Rezension & Verlosung: „Frisch aus dem Garten“

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Die Verlosung ist beendet! Gewonnen haben: Claudia, Frl. Moonstruck und Bettina. Herzlichen Glückwunsch! 🙂 Bitte schickt mir bis spätestens nächsten Freitag eine Email (julia@loeffelgenuss.de) mit eurer Postadresse. 

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Dass ich eine große Affinität zu Holland habe, wissen alle, die mich gut kennen. Als Kind habe ich fast jede Sommerferien an der holländischen Küste verbracht. Ich liebe die Dünen, das Meer, Grolsch und Pommes Spezial. Vielleicht mag ich auch deswegen die neueste Errungenschaft aus Holland: „Frisch aus dem Garten“ ist nach der Zeitschrift „Flow“ (die ich auch sehr gerne lese) das zweite Magazin, dessen Konzept ein deutscher Verlag aus Holland übernimmt. „Frisch aus dem Garten“ ist eine Zeitschrift für Gärtnerinnen und Gärtner „vollbepackt mit praktischen Tipps zum Anbau von Gemüse, Früchten und Kräutern“, wie die Chefredakteurin Anja Klein im Vorwort der ersten Ausgabe* schreibt. Sie ist übrigens der Kölner (!!) Kopf hinter dem Blog „Der kleine Horrorgarten“, über den ich – erst kürzlich entdeckt – überhaupt auf die Zeitschrift aufmerksam wurde.

Worum geht es?

Ein Magazin „für alle, die frisches Obst und Gemüse ernten und zu köstlichen Gerichten verarbeiten wollen – ganz gleich, ob auf dem Balkon, im kleinen Stadtgarten oder großen Landgarten angebaut“, beschreibt der Verlag die Idee der Zeitschrift. „Frisch aus dem Garten“ sei informativ und unterhaltend und will zeigen, dass Gärtnern keine Wissenschaft sei, sondern vor allem Spaß mache. OK. Mal sehen. Da ich ja dieses Jahr auch unter die Gärtnerinnen gehe, werde ich wohl bald beurteilen können, ob das stimmt (warum und wieso ich das meine, könnt ihr hier lesen).

Die Zeitschrift richte sich an Post-Materialisten, die sich an Werten wie Gesundheit, Freiheit, Kultur, Bildung und Naturschutz orientieren und nicht an klassischen materiellen Werten, heißt es da. Ehm…, nun ja, das klingt mir ein bisschen zu abgehoben. Ich liebe zum Beispiel mein iPhone und auch viele andere materielle Dinge. Bin ich jetzt materialistisch? Egal, vielleicht bin ich hier zu nah am Wort… Gucken wir uns lieber die Zeitschrift an, wie sie sich präsentiert und nicht wie sie sich beschreibt:

Gestaltung

Die Gestaltung der Zeitschrift hat mich direkt angesprochen: Vintage-Optik, superschöne Fotos, schönes Handlettering, kreative Gestaltung der Seiten, kleine Zeichnungen, stimmiges Farbkonzept, Einsatz verschiedener Schriftarten und -größen.

Zeitschrift Frisch auf den Tisch

Wie meine Leser wissen, kriegt man mich schnell mit guten Fotos. Und davon gibt’s in „Frisch aus dem Garten“ eine Menge. Beim Durchblättern bekommt man Lust auf Natur: Einblicke in Gärten, Details von Blumen und Gemüsesorten, Menschen beim Gärtnern, leckere Gerichte, kleine Setzlinge (bei denen man denkt „Och bist du klein, was wirst du bloß werden?“), traumhafte Gartenhäuschen. Ich hab direkt Lust bekommen, meine Gummistiefel anzuziehen und raus aufs Feld zu gehen (bzw. zu fahren, wohne ja Mitten in der Stadt).Zeitschrift Frisch auf den Tisch
Neben dem Inhalt ist mir bei einer Zeitschrift eine ansprechende Gestaltung wichtig. Generell bin ich ein Freund von Printprodukten, die verschiedene Schriftarten, -farben, -größen etc. kombinieren. Das macht das Heft lebendig und abwechslungsreich. Wie die Natur halt auch ist, wächst ja nicht alles gleich. So einen Eindruck macht auch die Gestaltung des Heftes: ein bisschen durcheinander, auf den ersten Blick erkenn man kein Konzept. Aber vielleicht ist genau das das Konzept. Versteht ihr was ich meine? So bunt und unterschiedlich wie die Pflanzen wachsen, ist auch das Heft, in dem es ja genau darum geht…

Zum Inhalt

Also zum Inhalt kann ich nicht so viel sagen, ist für mich als Stadtkind Neuland. Von Alys Fowler hab ich zum Beispiel noch nie gehört. Die ist in England sowas wie ein Gärtner-Star… Dann gibt’s da ein Portrait von Jungs, die mit dem Ziel „Selbstversorgung und Spaß“ gärtnern (die köpfen Mittags ne Falsche Wein…weisse Bescheid… 😉 ). Lustig…
Mit Tipps, was man beim Blumentopf-Kauf beachten sollte, hab ich mich auch noch nie beschäftigt (wir haben (leider) einen kleinen Nordbalkon, auf dem nix wächst). Und über die Frage, wie man seinen Garten vor Tauben schützt, hab ich auch noch nie nachgedacht. Aber gut, zu dieser Zielgruppe werde ich ja zukünftig auch gehören – sofern wir unser „Gartenglück“-Projekt auch wirklich bis zum Ende durchziehen.

Einen großen Part nehmen Gemüse und ihre Zubereitung ein. Das wiederum ist vertrautes Terrain, da fühl ich mich wohl. Über 20 Rezepte gibt’s in dem Heft. Damit wird es auch für alle Kochbegeisterten (wie mich) attraktiv. Was ich vielleicht mal ausprobieren will, sind die Quinoa-Blumenkohl-Bärlauch-Küchlein. Die sehen verdammt lecker aus und hören sich auch gut an. Die Foodfotos sind für meinen Geschmack (natürlich) etwas zu klein, aber dafür qualitativ (Foodstyling und Fotografie) echt gut.

Zeitschrift Frisch auf den Tisch
Was mir auch sehr gut gefällt ist, dass es – außer auf den Umschlagseiten – im Heft keine Werbung gibt.

Die Zeitschrift erscheint alle zwei Monate bei ausgewählten Händlern (in Köln gibt’s sie zum Beispiel in der Bahnhofsbuchhandlung) und wird 2,90 Euro kosten.

Verlosung

Wenn ihr Lust habt, die Zeitschrift kennenzulernen, dann hinterlasst mir bis zum 28.05.2015 (24 Uhr) einen Kommentar unter diesem Beitrag (dafür einfach oben auf die Sprechblase klicken). Ich verlose drei aktuelle Ausgaben. Teilnehmen kann jeder, der Volljährig ist.

Die Gewinner wähle ich am 29.5.2015 unter allen Teilnehmern mit Hilfe der Internetseite random.org aus und gebe sie dann hier bekannt. Die Gewinner mögen mir dann bitte innerhalb von einer Woche eine Email mit ihrer Post-Adresse schicken. Wenn ich bis zum 5.06.2015 (12 Uhr) keine Email von den Gewinnern erhalte, verlose ich neu.

Datenschutz: Wenn ihr bei mir einen Kommentar hinterlasse, sieht man nur den Namen, den ihr im Kommentarfeld eingebt (kann also auch ein Fantasiename sein). Die Email-Adresse sehe nur ich, sie ist nicht öffentlich. Jede Email-Adresse wandert nur einmal in den Lostopf (mehrere Kommentare erhöhen also nicht die Gewinnchance).

Ich gebe eure Adresse dann an den Verlag weiter, der euch die Zeitschrift zuschickt. Die Adresse wird nicht an Dritte weitergegeben und auch nicht für weitere Zwecke genutzt. Für den Versand übernehme ich keine Haftung.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich behalte mir vor, die Verlosung vorzeitig abzubrechen.

