Vietnamesisches Limetten-Sesam-Rindfleisch

Limetten-Sesam-Rindfleisch

Wenn ich Lust habe zu kochen, hab ich entweder eine Zutat im Kopf, auf die ich Appetit habe, oder aber ich habe Lust auf eine kulinarische Reise in eine bestimmte Länderküche. So ging es mir mit diesem Gericht hier. Ich hatte Lust, uns mal wieder nach Vietnam zu beamen und stöberte in dem Kochbuch „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Ghilie Basan.

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Tandoori Chicken mit Laccha und Churri, Teil 1

Tandoori Chicken

Die Rezepte für dieses indische Tandoori Chicken mit einem Laccha als Beilagen-Salat und dem erfrischenden Dip Churri als Kontrapunkt zum Hauptgericht stammen aus dem wundervollen Kochbuch „the food of india: a journey for food lovers“ das ich hier schon mal rezensiert habe.

Am Wochenende überfiel mich mal wieder die Lust auf indische Küche. Genau kann ich gar nicht genau sagen, was mich an dieser Küche so begeistert. Ich war leider noch nie in Indien, also mit Reise-Erinnerungen kann diese Vorliebe nicht zusammenhängen. Mir gefällt einfach die Kombination dieser vielen Gewürze, die so harmonisch zusammenpassen zu scheinen…

Ja, indische Gerichte sind in der Zubereitung oft aufwändig und man benötigt viele unterschiedliche Gewürze. Aber ganz ehrlich: Wenn man die Gewürze gut verpackt, halten sie ewig. Ich kann die Mär nicht bestätigen, dass sie mit der Zeit ihr Aroma verlieren. Und das Argument, dass es ja soooo lange dauere, indische Gerichte zu kochen, ist für mich auch raus. Je länger ich in der Küche brutzeln kann, desto entspannter bin ich nachher 😉

Wenn ihr als ein bisschen was investiert, werdet ihr mit einem ganz wundervollen Gericht belohnt. Los geht’s mit dem Rezept für Tandoori Chicken. Die Rezepte für Lachha und Churri folgen in den nächsten Beiträgen.

Namaste!
Eure Julia

Rezept für Tandoori Chicken
(für 3 Portionen)

1,5kg Hähnchenbrust
2 TL Koriandersamen
1 TL Cumin, gemahlen
1 Zwiebel, grob gehackt
3 Knoblauchzehen, grob gehackt
1 daumendickes Stück Ingwer, geschält und grob gehackt
250ml griechischer Jogurt
Saft und Haut (in feine Streifen geschnitten) einer Bio-Zitrone
2 EL Essig
1 TL Paprikapulver
2 TL Garam Masala
2 TL Tandoori Gewürz
2 TL Ghee
Salz

Die Koriandersamen in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anrösten bis ein leckerer Duft entsteht. Nach dem Abkühlen die Koriandersamen in einem Mörser fein mahlen.

Für die Fleischmarinade Zwiebel, Knoblauch, Ingwer, Joghurt, die fein gemahlenen Koriandersamen, Cumin, Zitronenzesten und Zitronensaft, Essig, Paprikapulver, Garam Masala und das Tandoori Gewürz in einem Mixer fein pürieren, mit Salz würzen.

Das gewaschene und in mundgerechte Stücke geschnittene Fleisch möglichst über Nacht, mindestens jedoch einige Stunden in der Marinade ziehen lassen.

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Das Fleisch (samt Marinade) in eine Auflaufform oder einen Tontopf geben, mit Alufolie bzw. dem Tondeckel bedecken und bei 200 Grad etwa 30 Minuten backen. Am Ende die Folie/den Deckel entfernen, den Grill anstellen, etwas Ghee über das Huhn geben und das Ganze noch mal von oben etwas grillen bis die Ecken dunkel (aber nicht schwarz) werden.

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Asia-Gurkensalat

Asiatischer Gurkensalat

Das Rezept für diesen Asia-Gurkensalat hier ist spontan entstanden. Ich war auf der Suche nach einer frischen Gemüse-Beilage für das Schweinefleisch-Curry, das ich euch im vorherigen Beitrag vorgestellt habe.

Ich hatte in Erinnerung, dass es in Ottolenghis „Genussvoll vegetarisch“ ein Rezept für einen Gurkensalat gab, der was Asiatisches an sich hatte. Außerdem hatte ich noch Dill, Schnittlauch und Koriander übrig und so entstand aus der Idee von Ottolenghi und meinen Resten dieser leckere Asia-Gurkensalat.

