Rezension & Verlosung: „Street Food“ von Mario Kotaska

Die Verlosung ist beendet!
Gewonnen hat… Rosa! Herzlichen Glückwunsch! Wie ich deinem Kommentar entnehme, wohnst du ebenfalls in Köln – na wenn das mal nicht passt. 😉 Bitte schicke mir deine Postadresse per Email zu (julia@loeffelgenuss.de), dann macht sich das Buch auf den Weg zu dir. 
An alle anderen: Vielen Dank fürs Mitmachen und die vielen tollen Inspirationen! Mir hat am besten der Tipp von Rabea gefallen: holländische Bitterballen. Die liebe ich auch und hab sie irgendwie gar nicht als „Street Food“ wahrgenommen… Wir haben spontan beschlossen, heute Abend in Marias Eetcafe zu gehen (am Bahnhof Köln West), da gibt es nämlich Bitterballen – fehlt nur die Nordseeluft. 😉
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Zum „Welttag des Buches“ verlose auch ich, wie viele Hundert andere Blogger, ein … Buch (klar!).

Warum ich mich für „Street Food“ von Mario Kotaska entschieden habe, habe ich hier ja schon angedeutet. Ich wollte gerne ein Kochbuch verlosen, in dem es irgendwie um Köln geht, nicht aber unbedingt ein Kochbuch mit typisch kölschen Gerichten (das gab’s mit „Kölsche Tapas“ ja schon). Die liebe Dorothée vom Foodblog „Bushcooks Kitchen“ hat mich dann auf die Idee gebracht „Street Food“ von Mario Kotaska zu verlosen.

Street Food Mario Kotaska

Warum? Weil ich damit gleich zwei Fliegen mit einer Klappe schlage: Wer meine New York Street Food-Reihe verfolgt hat, weiß, dass ich auf das Konzept total abfahre. Zum anderen war Mario Kotaska von 2003 bis 2011 Küchenchef des Kölner Restaurants La Société (Köln-Bezug!), für das er sogar 2006 einen Stern „erkocht“ hat. Der ein oder andere von euch kennt ihn vielleicht aus der Sendung „Die Kochprofis – Einsatz am Herd“.

Da lag aber leider auch der Haken: Sterneköche, Fernsehköche, ihre Kochbücher, ihre Gerichte zu mögen, damit tue ich mich schwer („Das Gelbe vom Ei“ von Léa Linster ist vielleicht eine Ausnahme). Aber nach dem ersten Durchblättern stellte ich fest, dass das Buch ganz nach meinem Geschmack gestaltet ist und ich klebte direkt zahlreiche Post-its auf die Rezepte (was ein gutes Zeichen ist).

Gestaltung und Fotos

Ich starte mit meinem Lieblingsthema, der Gestaltung und den Fotos. Die personenzentrierte Titelgestaltung ist nicht so mein Ding, vielleicht muss das bei Kochbüchern von Fernsehköchen so sein? Dafür entschädigt die Gestaltung des Innenteils:

Sehr gut gefällt mir das Farbkonzept: Jede Rezepte-Seite hat eine andere Farbe, die farblich auf das Gericht auf der gegenüberliegenden Seite abgestimmt ist. Dazu kommen kleine Anekdötchen (sowas mag ich ja sehr!) und weitere Fotos, die im Polaroid-Stil (toll!) und wie eingeklebt gestaltet sind. Ein weiterer Pluspunkt: Das Foodstyling (steht leider nicht, wer das gemacht hat) und die Fotos gefallen mir seeeeehr gut! Hier mal zwei Beispiele:

Brötchen mit Kochkäse Speckpfannekuchen

Da ich das Foodstyling und die Fotos für meine Rezepte selbst mache, weiß ich, wie viel Arbeit es ist, die Gerichte so „einfach“ aussehen zu lassen.
Viel schwieriger als einen edlen Teller mit einem sexy Stück Fleisch zu fotografieren, ist es, eine schlichte Stulle anzurichten. Das gelingt zum Beispiel bei „Stulle mit Ahle Worscht“ gut. Man sieht das in Packpapier eingeschlagen Wurstbrot, ein rustikales Messer, darunter eine Landkarte und ein Gläschen Bier.
Oder der Sprossensalat im Reisblatt: Die Auswahl der Farben (grün, blau, weiß als Untergrund, rote Essstäbchen, dann die Summer Rolls im Fokus der Kamera) haben mich direkt angesprochen und ich musste sie unbedingt nachkochen. Gar nicht unbedingt, weil es so lecker klingt, sondern weil das Foto so schön aussieht. Das passiert mir häufiger. 😉

Tja. Die Fotos. Wenn ich mir die Fotos so angucke, wächst in mir ein bisschen das Frust-Tier. Das Fotografieren meiner Gerichte macht mir unheimlich viel Spaß und ich würde sagen, dass ich einige Fotos schon ganz passable hinbekomme, aber die Food-Fotos in „Street Food“ sind irre toll. Jedes einzelne. Aufgrund der Fotos möchte ich manche Gerichte nachkochen, obwohl ich schon weiß, dass sie mir vermutlich gar nicht schmecken werden. Der Ausschnitt, die Farbkombination (gut, das ist Sache des Foodstylings…), der Fokus, der Grad der Tiefenschärfe – alles erscheint mir genau richtig.

Inhalt & Texte

Im Vorwort scheibt Mario Kotaska „Traut euch einfach! … Die Rezepte sollen vor allem inspirieren. Sie sind Denkanstöße zum Experimentieren und nicht streng zu befolgende Anleitungen. Denn: Kochen ist ein kreativer Prozess.“ Das finde ich sehr sympathisch. Denn so koche ich auch. Sich eng an List zu halten, ist für mich nicht kochen. Ich brauche eher Inspiration statt Listen und Inspiration finde ich in diesem Kochbuch (man verzeihe mir dennoch die noch folgende Kritik).

Was mir sehr gut gefällt, sind die kleinen Anekdoten zu den Rezepten, zum Beispiel über die „Kölsche Erbsensupp“ und Kotaskas erste Begegnung mit einem „Halven Hahn“. Herrlich!!! (Sage ich natürlich vor allem auch als Kölnerin…)

Interessant finde ich das Kapitel über „bratwerk“. Peinlich. Ich wohne seit sieben Jahren in Köln und habe noch nicht mitbekommen, dass der Stand vorm Saturn, an dem ich schon unzählige Male vorbei gefahren bin, von Mario Kotaska ist. Dabei steht das sogar dran, hab ich letzten Mittwoch festgestellt. Nun ja. Auf jeden Fall ist die Geschichte zur Currywust nett und hat mich motiviert, beim nächsten Mal auf jeden Fall dort ein Currywurst zu probieren.

Spannend finde ich den Artikel „Aus der Sterneküche ins Fernsehen“. Hier hätte ich gerne noch mehr erfahren, aber dafür reicht der Platz in einem Kochbuch natürlich nicht aus. Vielleicht hätte ich dann aber noch ein bisschen mehr meine Vorurteile gegenüber Sterne- und Fernsehköche ablegen können…

Die Rezepte

Die Rezepte sind eingeteilt in „Suppen und Salate zum Mitnehmen“, „Herzhaftes für unterwegs“ (gegliedert in Fisch und Meeresfürchte, Fleisch und Vegetarisch) und „Süßes und Drinks“.

Ausprobiert habe ich „Herzhaftes Ayran“, die „Scharfe Entensuppe“ und den „Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt“. Auf meiner Nachkochliste stehen noch die Knollensuppe (aus Sellerie), unbedingt die Bärlauch-Forellen-Torte, der gerollte Speckpfannekuchen mit Schmand und Kopfsalat (weil er so schön aussieht 😉 ), Rievkooche mit Tatatar (wegen Köln), das Prosecco-Huhn (eine Aufgabe für Herrn Löffelgenuss), die Gebackenen Champignons mit Kräuterremoulade, das Brötchen mit heißer Kochkäsefüllung (ich liebe flüssigen Käse!) und die Ingwerlimo. Wie ihr seht, gefällt mir die Auswahl der Rezepte sehr gut. Kotaksa gibt schöne Anregungen und zeigt vieles, das mir auf die beschriebene Art und Weise noch nicht begegnetet ist (sage ich als Foodbloggerin, die viel im Netz unterwegs ist!).

Grünes Ayran  Scharfe Entensuppe  Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Ich war übrigens erst skeptisch und dachte, was ist denn an dem Kochbuch jetzt Street Food? Will hier ein Fernsehkoch einfach einem aktuellen Trend folgen? Bei genauerem Hinsehen muss ich diesen ersten Eindruck revidieren: Es sind schon fast alles Gerichte, die man „auf die Hand“ essen kann. Stellt sich ja auch die Frage, was eigentlich Street Food ist? Aber wenn ich versuchen würde, das zu definieren, würde ich wohl ein Fass ohne Boden aufmachen. Im Vorwort heißt es zu Street Food: „Schließlich meint das Wort nichts anders als Essen zu Mitnehmen. Leckereien, die man genießen kann, wo immer man gerade ist. Und die man einfach selbst zubereiten kann.“

Ein bisschen Kritik muss leider auch sein:

Der Gastrokritiker Jürgen Dollase kritisierte während der Lit.Cologne-Veranstaltung „Den Teller lesen“, dass einige Kochbücher „gehypter“ Köche am Schreibtisch entstünden. Hier, vermute ich, sind einige Rezepte auch eher nicht in der Küche entstanden. Ich will jetzt kein Pingel sein, aber mich stört es, wenn ich ein Rezept nachkochen will und das Rezept drei Mal durchlese, um festzustellen, dass ich nichts überlesen habe, sondern einfach Dinge fehlen. Die Rezepte in meinem Blog sind bestimmt auch nicht frei von Fehlern, aber ich bin auch (Hobby!)-Köchin, Rezept-Autorin, Foodstylistin, Fotografin und Lektorin in einem. Und meine Rezepte gibt es kostenlos. Bei einem Kochbuch für knapp 27 Euro erwartet ich schon ein bisschen mehr Präzision.

Mir gefällt nicht, dass im Rezept das eine steht, man auf den Fotos aber was anderes sieht. Beim Ayran zum Beispiel: „einige Limettenscheiben als Garnitur“ steht da. Im Bild sind die Gläser aber mit Gurken garniert. Warum schreibt man dann nicht „einige Gurkenscheiben als Garnitur“?

Im Rezept für den Sprossensalat fehlt in der Zubereitungsanleitung der Knoblauch. Und die Paprika soll man schälen. Hab ich noch nie gehört. Meint er häuten?

Oder bei der „Scharfen Entensuppe“, da tauchen im vorletzten Abschnitt die Karotten, die Zwiebeln und die Frühlingszwiebeln gar nicht mehr auf. Dabei sollte ich doch für die Suppenbasis jeweils nur einen Teil der in der Zutatenliste angegeben Zutaten verwenden. Außerdem sieht man auf dem Zutaten-Foto Zitronengras. In der Zutatenliste oder Zubereitung taucht es aber nicht auf. Das verunsichert mich. Soll da jetzt Zitronengras rein oder nicht? Ich hätte vermutlich vom Gefühl her eh Zitronengras hinzugefügt. Aber in einem Kochbuch erwarte ich schon präzise Angaben, ich will ja wissen, wie das vorgeschlagene Gericht schmecken soll, improvisieren kann ich dann immer noch…

Ja, vielleicht bin ich doch ein wenig pingelig… Aber, und das ist ja die Hauptsache, geschmeckt haben die Rezepte allesamt! Alles in allem kann ich dem Gewinner zu dem Kochbuch nur gratulieren und empfehle es gerne weiter. Abgesehen von dem furchtbaren Titelbild gefällt es mir wirklich gut.

Teilnahmebedingungen

Wenn ihr das Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska gewinnen möchtet, hinterlasst unter dem Beitrag bitte bis zum 30.04.2015 (24 Uhr) einen Kommentar (dafür einfach oben auf die Sprechblase klicken), in dem ihr die Frage beantwortet, was euer liebstes Street Food- oder „auf die Hand“-Gericht ist. In den Lostopf wandern nur Lose, die auch diese Frage beantworten. Ich habe mir mit der Rezension und der Organisation der Verlosung viel Mühe gegeben und möchte verhindern, dass man hier einfach per Copy and Paste einen Kommentar hinterlässt, den man auf zig Blogs schon hinterlassen hat. Außerdem interessiert mich tatsächlich, was ihr gerne „auf die Hand“ esst 🙂

Teilnehmen kann jeder, der Volljährig ist.

Den Gewinner/die Gewinnerin wähle ich unter allen Teilnehmern am 1.05.2015 mit Hilfe der Internetseite random.org aus und gebe ihn/sie dann hier bekannt. Der Gewinner/die Gewinnerin schicke mir dann bitte innerhalb von einer Woche eine Email mit seiner/ihrer Post-Adresse. Wenn ich bis zum 8.05.2015 (12 Uhr) keine Email erhalte, verlose ich neu.

Datenschutz: Wenn ihr bei mir einen Kommentar hinterlasst, sieht man nur den Namen, den ihr im Kommentarfeld eingebt (kann also auch ein Fantasiename sein). Die Email-Adresse sehe nur ich, sie ist nicht öffentlich. Jede Email-Adresse wandert nur ein Mal in den Lostopf (mehrere Kommentare erhöhen also nicht die Gewinnchance). Die Adresse, die ihr mir für den Versand des Buches zuschickt, gebe ich nicht an Dritte weiter und lösche sie anschließend.

Das Buch versende ich als Büchersendung über die Deutsche Post. Für den Versand übernehme ich keine Haftung.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich behalte mir vor, das Gewinnspiel vorzeitig abzubrechen.

Vielen Dank an den AT-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensions- und Verlosungsexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Viel Glück und viele Grüße aus Köln!
Eure Julia

Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt

Hier kommt wie versprochen ein weiteres Rezept, das ich aus dem Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska nachgekocht habe und das es im Rahmen von „Blogger schenken Lesefreude“ ab dem 24.04.2015 auf meinem Blog zu gewinnen gibt (also das Kochbuch, nicht das Rezpt, nä? 😉 ). 

Diesen Sprossensalat gab es als eine von verschiedenen Zutaten zum Hauptgericht: Vietnamesische Summer Rolls. Als Vorspeise habe ich, ebenfalls aus dem Kochbuch, eine Scharfe Entensuppe gekocht (wie uns die geschmeckt hat, könnt ihr hier nachlesen). Wir hatten spontan ein paar Gäste eingeladen, vietnamesische Summer Rolls kann man nämlich am besten mit mehreren Personen essen. Es ist total nett, wenn alle Zutaten in der Mitte des Tisches stehen und man sich das Essen gemeinsam am Tisch zubereitet. Der Sprossensalat war eine von mehreren Ideen, wie man die Reisblätter füllen kann. Bei uns gab es unter anderem noch mariniertes Schweinefilet, Garnelen, verschiedene Kräuter und Rice-Vermicelli. Der Sprossensalat passte hervorragend dazu und gab den Summer Rolls durch die gelungene Mischung an Zutaten eine ganz besondere Note.

Viel Spaß beim Ausprobieren!
Eure Julia

Rezept: Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt (nach Mario Kotaska)
Zutaten für 6 Personen

1 kleine rote Zwiebel
1 Karotte
1 Baby Pak Choy
1 Frühlingszwiebel
½ rote Paprika (ich habe eine ganze Paprika genommen)
1 kleine rote scharfe Chili
½ Knoblauchzehe
1 haselnussgroßes Stück Ingwer
2 TL geröstetes Sesamöl
100g Sprossen
1 EL Thai-Fischsoße
1 Limette, Saft
etwas braunen Zucker (ich habe 1 TL genommen)
12-16 Reisblätter

Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.

Die Karotte schälen und in kleine Stifte schneiden.

Den Pak Choy waschen und in feine Streifen schneiden.

Von der Frühlingszwiebel die Wurzel und das dunkle Grün wegschneiden, den Rest säubern und in feine Ringe schneiden.

Die Paprika und die Chili waschen, Stil und Kerne wegschneiden und die Chili in feine Ringe, die Paprika in kleine Stifte schneiden.

Den Knoblauch fein hacken.

Den Ingwer schälen und fein reiben.

Die Sprossen waschen und etwas abtrocknen oder im Sieb trockenschütteln.

Das Sesamöl in einer beschichteten Pfanne (oder im Wok) erhitzen. Zwiebel, Karotte, Pak Choy, Frühlingszwiebel, Paprika, Chili, Knoblauch und Ingwer darin kurz andünsten. So etwa 3 Minuten. Das Gemüse soll noch Biss haben und nicht butterweich werden – so mochten wir es zumindest.

Das Gemüse mit dem Limettensaft, der Fischsoße und etwas braunem Zucker (ca. 1 TL) abschmecken. Die Sprossen hinzu geben und gut vermengen.

Die Reisblätter kurz in kaltem Wasser einweichen, etwa 2 EL Sprossensalat (je nach Größe der Reisblätter) darauf verteilen und vorsichtig einrollen. Das ist ein bisschen fummelig, klappt aber spätestens nach dem dritten Päckchen ganz gut. 😉

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Scharfe Entensuppe

Scharfe Entensuppe

Eigentlich mache ich es bei Rezensionen ja umgekehrt: Erst gibt’s die Rezension, dann ein paar nachgekochte Rezepte. Dieses Mal mache ich es anders. Bevor ich euch das Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska vorstelle, das ich am 24. April 2015 anlässlich des Welttags des Buches hier verlose, zeige ich euch ein paar Rezepte von ihm. Das Rezept für „Herzhaftes Ayran“ hab ich euch schon vorgestellt und es hat mir sehr gut gefallen.

