Reisnudelsalat mit Gurken und Kräutern

Reisnudelsalat Gurke Kräuter
Wie im vorherigen Beitrag zu den Vietnamesischen Rindfleischröllchen schon geschrieben, habe ich diesen Salat als Beilage serviert und finde, er passt ganz hervorragend zu dem Fleisch.

Da ich noch recht viel übrig hatte, habe ich ihn am nächsten Tag mit ins Büro genommen und als Lunch verzehrt. Ich kann daher berichten, dass er auch alleine sehr gut schmeckt und, wenn man ein paar mehr Reisvermicelli hinzugibt, auch sättigt 🙂

Der tolle Geschmack kommt, glaube ich, durch die Kräuter, vor allem durch die Minze und den Koriander. Den letzten Kick bekommt der Salat aber durch die Soße. Die ist eine Eigenkreation :-). Im Rezept heißt es nämlich nur Limettensaft und Fischsoße. Hatte ich probiert, fand ich aber zu fad…

Guten Appetit!
Eure Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

½  Salatgurke
100g Reisvermicelli
einige Salatblätter (z.B. Eisberg)
100g Mungo-Bohnensprossen
je eine Handvoll frische Kräuter: Basilikum, Koriander, Minze, Oregano, Kresse (grob hackt)
5 Lauchzwiebeln

Für’s Dressing:
1 Limette, frisch gepresst
1 EL Ingwer, frisch gerieben
1 EL Fischsauce
2 EL Sojasoße
2 EL Erdnussöl
1 TL Tamarinde

Die Reisvermitcelli nach Anleitung zubereiten und auskühlen lassen.

Die Gurke schälen, längs halbieren, von den Samen befreien und in dünne Stifte schneiden.

Die Kräuter und den Salat waschen und grob hacken. 

Die Bohnensprossen gut waschen und trocknen.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden, die äußere Haut säubern oder entfernen und die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden.

Für’s Dressing alle Zutaten gut verrühren. Eventuell von der ein oder anderen Zutaten, je nach Geschmack, mehr oder weniger benutzen.

Kurz vorm Servieren die Soße unter den Salat geben.

Das Rezept stammt, leicht abgewandelt, aus „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Chillie Basan.

Print Friendly, PDF & Email

Radieschen-Bohnen-Salat

Radieschen-Bohnen-SalatHeute gibt’s mal wieder ein (etwas abgewandeltes) Ottolenghi-Rezept aus „Ottolenghi. The cookbook.“ Ich finde die Idee, beim Kochen mit saisonalem Gemüse zu arbeiten, immer verlockender. Die Gerichte schmecken einfach viel frischer, auch wenn es mitunter viel mehr Arbeit macht. Zum Beispiel wie bei diesem Rezept hier. 

Bohnen und Erbsen zu pulen und die blanchierten Bohnen nachher auch noch aus ihrer Haut zu befreien, dauert ziemlich lange. Viel länger, als wenn man sie tiefgefroren kauft. Aber dieses „mit der Bohne Zeit verbringen“ schmeckt man, finde ich (versteht ihr, was ich meine oder haltet ihr mich jetzt für bekloppt?). Abgesehen davon, ist so eine kontemplative Tätigkeit für mich genau richtig, um abzuschalten. Da brauche ich gar kein Yoga mehr 😉
Kurzum: Das hier ist ein herrliches Sommer-Gericht, das durch die Kräuter und die Salzzitrone eine ganz besondere, orientalisch-exotische Note bekommt.

Ich wünsche euch einen schönen Sommertag!
Eure Julia

Zutaten
(für 2 Beilagen-Portionen)

1 Bund Radieschen
150g dicke, frische Bohnen (ohne Schote gewogen)
150g frische Erbsen (ohne Schote gewogen)
½ rote Zwiebel
1 Handvoll frische Korianderblätter
1 Handvoll frische (glatte) Petersilienblätter
2 TL Salzzitrone*, fein gehackt
Saft einer halben Zitrone
2-3 EL Olivenöl
1-2 EL Sesampaste
1TL Cumin
Salz, Pfeffer

* Um Salzzitronen herzustellen, nehmt ihr (je nach Belieben und Größe des Einmach-Glases) 2-3 Bio-Zitronen, wascht sie unter heißem Wasser und schneidet mit einem scharfen Messer pro Zitrone vier Schlitze in die Haut – nicht zu tief, so dass die Zitrone nicht auseinander fällt. Dann gebt ihr vorsichtig, mit einem kleinen Löffel, in jeden Spalt so viel grobes Salz, wie in die Lücke passt.
Die Zitronen legt ihr dann in ein (sauberes) Einmachglas, streut noch mal etwas Salz darüber und verschließt es luftdicht. Nach ein paar Tagen wässern die Zitronen und sollten komplett mit dem Salzwasser bedeckt sein. Wenn das nicht der Fall sein sollte, gebt ihr noch etwas abgekochtes (kaltes) Wasser hinzu.
Das Ganze sollte etwa drei Wochen ziehen. Danach haben die Zitronen einen frischen, exotischen Geschmack und eignen sich hervorragend zum Würzen.

Die Bohnen und die Erbsen aus ihrer Schote befreien und die Bohnen für etwa 5 Minuten in kochendes Wasser geben, die Erbsen für etwa eine halbe Minute. Das Wasser abschütten und Bohnen und Erbsen in einen Topf mit Eiswasser geben (damit sie nicht nachgaren).
Wenn die Bohnen erkaltet sind, die Haut ablösen. (Ja, das ist viel Arbeit und es bleibt nicht viel übrig. Aber ich finde, es lohnt sich. Wo isst man schon so frisch!?)

Die Radieschen waschen und „Hut und Fuß“ wegschneiden und die Radieschen in dünne Scheiben schneiden.

Die Zwiebel schälen und in sehr feine Ringe schneiden.

Die Kräuter grob hacken.

Zitronensaft, die gehackte Salzzitrone, Cumin, Salz, Pfeffer, Sesampaste und Olivenöl gut vermengen.

Dann Radieschen, Bohnen, Erbsen, Zwiebel und Kräuter in einer Schale vermischen und die Soße hinzugeben. Nach Belieben nachwürzen.

Hamburger

Hamburger

Ein Gastbeitrag von Herrn Löffelgenuss

Erst Fußball-Nudeln und jetzt Burger. Werden in diesem Blog etwa Klischees bedient, wonach die Legitimität von Beiträgen männlicher Autoren auf klassischen (kulinarischen) Gender-Roles basiert? Vielleicht gibt’s dazu ja später ein Statement der für den Blog Verantwortlichen…

Burger haben es nicht leicht, seit die bestenfalls sehr mittelmäßigen Burger-Bräter-Platzhirsche Geschmack und Bild dieses Gerichts prägen. Michael Douglas ist seinerzeit ob der miesen Qualität dieser Produkte bei Fast-Food-Ketten zu Recht Amok gelaufen („Falling Down“, zum Nachsehen: http://www.youtube.com/watch?v=NeGk1bgBa7s). Aber seit einigen Jahren erleben wir vornehmlich im urbanen Milieu eine Auferstehung des Burgers aus dem – um in der christlichen Metapher zu bleiben – 7. Kreis der McDonalds-Hölle in beinahe himmlische Sphären. Halleluja!

Was in Köln mit den Hamburger-Manufakturen „Beef Brothers“ und „Freddy Schilling“ begann, hat sich schnell über die Stadt ausgebreitet. Meist sind es Läden in deren Logo gut gemeinte Wortspiele à la „Burger Meister“ oder den Fitness-Kult konterkarierende, vielleicht auch politisch nicht korrekte Namen wie „Die fette Kuh“ zu bewundern sind. (Erinnert irgendwie an das Phänomen, dass Friseure seit den 1990ern mit denglischen Wortspielen (hairlich, hair damit etc.) das Haareschneiden zu einem hippen Event verklären wollten, das man gefälligst teuer zu bezahlen hat, wenn man zur haarigen In-Crowd gehören will.) Vielleicht sehe auch nur ich da eine Parallele, obwohl der Preispolitik-Aspekt eine weitere ist.
Die Made-to-order-Burger sind zwar in der Regel echt lecker und auch sättigend, aber ob man nun zum liebgewonnen Veedel-Italiener (Italiener um die Ecke) geht und ein wochentagtaugliches Pasta-Vino-Espresso-Menü oder den Burger-Pommes-Bier-Standard ordert, die Rechnung beläuft sich auf ein ähnliches Saldo. Dabei ist ein ordentlicher Burger auch in der heimischen Küche leicht zuzubereiten und das Ergebnis erstaunt den an McDonalds gewöhnten Gaumen ganz sicher positiv.

Zutaten für 6 Burger
(sind halt meistens sechs Burger-Brötchen in einer Packung)

1 Packung Burger-Brötchen (sechser, die Brötchen aus der vierer finde ich zu groß)
ca. 600g Hackfleisch (Rind oder halb und halb)
Semmelbrösel
glatte Petersilie, ca. 10 Stängel
2-3 TL Dijon-Senf
1 Ei
Romanasalat
3 Romanatomaten
1-2 rote Zwiebeln
1-2 kleine Landgurken
Ketchup
Salz, Pfeffer, Olivenöl
evtl. Baconstreifen
evtl. Cheddarkäse in Scheiben

Hackfleich, fein gehackte Petersilie, Senf, Ei, Pfeffer, Salz und ne gute Handvoll Semmelbrösel (evtl. noch ’ne zweite) in eine Schüssel geben und hemmungslos mit den Händen durchkneten. Kalt stellen, damit sich die Burgerrohmasse später besser verarbeiten lässt. (Bei Zeitnot geht’s auch so.)

Die Fleischmasse in sechs gleich große Klumpen teilen und platt drücken. Dabei muss man bedenken, dass sich das Fleisch während des Bratens zusammenzieht, entsprechend die Dicke zu- und der Durchmesser abnimmt.
Jeden Rohburger mit Olivenöl bestreichen. (Falls man die Burger bis dahin vorbereiten und erstmal im Kühlschrank lagern möchte, empfiehlt es sich diese zu stapeln und mit Backpapierstückchen von einander zu trennen.)

Vorbereiten kann man natürlich auch die gesunden Elemente des Burgers. In Mis-en-Place-Manier Tomaten und Gurken in Scheiben und Zwiebeln in Ringe schneiden, die Salatblätter nach Gusto zerzupfen.

Wenn‘s ernst wird, die Brötchenhälften im Backofen unter dem Grill etwas antoasten, während die Burger (einer pro Pfanne) entsprechend dem bevorzugten Garungsgrad (rare, medium, well-done) gebraten werden.

Auf die untere Brötchenhälfte Ketchup schmieren und dann wird zusammengebaut: gebratener Burger, Zwiebelringe, Tomatenscheiben und Gurkenscheiben stapeln. 2. Brötchenhälfte drauf, lecker!

Wenn man die Cheeseburger-Variante bevorzugt, auf den heißen Burger eine Käsescheibe legen, dann wie gehabt stapeln. Noch leckerer!

Noch ein bisschen Bacon gefällig? Den kross gebratenen Bacon als erstes aufs geketchupte Brötchen legen, dann wieder in die Höhe bauen. Noch leckererer!

Wer noch eine Weinempfehlung benötigt, um das lukullische Erlebnis perfekt zu machen, dem sei hier geholfen: ein gut gekühltes Bier!

Guten Appetit!
Euer Felix

Quinoa-Salat mit zweierlei Bohnen

Quinoa Salat mit BohnenHier kommt (leider mit etwas Verspätung, sorry!) das Rezept zur Rezension von „Lust auf Genuss“. Auch wenn es in der Zeitschrift ums Grillen geht, musste ich ein Rezept auswählen, das ohne Grillen auskommt, da wir am Wochenende leider keine Möglichkeit hatten, zu grillen 🙁

Das Quinoa-Rezept habe ich vor allem deswegen ausgewählt, weil ich in letzter Zeit so häufig über Quinoa gelesen habe und schon ganz neugierig war, was das ist und wie das schmeckt.
Also: Uns hat’s sehr gut geschmeckt! Quinoa schmeckt etwas nussig, von der Konsistenz her ein bisschen wie Couscous. Im Internet heißt es, dass Quinoa eine Pflanze ist (verwand mit Spinat und Rote Bete). Wusste ich nicht, ich dachte, es sei ein Getreide… Die Kombination der beiden (sehr unterschiedlichen) Bohnensorten mit der frischen Zwiebel passt gut, die Krönung ist aber die Salatsoße. Den Salat hab ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal gemacht…

Zutaten
(für 6 Portionen)

300g Quinoa
750ml Gemüsebrühe
250g grüne Bohnen
100g Schwarze Bohnen (aus der Dose)
1 rote Zwiebel
½ Bund Minze
½ Bund Koriandergrün
5 EL Olivenöl
2 EL Apfelessig
2 EL Zitronensaft
1 TL Zucker
Pfeffer

Quinoa in einem Sieb mit kaltem Wasser abbrausen.

Gemüsebrühe aufkochen und Quinoa hinzugeben. Hitze reduzieren und mit geschlossenem Deckel bei kleiner Hitze quellen lassen – bis das Wasser aufgesogen ist (gegebenenfalls überschüssiges Wasser abgießen). Quinoa abkühlen lassen.

Die grünen Bohnen etwa fünf Minuten in kochendes Salzwasser geben. Sie sollen gar, aber noch bissfest sein. Wenn gewünscht, halbieren.

Die Schwarzen Bohnen in ein Sieb geben und abbrausen.

Die Zwiebel halbieren und in sehr feine Ringe schneiden.

Die Kräuter waschen, Blätter abzupfen und grob hacken.

Für die Soße Olivenöl, Essig, Zitronensaft mit den Kräutern verrühren, mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.

Alle Zutaten in eine Schüssel geben, vermengen und vorm Servieren etwa 10 Minuten durchziehen lassen.

Guten Appetit!
Eure Julia