Rezension „Pastaglück – Nudelsalat im Glas“ von Maja Nett

Rezension Pastaglück von Maja Nett

Seit ein paar Wochen bin ich aus der Elternzeit wieder zurück  im Büro. Eine der größten Fragen war für mich nicht etwa, wie ich meinen neuen Alltag bewerkstelligen kann, sondern wann, was und wo ich mittags gut essen kann. Als ich nach den ersten Tagen feststellte, dass diese Sache einiger Planung bedarf, fiel mir das Kochbuch „Pastaglück“ meiner Blogger-Kollegin Maja Nett von „Moey’s Kitchen“ ein. Sie hatte Nudelsalat-Rezepte zusammengestellt, die man samt Soße und allen Zutaten in einem Einweck-Glas gut vorbereiten kann. Klasse Idee (vor allem für mich, da ich mich gar nicht entscheiden kann, ob ich lieber Pasta oder Salate mag…)! Und wie ich Maja kenne, vermutete ich, dass das keine langweiligen Nudelsalate mit Mayo, Fleischwurst und Gurke seien würden, sondern dass auch ich dort ein paar kreative Anregungen finden würde. Also schrieb ich den Fackelträger-Verlag an und bat um ein Rezensionsexemplar, das kurz darauf netterweise auch direkt ins Haus flatterte. An einem Wochenende, wo Mann und Kind aus dem Hause waren, hatte ich Zeit und Muße, in Majas Kochbuch zu stöbern:

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Rezension und Verlosung „Wein muss rein!“

Wein muss rein

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Die Verlosung ist beendet!

Gewonnen hat Josi, Herzlichen Glückwunsch!
Wow, ich bin überwältigt von der regen Teilnahme. Das hätte ich nicht erwartet… Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer – auch für eure kulinarischen (Wein-) Inspirationen!
Eure Julia
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Wenn ihr meine „Über mich“-Seite aufmerksam gelesen habt (oder ihr mich gut kennt), dann wisst ihr, dass ich beim Kochen gerne ein Gläschen Wein trinke.

„Angeblich kochen manche ja nur mit Wein, weil sie nebenbei immer ein bisschen daran nippen können… Aber so willkommen die Gelegenheit für ein Schlückchen in der Küche auch sein mag, sie ist natürlich nicht der eigentliche Sinn und Zweck des Kochens mit Wein“, schreibt Léa Linster im Vorwort zu ihrem neuen Kochbuch „Wein muss rein!“, das gerade im ars vivendi Verlag erschienen ist.

Ich fühle mich ertappt – aber daher auch dazu berufen, euch dieses Kochbuch vorzustellen. 😉 Und zwar aus zwei Gründen: Erstens koche ich tatsächlich gerne mit Wein und ich freue mich immer über neue Rezepte, zweitens hat mich bereits das erste Kochbuch, das die Luxemburger Sterneköchin gemeinsam mit dem Kölner Cartoonisten Peter Gaymann herausgegeben hat, sehr begeistert (da ging’s ums Ei bzw. um’s Huhn, meine ausführliche Rezension könnt ihr hier lesen).

Wie auch der erste Titel der beiden überzeugt mich dieses Kochbuch aufgrund der Gestaltung, der tollen Fotos und der leckeren Rezepte. Und wisst ihr, was das tollste an dem Buch ist? Dass ihr eins gewinnen könnt! So, aber jetzt erst mal zum Buch. Ihr wollt ja nicht die Katze im Sack kaufen… ähm.. gewinnen…

Die Rezepte

Die über 50 Rezepte sind im Inhaltsverzeichnis eingeteilt in folgende Kategorien: „Gruß aus der Weinküche“, „Beilagen für alle Weinlagen“, „Tierisches Weinvergnügen“, „Meer Wein!“, „Dessert-Wein“ und „Standards nicht nur für die Weinküche“. Kreative Titel, gefällt mir!
Eine kleine Kritik: Praktisch wäre gewesen, wenn man die Rezepte, die in die entsprechenden Kategorien gehören, im Inhaltsverzeichnis direkt dazu geschrieben hätte, statt sie im hinteren Teil des Buches zu verstecken…

Ich habe mir drei Rezepte ausgesucht, die ich euch in den vergangenen Tagen bereits vorgestellt habe:

(Zum Rezept gelangt ihr, wenn ihr aufs Bild klickt.)

Von allen drei Gerichten war ich positiv überrascht, geschmeckt haben sie uns alle sehr gut. Sie waren einfach nachzukochen und man benötigt nur wenige Zutaten.