Viel Glück!
Eure Julia

* Diese Rezension bezieht sich auf die erste Ausgabe der Zeitschrift, da hieß sie noch „Frisch auf den Tisch“. 

Rezension & Verlosung: „Street Food“ von Mario Kotaska

Die Verlosung ist beendet!
Gewonnen hat… Rosa! Herzlichen Glückwunsch! Wie ich deinem Kommentar entnehme, wohnst du ebenfalls in Köln – na wenn das mal nicht passt. 😉 Bitte schicke mir deine Postadresse per Email zu (julia@loeffelgenuss.de), dann macht sich das Buch auf den Weg zu dir. 
An alle anderen: Vielen Dank fürs Mitmachen und die vielen tollen Inspirationen! Mir hat am besten der Tipp von Rabea gefallen: holländische Bitterballen. Die liebe ich auch und hab sie irgendwie gar nicht als „Street Food“ wahrgenommen… Wir haben spontan beschlossen, heute Abend in Marias Eetcafe zu gehen (am Bahnhof Köln West), da gibt es nämlich Bitterballen – fehlt nur die Nordseeluft. 😉
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Zum „Welttag des Buches“ verlose auch ich, wie viele Hundert andere Blogger, ein … Buch (klar!).

Warum ich mich für „Street Food“ von Mario Kotaska entschieden habe, habe ich hier ja schon angedeutet. Ich wollte gerne ein Kochbuch verlosen, in dem es irgendwie um Köln geht, nicht aber unbedingt ein Kochbuch mit typisch kölschen Gerichten (das gab’s mit „Kölsche Tapas“ ja schon). Die liebe Dorothée vom Foodblog „Bushcooks Kitchen“ hat mich dann auf die Idee gebracht „Street Food“ von Mario Kotaska zu verlosen.

Street Food Mario Kotaska

Warum? Weil ich damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlage: Wer meine New York Street Food-Reihe verfolgt hat, weiß, dass ich auf das Konzept total abfahre. Zum anderen war Mario Kotaska von 2003 bis 2011 Küchenchef des Kölner Restaurants La Société (Köln-Bezug!), für das er sogar 2006 einen Stern „erkocht“ hat. Der ein oder andere von euch kennt ihn vielleicht aus der Sendung „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“.

Da lag aber leider auch der Haken: Sterneköche, Fernsehköche, ihre Kochbücher, ihre Gerichte zu mögen, damit tue ich mich schwer („Das Gelbe vom Ei“ von Léa Linster ist vielleicht eine Ausnahme). Aber nach dem ersten Durchblättern stellte ich fest, dass das Buch ganz nach meinem Geschmack gestaltet ist und ich klebte direkt zahlreiche Post-its auf die Rezepte (was ein gutes Zeichen ist).

Gestaltung und Fotos

Ich starte mit meinem Lieblingsthema, der Gestaltung und den Fotos. Die personenzentrierte Titelgestaltung ist nicht so mein Ding, vielleicht muss das bei Kochbüchern von Fernsehköchen so sein? Dafür entschädigt die Gestaltung des Innenteils:

Sehr gut gefällt mir das Farbkonzept: Jede Rezepte-Seite hat eine andere Farbe, die farblich auf das Gericht auf der gegenüberliegenden Seite abgestimmt ist. Dazu kommen kleine Anekdötchen (sowas mag ich ja sehr!) und weitere Fotos, die im Polaroid-Stil (toll!) und wie eingeklebt gestaltet sind. Ein weiterer Pluspunkt: Das Foodstyling (steht leider nicht, wer das gemacht hat) und die Fotos gefallen mir seeeeehr gut! Hier mal zwei Beispiele:

Brötchen mit Kochkäse Speckpfannekuchen

Da ich das Foodstyling und die Fotos für meine Rezepte selbst mache, weiß ich, wie viel Arbeit es ist, die Gerichte so „einfach“ aussehen zu lassen.
Viel schwieriger als einen edlen Teller mit einem sexy Stück Fleisch zu fotografieren, ist es, eine schlichte Stulle anzurichten. Das gelingt zum Beispiel bei „Stulle mit Ahle Worscht“ gut. Man sieht das in Packpapier eingeschlagen Wurstbrot, ein rustikales Messer, darunter eine Landkarte und ein Gläschen Bier.
Oder der Sprossensalat im Reisblatt: Die Auswahl der Farben (grün, blau, weiß als Untergrund, rote Essstäbchen, dann die Summer Rolls im Fokus der Kamera) haben mich direkt angesprochen und ich musste sie unbedingt nachkochen. Gar nicht unbedingt, weil es so lecker klingt, sondern weil das Foto so schön aussieht. Das passiert mir häufiger. 😉

Tja. Die Fotos. Wenn ich mir die Fotos so angucke, wächst in mir ein bisschen das Frust-Tier. Das Fotografieren meiner Gerichte macht mir unheimlich viel Spaß und ich würde sagen, dass ich einige Fotos schon ganz passable hinbekomme, aber die Food-Fotos in „Street Food“ sind irre toll. Jedes einzelne. Aufgrund der Fotos möchte ich manche Gerichte nachkochen, obwohl ich schon weiß, dass sie mir vermutlich gar nicht schmecken werden. Der Ausschnitt, die Farbkombination (gut, das ist Sache des Foodstylings…), der Fokus, der Grad der Tiefenschärfe – alles erscheint mir genau richtig.

Inhalt & Texte

Im Vorwort scheibt Mario Kotaska „Traut euch einfach! … Die Rezepte sollen vor allem inspirieren. Sie sind Denkanstöße zum Experimentieren und nicht streng zu befolgende Anleitungen. Denn: Kochen ist ein kreativer Prozess.“ Das finde ich sehr sympathisch. Denn so koche ich auch. Sich eng an List zu halten, ist für mich nicht kochen. Ich brauche eher Inspiration statt Listen und Inspiration finde ich in diesem Kochbuch (man verzeihe mir dennoch die noch folgende Kritik).

Was mir sehr gut gefällt, sind die kleinen Anekdoten zu den Rezepten, zum Beispiel über die „Kölsche Erbsensupp“ und Kotaskas erste Begegnung mit einem „Halven Hahn“. Herrlich!!! (Sage ich natürlich vor allem auch als Kölnerin…)

Interessant finde ich das Kapitel über „bratwerk“. Peinlich. Ich wohne seit sieben Jahren in Köln und habe noch nicht mitbekommen, dass der Stand vorm Saturn, an dem ich schon unzählige Male vorbei gefahren bin, von Mario Kotaska ist. Dabei steht das sogar dran, hab ich letzten Mittwoch festgestellt. Nun ja. Auf jeden Fall ist die Geschichte zur Currywust nett und hat mich motiviert, beim nächsten Mal auf jeden Fall dort ein Currywurst zu probieren.

Spannend finde ich den Artikel „Aus der Sterneküche ins Fernsehen“. Hier hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber dafür reicht der Platz in einem Kochbuch natürlich nicht aus. Vielleicht hätte ich dann aber noch ein bisschen mehr meine Vorurteile gegenüber Sterne- und Fernsehköche ablegen können…

Die Rezepte

Die Rezepte sind eingeteilt in „Suppen und Salate zum Mitnehmen“, „Herzhaftes für unterwegs“ (gegliedert in Fisch und Meeresfürchte, Fleisch und Vegetarisch) und „Süßes und Drinks“.

