Südtiroler Spinat-Knödel

Südtiroler Spinatknödel
Dieses Rezept für Südtiroler Spinat-Knödel habe ich tatsächlich nicht aus Südtirol mitgebracht. Wir haben es schon vor der Reise (quasi zur Einstimmung) gekocht. In der ZEIT gab es irgendwann eine Südtirol-Beilage, in der dieses Rezept stand. Es hatte meine Aufmerksamkeit erregt, weil es zu dem Rezept eine schöne Geschichte gab (ähnlich wie hier auf Löffelgenuss jedes Rezept seine Geschichte hat) und schöne Fotos aus Südtirol. Die Autorin erzählte von ihrer Großmutter, dem Leben in Südtirol und dass sie bei diesen Spinatknödeln immer an ihre Großmutter denken müsse. Tue ich ab jetzt auch 😉

Dieses Rezept ist das letzte Rezept meiner Südtirol-Reihe. Ich hoffe, der kleine Einblick in die Südtiroler Küche hat euch gefallen. Oder kennt ihr diese Küche bereits? Gefällt sie euch? Habt ihr vielleicht noch weitere leckere Rezepte? Darüber würde ich mich freuen!

Guten Hunger!
Eure Julia

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Zutaten
(für etwa 6-8 große Knödel)

500g Weißbrot, in kleine Würfel geschnitten
500g frischer Spinat
3 Zwiebeln, klein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
7 Eier
50g Parmesan, grob gerieben
150ml Milch
80g Butter
7 EL Weizenmehl
Muskat
Salz, Pfeffer

Die Brotwürfel mit dem Mehl und dem geriebenen Parmesan vermischen (ca. 2 EL Parmesan Beiseite stellen).

Den Spinat 3 Minuten in kochendes Salzwasser geben, abschrecken und gut auspressen und grob kleinschneiden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch in etwa der Hälfte der Butter sanft andünsten, den klein geschnittenen Spinat hinzufügen, kurz mitdünsten, und die Masse dann zum Brot geben.

Die Milch (leicht erwärmt), Eier und die Gewürze nach Belieben untermischen, gut vermengen, und den Teig zugedeckt etwa 30 Minuten ruhen lassen.

Aus der Teigmasse die Knödel formen und für etwa 15 Minuten in kochendes Salzwasser geben.

Kurz vor dem Servieren die restliche Butter in einem kleinen Topf braun werden lassen.

Die Spinatknödel mit der Schaumkelle herausnehmen, gut abtropfen lassen, und vor dem Servieren etwas braune Butter und Parmesan über jeden Knödel geben.

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p.s. Dieses Rezept ist Teil meiner „Südtirol-Reihe“, in der ich euch einige Gerichte aus der Südtiroler Küche vorstelle, die ich dort kennengelernt habe.

Südtiroler Rezepte-Reihe

SüdtirolHab ich’s euch eigentlich schon erzählt? Wir waren diesen Sommer eine Woche zum Wandern in Südtirol. Ich war noch nie in den Alpen und daher ziemlich gespannt auf das Bergpanorama – und auf die traditionelle Südtiroler Küche.

Schon auf der Fahrt Richtung Süden war ich ganz aus dem Häuschen als ich zum ersten Mal die Berge in der Ferne erblickte. Ganz schön beeindruckend für ein Stadt-Kind, das bisher meist am Meer Urlaub gemacht hat… Leider hatten wir nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter: Es war häufig bedeckt und hat ab Nachmittag meistens geregnet. Mit rund 15 Grad war es auch nicht das ideale Sommerwetter, auch wenn’s zum Wandern natürlich ganz angenehm war.

Von der Südtiroler Küche war ich positiv überrascht: Ich dachte sie sei eher deftig, gut-bürgerlich und wenig kreativ. Auf den zahlreichen Hütten, die wir besuchten, lernte ich aber dass die Küche einiges zu bieten hat. Folgende Rezepte (s.u.) habe ich euch mitgebracht, die wir nach dem Urlaub zu Hause nachgekocht haben. Bei einigen Gerichten fehlt vielleicht die Bergluft und das traumhafte Panorama für den perfekten Geschmack, aber dafür habe ich euch auch einige Impressionen von unseren Wanderungen mitgebracht. Also am besten vorher ein paar Runden laufen gehen (je erschöpfter man ist, desto besser schmeckt’s, habe ich festgestellt), das Fenster weit aufreißen (Frischluft!) und beim Essen die Berglandschaft auf den Fotos anschauen 😉

Südtiroler Krautsalat
Kasnocken
Schlutzkrapfen
Speckknödelsuppe
Spinatknödel

Servus!
Eure Julia