Verlockend klingen noch die „Lammkoteletts mit Rotwein-Kräuter-Butter“, die „Seezunge mit Schampus-Krabben und Lauch-Linguine“ und das „Zarte Rehfilet mit Winterfrüchten und Schokoladen-Rotwein-Sauce“.

Die Cartoons

Peter Gaymann ist bekannt für seine lustigen gelben Hühner, sein „Huniversum“. Vielleicht kennt ihn auch die ein oder andere Brigitte-Leserin: die „Paar Probleme“ sind auch von ihm. (Das Ehepaar und auch das ein oder andere Huhn begegnet einem auch in dem Kochbuch.) Ich hatte die Ehre, Peter Gaymann in seinem Atelier in Köln zu besuchen als er mir netterweise das Ei-Kochbuch signiert hat. 🙂

Ich muss bei seinen Bildern manchmal laut lachen, zumindest aber schmunzeln. Das Kochbuch enthält viele ganzseitige Zeichnungen. Da füllt zum Beispiel ein beleibter Koch ein Huhn mit Wein ab: Während der Koch verschmitzt lächelt, sieht das Huhn mit rotem Gesicht und Sternen überm Kopf ziemlich beseelt aus.
Oder das Ehepaar in der Küche: Sie schaut in den offenen Kühlschrank und fragt ihren Mann: „Soll ich wieder mal chinesische Reispfanne machen?“ Er, während er vor seinem Weinregal steht: „Da hab ich nix Passendes zu.“ Herrlich!
Zum Rezept „Forelle blau“ serviert uns Gaymann einen leicht beschwipsten Fisch, der sich – ein Glas Wein in der Flosse – an einem Laternenfahl festhalten muss. Sympathisch!

Zusätzlich gibt es auf einigen Rezepte-Seiten ein paar kleinere Zeichnungen. Zum Beispiel sieht man eine Ente, bei deren Schatten es sich um eine Flasche Wein handelt. Oder eine Köchin und eine Flasche Wein, die sich wie ein verliebtes Pärchen in die Arme laufen.

Eine kleine Kritik soll mir erlaubt sein: Etwas schade ist, dass eine Flasche Wein einfach nicht so attraktiv aussieht und zu malen ist wie so ein Huhn. Liegt in der Natur der Sache, aber aus dem Grund find ich, bezogen auf die Cartoons, das Hühner-Kochbuch schöner.

Fotos & Gestaltung

Die ganzseitigen Fotos lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen. Die Gerichte sind perfekt in Szene gesetzt: Das Foodstyling ist edel, meist dezent und die Komposition der Bilder sehr stimmig. Was das Spiel mit Tiefenschärfe und Licht angeht, verblasse ich auch dieses Mal wieder vor Neid. Wie toll wäre es, wenn die Fotografin Justyna Krzyżanowska mich mal unter ihre Fittiche nähme, von ihr könnte ich noch vieles lernen!

Das Gleiche gilt für die Gestaltung des Kochbuches, für die auch Justyna Krzyżanowska verantwortlich zeichnet. Auch hier trifft sie meinen Geschmack: Die Seiten sind sparsam gefüllt. Neben den ganzseitigen Foodfotos findet man die Rezepte übersichtlich gegliedert in Zutatenlisten und Zubereitungsmethoden (die Zutaten darin praktischerweise fett gedruckt). Als Fußnote gibt’s hier und da „Léas Tricks“.

Neben den Rezepten, Fotos und Zeichnungen gibt es zwischendurch immer mal wieder Infos über Weine: Zum Beispiel über die Herkunft von Portwein, über die Frage, warum man zu Fisch eher Weißwein serviert oder was Strohwein ist (von dem ich bis dahin noch nie gehört habe…).

Teilnahmebedingungen

Wenn ihr das Kochbuch „Wein muss rein!“ gewinnen möchtet, hinterlasst unter diesem Beitrag hier bitte bis zum 7.11.2015 (24 Uhr) einen Kommentar (dafür einfach oben auf die Sprechblase klicken), in dem ihr mir verratet, bei welchen Gerichten für euch „Wein rein muss“.

Den Gewinner/die Gewinnerin wähle ich unter allen Teilnehmern am 8.11.2015 mit Hilfe der Internetseite random.org aus und gebe ihn/sie dann hier bekannt.