Ausprobiert habe ich „Herzhaftes Ayran“, die „Scharfe Entensuppe“ und den „Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt“. Auf meiner Nachkochliste stehen noch die Knollensuppe (aus Sellerie), unbedingt die Bärlauch-Forellen-Torte, der gerollte Speckpfannekuchen mit Schmand und Kopfsalat (weil er so schön aussieht 😉 ), Rievkooche mit Tatatar (wegen Köln), das Prosecco-Huhn (eine Aufgabe für Herrn Löffelgenuss), die Gebackenen Champignons mit Kräuterremoulade, das Brötchen mit heißer Kochkäsefüllung (ich liebe flüssigen Käse!) und die Ingwerlimo. Wie ihr seht, gefällt mir die Auswahl der Rezepte sehr gut. Kotaksa gibt schöne Anregungen und zeigt vieles, das mir auf die beschriebene Art und Weise noch nicht begegnetet ist (sage ich als Foodbloggerin, die viel im Netz unterwegs ist!).

Grünes Ayran  Scharfe Entensuppe  Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Ich war übrigens erst skeptisch und dachte, was ist denn an dem Kochbuch jetzt Street Food? Will hier ein Fernsehkoch einfach einem aktuellen Trend folgen? Bei genauerem Hinsehen muss ich diesen ersten Eindruck revidieren: Es sind schon fast alles Gerichte, die man „auf die Hand“ essen kann. Stellt sich ja auch die Frage, was eigentlich Street Food ist? Aber wenn ich versuchen würde, das zu definieren, würde ich wohl ein Fass ohne Boden aufmachen. Im Vorwort heißt es zu Street Food: „Schließlich meint das Wort nichts anders als Essen zu Mitnehmen. Leckereien, die man genießen kann, wo immer man gerade ist. Und die man einfach selbst zubereiten kann.“

Ein bisschen Kritik muss leider auch sein:

Der Gastrokritiker Jürgen Dollase kritisierte während der Lit.Cologne-Veranstaltung „Den Teller lesen“, dass einige Kochbücher „gehypter“ Köche am Schreibtisch entstünden. Hier, vermute ich, sind einige Rezepte auch eher nicht in der Küche entstanden. Ich will jetzt kein Pingel sein, aber mich stört es, wenn ich ein Rezept nachkochen will und das Rezept drei Mal durchlese, um festzustellen, dass ich nichts überlesen habe, sondern einfach Dinge fehlen. Die Rezepte in meinem Blog sind bestimmt auch nicht frei von Fehlern, aber ich bin auch (Hobby!)-Köchin, Rezept-Autorin, Foodstylistin, Fotografin und Lektorin in einem. Und meine Rezepte gibt es kostenlos. Bei einem Kochbuch für knapp 27 Euro erwartet ich schon ein bisschen mehr Präzision.

Mir gefällt nicht, dass im Rezept das eine steht, man auf den Fotos aber was anderes sieht. Beim Ayran zum Beispiel: „einige Limettenscheiben als Garnitur“ steht da. Im Bild sind die Gläser aber mit Gurken garniert. Warum schreibt man dann nicht „einige Gurkenscheiben als Garnitur“?

Im Rezept für den Sprossensalat fehlt in der Zubereitungsanleitung der Knoblauch. Und die Paprika soll man schälen. Hab ich noch nie gehört. Meint er häuten?

Oder bei der „Scharfen Entensuppe“, da tauchen im vorletzten Abschnitt die Karotten, die Zwiebeln und die Frühlingszwiebeln gar nicht mehr auf. Dabei sollte ich doch für die Suppenbasis jeweils nur einen Teil der in der Zutatenliste angegeben Zutaten verwenden. Außerdem sieht man auf dem Zutaten-Foto Zitronengras. In der Zutatenliste oder Zubereitung taucht es aber nicht auf. Das verunsichert mich. Soll da jetzt Zitronengras rein oder nicht? Ich hätte vermutlich vom Gefühl her eh Zitronengras hinzugefügt. Aber in einem Kochbuch erwarte ich schon präzise Angaben, ich will ja wissen, wie das vorgeschlagene Gericht schmecken soll, improvisieren kann ich dann immer noch…

Ja, vielleicht bin ich doch ein wenig pingelig… Aber, und das ist ja die Hauptsache, geschmeckt haben die Rezepte allesamt! Alles in allem kann ich dem Gewinner zu dem Kochbuch nur gratulieren und empfehle es gerne weiter. Abgesehen von dem furchtbaren Titelbild gefällt es mir wirklich gut.

