Zanderfilet auf Zitronen-Spinat mit Ingwer-Reis

Wanderfilet auf Zitronen-Spinat

Es gibt unter meinen Löffelgenuss-Leserinnen eine ganz besondere Person: Mir ist schon häufiger zu Ohren gekommen, dass A., eine Freundin meiner Schwester, gerne meine Rezepte nachkocht und sie ihr meist auch richtig gut schmecken. Das freut mich natürlich sehr! Wir hatten schon lange vor, einmal gemeinsam zu kochen, aber irgendwie hat es nie geklappt. Nun war es kürzlich endlich soweit und die beiden kamen zu einer Kochsession nach Köln.

Ich habe mir natürlich lange den Kopf darüber zerbrochen, was wir kochen könnten. Nach ein bisschen Hin- unter Herüberlegen, kam ich auf dieses Rezept hier, das tatsächlich eine Eigenkreation ist. Ich habe die Anregung dazu im großen GU-Kochbuch gefunden und es dann an meinen Geschmack angepasst und mit einem vietnamesischen Reis-Gericht gepaart.

Kam super an und schmeckt wirklich köstlich! Daher widme ich diesen Eintrag einer meiner treuesten Leserinnen, mit der ich dieses Rezept dann tatsächlich auch mal gemeinsam gekocht habe. 🙂

Viele Grüße
Eure Julia

Rezept für Gedämpftes Zanderfilet auf Zitronen-Spinat mit Ingwer-Reis
(für 2 Portionen)

1 Tasse Basmati-Reis
4 Zanderfilets
500g frischer Spinat
2 daumendicke Stücke Ingwer
5 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
1 Bund Lauchzwiebeln
1 Bund Koriander
ca. 6 braune Champignons
1 rote Chili
1 TL Korianderpulver
ca. 3 TL gekörnte Brühe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
2 Bögen Backpapier

Den Knoblauch und den Ingwer schälen. Ein Stück Ingwer in dünne Scheiben schneiden, das andere Stück sehr fein würfeln. Zwei Knoblauchzehen fein würfeln, die restlichen Zehen in Scheiben schneiden.

Den Zander waschen und trockentupfen.

Den Spinat waschen, trocknen und die harten Stiele entfernen.

Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden.

Die Lauchzwiebeln waschen, die Wurzel wegschneiden und die Lauchzwiebeln grob in Ringe schneiden.

Den Koriander waschen, die Blätter abzupfen und die Blätter grob hacken.

Die Chili waschen, den “Hut“ wegschneiden und die Chili in Ringe schneiden.

Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale abreiben. Die Zitrone anschließend auspressen.

Es gibt nun zwei Varianten, wie ihr den Fisch bzw. das Gemüse zubereiten könnt:

Variante 1 (stark im Geschmack):

Eine große Auflaufform mit 2 Bögen Backpapier so auslegen, dass man den Fisch und das Gemüse darin gut einschlagen kann.

Auf das Backpapier jeweils die Hälfte vom Spinat, von den Champignons, den Lauchzwiebeln, den Ingwer- und Knoblauch-Scheiben und den Chili-Ringen legen. Darauf die Zanderfilets betten und mit Salz und Pfeffer würzen und mit ein wenig Olivenöl beträufeln.
Auf den Fischfilets das restliche Gemüse (Spinat, Champignons, Lauchzwiebeln, Ingwer- und Knoblauch-Scheiben und Chili-Ringe) und den Zitronenabrieb verteilen und das Backpapier zusammenschlagen, so dass das Päckchen möglichst luftdicht verpackt ist (ich habe das Ganze einfach mit einem Teller beschwert).

In die Auflaufform gebt ihr nun, an den Seiten des Backpapiers vorbei, den Zitronensaft sowie etwa eine Tasse Wasser. Das Ganze lasst ihr dann im Ofen so lange bei etwa 150 Grad dämpfen bis der Fisch gar ist.

Den Fisch serviert ihr dann auf dem Gemüsebett. Das ist durch die Gewürze stark aromatisiert (Ingwer, Knoblauch und Chili könnt ihr rausfischen oder mitessen). Mir war das Aroma etwas zu intensiv und daher mag ich folgende Variante lieber:

Variante 2 (mild im Geschmack):

Statt der Hälfte vom Spinat legt ihr, wie oben beschrieben, nur ein paar Blätter Spinat auf das Backpapier in der Auflaufform. Die Champignons lasst ihr auch weg. Nur die Lauchzwiebeln (eine Handvoll Beiseite lassen), die Ingwer- und Knoblauchscheiben, die Chili-Ringe und den Zitronenabrieb (etwa ½ TL Beiseite lassen) verteilt ihr auf den Spinatblättern.
Darauf legt die Fischfilets, die ihr mit etwas Salz, Pfeffer und Olivenöl würzt. Dann einfach, wie oben beschrieben, das Backpapier möglichst luftdicht verschließen, den Zitronensaft (etwa 2 EL Beiseite lassen) und eine Tasse Wasser in die Auflaufform geben und das Ganze bei etwa 150 Grad so lange dämpfen lassen bis der Fisch gar ist.