Datenschutz: Wenn ihr auf meinem Blog einen Kommentar hinterlasst, sieht man nur den Namen, den ihr im Kommentarfeld eingebt (kann also auch ein Fantasiename sein). Die Email-Adresse sehe nur ich, sie ist nicht öffentlich. Die Adresse, die ihr mir für den Versand des Buches zuschickt, gebe ich nicht an Dritte weiter und lösche sie anschließend. Das Buch versende ich als Büchersendung über die Deutsche Post. Für den Versand übernehme ich keine Haftung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Vielen Dank an den ars vivendi Verlag, der mir kostenlos ein Rezensions- und Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Viel Glück!
Eure Julia

Rezension & Verlosung: „Street Food“ von Mario Kotaska

Die Verlosung ist beendet!
Gewonnen hat… Rosa! Herzlichen Glückwunsch! Wie ich deinem Kommentar entnehme, wohnst du ebenfalls in Köln – na wenn das mal nicht passt. 😉 Bitte schicke mir deine Postadresse per Email zu (julia@loeffelgenuss.de), dann macht sich das Buch auf den Weg zu dir. 
An alle anderen: Vielen Dank fürs Mitmachen und die vielen tollen Inspirationen! Mir hat am besten der Tipp von Rabea gefallen: holländische Bitterballen. Die liebe ich auch und hab sie irgendwie gar nicht als „Street Food“ wahrgenommen… Wir haben spontan beschlossen, heute Abend in Marias Eetcafe zu gehen (am Bahnhof Köln West), da gibt es nämlich Bitterballen – fehlt nur die Nordseeluft. 😉
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Zum „Welttag des Buches“ verlose auch ich, wie viele Hundert andere Blogger, ein … Buch (klar!).

Warum ich mich für „Street Food“ von Mario Kotaska entschieden habe, habe ich hier ja schon angedeutet. Ich wollte gerne ein Kochbuch verlosen, in dem es irgendwie um Köln geht, nicht aber unbedingt ein Kochbuch mit typisch kölschen Gerichten (das gab’s mit „Kölsche Tapas“ ja schon). Die liebe Dorothée vom Foodblog „Bushcooks Kitchen“ hat mich dann auf die Idee gebracht „Street Food“ von Mario Kotaska zu verlosen.

Street Food Mario Kotaska

Warum? Weil ich damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlage: Wer meine New York Street Food-Reihe verfolgt hat, weiß, dass ich auf das Konzept total abfahre. Zum anderen war Mario Kotaska von 2003 bis 2011 Küchenchef des Kölner Restaurants La Société (Köln-Bezug!), für das er sogar 2006 einen Stern „erkocht“ hat. Der ein oder andere von euch kennt ihn vielleicht aus der Sendung „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“.

Da lag aber leider auch der Haken: Sterneköche, Fernsehköche, ihre Kochbücher, ihre Gerichte zu mögen, damit tue ich mich schwer („Das Gelbe vom Ei“ von Léa Linster ist vielleicht eine Ausnahme). Aber nach dem ersten Durchblättern stellte ich fest, dass das Buch ganz nach meinem Geschmack gestaltet ist und ich klebte direkt zahlreiche Post-its auf die Rezepte (was ein gutes Zeichen ist).

Gestaltung und Fotos

Ich starte mit meinem Lieblingsthema, der Gestaltung und den Fotos. Die personenzentrierte Titelgestaltung ist nicht so mein Ding, vielleicht muss das bei Kochbüchern von Fernsehköchen so sein? Dafür entschädigt die Gestaltung des Innenteils:

Sehr gut gefällt mir das Farbkonzept: Jede Rezepte-Seite hat eine andere Farbe, die farblich auf das Gericht auf der gegenüberliegenden Seite abgestimmt ist. Dazu kommen kleine Anekdötchen (sowas mag ich ja sehr!) und weitere Fotos, die im Polaroid-Stil (toll!) und wie eingeklebt gestaltet sind. Ein weiterer Pluspunkt: Das Foodstyling (steht leider nicht, wer das gemacht hat) und die Fotos gefallen mir seeeeehr gut! Hier mal zwei Beispiele:

Brötchen mit Kochkäse Speckpfannekuchen

Da ich das Foodstyling und die Fotos für meine Rezepte selbst mache, weiß ich, wie viel Arbeit es ist, die Gerichte so „einfach“ aussehen zu lassen.
Viel schwieriger als einen edlen Teller mit einem sexy Stück Fleisch zu fotografieren, ist es, eine schlichte Stulle anzurichten. Das gelingt zum Beispiel bei „Stulle mit Ahle Worscht“ gut. Man sieht das in Packpapier eingeschlagen Wurstbrot, ein rustikales Messer, darunter eine Landkarte und ein Gläschen Bier.
Oder der Sprossensalat im Reisblatt: Die Auswahl der Farben (grün, blau, weiß als Untergrund, rote Essstäbchen, dann die Summer Rolls im Fokus der Kamera) haben mich direkt angesprochen und ich musste sie unbedingt nachkochen. Gar nicht unbedingt, weil es so lecker klingt, sondern weil das Foto so schön aussieht. Das passiert mir häufiger. 😉

Tja. Die Fotos. Wenn ich mir die Fotos so angucke, wächst in mir ein bisschen das Frust-Tier. Das Fotografieren meiner Gerichte macht mir unheimlich viel Spaß und ich würde sagen, dass ich einige Fotos schon ganz passable hinbekomme, aber die Food-Fotos in „Street Food“ sind irre toll. Jedes einzelne. Aufgrund der Fotos möchte ich manche Gerichte nachkochen, obwohl ich schon weiß, dass sie mir vermutlich gar nicht schmecken werden. Der Ausschnitt, die Farbkombination (gut, das ist Sache des Foodstylings…), der Fokus, der Grad der Tiefenschärfe – alles erscheint mir genau richtig.

Inhalt & Texte

Im Vorwort scheibt Mario Kotaska „Traut euch einfach! … Die Rezepte sollen vor allem inspirieren. Sie sind Denkanstöße zum Experimentieren und nicht streng zu befolgende Anleitungen. Denn: Kochen ist ein kreativer Prozess.“ Das finde ich sehr sympathisch. Denn so koche ich auch. Sich eng an List zu halten, ist für mich nicht kochen. Ich brauche eher Inspiration statt Listen und Inspiration finde ich in diesem Kochbuch (man verzeihe mir dennoch die noch folgende Kritik).

Was mir sehr gut gefällt, sind die kleinen Anekdoten zu den Rezepten, zum Beispiel über die „Kölsche Erbsensupp“ und Kotaskas erste Begegnung mit einem „Halven Hahn“. Herrlich!!! (Sage ich natürlich vor allem auch als Kölnerin…)

Interessant finde ich das Kapitel über „bratwerk“. Peinlich. Ich wohne seit sieben Jahren in Köln und habe noch nicht mitbekommen, dass der Stand vorm Saturn, an dem ich schon unzählige Male vorbei gefahren bin, von Mario Kotaska ist. Dabei steht das sogar dran, hab ich letzten Mittwoch festgestellt. Nun ja. Auf jeden Fall ist die Geschichte zur Currywust nett und hat mich motiviert, beim nächsten Mal auf jeden Fall dort ein Currywurst zu probieren.

Spannend finde ich den Artikel „Aus der Sterneküche ins Fernsehen“. Hier hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber dafür reicht der Platz in einem Kochbuch natürlich nicht aus. Vielleicht hätte ich dann aber noch ein bisschen mehr meine Vorurteile gegenüber Sterne- und Fernsehköche ablegen können…

Die Rezepte

Die Rezepte sind eingeteilt in „Suppen und Salate zum Mitnehmen“, „Herzhaftes für unterwegs“ (gegliedert in Fisch und Meeresfürchte, Fleisch und Vegetarisch) und „Süßes und Drinks“.

Ausprobiert habe ich „Herzhaftes Ayran“, die „Scharfe Entensuppe“ und den „Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt“. Auf meiner Nachkochliste stehen noch die Knollensuppe (aus Sellerie), unbedingt die Bärlauch-Forellen-Torte, der gerollte Speckpfannekuchen mit Schmand und Kopfsalat (weil er so schön aussieht 😉 ), Rievkooche mit Tatatar (wegen Köln), das Prosecco-Huhn (eine Aufgabe für Herrn Löffelgenuss), die Gebackenen Champignons mit Kräuterremoulade, das Brötchen mit heißer Kochkäsefüllung (ich liebe flüssigen Käse!) und die Ingwerlimo. Wie ihr seht, gefällt mir die Auswahl der Rezepte sehr gut. Kotaksa gibt schöne Anregungen und zeigt vieles, das mir auf die beschriebene Art und Weise noch nicht begegnetet ist (sage ich als Foodbloggerin, die viel im Netz unterwegs ist!).

