Vietnamesische Summer Rolls

Vietnamesische Summer RollsHeute hab‘ ich etwas ganz Besonderes für euch! Mein Rezept für Vietnamesische Summer Rolls. Ich hatte schon so lange vor, sie endlich mal selber zu machen… 

Da das Rezept nicht nur das Wort „Sommer“ im Namen trägt, sondern wirklich sommerlich leicht und frisch schmeckt, nehme ich damit auch gerne an dem Blog-Event von Simone von S-Küche teil, die in Zorras Kochtopf unter dem Titel „Zisch! Erfrisch mich!“  lauter leckere Sommerrezepte sammelt.

Vor kurzem gab es dann Summer Rolls bei unserem Kolleginnen-Lunch. Haben wir neu eingeführt: Einmal im Monat bringt jeder ein Buffet-Gericht mit und wir teilen das Essen. Sehr tolle Sache! Eine Kollegin hatte verschiedene Zutaten für Summer Rolls mitgebracht und mich damit inspiriert, sie auch endlich mal auf den Tisch zu bringen. Ein Anlass war auch schnell gefunden: Zwei liebe Studienkolleginnen von nah und fern haben das Wochenende bei uns verbracht.
Was man in die Summer Rolls tut, ist Geschmacksache und ich habe schon die verschiedensten Varianten gesehen. Diese hier habe ich jetzt zwei Mal ausprobiert und mir gefällt die Kombination der Zutaten sehr gut. Aber eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. So könnten sie dann aussehen: 
Vietnamesische Summer Rolls

Zutaten
(für etwa 15 Summer Rolls)

1-2 Pakete Reispapier
100g Rice Vermicelli (Reisnudeln)
400g Schweinefilet*
100-200g Garnelen* (gekocht)
1 Handvoll Zuckerschoten
2 Handvoll Sojasprossen
1 Handvoll glatte Petersilie
1 Handvoll Minze
1 Handvoll Koriander
1 Handvoll Basilikum
5 Lauchzwiebeln
3 braune Champignons

1 kleines Stück Ingwer
1 kleine Knoblauchzehe
1 TL Brauner Zucker
1 TL Olivenöl
1 TL Limettensaft
Salz, Pfeffer

2 EL Tamarinden-Paste
2 TL Currypaste
2 TL Fischsoße
2 TL Austernosoße
2 EL Sojasoße
2 EL Teriyaki-Soße
2 TL Samal Olek
2 EL Sesamöl (geröstet)

* Wenn ihr das Fleisch und die Garnelen weglasst, habt ihr ein leckeres vegetarisches Gericht.

Das Schweinefilet waschen, abtrocknen und in dünne Scheiben schneiden.

Die Marinade für das Fleisch ist gleichzeitig auch die Soße zum Dippen. Daher alle Zutaten gut verrühren und dann etwas mehr als die Hälfte für den Dip Beiseite stellen.
Das Schweinefleisch in die Marinade legen, vermengen (so dass jedes Fleischstück etwas von der Marinade abbekommt) und etwa eine Stunde ziehen lassen. In der Zwischenzeit kann man prima den Rest vorbereiten.
Das Fleisch später in einer beschichteten Pfanne kurz und scharf von beiden Seiten anbraten. (Wirklich nur kurz, es soll nicht zäh werden.)

Die Zuckerschoten mit kochendem Wasser übergießen und etwa 5 Minuten ziehen lassen. Abkühlen lassen und quer in dünne Stifte schneiden.
Für die Soße: Den Ingwer schälen und mit einer Reibe zu einer Paste reiben. Ihr braucht davon etwa 1 TL. Die Knoblauchzehe durch eine Presse drücken und mit dem Ingwer, Limettensaft und Olivenöl vermengen. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zuckerschoten hinzugeben und eine Weile marinieren lassen.

Die Kräuter waschen, gut abtrocknen und die Blätter von den Stilen lösen. Die Blätter ganz lassen.

Von den Lauchzwiebeln die äußeren Blätter, die Wurzel sowie das dunkle Grün wegschneiden und die Zwiebeln in sehr feine Ringe schneiden.

Die Champignons putzen, halbieren und in sehr dünne Scheiben schneiden.

Garnelen und Sojasprossen waschen.

Zum Anrichten alle Zutaten in separate Schälchen geben. (Dip nicht vergessen!)

Einen tiefen Teller mit Wasser zum Aufweichen des Reispapiers bereitstellen.

Am Tisch belegt sich jeder nach Belieben seine eigenen Summer Rolls: Dafür ein Blatt Reispapier solange ins Wasser legen bis es weich ist, dann herausnehmen. In die Mitte des Reispapiers die gewünschten Zutaten geben, die Seiten nach Innen schlagen und dann vorsichtig rollen. Man braucht etwas Übung bis man raushat, welche Menge in so ein Reisblatt passt. Und auch beim „Zusammenrollen“ muss man ein bisschen hin und her probieren. Wie beim Vietnamesen sehen die Summer Rolls bei mir nie aus, aber dafür schmecken sie gut. 😉
Vom Dip kann man entweder ein kleines Bisschen über die Zutaten geben, bevor man das Reispapier einrollt, oder aber man tunkt die Summer Roll anschließend in die Soße.