Am Wochenende hab ich die „Scharfe Entensuppe“ nachgekocht. Wir haben spontan ein paar Gäste eingeladen (ich brauchte ja ein paar Kritiker…) und ich habe den ganzen Samstag in der Küche gewirbelt. Es sollte nämlich nicht nur diese Suppe geben, sondern auch den „Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt“, ebenfalls aus dem Buch (das Rezept stelle ich euch nächsten Freitag vor). Solche Tage liebe ich ja, wenn ich so vor mich hin schnibbeln und köcheln kann und anschließend ausreichend Zeit habe, die Gerichte schön in Szene zu setzten und zu fotografieren.

Die Suppe war, so wie ich sie zubereitet habe (etwas abgewandelt), wirklich köstlich – das meinten auch die Gäste. Das größte Kompliment von zwei Asien-Urlaubern: „Schmeckt echt authentisch!“. Das hat mich natürlich total gefreut. Ich fand’s auch sehr authentisch – und das, obwohl ich noch nie in Asien war… 😉 Aber zumindest kann man sich mit dieser Suppe ein bisschen Asien in die Wohnung holen.

Guten Appetit!
Eure Julia


Rezept: Scharfe Entensuppe (nach Mario Kotaska)
Zutaten für 6 Personen

1 große Ente, am besten Freiland*
etwas Sesamöl (zum Anbraten der Fleischteile)
300g Shimeji-Pilze (hab ich leider nicht gefunden und daher durch Shiitake-Pilze ersetzt)
5 Shiitake-Pilze (s.o., ich habe entsprechend 300g Shiitake genommen)
3 Karotten
2 Frühlingszwiebeln
2 rote Zwiebeln
5 Knoblauchzehen (ich habe „nur“ 3 Knoblauchzehen genommen)
3-7 rote Chili (ich habe 3 frische, rote Chili genommen – chön charf!)
1 kleiner Bund Koriander
1 daumendickes Stück Ingwer
3 Stängel Zitronengras (meine eigene Idee)
100ml Thai-Fischsoße (ich habe nur die Hälfte genommen)
50ml Sojasoße (auch hier habe ich nur die Hälfte genommen)
1-2 Limetten, Abrieb und Saft (ich habe nur den Saft genommen)
Salz

* Wir haben leider keine frische Ente bekommen (hätte man bestellen müssen, hab das Gericht aber spontan kochen wollen… und es sei auch grad nicht Enten-Saison, hab ich mir sagen lassen…).
Die Pilze putzen oder waschen und alle (bis auf etwa 4 Pilze) in Scheiben schneiden. Die 4 Pilze vierteln.

Die Karotten schälen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Die Frühlingszwiebeln waschen, die Wurzel wegschneiden, den Rest in dünne Ringe schneiden.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.

Den Knoblauch schälen und in grobe Scheiben schneiden.

Die Chili waschen, den Stil wegschneiden und die Chili (samt Kernen) in Ringe schneiden.

Den Koriander waschen, trockenschütteln, die Wurzeln wegschneiden. Von der Hälfte der Stängel die Blätter abzupfen und Beiseite legen.

Den Ingwer schälen und grob in Scheiben schneiden.

Das Zitronengras waschen und in grobe Stücke schneiden. Mit einem Messergriff (o.ä.) fest andrücken, so löst sich der Saft/das Aroma besser aus (hab ich mal gelesen…).

Das Fleisch waschen und zerteilen und in einem großen Topf in etwas Sesamöl anbraten. Mit gut 2 Liter Wasser auffüllen und zum Kochen bringen.

Die 4 geviertelten Shiitake, die Hälfte der Karotten, die Hälfte der Frühlingszwiebeln und Zwiebeln, den Knoblauch, die Chili, den Koriander (alles außer die Beiseite gelegten Blätter), den Ingwer und das Zitronengras in den Topf geben. Fischsoße und Sojasoße hinzugeben und alles rund 2 Stunden sanft köcheln lassen.

Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und zurück in den Topf füllen. Die Chili-Ringe sowie das Fleisch aus dem Sieb herausfischen, den Rest entsorgen. Die Kerne sollten sich mittlerweile aus den Chili-Ringen gelöst haben. Wenn nicht, übrig gebliebene Kerne aus den Chili-Ringen lösen. Das Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Stücke teilen.

Die restlichen Karotten, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln, die Chili-Ringe sowie das Fleisch wieder in die Brühe geben und das Ganze noch mal so lange köcheln lassen, bis das Gemüse durchgegart ist, aber noch etwas Biss hat.

