Vietnamesisches Limetten-Sesam-Rindfleisch

Limetten-Sesam-Rindfleisch

Wenn ich Lust habe zu kochen, hab ich entweder eine Zutat im Kopf, auf die ich Appetit habe, oder aber ich habe Lust auf eine kulinarische Reise in eine bestimmte Länderküche. So ging es mir mit diesem Gericht hier. Ich hatte Lust, uns mal wieder nach Vietnam zu beamen und stöberte in dem Kochbuch „Die Küche aus Vietnam & Kambodscha“ von Ghilie Basan.

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Zitronengrassuppe mit Garnelen

Zitronengrassuppe

Zitronengrassuppe mit Garnelen. Mit Zitronengras und Limettenblättern koche ich sehr gerne. Vor langer Zeit (ich meine es war um Karneval) hab ich eine ähnliche Suppe wie diese hier mal spontan gekocht, weil mir nach zitronig, aber nicht nach sauer war. Ich hab alles, was wir an einem Sonntag noch so zu Hause hatten mit Zitronengras und Limettenblättern in einen Topf geworfen und köcheln lassen. War gut.

Kürzlich war ich auf der Suche nach einer Vorspeise, die zu einem vietnamesischen Gericht mit Rindfleisch und Limetten passt. Da fiel mir diese Suppe wieder ein. Diesmal konnte ich einkaufen gehen und hab’ mich einfach mal von meinem Geschmack leiten lassen. Heraus kam diese Suppe. Wow, Geschmacksexplosion! Super simple, super gut! Und wärmt schön durch…

Eure Julia

p.s. Für die vegetarische Variante könnt ihr die Garnelen einfach weglassen. Die Hauptrolle spielt sowieso die Suppe.

Rezept für Zitronengrassuppe mit Garnelen
(für 6-8 Portionen)

Für die Suppe:
6 Stängel Zitronengras
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Möhre
1 daumendickes Stück Ingwer
1 TL Koriandersamen
6 Limettenblätter
1 TL brauner Zucker
Salz
2 Liter Wasser
1 Handvoll Korianderblätter

Für die Garnelen:
18-21 Garnelen (roh)
Sesamöl
1 Scheibe frischer Ingwer
1 kleine Knoblauchzehe
1 rote Chili
Die Suppe zubereiten:

Das Zitronengras waschen, mit einem Messerrücken andrücken (so treten die Aromen später besser aus) und grob kleinschneiden.

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen. Die Zwiebel halbieren, den Knoblauch mit einem Messerrücken andrücken.

Möhre und Ingwer schälen und grob kleinschneiden. Eine Scheibe Ingwer für die Garnelen Beiseite legen.

Zitronengras, Zwiebel, Knoblauch, Möhre, Ingwer, Limettenblätter und Koriandersamen in 2 Litern Wasser zum Kochen bringen und zugedeckt etwa 1 Stunde köcheln lassen.

Vorm Servieren die Suppe durch ein Sieb gießen und mit Salz und Zucker abschmecken. Warm halten.

Den Koriander waschen und die Blätter grob zupfen oder hacken.

Die Garnelen vorbereiten:

Die Garnelen waschen (ggf. den Darm entfernen) und gut abtrocknen.

Den Knoblauch schälen.

Die Chili waschen und entkernen.

Knoblauch, Ingwer und Chili sehr fein würfeln.

Etwas Sesamöl in einer Pfanne erhitzen. Erst Knoblauch, Ingwer und Chili hineingeben, dann die Garnelen. Die Pfanne schwenken, damit sich die Garnelen mit den Gewürzen gut vermengen. Die Garnelen wenden und so lange anbraten bis sie gar, aber noch saftig sind.

Vorm Servieren etwa 3 Garnelen und ein bisschen von dem Öl mit den Gewürzen in die Mitte eines vorgewärmten Tellers geben. Die heiße Suppe darüber gießen und ein paar Korianderblätter drüberstreuen.

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Scharfe Entensuppe

Scharfe Entensuppe

Eigentlich mache ich es bei Rezensionen ja umgekehrt: Erst gibt’s die Rezension, dann ein paar nachgekochte Rezepte. Dieses Mal mache ich es anders. Bevor ich euch das Kochbuch „Street Food“ von Mario Kotaska vorstelle, das ich am 24. April 2015 anlässlich des Welttags des Buches hier verlose, zeige ich euch ein paar Rezepte von ihm. Das Rezept für „Herzhaftes Ayran“ hab ich euch schon vorgestellt und es hat mir sehr gut gefallen.