Teilnahmebedingungen

Wenn ihr das Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska gewinnen möchtet, hinterlasst unter dem Beitrag bitte bis zum 30.04.2015 (24 Uhr) einen Kommentar (dafür einfach oben auf die Sprechblase klicken), in dem ihr die Frage beantwortet, was euer liebstes Street Food- oder „auf die Hand“-Gericht ist. In den Lostopf wandern nur Lose, die auch diese Frage beantworten. Ich habe mir mit der Rezension und der Organisation der Verlosung viel Mühe gegeben und möchte verhindern, dass man hier einfach per Copy and Paste einen Kommentar hinterlässt, den man auf zig Blogs schon hinterlassen hat. Außerdem interessiert mich tatsächlich, was ihr gerne „auf die Hand“ esst 🙂

Teilnehmen kann jeder, der Volljährig ist.

Den Gewinner/die Gewinnerin wähle ich unter allen Teilnehmern am 1.05.2015 mit Hilfe der Internetseite random.org aus und gebe ihn/sie dann hier bekannt. Der Gewinner/die Gewinnerin schicke mir dann bitte innerhalb von einer Woche eine Email mit seiner/ihrer Post-Adresse. Wenn ich bis zum 8.05.2015 (12 Uhr) keine Email erhalte, verlose ich neu.

Datenschutz: Wenn ihr bei mir einen Kommentar hinterlasst, sieht man nur den Namen, den ihr im Kommentarfeld eingebt (kann also auch ein Fantasiename sein). Die Email-Adresse sehe nur ich, sie ist nicht öffentlich. Jede Email-Adresse wandert nur ein Mal in den Lostopf (mehrere Kommentare erhöhen also nicht die Gewinnchance). Die Adresse, die ihr mir für den Versand des Buches zuschickt, gebe ich nicht an Dritte weiter und lösche sie anschließend.

Das Buch versende ich als Büchersendung über die Deutsche Post. Für den Versand übernehme ich keine Haftung.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel vorzeitig abzubrechen.

Vielen Dank an den AT-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensions- und Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Viel Glück und viele Grüße aus Köln!
Eure Julia

Blogger schenken Lesefreude 2015

Wisst ihr, was noch viel schön ist, als ausschlafen zu können? Abends Zeit fürs Lesen zu haben! 😉 Ich liebe es, wenn ich am Ende eines langen Tages mit einem Buch in der Hand in eine andere Welt eintauchen kann.

Gestern war ich zum Beispiel in der Bretagne, an der Seite von Commisaire Dupin. Wir saßen im Restaurant „Quatre Vents“ und haben uns wahnsinnig über den Sturm da draußen geärgert, der drohte, unsere Ermittlungen zunichte zu machen. Erst als die Wirtin verkündete, dass es einen heißen Fischeintopf auf Kosten des Hauses gäbe, entschied sich Dupin, die Ermittlungen Ermittlungen sein zu lassen und sich zu der köstlich duftenden Suppe ein Gläschen Wein zu gönnen. Das war für mich der Moment, in dem es heikel wird: Es war nach Mitternacht, ich lag im Bett und hatte Appetit auf Fischsuppe. Und ein Glas Wein. Oder beides…

So geht es mir auch immer mit Kochbüchern. Deswegen lese ich die natürlich auch nicht vorm Schlafengehen. Und immer nur dann, wenn ich schon gegessen habe. Alles andere ist Quälerei.

Bald ist es wieder soweit: Am 24. April ist Welttag des Buches. Da ich mir, wie ihr oben sicherlich schon bemerkt habt, ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen kann (ich hab ja nicht umsonst Literaturwissenschaft studiert), bin ich auch dieses Jahr wieder bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ dabei.