Die in Scheiben geschnittenen Pilze in etwas Sesamöl anbraten.

Vor dem Servieren die Korianderblätter, die Pilze und den Limettensaft hinzugeben. Eventuell mit Salz abschmecken.

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Verlosung und Rezension „Das Gelbe vom Ei“


Das Gelbe vom Ei

Die Verlosung ist beendet!

Heute ist es soweit! Wie schon angekündigt verlose ich heute, am „Welttag des Buches“ und im Rahmen der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“, auf meinem Foodblog ein… was wohl? 😉 … Buch. Natürlich nicht irgendein Buch. Es muss selbstverständlich ein Kochbuch sein. Und nicht nur irgendein Kochbuch. Sondern ein Kochbuch, das es so noch nicht gegeben hat und das gerade erst erschienen ist, ein Kochbuch mit Rezepten rund ums Ei und ums Huhn von Léa Linster – mit Zeichnungen von Peter Gaymann. Ihr könnt bei mir gleich zwei Ausgaben von „Das Gelbe vom Ei. Huhnglaubliche Rezepte“ gewinnen (eines davon ist sogar signiert!). Wie es dazu kam und warum ich ausgerechnet dieses Buch verlose, hab ich ja schon im letzten Beitrag erzählt.

Im Vorwort beschreibt Léa Linster, wie das Buch entstanden ist und gibt einen Freund wieder, der Peter Gaymann so beschreibt: „…er besitzt einen riesigen Hühnerhaufen. Keine Bodenhaltung, trotzdem laufen die Hühner alle frei rum – in seinem Atelier, in seiner Fantasie.“ Eine schöne Beschreibung für den Kölner Zeichner.
Über diesem Text ist ein Cartoon von ihm, der eigentlich genau die gleiche Geschichte erzählt, halt nur nicht in Worten, sondern mit einer Zeichnung: Eine Köchin (offensichtlich Léa Linster) kniet vor einem (überrascht schauenden Huhn) und überreicht diesem eine Visitenkarte mit den Worten „Ich will sie zu nichts zwingen, aber ich lasse Ihnen mal mein Kärtchen da.“ Herrlisch!

Gestaltung & Fotos

Das Buch ist im Ars Vivendi Verlag erschienen. Das lässt schon mal auf eine besonders hochwertige Verarbeitung schließen: Das zeitschriftengroße Kochbuch hat ein optisch sowie haptisch ansprechendes Cover und eine Fadenbindung. Es macht also von Außen schon etwas her.

„Auch wichtig (für mich als Foodbloggerin sowieso): Ein gutes Foodstyling und schöne Fotos. Die Gerichte setzt Justyna Krzyżanowska ganz nach meinem Geschmack in Szene. Passend zur Gestaltung des Buches sind die Foodfotos nicht überfrachtet, sondern schön schlicht mit ausgesuchtem Fokus und wenig Schärfetiefe. Auch die Farbwelten in den Bildern sind ausgesucht und stimmig.

Das Impressum verrät, dass Krzyżanowska auch für die Gestaltung des Buches verantwortlich ist. Auch hier trifft die (wohl mehrfach ausgezeichnete) Buchdesignerin voll meinen Geschmack: Die Seiten sind sparsam gefüllt. Neben den ganzseitigen Foodfotos findet man die Rezepte übersichtlich gegliedert in Zutatenlisten und Zubereitungsmethoden, als Fußnote gibt’s hier und da „Léas Tricks“ und ab und zu spaziert auch mal ein Huhn von Peter Gaymann durchs Bild (oder ein süßes kleines Huhn sitz angelnd am Tellerrand einer Hühnersuppe). Auf den Doppelseiten gibt es dann viel Platz für die Zeichnungen des Kölner Künstlers.

Neben den Rezepten und den Zeichnungen gibt es zwischendurch immer mal wieder Infos über Nährwerte, die Farbe von Eiern, wie man feststellt, ob ein Ei noch frisch ist, etc. Diese Zwischeninfos sind schön luftig gestaltet: meist sind es nur ein paar Zeilen auf einem sonst leeren Blatt (gelb übrigens mit weißten Punkten: Eier wohin man blickt!). Diese Luftigkeit mag ich.

Rezepte von Léa Linster

Die Rezepte sind allesamt von Léa Linster. Natürlich sagt mir der Name Léa Linster etwas. Aber ich muss zugeben, dass ich mir noch nie viele Gedanken über sie gemacht habe – was vor allem daran liegt, dass (Löffelgenuss-Leser wissen es) ich Promiköche nicht unbedingt mag. Sie kochen mir auf einem zu hohen Niveau und den Rummel um die Person verstehe ich häufig nicht. Bei Léa Linster mache ich da eine Ausnahme. Ich habe großen Respekt davor, dass sie sich als Frau in der doch sehr männerdominanten Kochwelt behauptet hat.