Am Wochenende hab ich die „Scharfe Entensuppe“ nachgekocht. Wir haben spontan ein paar Gäste eingeladen (ich brauchte ja ein paar Kritiker…) und ich habe den ganzen Samstag in der Küche gewirbelt. Es sollte nämlich nicht nur diese Suppe geben, sondern auch den „Sprossensalat mit Limette und Chili im Reisblatt“, ebenfalls aus dem Buch (das Rezept stelle ich euch nächsten Freitag vor). Solche Tage liebe ich ja, wenn ich so vor mich hin schnibbeln und köcheln kann und anschließend ausreichend Zeit habe, die Gerichte schön in Szene zu setzten und zu fotografieren.

Die Suppe war, so wie ich sie zubereitet habe (etwas abgewandelt), wirklich köstlich – das meinten auch die Gäste. Das größte Kompliment von zwei Asien-Urlaubern: „Schmeckt echt authentisch!“. Das hat mich natürlich total gefreut. Ich fand’s auch sehr authentisch – und das, obwohl ich noch nie in Asien war… 😉 Aber zumindest kann man sich mit dieser Suppe ein bisschen Asien in die Wohnung holen.

Guten Appetit!
Eure Julia


Rezept: Scharfe Entensuppe (nach Mario Kotaska)
Zutaten für 6 Personen

1 große Ente, am besten Freiland*
etwas Sesamöl (zum Anbraten der Fleischteile)
300g Shimeji-Pilze (hab ich leider nicht gefunden und daher durch Shiitake-Pilze ersetzt)
5 Shiitake-Pilze (s.o., ich habe entsprechend 300g Shiitake genommen)
3 Karotten
2 Frühlingszwiebeln
2 rote Zwiebeln
5 Knoblauchzehen (ich habe „nur“ 3 Knoblauchzehen genommen)
3-7 rote Chili (ich habe 3 frische, rote Chili genommen – chön charf!)
1 kleiner Bund Koriander
1 daumendickes Stück Ingwer
3 Stängel Zitronengras (meine eigene Idee)
100ml Thai-Fischsoße (ich habe nur die Hälfte genommen)
50ml Sojasoße (auch hier habe ich nur die Hälfte genommen)
1-2 Limetten, Abrieb und Saft (ich habe nur den Saft genommen)
Salz

* Wir haben leider keine frische Ente bekommen (hätte man bestellen müssen, hab das Gericht aber spontan kochen wollen… und es sei auch grad nicht Enten-Saison, hab ich mir sagen lassen…).
Die Pilze putzen oder waschen und alle (bis auf etwa 4 Pilze) in Scheiben schneiden. Die 4 Pilze vierteln.

Die Karotten schälen, längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden.

Die Frühlingszwiebeln waschen, die Wurzel wegschneiden, den Rest in dünne Ringe schneiden.

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden.

Den Knoblauch schälen und in grobe Scheiben schneiden.

Die Chili waschen, den Stil wegschneiden und die Chili (samt Kernen) in Ringe schneiden.

Den Koriander waschen, trockenschütteln, die Wurzeln wegschneiden. Von der Hälfte der Stängel die Blätter abzupfen und Beiseite legen.

Den Ingwer schälen und grob in Scheiben schneiden.

Das Zitronengras waschen und in grobe Stücke schneiden. Mit einem Messergriff (o.ä.) fest andrücken, so löst sich der Saft/das Aroma besser aus (hab ich mal gelesen…).

Das Fleisch waschen und zerteilen und in einem großen Topf in etwas Sesamöl anbraten. Mit gut 2 Liter Wasser auffüllen und zum Kochen bringen.

Die 4 geviertelten Shiitake, die Hälfte der Karotten, die Hälfte der Frühlingszwiebeln und Zwiebeln, den Knoblauch, die Chili, den Koriander (alles außer die Beiseite gelegten Blätter), den Ingwer und das Zitronengras in den Topf geben. Fischsoße und Sojasoße hinzugeben und alles rund 2 Stunden sanft köcheln lassen.

Die Brühe durch ein feines Sieb gießen und zurück in den Topf füllen. Die Chili-Ringe sowie das Fleisch aus dem Sieb herausfischen, den Rest entsorgen. Die Kerne sollten sich mittlerweile aus den Chili-Ringen gelöst haben. Wenn nicht, übrig gebliebene Kerne aus den Chili-Ringen lösen. Das Fleisch von den Knochen lösen und in mundgerechte Stücke teilen.