Das Gemüse bereitet ihr nun separat zu:
Dafür erhitzt ihr etwas Olivenöl in einer Pfanne und dünstet darin die Champignons und die Lauchzwiebeln an. Gebt den Spinat sowie den zurückbehaltenen Zitronensaft und Zitronenabrieb hinzu und lasst das Gemüse bei minimaler Hitze zusammenfallen. Mit etwas Salz, Pfeffer und Korianderpulver abschmecken.

Den Reis zubereiten:

Den klein gewürfelten Ingwer und Knoblauch in etwas Öl goldbraun anbraten. Beides soll ein schönes Röstaroma bekommen, aber nicht verbrennen. Den Reis hinzugeben und mit zwei Tassen Gemüsebrühe auffüllen. Einmal aufkochen lassen und dann die Hitze reduzieren und den Reis gar kochen.

Den Fisch auf dem Gemüsebett anrichten und zusammen mit dem Reis servieren.

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Orientalischer Sommer-Salat

Orientalischer Sommersalat

Ist der Sommer jetzt eigentlich vorbei? Diese Woche hat er sich ja noch mal von seiner besten Seite gezeigt…
So oder so: Dieses Rezept hier passt auch in den Spätsommer. Aber da ich ihn irgendwann im Juli bei 30 Grad gemacht habe, heißt er jetzt „Sommer-Salat“. Es war gewittrig und schwül. Ich hatte Appetit, aber kein Hunger. Ich brauchte etwas, das leicht, exotisch und gesund schmeckt. Am besten vegetarisch. Wo könnte man da besser gucken als in „Genussvoll vegetarisch“ von Ottolenghi (das ich hier übrigens rezensiert habe).
Dieses Rezept auszuprobieren, wenn man Besuch hat, ist schon ein bisschen mutig, oder? Estragon, Schwarzkümmel, Koriandersamen und Zitronenabrieb sind nicht jedermanns Sache. Aber zum Glück ist C. offen für kulinarische Experimente. Der Mut wurde belohnt, denn das Gericht (das ich leicht abgewandelt habe) war lecker und für das Wetter genau richtig: Draußen auf dem Balkon (mit dem neuen, wunderschönen Holzboden) und einem Glas Vino Verde dazu.
Sommer, du kannst ruhig noch mal zurückkommen!

Zutaten
(für 4 Portionen)

200g Prinzessbohnen
200g Zuckerschoten
200g Erbsen
100g rotstieligen Mangold (ich habe stattdessen den Bieta Rossa-Mix von Bonduelle genommen)
1 TL Koriandersamen, zerstoßen
2 TL Senfsamen
3 EL Olivenöl
1 TL Schwarzkümmel
1 kleine rote Zwiebel, halbiert und in sehr feine Ringe geschnitten
1 milde rote Chilischote, fein gehackt
2 kleine Knoblauchzehen, fein gehackt
2 EL frischer Estragon, gehackt
Abrieb von einer halben Bio-Zitrone
Saft einer halben Zitrone
grobes Meersalz

Die Enden der Bohnen und Zuckerschoten wegschneiden, die Erbsen aus der Schote befreien, Bohnen halbieren.
Einen großen Topf Wasser zum Kochen bringen und das Gemüse nacheinander hinzugeben: Die Bohnen vier Minuten kochen lassen, die Zuckerschoten drei Minuten und die Erbsen etwa eine halbe Minute. Das Wasser abgießen und das Gemüse in Eiswasser geben, damit es nicht nachgart (es soll schön knackig bleiben).

Koriander- und Senfkörner in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten bis sie anfangen zu hüpfen. Vom Herd nehmen und das Olivenöl hinzugeben. Zitronenabrieb, Zitronensaft, Meersalz, Estragon, Chili und den Schwarzkümmel hinzugeben und gut vermengen.

Den Salat und die Zwiebel unter das Gemüse mischen, die Soße hinzugeben und vorsichtig mischen. Auf weißen Portionstellern anrichten.

Sieht das nicht schön aus?!

Lasst es euch schmecken!
Eure Julia