Zitronengrassuppe mit Garnelen

Zitronengrassuppe

Zitronengrassuppe mit Garnelen. Mit Zitronengras und Limettenblättern koche ich sehr gerne. Vor langer Zeit (ich meine es war um Karneval) hab ich eine ähnliche Suppe wie diese hier mal spontan gekocht, weil mir nach zitronig, aber nicht nach sauer war. Ich hab alles, was wir an einem Sonntag noch so zu Hause hatten mit Zitronengras und Limettenblättern in einen Topf geworfen und köcheln lassen. War gut.

Kürzlich war ich auf der Suche nach einer Vorspeise, die zu einem vietnamesischen Gericht mit Rindfleisch und Limetten passt. Da fiel mir diese Suppe wieder ein. Diesmal konnte ich einkaufen gehen und hab’ mich einfach mal von meinem Geschmack leiten lassen. Heraus kam diese Suppe. Wow, Geschmacksexplosion! Super simple, super gut! Und wärmt schön durch…

Eure Julia

p.s. Für die vegetarische Variante könnt ihr die Garnelen einfach weglassen. Die Hauptrolle spielt sowieso die Suppe.

Rezept für Zitronengrassuppe mit Garnelen
(für 6-8 Portionen)

Für die Suppe:
6 Stängel Zitronengras
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Möhre
1 daumendickes Stück Ingwer
1 TL Koriandersamen
6 Limettenblätter
1 TL brauner Zucker
Salz
2 Liter Wasser
1 Handvoll Korianderblätter

Für die Garnelen:
18-21 Garnelen (roh)
Sesamöl
1 Scheibe frischer Ingwer
1 kleine Knoblauchzehe
1 rote Chili
Die Suppe zubereiten:

Das Zitronengras waschen, mit einem Messerrücken andrücken (so treten die Aromen später besser aus) und grob kleinschneiden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Die Zwiebel halbieren, den Knoblauch mit einem Messerrücken andrücken.

Möhre und Ingwer schälen und grob kleinschneiden. Eine Scheibe Ingwer für die Garnelen Beiseite legen.

Zitronengras, Zwiebel, Knoblauch, Möhre, Ingwer, Limettenblätter und Koriandersamen in 2 Litern Wasser zum Kochen bringen und zugedeckt etwa 1 Stunde köcheln lassen.

Vorm Servieren die Suppe durch ein Sieb gießen und mit Salz und Zucker abschmecken. Warm halten.

Den Koriander waschen und die Blätter grob zupfen oder hacken.

Die Garnelen vorbereiten:

Die Garnelen waschen (ggf. den Darm entfernen) und gut abtrocknen.

Den Knoblauch schälen.

Die Chili waschen und entkernen.

Knoblauch, Ingwer und Chili sehr fein würfeln.

Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen. Erst Knoblauch, Ingwer und Chili hineingeben, dann die Garnelen. Die Pfanne schwenken, damit sich die Garnelen mit den Gewürzen gut vermengen. Die Garnelen wenden und so lange anbraten bis sie gar, aber noch saftig sind.

Vorm Servieren etwa 3 Garnelen und ein bisschen von dem Öl mit den Gewürzen in die Mitte eines vorgewärmten Tellers geben. Die heiße Suppe darüber gießen und ein paar Korianderblätter drüberstreuen.

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Thailändischer Fastfood-Nudelsalat

Thailändischer Fastfoodnudelsalat

Unter Foodbloggern ist es ziemlich verpönt, mit Fertigprodukten zu kochen. Verständlich, denn die meisten von uns verstehen unter Kochen das kreative Arbeiten mit frischen Lebensmitteln. Aber es gibt Tage, an denen auch bei mir mal ein Fertigprodukt auf dem Teller landet. Wie zum Beispiel bei diesem Thailändischen Fastfood-Nudelsalat.

Es ist schon komisch, ich esse tatsächlich einfach gerne frische Zutaten und Fertigprodukte schmecken mir einfach nicht. Das hat, meine ich, auch nichts mit meinem Kopf zu tun (also dass ich darüber nachdenken würde, was in Fertigprodukten so drin ist…). Sie schmecken mir einfach nicht. Das stelle ich oft in der Mittagspause fest: Für den „Notfall“ (wenn es vom Vortag keine Reste gab oder ich zu faul war, etwas vorzubereiten) habe ich zum Beispiel Pastasoße aus dem Glas neben ein paar Aktenordnern versteckt, die dann über meine eingefrorenen (und wieder aufgetauten) Nudeln kommt. Oder halt diese Tüten-Ramen-Noodle Soup hier, idealerweise gepimt mit diesen Zutaten.