Die restlichen Karotten, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln, die Chili-Ringe sowie das Fleisch wieder in die Brühe geben und das Ganze noch mal so lange köcheln lassen, bis das Gemüse durchgegart ist, aber noch etwas Biss hat.

Die in Scheiben geschnittenen Pilze in etwas Sesamöl anbraten.

Vor dem Servieren die Korianderblätter, die Pilze und den Limettensaft hinzugeben. Eventuell mit Salz abschmecken.

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Hähnchenspieße mit Erdnussdip

Erdnuss HähnchenspiesseIch erinnere mich nicht mehr, wann ich diese Hähnchenspieße zum ersten Mal gemacht habe. Aber ich erinnere mich noch genau daran, wann ich sie zum zweiten Mal gemacht habe 😉 Und zwar Silvester 2004:
Ich war während meines Spanien-Semesters in Valencia auf „Heimaturlaub“ und hatte beschlossen, Silvester mit meiner Cousine in unserer alten WG in Essen-Rüttenscheid zu feiern. Nur wir beide. Zur Erinnerung an alte Zeiten. Dafür wollte ich uns kulinarisch so richtig verwöhnen – unter anderem mit diesen Hähnchenspießen. Ich erinnere mich noch, dass wir anschließend, wie früher, vor der riesigen Nachtspeicherheizung auf dem Küchenboden saßen und so lange in WG-Erinnerungen schwelgten, dass wir fast Neujahr verpasst hätten. Hach… Gute Erinnerungen sind schon was Schönes…

Zutaten
(für 3-4 Portionen)

500g Hähnchenbrustfilets
Holzspieße (bei einer kleinen Pfanne eher kleine Spieße)

Für die Marinade:
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
2 Stängel Zitronengras, sehr fein gehackt (äußere Blätter, oberen und unteren Teil entfernen)
1 haselnussgroßes Stück Ingwer, fein gehackt
150ml Kokosmilch
¼ TL gemahlener Kreuzkümmel
¼ TL gemahlener Koriander
2 TL Currypulver
2 TL Zucker

Für den Dip:
150ml Kokosmilch
1 EL Currypaste
4 EL Erdnussbutter (crunchy)
1 TL Currypulver
1 TL Korianderpulver
2 TL Zucker
Saft einer Limette

Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und in etwa 3cm breite Streifen schneiden.

Knoblauch, Ingwer, Zitronengras, Kreuzkümmel, Koriander, Curry und Zucker mit der Kokosmilch verrühren.

Hähnchenbrustfilets in der Marinade mindestens 1 Stunde ziehen lassen.

Für die Soße die Kokosmilch bei mittlerer Hitze erwärmen und die Currypaste unterrühren. Korianderpulver, Currypulver, Limettensaft, Zucker und die Erdnusscreme hinzugeben und gut vermengen. Die Sauce etwa 2 Minuten köcheln lassen. Sie sollte eine cremige, nicht zu flüssige Konsistenz haben. Gegebenenfalls noch etwas Erdnussbutter hinzufügen – oder, wenn sie zu fest ist, etwas Wasser hinzugeben.

Die Hähnchenbrustfilets aus der Marinade nehmen und wellenförmig auf die Holzspieße ziehen. In einer beschichteten Pfanne etwas Öl erhitzen und die Hähnchenbrust von beiden Seiten goldbraun anbraten.

Mit der Erdnusssauce servieren.

Guten Appetit!
Eure Julia

Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Sauce

Sesamhähnchen m Paprikacurry_2Damit euch die Zeit bis zur Ermittlung der glücklichen Gewinner nicht zu lang wird, gibt’s heute passend zur Verlosung ein Rezept aus dem Kochbuch „Das Gelbe vom Ei. Huhnglaubliche Gerichte“. Ich hätte Lust, gleich mehrere Rezepte auszuprobieren, im Buch kann man wirklich Tolles entdecken. Aber ich habe mich aus ganz banalen Gründen für die „Hühnchenbrust in Sesam mit Paprika-Curry-Sauce“ entschieden. Einfach weil ich das Foto so schön fand! 🙂 Wunderschönes Farbspiel aus Türkis und Orange. Außerdem klingt die Paprika-Curry-Sauce sehr lecker…

Ich mache bei diesem Rezept mal etwas, das ich sonst nicht mache: Ich gebe die Zutatenliste so wieder, wie es im Buch steht, denn ich möchte dem Rezept die Léa Linster-Note erhalten – immerhin ist es das Rezept einer Sterneköchin (Premiere auf Löffelgenuss!). Aber wie immer, hab ich es etwas nach meinem Geschmack abgewandelt, meine Variante setzte ich in Klammern dahinter. Die Zubereitung gebe ich in meinen Worten wieder.