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Asia-Gurkensalat
(für 2 Portionen)

1 Gurke
1 kl. Bund Dill
1 kl. Bund Schnittlauch
1 kl. Bund Koriander
1 kleine Schalotte
1 kleines Stück Ingwer
2-3 EL Reisessig (oder Zitronensaft)
2-3 EL Sesamöl (oder neutrales Öl)
2 TL Sojasoße
1 TL Currypaste (zum Beispiel selbstgemachte: Rezept gibt’s hier)
1 TL brauner Zucker
1 EL leicht geröstete Sesamkörner
(½ TL Schwarzkümmel nach Belieben)
Salz, Pfeffer

Die Gurke waschen und in dünne Scheiben schneiden/hobeln.

Die Kräuter waschen, trockenschütteln und grob hacken. Ihr müsst nicht die ganze Menge Kräuter verwenden, wenn euch das zu kräuterlastig ist, ist Geschmacksache, aber so 3 EL von jedem sollten es schon sein…

Die Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden.

Den Ingwer fein reiben.

Die Gurke mit den Kräutern, den Zwiebelringen und dem geriebenen Ingwer mischen und das Ganze, je nach Geschmack, mit Reisessig, Sesamöl, Sojasoße, etwas Currypaste, braunem Zucker, Salz, Pfeffer und ein paar Körnern Sesam und Schwarzkümmel würzen.

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Curry mit geschmortem Schweinefleisch

Schweinefleischcurry

Die Küchen Thailands und Vietnams mag ich sehr und ich probiere gerne neue Rezepte aus. Die Gerichte überraschen mich mit ihren Geschmacksexplosionen immer wieder aufs Neue.

Das Rezept für dieses Curry mit geschmortem Schweinefleisch hab’ ich in der Kochzeitschrift „Lecker“ (Ausgabe Dezember 2013) entdeckt. Die Idee, Currypaste mal selber zu machen, fand ich gut. Denn, genau wie es beim Rezept steht, sind mir gekaufte Currypasten meist zu scharf. Aber wenn ich zu wenig davon verwende, fehlt mir häufig ein etwas intensiveres Aroma…

Ja, es ist aufwändig, eine Currypaste herzustellen, aber erstens kann man selber entscheiden, welche Aromen man gerne drin hätte, und zweitens kann man direkt eine große Menge herstellen und sie dann für weitere Gerichte nutzen (ich habe die Currypaste portioniert eingefroren).

Die „Lecker“ empfiehlt zu dem Gericht Jasmin-Reis. Klar, passt. Aber ich wollte dazu gerne auch eine Gemüse-Beilage, am liebsten etwas Frisches. Da kam mir die Idee eines asiatischen Gurkensalates, der eigentlich aus Resten entstanden ist, die ich noch im Kühlschrank hatte. Das Rezept dazu gibt’s im nächsten Beitrag.

Viele Grüße
Eure Julia

Rezept für Curry mit geschmortem Schweinefleisch
(für 2 Personen)

400g Schweinenacken

Für die Currypaste:
2 rote Chili
1 daumendickes Stück Ingwer
3 Stängel Zitronengras
1 Zwiebel
4 kleine Knoblauchzehen
1 EL Koriandersamen
ca. 2 cm Zimtstange
3 Gewürznelken
2 Kardamomkapseln
1 Sternanis
2 TL Kreuzkümmelpulver

Für das Curry:
1 EL Ghee oder Butterschmalz
1 EL Tamarindenpaste
2-3 EL Erdnussbutter (grob)
2 TL brauner Zucker
2 EL Fischsoße
1 Handvoll Korianderblätter
ca. 250ml Wasser

Die Currypaste zubereiten:

Die Zimtstange mit den Nelken, den Kardamomkapseln und dem Sternanis in einem Mörser fein zermalen. Die Gewürze dann zusammen mit dem Kreuzkümmelpulver in einer beschichteten Pfanne rösten bis ein leckerer Duft entsteht (die Gewürze sollen nicht verbrennen (!), nur etwas Röstaroma bekommen).

Die Chili waschen, den „Hut“ und die Kerne entfernen und die Chili grob teilen.

Den Ingwer schälen und ebenfalls grob würfeln.

Vom Zitronengras die trockenen Spitzen und den „Fuß“ wegschneiden, das Zitronengras mit einem Messerrücken platt klopfen (so tritt das Aroma schön aus) und dann grob hacken.