Aber nun zu den Rezepten: Eingeteilt ist das Buch in drei Kategorien: „Kleine Speisen mit Ei“, „Gerichte für Huhngrige“ und „Federleichte Nachspeisen“.
Das erste Rezept, das einem begegnet? Ein Rezept für ein Frühstücksei. Ehm…. Nun ja… Also warum es eine Anleitung fürs Eierkochen braucht, hab ich beim ersten Blick ins Buch nicht ganz verstanden. Aber nun gut. Schließlich geht es ja um das Gelbe vom Ei. Warum also nicht als erstes einfach erklären, wie man genau das hinbekommt?

Im „Ei-Kapitel“ begegnen einem viele Klassiker und Basics: das besagte Frühstücksei, ein Rezept für den England-Klassiker „Bacon and Eggs“, eine Art „Eier Benedict“, Spiegeleier, Ei im Glas etc. Die „Mimosa-Eier“ wären vielleicht auch für mich als „Eierskeptikerin“ etwas: gekochte Eier gefüllt mit einer Crème aus Mayonnaise und Senf, garniert mit Sardellenfilets, Schnittlauchröllchen und gehackten Radieschen. Sieht nicht nur hübsch aus (Lob mal wieder an die Fotografin!), es klingt auch verlockend.

Nachgekocht habe ich aus der Kategorie „Gerichte für Huhngrige“ die „Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Soße“. Zum einen sah das Foto einfach verlockend aus, zum anderen las sich das Rezept sehr gut: Die Hähnchenbrust wird mit Lauchzwiebeln gefüllt, in geröstetem Sesam „paniert“ und angebraten. Dazu serviert Léa Linster eine Paprika-Curry-Sauce, die einfach köstlich schmeckt! Dafür werden eine Zwiebel und eine rote Paprika angebraten und püriert. Ihren tollen Geschmack bekommt die Sauce unter anderem durch Currypaste, Muskat, Zitronengras und Sahne. Das Rezept verblogge ich in den nächsten Tagen, das habe ich jetzt leider nicht mehr geschafft. Hier aber schon mal das Foto: (Nachtrag: Hier gibt’s nun auch das Rezept.)
Sesamhähnchen m Paprikacurry_2In der „Huhn-Kategorie“ gibt’s dann zum Beispiel noch ein Rezept für Coq au Vin, das auch sehr verlockend klingt. Aber das kann ich leider nicht nachkochen. Außerdem wage ich zu behauten, dass das nicht das beste Rezept für Coq au Vin ist. Denn: Das besten Rezept für den besoffenen Hahn hat nämlich Herr Löffelgenuss. Jawohl! Und wenn der mal aus den Puschen kommt, werde ich es hier auch veröffentlichen.

Desserts sind ja nicht so ein Ding. Ein paar Worte möchte ich aber dennoch schreiben: Da gibt es zum Beispiel den Klassiker Crème brûlée. Oder, was tatsächlich so lecker klingt ,dass ich es mal ausprobieren könnte: „Îles flottantes“: „Schneeweiße Schaumberge auf einem See aus goldgelber Eiercreme… mein Lieblingsdessert aus Kindertagen“, schreibt Léa Linster.

Cartoons von Peter Gaymann

Also die Zeichnungen von Peter Gaymann zu beschreiben, ist eigentlich nicht fair. Ihr müsst sie euch anschauen. Entweder in dem Kochbuch oder ihr werft mal einen Blick auf seine Seite http://www.gaymann.de. Ich probiere trotzdem mal, die Zeichnungen, die mir am besten gefallen, zu beschreiben:

Da ist zum Beispiel ein Huhn (Stöckelschuhe, falsche Wimpern, dicke Halskette), das auf einem Lampenschirm schwingt und ein Ei – zielgerichtet – in einen Eierbecher auf einem Tisch plumpsen lässt. Vor diesem sitzt ein protzig aussehender Mann (Sonnenbrille, Zigarre, Fliege) und hält dem Huhn einen Hunderter hin. Unter der Zeichnung steht: „Live-EGGT!“ Groooßartig!

