Zweierlei gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons

Gefüllte Champignons habe ich schon in unzähligen Variationen gegessen. Sie eigenen sich hervorragend als warme Vorspeise oder kalt als Zutat auf einem Buffet. Meine beiden liebsten Rezepte für gefüllte Champignons stelle ich euch heute vor:

Die beste aller Varianten stammt von meiner Schwester Elena. Sie hat ihre gefüllten Champignons jetzt schon ein paar Mal für unseren traditionellen Familien-Oster- bzw. Weihnachtsbrunch gemacht. Ich gebe ihr Rezept hier so weiter wie sie es mir übermittelt hat. Auch sehr lecker, weil ungewöhnlich, ist das Rezept von Ottolenghi aus „Genussvoll vegetarisch“ (leicht verändert).

Welches gefällt euch besser?

Guten Appetit!
Eure Julia

 

Gefüllte Champignons nach Elena

Champignons
Frischkäse
Buscetta-Würzmischung (o.ä.)
Serranoschinken
½ Zitrone
Salz, Pfeffer
nach Belieben: Knoblauch, frische Kräuter

Zuerst müssen die Pilze geputzt werden (mit einem feuchtem Tuch abreiben) und danach die Stiele entfernt werden (vorsichtig herausbrechen).

Den Frischkäse in eine kleine Schüssel stürzen und die halbe Zitrone darüber pressen. Nach Belieben 3 oder auch 4 Esslöffel (Buscetta-)Gewürzmischung darüber geben und gut vermischen bis es wieder eine geschmeidige Masse ist. Dann mit Salz und Pfeffer abschmecken. Je nach Geschmack kann man dieser Mischung auch etwas gehackten Knoblauch oder frische (gehackte) Kräuter hinzu geben.

Die fertige Masse nun in die ausgehöhlten Pilze geben, so dass die Masse mit dem Rand des Pilzes abschließt.

Den Serranoschinken halbieren und als kleine Rolle oben drauf drapieren.

Die Pilze auf ein Backblech stellen und bei ca. 200 Grad 15-20 Minuten backen bis die Serrano-Streifen kross sind.

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Gefüllte Champignons nach Ottolenghi

4 große, braune Champignons
1 kleine Zwiebel, fein gehackt
1 Stange Sellerie, fein gehackt
3-5 getrocknete Tomaten, fein gehackt
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
30-50g Parmesan, fein gerieben
1 kleine Handvoll Basilikumblätter, in dünne Streifen geschnitten
1 TL Olivenöl
Salz, Pfeffer
30g Gorgonzola

Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Champignons putzen und mit einem kleinen Löffel vorsichtig den Stil und einen Großteil des Inneren entfernen, so dass möglichst viel Füllung rein passt, aber die Hülle nicht auseinander bricht.

Alle Zutaten mit den Basilikumblättern vermischen, mit Salz, Pfeffer und etwas Olivenöl abschmecken und in die Champignons füllen.

Auf jeden Champignon ein Stück Gorgonzola legen und bei 180 Grad so lange backen bis der Käse zerlaufen und leicht kross geworden ist (dafür vielleicht am Ende noch mal kurz den Grill anstellen).

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Albondigas en salsa de tomate // Hackfleischbällchen in Tomatensoße

Albondigas en salsa de tomateDieses Rezept hier wollte ich schon sehr lange mal ausprobieren. Wie ihr vielleicht wisst, schlägt mein Herz nicht nur für die USA, sondern auch für Spanien. Nicht zuletzt, weil ich ein Auslandssemester in Valencia verbracht habe und Land und Leute etwas intensiver kennen lernen durfte. Ich mag die Kultur, die Landschaft, das Wetter, vor allem aber liebe ich die spanische Küche. Was gibt es schönes als einen Tapas-Abend mit lauter leckeren Kleinigkeiten, die man sich abends in einer lauen Sommernacht in einem Straßencafé bei einem Glas Rotwein teilt? Hach… Sehnsucht! 
Einige Ideen für einen Tapas-Abend habe ich euch ja hier schon mal zusammengestellt. Beim Durchblättern eines kleinen Tapas-Kochbuchs, das ich in Valencia geschenkt bekommen habe, habe ich dieses Rezept hier gefunden. Ich hab etwas improvisiert (mein Spanisch ist nicht mehr ganz so gut…) und es schmeckt ganz wunderbar, besonders durch die gewürzte Tomatensoße.