Knoblauch und Zwiebel schälen und grob zerteilen.

Alle Zutaten zusammen mit einem Schluck Wasser mit einem Zauberstab zu einer weichen, möglichst feinen Masse mixen.

Das Curry zubereiten:

Das Fleisch waschen, trockentupfen und kleine Stücke schneiden.

In etwas Ghee oder Butterschmalz kurz anbraten. Dann etwa 3-4 EL von der Currypaste hinzugeben und mitbraten lassen bis alles schön braun wird.

Die Tamarindenpaste und die Erdnussbutter sowie ein Glas Wasser, den Zucker und die Fischsoße hinzugeben. Kurz aufkochen lassen und dann ohne Deckel bei kleiner Hitze etwa 1 bis 1,5 Stunden einkochen lassen bis das Fleisch weich und die Soße gut eingekocht ist (immer mal wieder nachschauen und ggf. etwas Wasser hinzugeben).

Die Korianderblätter waschen und grob hacken und vor dem Serviervieren über das Fleisch geben.

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Chinesische Auberginen

Chinesische Auberginen

鱼香茄子 oder auch „yu xiang qiezi“ – so lautet der Name dieses Gerichts offiziell (für mich heißt es „Chinesische Auberginen“). Dass ich mal chinesische Zeichen auf meinem Foodblog notieren würde, hätte ich nicht gedacht. Die chinesische Küche konnte mich bisher noch nicht so recht überzeugen… Als Nata (aka Pastascuitta) mir aber von diesem Rezept hier erzählte, konnte ich nicht anders, als es auszuprobieren. Sie wiederum hat das Rezept von Barbara, ebenfalls eine Foodbloggerin, die auf „Barbaras Spielwiese“ ihre liebsten Rezepte verrät.

Nata, die übrigens Natalie heißt, war tatsächlich die erste Foodbloggerin, die ich mal persönlich und nicht nur virtuell getroffen habe (mittlerweile liegt unser Treffen aber eigentlich schon wieder viel zu lange zurück…). Ihr müsst wissen, dass hinter den Kulissen meines Foodblogs auch recht viel passiert, was mit Food zu tun hat. Auf Facebook bin ich zum Beispiel Mitglied in einer Foodblogger-Gruppe. Alles Gleichgesinnte, mit denen man sich gut austauschen kann. Das ist total praktisch, ich hab da wirklich viel übers Bloggen gelernt. Mit der ein oder anderen Foodbloggerin habe ich häufiger schon hin und her geschrieben und dachte, dass es schön wäre, wenn man sich mal persönlich trifft. Das Treffen mit Nata ist spontan entstanden. Wir waren zusammen essen (was auch sonst) und ich fand’s sehr nett. Wir haben natürlich nicht nur übers Essen gesprochen – aber auch. Und unter anderem hat Nata mir von diesem Gericht erzählt, als wir darüber sprachen, dass ich der Chinesischen Küche irgendwie nicht so viel abgewinne kann. Was ich mit diesem Rezept hier widerlege.

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia

Rezept für Chinesische Auberginen
(für 2 Portionen)

2 Auberginen
Erdnussöl oder ein neutrales zum Braten
1-2 Knoblauchzehen
1 daumendickes Stück Ingwer
2 Frühlingszwiebeln
1 EL Sambal Oelek
1 TL Zucker
2 EL Sojasoße
1-2 EL Reisessig
Sesamöl zum Würzen

Den Knoblauch und den Ingwer schälen und sehr fein hacken.

Die Frühlingszwiebeln putzen, die Wurzel und das dunkle, trockene Grün wegschneiden und ebenfalls fein hacken.

Für die Soße Sojasoße, Zucker, Reisessig und Sambal Oelek mit etwas Sesamöl (für den Geschmack) verrühren.

Die Auberginen waschen, abtrocknen und würfeln und in sehr heißem Öl anbraten bis sie von allen Seiten eine schöne braune Farbe bekommen.
Aus dem Wok nehmen und mit der Soße vermengen.

Knoblauch, Ingwer und Frühlingszwiebeln in das restliche Öl geben und leicht anbraten. Wenn sich ein leckerer Duft entwickelt, die Auberginen samt Soße in den Wok geben, gut vermengen und noch einige Minuten braten lassen.

Eine schöne Beilage zu Reis. Oder einfach so.

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