Ein anderes Beispiel: Ein Schwein, offensichtlich krank (rote Nase, Schal um den Hals), liegt im Bett und leidet. Ein Huhn steht auf seinem Bauch und fragt: „Kann ich irgendetwas für dich tun?“ Die Antwort: „Ne Hühnersuppe wäre jetzt gut.“ Passend dazu gibt es ein Rezept für „Léas SOS-Hühnerbouillon“.

Am besten aber gefällt mir die Zeichnung zum Rezept „Plattes Huhn“: Ein paar Hühner stehen am Rande einer Landstraße. Vor ihnen liegt ein Huhn, das anscheinend grade überfahren wurde. „Das gilt in manchen Gegenden als Delikatesse!“, meint ein Huhn zur Erklärung. Und tatsächlich: In Portugal gibt’s das „Platte Huhn“ an jeder Ecke. Muss ich euch bei Gelegenheit mal von erzählen – haben wir nämlich im letzten Sommerurlaub lieben gelernt und ich werde mich bestimmt auch noch mal daran versuchen…

Mein Fazit

Ein ganz großartiges Buch! Unter den Rezepten finden sich viele Klassiker und ein paar richtig raffinierte Rezepte, die nach Sterneküche klingen. Das Foodstyling und die Fotos finde ich persönlich super toll, genauso wie das ganze Layout des Buches. Aber das Gelbe vom Ei (haha) sind für mich die Illustrationen von Peter Gaymann. Wie es hinten im Buch steht: „Er hat geniale Ideen, zeichnet mit spitzer Feder und gekonntem Strich – und vor allem: Er zaubert mit seinen witzigen Cartoons unweigerlich ein Lächeln auf das Gesicht des Betrachters.“ Genau 🙂

Zu guter Letzt: Ein ganz herzliches Dankschön und auch ein dickes Lob möchte ich an den Ars Vivendi Verlag richten – genauer gesagt an die Mitarbeiterinnen der dortigen Pressestelle. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass sie so schnell, nett (und positiv) auf meine Anfrage reagiert haben.
Und natürlich ein dickes Dankeschön an Peter Gaymann, der mir zugesagt hat, dass ich nächste Woche ein signiertes Exemplar in seinem Atelier in Köln-Sülz abholen darf!

So. Jetzt aber zur Verlosung:
Wenn ihr das Kochbuch gewinnen möchtet, hinterlasst bitte bis Mittwoch, den 30. April 2014 (23.59 Uhr), einen Kommentar unter diesem Beitrag. (Jede Person kann nur einmal mit einer (!) Email-Adresse teilnehmen!). Dafür müsst ihr oben auf die Sprechblase klicken. Wenn ihr anonym bleiben möchtet, könnt ihr einen Fantasienamen wählen. Die E-Mail-Adresse muss natürlich stimmen, denn darüber informiere ich dann die glücklichen Gewinner (die E-Mail-Adresse sehe nur ich, sie wird nicht auf der Seite angezeigt). Über diese müsst ihr mir dann später eure Postadresse mitteilen, damit ich euch das Buch zuschicken kann (Versand nur innerhalb von Europa möglich). Die Adresse wird natürlich nur für dieses Gewinnspiel genutzt und selbstverständlich nicht weitergegeben.
Die Verlosung erfolgt ganz klassisch mit Zettelchen in einem großen Topf, Herr Löffelgenuss spielt die Glücksfee 🙂 Die Gewinner werden dann am Mittwoch, den 1. Mai 2014 benachrichtigt.
Ich verschicke das Buch mit der Deutschen Post, übernehme aber keine Haftung dafür, dass es (unbeschadete) bei euch ankommt.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Nun wünsche ich euch viel Glück und hoffe auf zahlreiche Kommentare von euch!
 🙂
Eure Julia

p.s. Ihr wisst, dass bei der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ rund 1.000 Bloggerinnen und Blogger aus ganz Deutschland mitmachen, oder? In der Teilnehmerliste könnt ihr mal stöbern und auch bei anderen Blogs versuchen, Bücher zu gewinnen.

 

Liebe Gewinnspielteilnehmer!

Es ist soweit, die Gewinner der Aktion „Blogger schenken Lesefreude“ stehen fest! Ich bin sprachlos, dass so viele Personen mitgemacht haben, das hätte ich echt nicht gedacht. Ich habe mich sehr über die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefreut, vor allem über die vielen schönen Kommentare, die mich motivieren, weiterzumachen. DANKE!
Eigentlich wollte ich die Verlosung ganz klassisch durchführen. Aber es gab mehr Teilnehmer als blaue Zettelchen! 😉 Also habe ich die Verlosung kurzentschlossen digital durchgeführt (was es nicht alles gibt im Internet…).

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