht so der Hit…

Den Bärlauch waschen, abtrocknen und in feine Streifen schneiden.

Die Radieschen waschen, abtrocknen und in feine Scheiben schneiden.

Den Parmesan grob reiben oder mit dem Sparschäler in feine Streifen schneiden.

Ein bisschen Salat auf einem Teller verteilen. Radieschen, Lauchzwiebeln und Spargel darauf verteilen. Zitronensaft und Olivenöl nach Belieben über den Salat geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zum Schluss den Bärlauch und den Parmesan darüber streuen.

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Radieschen-Bohnen-Salat

Radieschen-Bohnen-SalatHeute gibt’s mal wieder ein (etwas abgewandeltes) Ottolenghi-Rezept aus „Ottolenghi. The cookbook.“ Ich finde die Idee, beim Kochen mit saisonalem Gemüse zu arbeiten, immer verlockender. Die Gerichte schmecken einfach viel frischer, auch wenn es mitunter viel mehr Arbeit macht. Zum Beispiel wie bei diesem Rezept hier. 

Bohnen und Erbsen zu pulen und die blanchierten Bohnen nachher auch noch aus ihrer Haut zu befreien, dauert ziemlich lange. Viel länger, als wenn man sie tiefgefroren kauft. Aber dieses „mit der Bohne Zeit verbringen“ schmeckt man, finde ich (versteht ihr, was ich meine oder haltet ihr mich jetzt für bekloppt?). Abgesehen davon, ist so eine kontemplative Tätigkeit für mich genau richtig, um abzuschalten. Da brauche ich gar kein Yoga mehr 😉
Kurzum: Das hier ist ein herrliches Sommer-Gericht, das durch die Kräuter und die Salzzitrone eine ganz besondere, orientalisch-exotische Note bekommt.

Ich wünsche euch einen schönen Sommertag!
Eure Julia

Zutaten
(für 2 Beilagen-Portionen)

1 Bund Radieschen
150g dicke, frische Bohnen (ohne Schote gewogen)
150g frische Erbsen (ohne Schote gewogen)
½ rote Zwiebel
1 Handvoll frische Korianderblätter
1 Handvoll frische (glatte) Petersilienblätter
2 TL Salzzitrone*, fein gehackt
Saft einer halben Zitrone
2-3 EL Olivenöl
1-2 EL Sesampaste
1TL Cumin
Salz, Pfeffer

* Um Salzzitronen herzustellen, nehmt ihr (je nach Belieben und Größe des Einmach-Glases) 2-3 Bio-Zitronen, wascht sie unter heißem Wasser und schneidet mit einem scharfen Messer pro Zitrone vier Schlitze in die Haut – nicht zu tief, so dass die Zitrone nicht auseinander fällt. Dann gebt ihr vorsichtig, mit einem kleinen Löffel, in jeden Spalt so viel grobes Salz, wie in die Lücke passt.
Die Zitronen legt ihr dann in ein (sauberes) Einmachglas, streut noch mal etwas Salz darüber und verschließt es luftdicht. Nach ein paar Tagen wässern die Zitronen und sollten komplett mit dem Salzwasser bedeckt sein. Wenn das nicht der Fall sein sollte, gebt ihr noch etwas abgekochtes (kaltes) Wasser hinzu.
Das Ganze sollte etwa drei Wochen ziehen. Danach haben die Zitronen einen frischen, exotischen Geschmack und eignen sich hervorragend zum Würzen.

Die Bohnen und die Erbsen aus ihrer Schote befreien und die Bohnen für etwa 5 Minuten in kochendes Wasser geben, die Erbsen für etwa eine halbe Minute. Das Wasser abschütten und Bohnen und Erbsen in einen Topf mit Eiswasser geben (damit sie nicht nachgaren).
Wenn die Bohnen erkaltet sind, die Haut ablösen. (Ja, das ist viel Arbeit und es bleibt nicht viel übrig. Aber ich finde, es lohnt sich. Wo isst man schon so frisch!?)

Die Radieschen waschen und „Hut und Fuß“ wegschneiden und die Radieschen in dünne Scheiben schneiden.

Die Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden.

Die Kräuter grob hacken.

Zitronensaft, die gehackte Salzzitrone, Cumin, Salz, Pfeffer, Sesampaste und Olivenöl gut vermengen.

Dann Radieschen, Bohnen, Erbsen, Zwiebel und Kräuter in einer Schale vermischen und die Soße hinzugeben. Nach Belieben nachwürzen.