Ofenkartoffeln

Ofenkartoffeln_vorherHach, ich liebe es ja, mich kulinarisch inspirieren zu lassen. Seitdem ich Foodblogs lese, ist es aber echt schlimm: Oft passiert es, dass ich, wenn ich ein leckeres Rezept sehe, das Gericht SOFORT ausprobieren muss. Das schaffen nur ganz wenige Gerichte. Die meisten landen erst mal auf meiner Nachkochliste und schlummern da vor sich hin. Je einfacher das Gericht, desto größer ist die Chance, dass es noch am selben Tag auf den Tisch kommt. So wie diese Ofenkartoffeln hier. Hab ich bei Facebook in einer der kulinarischen Gruppe entdeckt, die ich mittlerweile auch lese… 

Das Rezept wartet allerdings schon eine ganze Weile darauf, veröffentlicht zu werden. Ich bin in den vergangenen zehn Tagen nämlich nicht dazu gekommen, zu kochen. Nicht EIN Mal! Furchtbar! Ich leide fast an Entzugserscheinungen… 😉 . (Für solche Situationen habe ich eine Reserve-Liste, so dass ihr nicht auch noch unter meinen Entzugserscheinungen leiden müsst 😉 ) Der Grund für meine Koch-Pause ist übrigens, dass wir Urlaub gemacht haben. Wir waren wandern in Südtirol. Und ehrlich gesagt, war ich abends viel zu kaputt, um noch mal den Kochlöffel zu schwingen – dabei hatte ich mein ganzes Equipment extra mitgenommen… Aber dafür habe ich euch ein paar schöne südtiroler Rezepte und Fotos aus den Alpen mitgebracht. Ihr dürft gespannt sein 🙂 Ofenkartoffeln_nachher

Zutaten

Kartoffeln
Knoblauch, in ganz feine Scheiben geschnitten
Rosmarin-Nadeln
Schinkenspeck, in feine Streifen geschnitten
grobes Salz
Olivenöl

Die ungeschälten Kartoffeln in kochendem Wasser etwa 10 Minuten „ankochen“ (so dass sie nicht mehr roh, aber auch noch nicht durchgegart sind).

Die Kartoffeln vorsichtig quer einschneiden und in die Spalten vorsichtig jeweils eine Scheibe Knoblauch, 2-3 Nadeln Rosmarin und ein Stückchen Schinkenspeck drücken.

Die gefüllten Kartoffeln auf dem Backblech verteilen und mit grobem Salz und Olivenöl beträufeln. Den restlichen Knoblauch und einige Rosmarinnadeln drumherum verteilen.

Die Kartoffeln bei etwa 200 Grad 20 Minuten backen. Am Ende ggf. den Grill noch mal anstellen damit der Schinken schön knusprig wird.

(Dieses Rezept hier ist von Otto E.F. aus der Facebook-Gruppe „Kaptain’s Dinner“).

Schönen Feierabend!
Eure Julia

Lachstramezzinis

LachstramezzinisIhr sucht einen leckeren Snack für die nächste Tea-Time? Wenn ihr so wenig auf Kuchen und Teilchen steht wie ich und lieber herzhaft esst, empfehle ich euch diese Lachstramezzinis. Sie passen auch gut auf ein Brunch-Buffet oder in den Picknickkorb. Und sie sind, wie ich finde, very British. Gut, nicht so richtig, da gehören zur teatime ja eher Cucumber Sandwiches. Die will ich auch auf jeden Fall noch mal ausprobieren. Wenn jemand ein für gut befundenes authentisches Rezept dafür hat: gerne her damit!

Zutaten
(für 4 Portionen)

8 Scheiben Toastbrot (das „schlimme“ Buttertoast passt am besten)
200g Räucherlachs
100g Frischkäse (ruhig Doppelrahm)
50g Salatmayonnaise
½ Zucchini
2 Lauchzwiebeln, fein gehackt
4 EL Dill, gehackt
1 TL Senf
2 EL Zitronensaft
einige Salatblätter (Eisberg), gewaschen
Salz, Pfeffer

Den Lachs mit einem großen Messer in möglichst kleine Stücke schneiden.

Die Zucchini waschen und sehr fein würfeln.

Den Lachs, die Zucchini, Frischkäse, Salatmayonnaise, Lauchzwiebeln und Dill gut vermengen. Mit Senf, etwas Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf das (ungetoastete) Toast einige Salatblätter legen. Darauf einige Löffel von der Lachscreme geben und diese mit einem weiteren Toast belegen und vorsichtig festdrücken. Wenn’s schön (und englisch) aussehen soll: Ränder wegschneiden und die Toastscheiben viertel. Wenn nicht: Reinbeißen!

Guten Appetit!
Eure Julia

Aus: GU Big basic cooking, Cornelia Schinharl, Sebastian Dickhaut, Gräfe und Unszer Verlage, GmbH, München 2003.

Hähnchenspieße mit Erdnussdip

Erdnuss HähnchenspiesseIch erinnere mich nicht mehr, wann ich diese Hähnchenspieße zum ersten Mal gemacht habe. Aber ich erinnere mich noch genau daran, wann ich sie zum zweiten Mal gemacht habe 😉 Und zwar Silvester 2004:
Ich war während meines Spanien-Semesters in Valencia auf „Heimaturlaub“ und hatte beschlossen, Silvester mit meiner Cousine in unserer alten WG in Essen-Rüttenscheid zu feiern. Nur wir beide. Zur Erinnerung an alte Zeiten. Dafür wollte ich uns kulinarisch so richtig verwöhnen – unter anderem mit diesen Hähnchenspießen. Ich erinnere mich noch, dass wir anschließend, wie früher, vor der riesigen Nachtspeicherheizung auf dem Küchenboden saßen und so lange in WG-Erinnerungen schwelgten, dass wir fast Neujahr verpasst hätten. Hach… Gute Erinnerungen sind schon was Schönes…

Zutaten
(für 3-4 Portionen)

500g Hähnchenbrustfilets
Holzspieße (bei einer kleinen Pfanne eher kleine Spieße)

Für die Marinade:
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Stängel Zitronengras, sehr fein gehackt (äußere Blätter, oberen und unteren Teil entfernen)
1 haselnussgroßes Stück Ingwer, fein gehackt
150ml Kokosmilch
¼ TL gemahlener Kreuzkümmel
¼ TL gemahlener Koriander
2 TL Currypulver
2 TL Zucker

Für den Dip:
150ml Kokosmilch
1 EL Currypaste
4 EL Erdnussbutter (crunchy)
1 TL Currypulver
1 TL Korianderpulver
2 TL Zucker
Saft einer Limette

Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und in etwa 3cm breite Streifen schneiden.

Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Kreuzkümmel, Koriander, Curry und Zucker mit der Kokosmilch verrühren.

Hähnchenbrustfilets in der Marinade mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Für die Soße die Kokosmilch bei mittlerer Hitze erwärmen und die Currypaste unterrühren. Korianderpulver, Currypulver, Limettensaft, Zucker und die Erdnusscreme hinzugeben und gut vermengen. Die Sauce etwa 2 Minuten köcheln lassen. Sie sollte eine cremige, nicht zu flüssige Konsistenz haben. Gegebenenfalls noch etwas Erdnussbutter hinzufügen – oder, wenn sie zu fest ist, etwas Wasser hinzugeben.

Die Hähnchenbrustfilets aus der Marinade nehmen und wellenförmig auf die Holzspieße ziehen. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Hähnchenbrust von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Mit der Erdnusssauce servieren.

Guten Appetit!
Eure Julia

Gambas Piri-Piri

Gambas Piri PiriHier kommt das nächste Rezept aus dem Kochbuch „Die portugiesische Küche“.

Piri-Piri ist ja sowas von portugiesisch… Das habe ich spätestens in Portugal erlebt, wo auf jedem Restaurant-Tisch ein Fläschchen Piri-Piri-Soße steht. Nicht zuletzt ist Piri-Piri eine wesentliche Zutat für das „Frango Piri-Piri“ (ein plattes, gegrilltes Huhn, das – meiner Wahrnehmung nach – in Portugal DAS Nationalgericht und mega-lecker ist!).

Ihr wisst ja, dass ich ein Fan der spanischen Küche bin. Also war meine Skepsis auch bei den Gambas Piri-Piri (wie bei der Gaspacho) groß. Besser als die Gambas al ajillo kann das ja gar nicht schmecken, dachte ich. Tja… ich kann ehrlich gesagt gar nicht sagen, was „besser“ schmeckt. Schmecken beide so unterschiedlich, dass ich das gar nicht beurteilen mag… Am besten ihr probiert selbst 😉

Und, was sagt ihr? Lieber Gambas al ajillo oder Gambas Piri-Piri?

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Rezept für „Gambas Piri-Piri“
(für 8 Personen)

1kg rohe Gambas (es sollten 30-40 Stück sein) (ich habe Gambas mit Schale gekauft)
Etwa 250ml Olivenöl
10 Knoblauchzehen
3 in Öl eingelegte rote Paprika, gewürfelt
Grobes Salz
Paprikapulver, scharf
2-4 kleine Piri-Piri Schoten (ich habe die ausm Glas genommen)
2 (frische) Lorbeerblätter (ich habe getrocknete verwendet)
Saft einer Zitrone (optional)
50ml trockener Weißwein (optional)
Etwas Petersilie (ich habe 2 EL gehackte, glatte Petersilie verwendet)
1 Zitrone zum Garnieren (hab ich weggelassen)

Das Rezept empfiehlt, die Gambas zu schälen. Habe ich nicht gemacht. Ich finde, wenn man die Gambas mit Schale brät, bleiben sie saftiger.

Die Gambas gut waschen und möglichst gut abtrocknen. Ist wegen der Schale nicht ganz einfach, aber wichtig, damit sie später nicht so stark wässern.

Das Öl in einer möglichst großen Pfanne stark erhitzen (am besten ihr nehmt zwei Pfannen, damit die Garnelen auch ausreichend Platz haben). Garnelen, Lorbeerblätter, Knoblauch, Paprika und Piri Piri hinzugeben.

Lasst die Garnelen so lange von beiden Seiten braten bis die Garnelen rot werden (dann sind sie durch). Vor dem Servieren gebt ihr Weißwein und/oder Zitronensaft, Paprikapulver und Salz hinzu und lasst alles noch ein wenig einköcheln.

Heiß, mit etwas Weißbrot (zum Tunken der Soße), servieren.

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