Que aproveche!
Eure Julia

Rezept für Albondigas en salsa de tomate // Hackbällchen in Tomatensoße
(für etwa 20-25 kleine Hackfleischbällchen)

Für die Fleischbällchen:
500g Hackfleisch (gemischt)
100g Serrano
1 kleine Zwiebel
50g Manchego
7 grüne Oliven
1 kleiner Bund glatte Petersilie
einige Rosmarinnadeln
1 kleine Knoblauchzehe
1 Ei
½ TL Oregano
Paniermehl
Salz, Pfeffer
Olivenöl (zum Anbraten)

Für die Tomatensoße:
Olivenöl zum Anbraten
1 kleine Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
125ml Weißwein
1 Dose stückige Tomaten (ca. 425g)
1 TL Paprikapulver
1 Messerspitze Zimt
1 Messerspitze Muskat
2 Lorbeerblätter
1 kleiner Bund glatte Petersilie
Salz, Pfeffer

Die Fleischbällchen zubereiten:

Den Serrano-Schinken in einer beschichteten Pfanne anbraten bis er knusprig ist und ihn anschließend (nach dem Auskühlen) sehr fein hacken.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln, ebenso wie den Manchego und die Oliven.

Den Rosmarin und die Petersilienblätter waschen und fein hacken (die Rosmarinnadeln SEHR fein hacken).

Das Hackfleisch in eine große Rührschüssel geben. Schinken, Käse, Zwiebel, Oliven, Rosmarin und Petersilie hinzugeben. Eine kleine Zehe Knoblauch, durch die Presse gedrückt, hinzugeben. Das Ei auf dem Rand der Schüssel aufschlagen und ebenfalls zu der Masse geben.
Nun alles mit beiden Händen gut und lange durchkneten bis die Masse gut vermischt ist. Ist sie noch etwas zu feucht, ein bisschen Paniermehl hinzugeben. Mit Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken. Für meinen Geschmack bedarf es nicht viel davon, da die Fleischmasse auch so schon hervorragend schmeckt. Noch besser dann nachher in der Soße. 🙂

Aus der Masse nun kleine, runde Fleischbällchen formen.

Die Hackfleischbällchen in einer beschichteten Pfanne in etwas Olivenöl scharf anbraten, so dass sie von außen gut Farbe bekommen. Nicht durchbraten, sie garen später in der Tomatensoße noch nach.
Beiseite stellen.

Die Tomatensoße zubereiten:

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe schälen und sehr fein hacken. Die Petersilie waschen, die Blätter vom Stil zupfen und ebenfalls sehr fein hacken.

Zwiebel und Knoblauch in etwas Olivenöl in einem großen Topf andünsten. Mit Weißwein ablöschen, die Dosentomaten hinzugeben sowie alle Gewürze: 1 TL Paprikapulver, 1 Messerspitze Zimt, 1 Messerspitze Muskat, 2 Lorbeerblätter, 1 kleiner Bund glatte Petersilie und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße einmal aufkochen lassen und die Hitze dann auf die niedrigste Stufe reduzieren.
Die Fleischbällchen hinzugeben und so lange köcheln lassen bis das Fleisch gar und gut durchgezogen ist. Dabei gelegentlich umrühren, so dass alle Fleischbällchen mal mit der Soße in Berührung kommen. Vor dem Servieren die Lorbeerblätter entfernen.

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Steinpilz-Carpaccio

Steinpilz-Carpaccio

Kennt ihr eigentlich mein Rezept für Champignon-Carpaccio (klick!)? Ich freue mich sehr, dass ich mehrfach höre, dass einige Kolleginnen (Gruß an die Bonnie vom Clyde 😉 ! ) und Freunde es häufig zubereiten und es immer gut ankommt. Selbst Leute, die von sich behaupten, dass sie nicht kochen können, punkten mit dem Rezept… 🙂

Kürzlich bin ich über ein Rezept für Steinpilz-Carpaccio gestolpert, das sich ganz ähnlich anhört (ich erinnere mich leider nicht mehr, wo ich das Rezept gelesen habe, ich meine in der „Lust auf Genuss“…). Da ich noch nie frische Steinpilze zubereitet habe (Asche auf mein Haupt!), dachte ich mir, dass ich mit diesem Rezept doch direkt mal beginnen könnte. Zufällig gab es im Supermarkt meines Vertrauens auch ein paar ganz schöne Exemplare.

Interessant an dem Rezept ist, dass die Steinpilze ganz kurz unter den Backofengrill kommen – ganz anders als in meinem Champignon-Carpaccio-Rezept. Auch wenn Steinpilze „etwas“ teuer sind als Champignons hat sich der Versuch gelohnt. Sie schmecken viel würziger. Sehr lecker! Mein nächstes Projekt ist ein Steinpilz-Ragout mit Semmelknödel – inspiriert von meinen Schwiegervater…

Und was macht ihr so mit frischen Steinpilzen?
Eure Julia

Rezept für Steinpilz-Carpaccio
(für 2 Portionen)

frische Steinpilze
Saft einer halben Zitrone
sehr gutes Olivenöl
ein Stück frischer Parmesan oder Gran Padano, grob gehobelt
einige Blätter Basilikum, in feine Streifen geschnitten
Salz, Pfeffer

Den Backofen auf 250 Grad vorheizen.

Die Steinpilze in dünne Scheiben schneiden.

Auf einen feuerfesten Teller etwas Olivenöl geben. Darauf die Pilze legen und für etwa 2 Minuten unter den Grill legen.
Direkt mit Olivenöl und Zitronensaft beträufeln, etwas Salz und Pfeffer sowie Parmesan und Basilikum darüber geben und sofort servieren.

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Grünes Ayran

Grünes Ayran

Ich gehe sonntags für gewöhnlich am Rhein joggen. Also wenn es nicht regnet. Und wenn es nicht zu kalt ist. Zu warm sollte es aber auch nicht sein. Und die Chance ist größer, wenn die Sonne scheint. Und wenn ich weiß, dass es später etwas Leckeres zu essen gibt. Und wenn nicht halb Köln am Rhein spazieren gehen will… Wenn das alles erfüllt ist und ich meinen inneren Schweinehund dann auch noch überzeugen kann, gehe ich also joggen. 

Und soll ich euch sagen, was auch noch hilft? Dieser gehaltvolle Power-Drink! Ich habe ihn vorm Joggen zubereitet und mir anschließend ein großes Glas davon gegönnt. Danach hätte ich glatt noch mal laufen gehen können. 😉 Durch den reichhalteigen Joghurt wirkt der Drink fast wie so ein Protein-Shake, das man aus Fitnessstudios so kennt. Nur halt natürlich. Und viel gesünder. Und erst die ganzen grünen Kräuter! Vitamin-Bombe!

Die Kölner Haie haben angeblich sechs Mal hintereinander gewonnen, nachdem ihnen Mario Kotaska dieses herzhafte Ayran serviert hat. Das Rezept stammt aus dem Kochbuch „Street Food“ des Kölner Sternekochs. Falls euch das Rezept gefällt und ihr Lust auf mehr habt, dann schaut zum Welttag des Buches (24. April) noch mal auf meinem Blog vorbei. Dann gibt’s das Buch hier nämlich zu gewinnen.