Grünes Ayran  Scharfe Entensuppe  Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Ich war übrigens erst skeptisch und dachte, was ist denn an dem Kochbuch jetzt Street Food? Will hier ein Fernsehkoch einfach einem aktuellen Trend folgen? Bei genauerem Hinsehen muss ich diesen ersten Eindruck revidieren: Es sind schon fast alles Gerichte, die man „auf die Hand“ essen kann. Stellt sich ja auch die Frage, was eigentlich Street Food ist? Aber wenn ich versuchen würde, das zu definieren, würde ich wohl ein Fass ohne Boden aufmachen. Im Vorwort heißt es zu Street Food: „Schließlich meint das Wort nichts anders als Essen zu Mitnehmen. Leckereien, die man genießen kann, wo immer man gerade ist. Und die man einfach selbst zubereiten kann.“

Ein bisschen Kritik muss leider auch sein:

Der Gastrokritiker Jürgen Dollase kritisierte während der Lit.Cologne-Veranstaltung „Den Teller lesen“, dass einige Kochbücher „gehypter“ Köche am Schreibtisch entstünden. Hier, vermute ich, sind einige Rezepte auch eher nicht in der Küche entstanden. Ich will jetzt kein Pingel sein, aber mich stört es, wenn ich ein Rezept nachkochen will und das Rezept drei Mal durchlese, um festzustellen, dass ich nichts überlesen habe, sondern einfach Dinge fehlen. Die Rezepte in meinem Blog sind bestimmt auch nicht frei von Fehlern, aber ich bin auch (Hobby!)-Köchin, Rezept-Autorin, Foodstylistin, Fotografin und Lektorin in einem. Und meine Rezepte gibt es kostenlos. Bei einem Kochbuch für knapp 27 Euro erwartet ich schon ein bisschen mehr Präzision.

Mir gefällt nicht, dass im Rezept das eine steht, man auf den Fotos aber was anderes sieht. Beim Ayran zum Beispiel: „einige Limettenscheiben als Garnitur“ steht da. Im Bild sind die Gläser aber mit Gurken garniert. Warum schreibt man dann nicht „einige Gurkenscheiben als Garnitur“?

Im Rezept für den Sprossensalat fehlt in der Zubereitungsanleitung der Knoblauch. Und die Paprika soll man schälen. Hab ich noch nie gehört. Meint er häuten?

Oder bei der „Scharfen Entensuppe“, da tauchen im vorletzten Abschnitt die Karotten, die Zwiebeln und die Frühlingszwiebeln gar nicht mehr auf. Dabei sollte ich doch für die Suppenbasis jeweils nur einen Teil der in der Zutatenliste angegeben Zutaten verwenden. Außerdem sieht man auf dem Zutaten-Foto Zitronengras. In der Zutatenliste oder Zubereitung taucht es aber nicht auf. Das verunsichert mich. Soll da jetzt Zitronengras rein oder nicht? Ich hätte vermutlich vom Gefühl her eh Zitronengras hinzugefügt. Aber in einem Kochbuch erwarte ich schon präzise Angaben, ich will ja wissen, wie das vorgeschlagene Gericht schmecken soll, improvisieren kann ich dann immer noch…

Ja, vielleicht bin ich doch ein wenig pingelig… Aber, und das ist ja die Hauptsache, geschmeckt haben die Rezepte allesamt! Alles in allem kann ich dem Gewinner zu dem Kochbuch nur gratulieren und empfehle es gerne weiter. Abgesehen von dem furchtbaren Titelbild gefällt es mir wirklich gut.

Teilnahmebedingungen

Wenn ihr das Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska gewinnen möchtet, hinterlasst unter dem Beitrag bitte bis zum 30.04.2015 (24 Uhr) einen Kommentar (dafür einfach oben auf die Sprechblase klicken), in dem ihr die Frage beantwortet, was euer liebstes Street Food- oder „auf die Hand“-Gericht ist. In den Lostopf wandern nur Lose, die auch diese Frage beantworten. Ich habe mir mit der Rezension und der Organisation der Verlosung viel Mühe gegeben und möchte verhindern, dass man hier einfach per Copy and Paste einen Kommentar hinterlässt, den man auf zig Blogs schon hinterlassen hat. Außerdem interessiert mich tatsächlich, was ihr gerne „auf die Hand“ esst 🙂

Teilnehmen kann jeder, der Volljährig ist.