Kennt ihr noch nicht? Ausgedacht haben sich diese Aktion Christina und Dagmar. Es geht darum, dass alle Bloggerinnen und Blogger, die mitmachen, am Welttag des Buches ein Buch verlosen. Ich auch. Und was könnte es bei mir anderes geben als ein Kochbuch?

Natürlich nicht irgendein Kochbuch. Ein Bezug zu Köln sollte es haben. Warum? Weiß ich auch nicht. Der Zufall wollte es bei den letzten beiden Aktionen so. Vor zwei Jahren habe ich „Kölsche Tapas“ verlost, das der Sänger der Höhner (ihr wisst schon, „Viva Colonia“ und so) geschrieben und sogar signiert hat. Im vergangenen Jahr konnte ich den Kölner Illustrator Peter Gaymann für die Aktion gewinnen. Er hat „Das Gelbe vom Ei“, ein Kochbuch von Léa Linster, bebildert und ich habe mich sehr gefreut, ihn in seinem Atelier in Köln-Sülz zu besuchen, wo er für die Gewinnerinnen die Bücher signiert hat.

So. Jetzt fragt ihr euch sicher schon, was ich denn dieses Jahr verlose. Ich hab was richtig Tolles für euch organsiert! Vor allem, wenn euch meine Street Food-Reihe gefallen hat, ist dieses Buch genau richtig für euch. Denn um Street Food geht es auch in dem Kochbuch von Mario Kotaska. Was der und sein Kochbuch mit Köln zu tun haben?

StreetFoodMarioKotaska

Erzähl ich euch: Ich stelle euch das Buch am 24. April 2015 hier ausführlich vor, ihr habt dann bis zum 1. Mai Zeit, das Buch zu gewinnen. Ich wünsche euch viel Vorfreude auf die Aktion!

Eure Julia

Liebe Gewinnspielteilnehmer!

Verlosung Gelbe vom Ei_web
Es ist soweit, die Gewinner der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ stehen fest! Wow, 75 Personen haben an meinem Gewinnspiel teilgenommen. Ich danke euch ganz herzlich für die vielen netten Kommentare!
Und ich freue mich, heute die Gewinner bekannt zu geben. Ihr habt ein wirklich tolles, kreatives Kochbuch gewonnen. Herr Löffelgenuss hat die Glücksfee gespielt und folgende zwei Gewinner aus dem Lostopf gefischt… And the winners are:

….. Trommelwirbel……

U.M.
Andrea M.

Herzlichen Glückwunsch und viel Spaß beim Kochen!

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Maifeiertag,
Eure Julia

Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Sauce

Sesamhähnchen m Paprikacurry_2Damit euch die Zeit bis zur Ermittlung der glücklichen Gewinner nicht zu lang wird, gibt’s heute passend zur Verlosung ein Rezept aus dem Kochbuch „Das Gelbe vom Ei. Huhnglaubliche Gerichte“. Ich hätte Lust, gleich mehrere Rezepte auszuprobieren, im Buch kann man wirklich Tolles entdecken. Aber ich habe mich aus ganz banalen Gründen für die „Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Sauce“ entschieden. Einfach weil ich das Foto so schön fand! 🙂 Wunderschönes Farbspiel aus Türkis und Orange. Außerdem klingt die Paprika-Curry-Sauce sehr lecker…

Ich mache bei diesem Rezept mal etwas, das ich sonst nicht mache: Ich gebe die Zutatenliste so wieder, wie es im Buch steht, denn ich möchte dem Rezept die Léa Linster-Note erhalten – immerhin ist es das Rezept einer Sterneköchin (Premiere auf Löffelgenuss!). Aber wie immer, hab ich es etwas nach meinem Geschmack abgewandelt, meine Variante setzte ich in Klammern dahinter. Die Zubereitung gebe ich in meinen Worten wieder.