Ich musste etwas länger suchen, bis ich ein herzhaftes Rezept gefunden habe, das ein Sauermilchprodukt enthält (mit Süß kommt man bei mir ja nicht weit, wie ihr wisst…). Ich wollte nämlich unbedingt mal wieder an einem Blogevent teilnehmen. Und zwar an dem Event „Sauer macht lustig„, bei dem es nicht etwa um Zitronen geht, sondern eben um Sauermilchprodukte. Zorra, vom Foodblog „Kochtopf“ hat das Event gemeinsam mit der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft organisiert, um daran zu erinnern, dass Sauermilchprodukte voller Nährstoffe stecken und gut sind für Haut, Darm und Knochen. Oder eben als Powerdrink nach dem Joggen. 😉

Blog-Event CVI - Sauer macht lustig (Einsendeschluss 15. März 2015)

Jetzt aber erst mal viel Spaß beim …. Joggen? 😉
Eure Julia

Zutaten
(für 4 große Portionen)

1 Salatgurke (möglichst unbehandelt)
Salz
Pfeffer aus der Mühle
Zucker
1 EL Senf
1 unbehandelte Limette, abgerieben und Saft
2 Knoblauchzehen (habe ich weggelassen)
500g Sahnejoghurt
1 kleiner Bund glatte Petersilie
1 kleiner Bund Dill
10 Blätter Minze
2 Msp. Raz el-Hanout*
Limettenscheiben zum Garnieren

Die Gurke mit heißem Wasser gut abwaschen, die Enden knapp wegschneiden. Die Gurke längs vierteln und in grobe Stücke schneiden.

Die Gurkenstücke salzen, etwas Pfeffer, Zucker, Senf, Limetten-Abrieb und -saft hinzugeben und etwa 30 Minuten ziehen lassen.

Die Kräuter waschen, abtrocknen und von den Stilen zupfen.

Die Gurke zusammen mit dem Joghurt, den geschälten Knoblauchzehen und den Kräutern in einem Mixer bei höchster Stufe pürieren.

Die Gläser mit einer Limettenscheibe garnieren und den Drink kalt servieren. 

* Ich hatte leider kein Raz el-Hanout zur Hand und hab kurzerhand aus meinem Gewürz-Fundus eine eigene Mischung hergestellt: je eine Messerspitze Cumin, Ingwerpulver, gemahlener Koriander, Zitronenpfeffer, Zitronengrassalz.

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Crostini mit Salsiccia und Stracchino

Crostini Salsiccia

Diese leckeren Crostini, bei denen Wurstbrät mit Käse gemischt wird, und auf Brotscheiben knusprig gebacken wird, ist das erste Rezept, das ich aus dem Kochbuch „Rezepte für einen italienischen Sommer“ ausprobiert habe.

Da ich keine italienischen Würstchen zur Hand hatte, hab ich einfach deutsche, rohe Bratwürste vom Metzger genommen und diese selbst gewürzt. Dafür hab ich die Würste aus ihrer Haut gedrückt und so gewürzt: mit zerstoßenen Fenchelsamen, einem Schuss Weißwein, 1 EL getrockneten italienischen Kräutern, etwas frisch gepresstem Knoblauch (1 kleine Zehe) und Paprikapulver (ca. 3 EL). Ich würde sagen, das war fast besser als jede italienische Salsiccia 😉

Über Tipps, wo man in Köln echte Salsiccia kaufen kann oder auch über Rezepte, wie man Salsiccia gut würzen kann, würde ich mich freuen!

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Crostini mit Salsiccia und Stracchino
(für 6 Personen)

3 Salsiccie (italienische Würste bzw. siehe oben)
150g Stracchino oder anderer milder Weichkäse (ich hab einen milden Camembert genommen)
1 EL Fenchelsamen
6 Scheiben kräftiges Bauernbrot
Salz (hab ich wegen der vielen anderen Gewürze weggelassen)

Der Käse wird unter die Wurstmasse gemischt. Das geht am besten, wenn man den Käse in Würfel schneidet und diese dann mit den Händen unter das Wurstbrät knetet (sowas liebe ich ja! 😉 ).

Dann verteilt ihr die Masse auf den Brotscheiben und backt sie im Ofen bei 180 Grad bis die Wurst-Käse-Masse goldbraun ist.

Fertig!

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