Den Gewinner/die Gewinnerin wähle ich unter allen Teilnehmern am 1.05.2015 mit Hilfe der Internetseite random.org aus und gebe ihn/sie dann hier bekannt. Der Gewinner/die Gewinnerin schicke mir dann bitte innerhalb von einer Woche eine Email mit seiner/ihrer Post-Adresse. Wenn ich bis zum 8.05.2015 (12 Uhr) keine Email erhalte, verlose ich neu.

Datenschutz: Wenn ihr bei mir einen Kommentar hinterlasst, sieht man nur den Namen, den ihr im Kommentarfeld eingebt (kann also auch ein Fantasiename sein). Die Email-Adresse sehe nur ich, sie ist nicht öffentlich. Jede Email-Adresse wandert nur ein Mal in den Lostopf (mehrere Kommentare erhöhen also nicht die Gewinnchance). Die Adresse, die ihr mir für den Versand des Buches zuschickt, gebe ich nicht an Dritte weiter und lösche sie anschließend.

Das Buch versende ich als Büchersendung über die Deutsche Post. Für den Versand übernehme ich keine Haftung.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel vorzeitig abzubrechen.

Vielen Dank an den AT-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensions- und Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Viel Glück und viele Grüße aus Köln!
Eure Julia

Blogger schenken Lesefreude 2015

Wisst ihr, was noch viel schön ist, als ausschlafen zu können? Abends Zeit fürs Lesen zu haben! 😉 Ich liebe es, wenn ich am Ende eines langen Tages mit einem Buch in der Hand in eine andere Welt eintauchen kann.

Gestern war ich zum Beispiel in der Bretagne, an der Seite von Commisaire Dupin. Wir saßen im Restaurant „Quatre Vents“ und haben uns wahnsinnig über den Sturm da draußen geärgert, der drohte, unsere Ermittlungen zunichte zu machen. Erst als die Wirtin verkündete, dass es einen heißen Fischeintopf auf Kosten des Hauses gäbe, entschied sich Dupin, die Ermittlungen Ermittlungen sein zu lassen und sich zu der köstlich duftenden Suppe ein Gläschen Wein zu gönnen. Das war für mich der Moment, in dem es heikel wird: Es war nach Mitternacht, ich lag im Bett und hatte Appetit auf Fischsuppe. Und ein Glas Wein. Oder beides…

So geht es mir auch immer mit Kochbüchern. Deswegen lese ich die natürlich auch nicht vorm Schlafengehen. Und immer nur dann, wenn ich schon gegessen habe. Alles andere ist Quälerei.

Bald ist es wieder soweit: Am 24. April ist Welttag des Buches. Da ich mir, wie ihr oben sicherlich schon bemerkt habt, ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen kann (ich hab ja nicht umsonst Literaturwissenschaft studiert), bin ich auch dieses Jahr wieder bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ dabei.

Kennt ihr noch nicht? Ausgedacht haben sich diese Aktion Christina und Dagmar. Es geht darum, dass alle Bloggerinnen und Blogger, die mitmachen, am Welttag des Buches ein Buch verlosen. Ich auch. Und was könnte es bei mir anderes geben als ein Kochbuch?

Natürlich nicht irgendein Kochbuch. Ein Bezug zu Köln sollte es haben. Warum? Weiß ich auch nicht. Der Zufall wollte es bei den letzten beiden Aktionen so. Vor zwei Jahren habe ich „Kölsche Tapas“ verlost, das der Sänger der Höhner (ihr wisst schon, „Viva Colonia“ und so) geschrieben und sogar signiert hat. Im vergangenen Jahr konnte ich den Kölner Illustrator Peter Gaymann für die Aktion gewinnen. Er hat „Das Gelbe vom Ei“, ein Kochbuch von Léa Linster, bebildert und ich habe mich sehr gefreut, ihn in seinem Atelier in Köln-Sülz zu besuchen, wo er für die Gewinnerinnen die Bücher signiert hat.

So. Jetzt fragt ihr euch sicher schon, was ich denn dieses Jahr verlose. Ich hab was richtig Tolles für euch organsiert! Vor allem, wenn euch meine Street Food-Reihe gefallen hat, ist dieses Buch genau richtig für euch. Denn um Street Food geht es auch in dem Kochbuch von Mario Kotaska. Was der und sein Kochbuch mit Köln zu tun haben?

StreetFoodMarioKotaska

Erzähl ich euch: Ich stelle euch das Buch am 24. April 2015 hier ausführlich vor, ihr habt dann bis zum 1. Mai Zeit, das Buch zu gewinnen. Ich wünsche euch viel Vorfreude auf die Aktion!

Eure Julia