Zutaten
(für 4 Portionen)

1 Zwiebel
1 rote Paprikaschote
2 Stängel Petersilie
1 Stängel Zitronengras (hatte ich nicht da, hab ich durch ein Stück Ingwer und einige Limettenblätter ersetzt)
2 EL Olivenöl
1 EL Currypaste oder –pulver (ich habe gelbe Currypaste genommen, perfekt!)
½ L Hühnerbouillon (zu meiner Schande gestehe ich, dass ich Bouillon aus dem Glas genommen habe…)
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 EL Mehl
1 EL gute Butter
100g Sahne
Meersalz, Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft (ich habe 2 EL verwendet)

2 kleine Stangen Lauch (ich habe 8 Lauchzwiebeln benutzt und vom Rest Lauchgemüse dazu serviert)
Salz, Pfeffer
8 EL helle Sesamsamen (ich habe nur 4 EL benötigt)
4 Brustfilets von guten Poularden (ich habe mir Bio-Hähnchenbrustfilets gegönnt)
Öl zum Braten
Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl anrösten bis er goldbraun wird. Auf einen flachen Teller geben und Beiseite stellen.

Die Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und der Länge nach eine Tasche in das Fleisch schneiden. Die Innenseiten ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und den dunkelgrünen Teil wegschneiden und die äußeren Blätter säubern. Ich habe den Lauch, der in die Hähnchenbrust kommt – anders als Léa Linster – vorm Blanchieren nicht geschnitten, sondern ganz gelassen. Nur den restlichen Lauch, den ich als Gemüsebeilage serviere, habe ich vorm Blanchieren der Länge nach geviertelt.

Jeweils eine Stange Lauch in die Hähnchenbrust geben und mit einem Zahnstocher verschließen. Das Fleisch dann von beiden Seiten im Sesam wenden bis die Hähnchenbrust von einem feinen Sesam-Mantel überzogen ist.

Die Paprika waschen, entkernen, entstielen und fein würfeln. Die Zwiebel ebenfalls fein würfeln.

Die Petersilienzweige waschen, ebenso das Zitronengras (bzw. alternativ die Limettenblätter, den Ingwer schälen).

Mehl und Butter mit einer Gabel zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten.

Paprika und Zwiebel in einem Schluck Öl andünsten (bis sie weich sind). Die Currypaste hinzugeben und ein bisschen mitdünsten lassen, dann mit dem Hühnerbouillon aufgießen. Petersilie und Zitronengras (alternativ Limettenblätter und das Stück Ingwer) hinzu geben und mit einem bisschen frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Das Ganze bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Nach etwa 20 Minuten die Petersilie und das Zitronengras (alternativ die Limettenblätter und den Ingwer) herausnehmen und die Sauce mit dem Mehl-Butter-Gemisch binden. (Das kannte ich noch nicht. Ich binde immer mit einem Mehl-Wasser-Gemisch. Ich vermute aber, die Butter gibt dem Ganzen dann noch ein bisschen mehr Geschmack).
Die Sauce dann noch mal etwa 10 Minuten köcheln lassen, bevor ihr sie mit einem Pürierstab schön fein püriert. Da mein Pürierstab nicht so leistungsstark ist, habe ich das Ganze dann noch mal durch ein feines Sieb gezogen. Ich dachte mir, das passt doch zum Rezept einer Sterneköchin 😉
Zu guter Letzt die Sahne hinzugeben und die Sauce noch einmal aufkochen lassen, bevor ihr die Hitze reduziert und die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmeckt.

Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen.

Die Hähnchenbrust in etwas Öl von beiden Seiten goldgelb anbraten. Anschließend solange im Ofen backen bis sie gar sind (etwa 10 Minuten). Am Ende das Lauchgemüse hinzu geben, damit es wieder warm wird.

Die Hähnchenbrust auf einem Lauchbett servieren, drumherum etwas von der Sauce verteilen.

Ich wünsche euch guten Appetit, viel Glück bei der Verlosung und noch viel Spaß bei „Blogger schenken Lesefreude„!
Eure Julia