Vietnamesisches Limetten-Sesam-Rindfleisch

Limetten-Sesam-Rindfleisch

Wenn ich Lust habe zu kochen, hab ich entweder eine Zutat im Kopf, auf die ich Appetit habe, oder aber ich habe Lust auf eine kulinarische Reise in eine bestimmte Länderküche. So ging es mir mit diesem Gericht hier. Ich hatte Lust, uns mal wieder nach Vietnam zu beamen und stöberte in dem Kochbuch „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Ghilie Basan.

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Sesamlachs auf lauwarmen Spaghetti-Zucchini

SesamlachsDieses Rezept hier schlummerte schon ein Weilchen auf meiner „Nachkochliste“. Aber da die so unübersichtlich und unattraktiv war, hatte ich es schlichtweg vergessen. Dabei habe ich von der Autorin bereits ein leckeres Rezept nachgekocht, von dem ich ganz begeistert war (dieses Couscous-Scampi-Päckchen mit Gemüse hier)…

Rezepte, die mir in Kochbüchern, Zeitschriften oder im Internet begegnen, und mir gut gefallen, versehe ich mit einem Lesezeichen und speichere Titel und Quellenangabe in einer Exceltabelle – praktisch, aber nicht schön (vor allem, da ich mich am ehesten durch leckere Fotos inspirieren lasse).

Daher hab ich kürzlich mal in die Facebook-Runde gefragt, wie andere Foodblogger so ihre Nachkochlisten gestalten. Da fiel immer mal wieder das Stichwort „Evernote“.
Die (kostenlose) App hab ich mir dann am Wochenende mal runterladen und bin dann in einen kleinen Rausch verfallen 😉 : Ich habe mir alle (!) meine Kochbücher und Kochzeitschriften geschnappt, die Gerichte, die ich nachkochen möchte, abfotografiert, sie in Evernote gespeichert, verschlagwortet und die Quelle notiert. Es sind knapp 300 Rezepte zusammenkommen. Ich saß geschlagene drei Tage daran. Ehm ja… Ein bisschen verrückt vielleicht… Aber wenn ich mal nicht weiß, was ich kochen will…
Das Tollste daran ist, dass ich jetzt verschieden Kategorien habe, nach denen ich Rezepte suchen kann: zum Beispiel nach der Art des Rezeptes (Suppen, Fleischgerichte, Pastagerichte etc.), nach Länderküchen (zum Beispiel asiatisch oder mediterran) oder nach Jahreszeit.
Was sagt ihr? Ist doch toll oder? Ich bin jedenfalls begeistert 😉

Eure
(jetzt sehr aufgeräumte) Julia

Zutaten
(für 4 Personen)

400g Spaghetti
4 Lachsfilets
2 Zucchini
Saft von 1-2 Bio-Zitronen (nach Belieben auch etwas Zitronenabrieb)
200g frischer Parmesan, fein gerieben
1 Bund frische Petersilie, grob gehackt
2-5 kleine Knoblauchzehen
ca. 6 EL Sesamsaat (hatte ich nicht, hab ich durch Schwarzkümmel ersetzt)
Butter
Olivenöl
Salz, Pfeffer

Die Lachsfilets waschen, trocknen und von beiden Seiten mit etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen und von beiden Seiten mit Sesamkörnern bestreuen und diese festdrücken. Beiseite stellen.

Die Zucchini gut waschen, halbieren und in feine Streifen schneiden (z. Bsp. mit einem Sparschäler).

Die Spaghetti nach Anleitung kochen. Kurz vor Ende der Kochzeit die Zucchini-Streifen hinzugeben und einige Minuten mitkochen. Das Wasser abgießen (etwa 1 Tasse vom Nudelwasser auffangen).

Die Zucchini-Nudeln mit dem Parmesan, dem Zitronensaft (ggf. auch etwas Zitronenabrieb), dem frisch gepressten Knoblauch, der Petersilie, dem Olivenöl, dem restlichen Nudelwasser und etwas Salz und Pfeffer würzen. Warm halten.

Die Lachsfilets in einer Butter-Öl-Mischung anbraten, so dass der Fisch außen etwas knusprig-braun, innen aber noch glasig bleibt. Ich habe immer zu viel Angst, dass der Fisch innen noch nicht durch ist und nehme ihn immer zu spät aus der Pfanne, er gart ja noch nach, und so ist er immer ein wenige zu trocken. Ich hoffe, es gelingt euch besser! 😉

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Vielen Dank an die Foodbloggerin „Saskia rund um die Uhr“ und an die Kochzeitschrift „Sweet Paul“ für die Inspiration!

Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Sauce

Sesamhähnchen m Paprikacurry_2Damit euch die Zeit bis zur Ermittlung der glücklichen Gewinner nicht zu lang wird, gibt’s heute passend zur Verlosung ein Rezept aus dem Kochbuch „Das Gelbe vom Ei. Huhnglaubliche Gerichte“. Ich hätte Lust, gleich mehrere Rezepte auszuprobieren, im Buch kann man wirklich Tolles entdecken. Aber ich habe mich aus ganz banalen Gründen für die „Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Sauce“ entschieden. Einfach weil ich das Foto so schön fand! 🙂 Wunderschönes Farbspiel aus Türkis und Orange. Außerdem klingt die Paprika-Curry-Sauce sehr lecker…

Ich mache bei diesem Rezept mal etwas, das ich sonst nicht mache: Ich gebe die Zutatenliste so wieder, wie es im Buch steht, denn ich möchte dem Rezept die Léa Linster-Note erhalten – immerhin ist es das Rezept einer Sterneköchin (Premiere auf Löffelgenuss!). Aber wie immer, hab ich es etwas nach meinem Geschmack abgewandelt, meine Variante setzte ich in Klammern dahinter. Die Zubereitung gebe ich in meinen Worten wieder.

Zutaten
(für 4 Portionen)

1 Zwiebel
1 rote Paprikaschote
2 Stängel Petersilie
1 Stängel Zitronengras (hatte ich nicht da, hab ich durch ein Stück Ingwer und einige Limettenblätter ersetzt)
2 EL Olivenöl
1 EL Currypaste oder –pulver (ich habe gelbe Currypaste genommen, perfekt!)
½ L Hühnerbouillon (zu meiner Schande gestehe ich, dass ich Bouillon aus dem Glas genommen habe…)
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 EL Mehl
1 EL gute Butter
100g Sahne
Meersalz, Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft (ich habe 2 EL verwendet)

2 kleine Stangen Lauch (ich habe 8 Lauchzwiebeln benutzt und vom Rest Lauchgemüse dazu serviert)
Salz, Pfeffer
8 EL helle Sesamsamen (ich habe nur 4 EL benötigt)
4 Brustfilets von guten Poularden (ich habe mir Bio-Hähnchenbrustfilets gegönnt)
Öl zum Braten
Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl anrösten bis er goldbraun wird. Auf einen flachen Teller geben und Beiseite stellen.

Die Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und der Länge nach eine Tasche in das Fleisch schneiden. Die Innenseiten ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und den dunkelgrünen Teil wegschneiden und die äußeren Blätter säubern. Ich habe den Lauch, der in die Hähnchenbrust kommt – anders als Léa Linster – vorm Blanchieren nicht geschnitten, sondern ganz gelassen. Nur den restlichen Lauch, den ich als Gemüsebeilage serviere, habe ich vorm Blanchieren der Länge nach geviertelt.

Jeweils eine Stange Lauch in die Hähnchenbrust geben und mit einem Zahnstocher verschließen. Das Fleisch dann von beiden Seiten im Sesam wenden bis die Hähnchenbrust von einem feinen Sesam-Mantel überzogen ist.

Die Paprika waschen, entkernen, entstielen und fein würfeln. Die Zwiebel ebenfalls fein würfeln.

Die Petersilienzweige waschen, ebenso das Zitronengras (bzw. alternativ die Limettenblätter, den Ingwer schälen).

Mehl und Butter mit einer Gabel zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten.

Paprika und Zwiebel in einem Schluck Öl andünsten (bis sie weich sind). Die Currypaste hinzugeben und ein bisschen mitdünsten lassen, dann mit dem Hühnerbouillon aufgießen. Petersilie und Zitronengras (alternativ Limettenblätter und das Stück Ingwer) hinzu geben und mit einem bisschen frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Das Ganze bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Nach etwa 20 Minuten die Petersilie und das Zitronengras (alternativ die Limettenblätter und den Ingwer) herausnehmen und die Sauce mit dem Mehl-Butter-Gemisch binden. (Das kannte ich noch nicht. Ich binde immer mit einem Mehl-Wasser-Gemisch. Ich vermute aber, die Butter gibt dem Ganzen dann noch ein bisschen mehr Geschmack).
Die Sauce dann noch mal etwa 10 Minuten köcheln lassen, bevor ihr sie mit einem Pürierstab schön fein püriert. Da mein Pürierstab nicht so leistungsstark ist, habe ich das Ganze dann noch mal durch ein feines Sieb gezogen. Ich dachte mir, das passt doch zum Rezept einer Sterneköchin 😉
Zu guter Letzt die Sahne hinzugeben und die Sauce noch einmal aufkochen lassen, bevor ihr die Hitze reduziert und die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmeckt.

Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen.

Die Hähnchenbrust in etwas Öl von beiden Seiten goldgelb anbraten. Anschließend solange im Ofen backen bis sie gar sind (etwa 10 Minuten). Am Ende das Lauchgemüse hinzu geben, damit es wieder warm wird.

Die Hähnchenbrust auf einem Lauchbett servieren, drumherum etwas von der Sauce verteilen.

Ich wünsche euch guten Appetit, viel Glück bei der Verlosung und noch viel Spaß bei „Blogger schenken Lesefreude„!
Eure Julia

Süßkartoffelsuppe mit Limetten-Dressing

SüßkartoffelsuppeLetzte Woche war ich auf einer Tagung in der Stadt, die’s gar nicht gibt (you know…?). Es war nicht nur fachlich sehr erfolgreich (die KollegInnen haben Ideen, auf die man allein in seinem Kämmerlein brütend gar nicht kommt…), sondern auch persönlich sehr bereichernd, weil es allesamt sehr nette Menschen sind.

Kurz nach der Tagung schrieb S. aus Berlin mir eine enttäuschte Email (wir hatten unter anderem auch über meinen Foodblog gesprochen): „Habe gerade in deinen Rezepten gestöbert auf der Suche nach einer Süßkartoffelsuppe. Bin leider nicht fündig geworden, daher muss ich jetzt selbst experimentieren. Mir schwebt dazu ein Schuss Kokosmilch und ein Hauch Limette vor.“

Als ich das las machte es in meinem Kopf „ping“: So eine Suppe hatte ich schon häufiger in der Lunchbox gegessen, einem schönen kleinen Lokal im Agnesviertel in Köln, das einen tollen Mittagstisch hatte (leider geschlossen). Von dem Zeitpunkt an wusste ich: Das nächste Rezept musste genau diese Süßkartoffelsuppe sein. Nicht so sehr, um S. ein Rezept an die Hand zu geben (ihr Mann hatte zwischenzeitlich schon sein eigens Süppchen gekocht), sondern weil mich der Gedanke an diese Winter-Frühlings-Brücke nicht mehr los lies. Denn genau das ist diese Suppe: Durch die Süßkartoffel, ihre Cremigkeit und Wärme passt die Suppe noch gut in die Wintermonate. Das Limetten-Dressing ist aber der Hammer und lässt den Frühling erahnen.

@ S.: Unbedingt nachkochen! 😉

Zutaten
(für 4 Portionen)

2 Süßkartoffeln (etwa 800-900g)
200ml Kokosmilch (ungesüßt)
600ml Gemüsebrühe
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer
2 Bio-Limetten
1 Bund Lauchzwiebeln
10 Zweige frischer Koriander
2 EL Sesam
Sonnenblumenöl
Salz

Die Süßkartoffeln schälen, waschen und grob würfeln.

Den Ingwer schälen und fein reiben, den geschälten Knoblauch fein hacken.

Ingwer und Knoblauch in etwas Öl andünsten. Die Süßkartoffeln hinzu geben, mit der Gemüsebrühe und der Kokosmilch aufgießen und aufkochen lassen. Hitze reduzieren und solange köcheln lassen, bis die Süßkartoffeln weich sind.

Die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden und die Hälfte in etwas Öl kurz andünsten.

Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl rösten bis er goldbraun wird.

Die Limetten heiß abwaschen, die Schale abreiben und den Saft auspressen.

Den Koriander waschen, abtrocknen und die Blätter grob hacken.

Für das Dressing die angedünsteten Lauchzwiebeln, die rohen Lauchzwiebeln, den Limettensaft und -abrieb, den Sesam, die Korianderblätter vermengen und etwas salzen.

Die Süßkartoffeln mit einem Pürierstab zu einer cremigen Suppe verarbeiten. Wenn euch die Konsistenz zu breiig ist, könnt ihr noch etwas Gemüsebrühe hinzugeben.

Die heiße Suppe in tiefe Teller geben und in die Tellermitte etwa 2 EL von dem Dressing geben. Vorm Löffeln umrühren.

Das Rezept ist übrigens  – wie immer leicht abgewandelt – im Original hierher.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia