Avocado Carpaccio

Avocado Carpaccio

Carpaccio ist ja voll mein Ding! Das „Konzept“ Carpaccio gefällt mir so gut, dass ich mittlerweile schon einige Zutaten in ein Carpaccio verwandelt habe und auch noch einige auf einer Nachkoch-Liste stehen:

Am liebsten mag ich gutes Rindercarpaccio mit bestem Olivenöl und hauchdünn gehobeltem Parmesan und sonst nix (so wie ich es bei unserem Lieblingsitaliener gerne bestelle). Ich hab aber auch schon mal sehr leckeres Lachs-Carpaccio gegessen und mein Champignon-Carpaccio (das ja bei einigen Lesern besonders beliebt zu sein scheint 😉  ) esse ich nach wie vor sehr gerne. Ähnlich, aber doch etwas anders schmeckt mein Steinpilz-Carpaccio.

Auf meiner Nachkoch-Liste habe ich noch ein Rote-Bete-Carpaccio-Rezept, ein Rezept für Saiblings-Carpaccio mit Borretsch-Gurken-Salsa und ein Carpaccio aus Wirsing mit Speck und Pecorino.

Ganz oben auf meiner Nachkoch-Liste steht übrigens das Lachscarpaccio von Astrid von „Arthurs Tochter Kocht“. Dass ich es bisher noch nicht ausprobiert habe, scheiterte eigentlich nur daran, dass ich mich noch nicht wirklich damit auseinander gesetzt habe, wo ich in Köln Lachs finde, den ich auch roh problemlos essen kann.

Ehm, ich schweife ab…, ich wollte euch ja eigentlich mein Rezept für Avocado Carpaccio vorstellen. Bitteschön:

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Avocado Carpaccio
(für 2 Portionen)

2 reife Avocados
½ Zwiebel, sehr sehr fein gewürfelt
½ rote Chili (mit Kernen), sehr fein gewürfelt
einige Korianderblätter, fein gehackt
ein Stück Parmesan, fein gehobelt
Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer

Die Avocado vorsichtig von Schale und Kern befreien und in dünne Scheiben schneiden und direkt auf einem Teller anrichten.

Etwas Zitronensaft über die Avocado verteilen, Zwiebel, Chili und Koriander darüber streuen und mit wenig Pfeffer und etwas Salz würzen. Am Ende etwas Parmesan übers Carpaccio geben und sofort servieren (lässt man Avocado länger stehen, wird sie dunktel).

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Thailändischer Fastfood-Nudelsalat

Thailändischer Fastfoodnudelsalat

Unter Foodbloggern ist es ziemlich verpönt, mit Fertigprodukten zu kochen. Verständlich, denn die meisten von uns verstehen unter Kochen das kreative Arbeiten mit frischen Lebensmitteln. Aber es gibt Tage, an denen auch bei mir mal ein Fertigprodukt auf dem Teller landet. Wie zum Beispiel bei diesem Thailändischen Fastfood-Nudelsalat.

Es ist schon komisch, ich esse tatsächlich einfach gerne frische Zutaten und Fertigprodukte schmecken mir einfach nicht. Das hat, meine ich, auch nichts mit meinem Kopf zu tun (also dass ich darüber nachdenken würde, was in Fertigprodukten so drin ist…). Sie schmecken mir einfach nicht. Das stelle ich oft in der Mittagspause fest: Für den „Notfall“ (wenn es vom Vortag keine Reste gab oder ich zu faul war, etwas vorzubereiten) habe ich zum Beispiel Pastasoße aus dem Glas neben ein paar Aktenordnern versteckt, die dann über meine eingefrorenen (und wieder aufgetauten) Nudeln kommt. Oder halt diese Tüten-Ramen-Noodle Soup hier, idealerweise gepimt mit diesen Zutaten.

Noch ein Anekdötchen zum Thema Fertigprodukte:
Meine Schwester erzählte mir mal, dass die Mutter von ihrem Freund neulich mal auf meinem Foodblog war. Und sie war etwas verwundert „Ich dachte, deine Schwester kocht nicht mit Dosen- oder Fertigprodukten…“, meinte sie. Sie hat wohl mein Chili con carne-Rezept gelesen. Das war (bis heute) das einzige Rezept auf meinem Blog, in dem ich Fertigprodukte genutzt habe! Hoffentlich denkt sie nicht „Kennste einen, kennste alle.“ Hach…

Wie ist eure Einstellung zu Fertigprodukten? Was, meint ihr, kann man ganz gut essen, was geht gar nicht?

Viele Grüße
Eure Julia

Rezept „Thailändischer Fastfood-Nudelsalat“
(für 1 Person)

1 Paket Ramen Noodle Soup Typ „Shrimp“
4 Stängel frischer Koriander, Blätter grob gezupft
3 braune Champigons, halbiert und in feine Scheiben geschnitten
½ rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
1 rote Chili (entkernt), in feine Ringe geschnitten
½ rote Paprika (entkernt), in feine Stifte geschnitten
1 Möhre, in feine Stifte geschnitten
Saft einer ½ Limette

Die fertige Gewürzmischung aus der Packung in eine Suppenschüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, das Nudelnest da hinein legen, den Limettensaft und gerade so viel Wasser hinzugeben, dass das Nudelnest gerade bedeckt ist. Zugedeckt etwa 5 Minuten ziehen lassen, bis die Nudeln die Brühe komplett aufgesogen haben.

Das Gemüse unter die warmen Nudeln mischen und servieren.

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Melone mit Schokolade und Salz

Melone mit Schokolade

Falls ihr vom Melonensalat mit Schafskäse noch etwas Melone übrig habt, hab ich hier noch eine Idee für euch, wie ihr die Reste lecker verwerten könnt:

Ich hab ja schon häufiger groß getönt, dass ich nicht auf Süßes stehe und dass man auf Löffelgenuss keine süßen Rezepte findet. Nun. Nach den Mango-Bällchen und dem Basilikum-Sorbet kommt hier jetzt ein weiteres süßes Rezept.

Eigentlich wollte ich die Idee nur nachmachen, weil sie so hübsch aussah. Ich habe sie bei Mel auf ihrem Blog „Gourmet Guerilla“ entdeckt.

Melone esse ich schon ganz gerne, vor allem wenn’s richtig heiß ist, finde ich sie sehr erfrischend. Und Obst mit Schokoüberzug mochte ich als Kind schon. Dass sie oben noch Salz draufgestreut hat, kommt mir natürlich entgegen 😉

Aber wisst ihr was? Es ist vielleicht ein bisschen self-fulfilling prophecy, aber immer wenn ich mich mal an etwas Süßem versuche, geht irgendwas schief (ganz deutlich: Erdbeermuffins). Bei Mel sehen die Melonen-Berge viel schöner aus. Bei mir wollte die Schokolade einfach nicht an der Melone halten, so dass ich sie an die Melone dranspachteln musste. Nicht schön, aber lecker 🙂

Ich wünsche euch noch ein paar schöne Spätsommertage!
Eure Julia

Rezept für Melone mit Schokolade

½ Wassermelone
2 Tafeln Zartbitterschokolade
grobes Salz

Die gekühlte Melone erst (quer) in Scheiben schneiden und diese dann halbieren, so dass spitz zulaufende kleine Berge entstehen. Ich glaube, Mel hat noch den Anteil mit den Kernen weggeschnitten, zumindest sieht man keine auf ihrem Bild. Das ist eine gute Idee, so muss man die Kerne nicht mitessen oder unappetitlich durch die Gegend spucken.

Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Dazu ein in einem Topf eine kleine Menge Wasser aufkochen und eine kleine Porzellanschüssel in die Mitte stellen und die Schokostückchen hineingeben. Die Schokolade schmilzt dann irgendwann, wenn man geduldig wartet.

Die Melonenspitzen mit einem Tuch Küchenpapier trockentupfen und die Spitzen dann in die geschmolzene Schokolade tunken und mit ein paar Salzkörnern bestreuen (nicht mit so vielen wie bei mir im Bild, das ist zu salzig…). Die Melonenstücke zum Kühlen noch mal für ein paar Stunden in den Kühlschrank stellen.

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Zweierlei gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons habe ich schon in unzähligen Variationen gegessen. Sie eigenen sich hervorragend als warme Vorspeise oder kalt als Zutat auf einem Buffet. Meine beiden liebsten Rezepte für gefüllte Champignons stelle ich euch heute vor:

Die beste aller Varianten stammt von meiner Schwester Elena. Sie hat ihre gefüllten Champignons jetzt schon ein paar Mal für unseren traditionellen Familien-Oster- bzw. Weihnachtsbrunch gemacht. Ich gebe ihr Rezept hier so weiter wie sie es mir übermittelt hat. Auch sehr lecker, weil ungewöhnlich, ist das Rezept von Ottolenghi aus „Genussvoll vegetarisch“ (leicht verändert).

Welches gefällt euch besser?

Guten Appetit!
Eure Julia

 

Gefüllte Champignons nach Elena

Champignons
Frischkäse
Buscetta-Würzmischung (o.ä.)
Serranoschinken
½ Zitrone
Salz, Pfeffer
nach Belieben: Knoblauch, frische Kräuter

Zuerst müssen die Pilze geputzt werden (mit einem feuchtem Tuch abreiben) und danach die Stiele entfernt werden (vorsichtig herausbrechen).

Den Frischkäse in eine kleine Schüssel stürzen und die halbe Zitrone darüber pressen. Nach Belieben 3 oder auch 4 Esslöffel (Buscetta-)Gewürzmischung darüber geben und gut vermischen bis es wieder eine geschmeidige Masse ist. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach Geschmack kann man dieser Mischung auch etwas gehackten Knoblauch oder frische (gehackte) Kräuter hinzu geben.

Die fertige Masse nun in die ausgehöhlten Pilze geben, so dass die Masse mit dem Rand des Pilzes abschließt.

Den Serranoschinken halbieren und als kleine Rolle oben drauf drapieren.

Die Pilze auf ein Backblech stellen und bei ca. 200 Grad 15-20 Minuten backen bis die Serrano-Streifen kross sind.

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Gefüllte Champignons nach Ottolenghi

4 große, braune Champignons
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Stange Sellerie, fein gehackt
3-5 getrocknete Tomaten, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
30-50g Parmesan, fein gerieben
1 kleine Handvoll Basilikumblätter, in dünne Streifen geschnitten
1 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer
30g Gorgonzola

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Champignons putzen und mit einem kleinen Löffel vorsichtig den Stil und einen Großteil des Inneren entfernen, so dass möglichst viel Füllung rein passt, aber die Hülle nicht auseinander bricht.

Alle Zutaten mit den Basilikumblättern vermischen, mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken und in die Champignons füllen.

Auf jeden Champignon ein Stück Gorgonzola legen und bei 180 Grad so lange backen bis der Käse zerlaufen und leicht kross geworden ist (dafür vielleicht am Ende noch mal kurz den Grill anstellen).

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Albondigas en salsa de tomate // Hackfleischbällchen in Tomatensoße

Albondigas en salsa de tomateDieses Rezept hier wollte ich schon sehr lange mal ausprobieren. Wie ihr vielleicht wisst, schlägt mein Herz nicht nur für die USA, sondern auch für Spanien. Nicht zuletzt, weil ich ein Auslandssemester in Valencia verbracht habe und Land und Leute etwas intensiver kennen lernen durfte. Ich mag die Kultur, die Landschaft, das Wetter, vor allem aber liebe ich die spanische Küche. Was gibt es schönes als einen Tapas-Abend mit lauter leckeren Kleinigkeiten, die man sich abends in einer lauen Sommernacht in einem Straßencafé bei einem Glas Rotwein teilt? Hach… Sehnsucht! 
Einige Ideen für einen Tapas-Abend habe ich euch ja hier schon mal zusammengestellt. Beim Durchblättern eines kleinen Tapas-Kochbuchs, das ich in Valencia geschenkt bekommen habe, habe ich dieses Rezept hier gefunden. Ich hab etwas improvisiert (mein Spanisch ist nicht mehr ganz so gut…) und es schmeckt ganz wunderbar, besonders durch die gewürzte Tomatensoße.

Que aproveche!
Eure Julia

Rezept für Albondigas en salsa de tomate // Hackbällchen in Tomatensoße
(für etwa 20-25 kleine Hackfleischbällchen)

Für die Fleischbällchen:
500g Hackfleisch (gemischt)
100g Serrano
1 kleine Zwiebel
50g Manchego
7 grüne Oliven
1 kleiner Bund glatte Petersilie
einige Rosmarinnadeln
1 kleine Knoblauchzehe
1 Ei
½ TL Oregano
Paniermehl
Salz, Pfeffer
Olivenöl (zum Anbraten)

Für die Tomatensoße:
Olivenöl zum Anbraten
1 kleine Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
125ml Weißwein
1 Dose stückige Tomaten (ca. 425g)
1 TL Paprikapulver
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Muskat
2 Lorbeerblätter
1 kleiner Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Fleischbällchen zubereiten:

Den Serrano-Schinken in einer beschichteten Pfanne anbraten bis er knusprig ist und ihn anschließend (nach dem Auskühlen) sehr fein hacken.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln, ebenso wie den Manchego und die Oliven.

Den Rosmarin und die Petersilienblätter waschen und fein hacken (die Rosmarinnadeln SEHR fein hacken).

Das Hackfleisch in eine große Rührschüssel geben. Schinken, Käse, Zwiebel, Oliven, Rosmarin und Petersilie hinzugeben. Eine kleine Zehe Knoblauch, durch die Presse gedrückt, hinzugeben. Das Ei auf dem Rand der Schüssel aufschlagen und ebenfalls zu der Masse geben.
Nun alles mit beiden Händen gut und lange durchkneten bis die Masse gut vermischt ist. Ist sie noch etwas zu feucht, ein bisschen Paniermehl hinzugeben. Mit Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken. Für meinen Geschmack bedarf es nicht viel davon, da die Fleischmasse auch so schon hervorragend schmeckt. Noch besser dann nachher in der Soße. 🙂

Aus der Masse nun kleine, runde Fleischbällchen formen.

Die Hackfleischbällchen in einer beschichteten Pfanne in etwas Olivenöl scharf anbraten, so dass sie von außen gut Farbe bekommen. Nicht durchbraten, sie garen später in der Tomatensoße noch nach.
Beiseite stellen.

Die Tomatensoße zubereiten:

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und sehr fein hacken. Die Petersilie waschen, die Blätter vom Stil zupfen und ebenfalls sehr fein hacken.

Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl in einem großen Topf andünsten. Mit Weißwein ablöschen, die Dosentomaten hinzugeben sowie alle Gewürze: 1 TL Paprikapulver, 1 Messerspitze Zimt, 1 Messerspitze Muskat, 2 Lorbeerblätter, 1 kleiner Bund glatte Petersilie und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße einmal aufkochen lassen und die Hitze dann auf die niedrigste Stufe reduzieren.
Die Fleischbällchen hinzugeben und so lange köcheln lassen bis das Fleisch gar und gut durchgezogen ist. Dabei gelegentlich umrühren, so dass alle Fleischbällchen mal mit der Soße in Berührung kommen. Vor dem Servieren die Lorbeerblätter entfernen.

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