Mhmlecker!
Eure Julia

Schweinefilet in Portwein-Soße mit Zwiebel-Reis

Schweinefilet in Portwein

Hier kommt ein weiteres Gericht aus „Die portugiesische Küche“. Und auch dieses Mal muss ich wieder sagen: Köstlich! Ach was… Genial!

Dass das Fleisch gut schmecken würde, hatte ich mir schon gedacht. Beim Reis, der ganz dunkle Zwiebeln (fast schwarz) als Geschmacksgeber hat, war ich neugierig. Herzhaft-süß schmeckt der Reis, und sehr lecker, wenn man ihn etwas bissfest lässt. Zu dem Schweinfilet kann ich mir keinen besseren Begleiter vorstellen.

Das Fleisch-Gericht hat mich vor allem wegen des Portweins angesprochen. Der kommt ja aus Porto. Eine wunderschöne Stadt im Norden Portugals! Von dort haben wir letztes Jahr unseren Portugal-Trip entlang der Küste (und ein bisschen durchs Landesinnere) bis Lissabon gestartet. Porto hat Herrn Löffelgenuss und mir besonders gut gefallen. Es ist noch nicht so überlaufen und herausgeputzt wie andere südeuropäische Stadt und hat einen morbiden Charme, der uns sehr gut gefallen hat – ebenso wie das köstliche Essen! Und der Wein erst!

Kennt ihr portugiesische Weine? Ist in Deutschland nicht unbedingt so populär (zu Unrecht!) und im Supermarkt gibt’s außer Vinoh Verde nur sehr wenige Weine aus Portugal. Ich kann euch aber ans Herz legen, mal einen Rotwein aus dem Douro-Gebiet (das ist der Fluss, der durch Porto fließt) zu probieren. Das Rezept empfiehlt zum Fleisch den „Fabelhaft“ Tinto von Niepoort, „eine Rotweincuvée, die neben douro-typischem Tiefgang auch eine ordentliche Portion Fröhlichkeit besitzt“, heißt es da. Bissl teuer, aber jeden Cent wert und hervorragend zu diesem Gericht.

Guckt mal, aus unserem Mini-Ferienzimmer haben wir direkt auf den Douro und die Altstadt geguckt. Traumhaft oder?

Porto

Zutaten für das Schweinefilet
(für 4 Personen)

1 großes oder zwei kleine Schweinefilets (insgesamt etwa 600g)
6 EL Olivenöl
4 Knoblauchzehen, in der Schale zerdrückt
2 Zweige Rosmarin
2 EL Honig
5-6 EL Portwein
2 EL Balsamico-Essig
Meersalz und Pfeffer
Alufolie

Zutaten für Reis mit dunklen Zwiebeln
(für 4 Personen)

240g Langkornreis (z.B. Agulha)
4 EL Olivenöl
2-3 Zwiebeln, fein gehackt (ich habe die Zwiebeln ziemlich grob gehackt, so schmeckt man mehr, finde ich…)
450ml Hühner- oder Gemüsebrühe (ich habe Gemüsebrühe verwendet)
Etwas Salz

Zuerst das Fleisch zubereiten:

Backofen auf 120 Grad vorheizen (im Rezept wird betont, dass man Ober- und Unterhitze nimmt, keine Umluft. Warum weiß ich nicht….).

Das Fleisch waschen und gut abtrocknen, Fett und Sehnen entfernen.

Pro Fleischstück ein Stück Alufolie beiseite legen (sollte etwa doppelt so lang sein wie das Stück Fleisch). Darauf den Knoblauch und die Rosmarinzweige legen und die Seiten so hochwickeln, dass ein kleines Schiffchen entsteht.

In einer Pfanne etwas Öl stark erhitzen und das Fleisch von allen Seiten scharf anbraten. Von allen Seiten ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen und auf die vorbereitete Alufolie legen. Etwas Olivenöl, Honig, Portwein und Balsamico-Essig darüber geben und das Päckchen luftdicht verschließen und in den Ofen geben.

Die Päckchen in den Ofen geben und etwa 20 Minuten backen. Das Fleisch sollte am Ende innen noch rosa sein, so ist es schön zart, aber noch saftig. Jeder Ofen ist anders: Guckt nach etwa 20 Minuten mal nach, ggf. lasst ihr das Fleisch noch ein wenig länger im Ofen.

Den Reis zubereiten:

Den Reis waschen und gut abtrocken lassen.

Die Zwiebeln in dem Öl bei mittlerer Hitze solange anbraten bis sie richtig dunkel, fast schwarz, werden. Das kann ne ganze Weile dauern… zwischendurch immer mal wieder umrühren.

Den Reis und die Brühe hinzugeben, alles einmal aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren und den Reis mit geschlossenem Deckel solange kochen lassen, bis das Wasser weg und der Reis gar (aber noch bissfest) ist. Dauert etwa 15 Minuten.

Noch eine Sache: Auch wenn das Schweinefilet richtig lecker war: Ich habe schon mal ein ähnliches Rezept probiert. Das fand ich einen Tacken besser: Schweinfilet in Rotweinjus (nicht erschrecken, gruseliges Foto…).

Ich wünsche euch guten Appetit!
Eure Julia