Noch ein Anekdötchen zum Thema Fertigprodukte:
Meine Schwester erzählte mir mal, dass die Mutter von ihrem Freund neulich mal auf meinem Foodblog war. Und sie war etwas verwundert „Ich dachte, deine Schwester kocht nicht mit Dosen- oder Fertigprodukten…“, meinte sie. Sie hat wohl mein Chili con carne-Rezept gelesen. Das war (bis heute) das einzige Rezept auf meinem Blog, in dem ich Fertigprodukte genutzt habe! Hoffentlich denkt sie nicht „Kennste einen, kennste alle.“ Hach…

Wie ist eure Einstellung zu Fertigprodukten? Was, meint ihr, kann man ganz gut essen, was geht gar nicht?

Viele Grüße
Eure Julia

Rezept „Thailändischer Fastfood-Nudelsalat“
(für 1 Person)

1 Paket Ramen Noodle Soup Typ „Shrimp“
4 Stängel frischer Koriander, Blätter grob gezupft
3 braune Champigons, halbiert und in feine Scheiben geschnitten
½ rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
1 rote Chili (entkernt), in feine Ringe geschnitten
½ rote Paprika (entkernt), in feine Stifte geschnitten
1 Möhre, in feine Stifte geschnitten
Saft einer ½ Limette

Die fertige Gewürzmischung aus der Packung in eine Suppenschüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen, das Nudelnest da hinein legen, den Limettensaft und gerade so viel Wasser hinzugeben, dass das Nudelnest gerade bedeckt ist. Zugedeckt etwa 5 Minuten ziehen lassen, bis die Nudeln die Brühe komplett aufgesogen haben.

Das Gemüse unter die warmen Nudeln mischen und servieren.

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Hähnchenspieße mit Erdnussdip

Erdnuss HähnchenspiesseIch erinnere mich nicht mehr, wann ich diese Hähnchenspieße zum ersten Mal gemacht habe. Aber ich erinnere mich noch genau daran, wann ich sie zum zweiten Mal gemacht habe 😉 Und zwar Silvester 2004:
Ich war während meines Spanien-Semesters in Valencia auf „Heimaturlaub“ und hatte beschlossen, Silvester mit meiner Cousine in unserer alten WG in Essen-Rüttenscheid zu feiern. Nur wir beide. Zur Erinnerung an alte Zeiten. Dafür wollte ich uns kulinarisch so richtig verwöhnen – unter anderem mit diesen Hähnchenspießen. Ich erinnere mich noch, dass wir anschließend, wie früher, vor der riesigen Nachtspeicherheizung auf dem Küchenboden saßen und so lange in WG-Erinnerungen schwelgten, dass wir fast Neujahr verpasst hätten. Hach… Gute Erinnerungen sind schon was Schönes…

Zutaten
(für 3-4 Portionen)

500g Hähnchenbrustfilets
Holzspieße (bei einer kleinen Pfanne eher kleine Spieße)

Für die Marinade:
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Stängel Zitronengras, sehr fein gehackt (äußere Blätter, oberen und unteren Teil entfernen)
1 haselnussgroßes Stück Ingwer, fein gehackt
150ml Kokosmilch
¼ TL gemahlener Kreuzkümmel
¼ TL gemahlener Koriander
2 TL Currypulver
2 TL Zucker

Für den Dip:
150ml Kokosmilch
1 EL Currypaste
4 EL Erdnussbutter (crunchy)
1 TL Currypulver
1 TL Korianderpulver
2 TL Zucker
Saft einer Limette

Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und in etwa 3cm breite Streifen schneiden.

Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Kreuzkümmel, Koriander, Curry und Zucker mit der Kokosmilch verrühren.

Hähnchenbrustfilets in der Marinade mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Für die Soße die Kokosmilch bei mittlerer Hitze erwärmen und die Currypaste unterrühren. Korianderpulver, Currypulver, Limettensaft, Zucker und die Erdnusscreme hinzugeben und gut vermengen. Die Sauce etwa 2 Minuten köcheln lassen. Sie sollte eine cremige, nicht zu flüssige Konsistenz haben. Gegebenenfalls noch etwas Erdnussbutter hinzufügen – oder, wenn sie zu fest ist, etwas Wasser hinzugeben.

Die Hähnchenbrustfilets aus der Marinade nehmen und wellenförmig auf die Holzspieße ziehen. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Hähnchenbrust von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Mit der Erdnusssauce servieren.

Guten Appetit!
Eure Julia