Zutaten
(für 4 Portionen)

1 Zwiebel
1 rote Paprikaschote
2 Stängel Petersilie
1 Stängel Zitronengras (hatte ich nicht da, hab ich durch ein Stück Ingwer und einige Limettenblätter ersetzt)
2 EL Olivenöl
1 EL Currypaste oder –pulver (ich habe gelbe Currypaste genommen, perfekt!)
½ L Hühnerbouillon (zu meiner Schande gestehe ich, dass ich Bouillon aus dem Glas genommen habe…)
1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
1 EL Mehl
1 EL gute Butter
100g Sahne
Meersalz, Pfeffer
1 Spritzer Zitronensaft (ich habe 2 EL verwendet)

2 kleine Stangen Lauch (ich habe 8 Lauchzwiebeln benutzt und vom Rest Lauchgemüse dazu serviert)
Salz, Pfeffer
8 EL helle Sesamsamen (ich habe nur 4 EL benötigt)
4 Brustfilets von guten Poularden (ich habe mir Bio-Hähnchenbrustfilets gegönnt)
Öl zum Braten
Den Sesam in einer Pfanne ohne Öl anrösten bis er goldbraun wird. Auf einen flachen Teller geben und Beiseite stellen.

Die Hähnchenbrustfilets waschen, trockentupfen und der Länge nach eine Tasche in das Fleisch schneiden. Die Innenseiten ordentlich mit Salz und Pfeffer würzen.

Von den Lauchzwiebeln die Wurzel und den dunkelgrünen Teil wegschneiden und die äußeren Blätter säubern. Ich habe den Lauch, der in die Hähnchenbrust kommt – anders als Léa Linster – vorm Blanchieren nicht geschnitten, sondern ganz gelassen. Nur den restlichen Lauch, den ich als Gemüsebeilage serviere, habe ich vorm Blanchieren der Länge nach geviertelt.

Jeweils eine Stange Lauch in die Hähnchenbrust geben und mit einem Zahnstocher verschließen. Das Fleisch dann von beiden Seiten im Sesam wenden bis die Hähnchenbrust von einem feinen Sesam-Mantel überzogen ist.

Die Paprika waschen, entkernen, entstielen und fein würfeln. Die Zwiebel ebenfalls fein würfeln.

Die Petersilienzweige waschen, ebenso das Zitronengras (bzw. alternativ die Limettenblätter, den Ingwer schälen).

Mehl und Butter mit einer Gabel zu einer geschmeidigen Masse verarbeiten.

Paprika und Zwiebel in einem Schluck Öl andünsten (bis sie weich sind). Die Currypaste hinzugeben und ein bisschen mitdünsten lassen, dann mit dem Hühnerbouillon aufgießen. Petersilie und Zitronengras (alternativ Limettenblätter und das Stück Ingwer) hinzu geben und mit einem bisschen frisch geriebener Muskatnuss würzen.
Das Ganze bei kleiner Hitze köcheln lassen.

Nach etwa 20 Minuten die Petersilie und das Zitronengras (alternativ die Limettenblätter und den Ingwer) herausnehmen und die Sauce mit dem Mehl-Butter-Gemisch binden. (Das kannte ich noch nicht. Ich binde immer mit einem Mehl-Wasser-Gemisch. Ich vermute aber, die Butter gibt dem Ganzen dann noch ein bisschen mehr Geschmack).
Die Sauce dann noch mal etwa 10 Minuten köcheln lassen, bevor ihr sie mit einem Pürierstab schön fein püriert. Da mein Pürierstab nicht so leistungsstark ist, habe ich das Ganze dann noch mal durch ein feines Sieb gezogen. Ich dachte mir, das passt doch zum Rezept einer Sterneköchin 😉
Zu guter Letzt die Sahne hinzugeben und die Sauce noch einmal aufkochen lassen, bevor ihr die Hitze reduziert und die Sauce mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmeckt.

Ofen auf 180 Grad (Umluft) vorheizen.

Die Hähnchenbrust in etwas Öl von beiden Seiten goldgelb anbraten. Anschließend solange im Ofen backen bis sie gar sind (etwa 10 Minuten). Am Ende das Lauchgemüse hinzu geben, damit es wieder warm wird.

Die Hähnchenbrust auf einem Lauchbett servieren, drumherum etwas von der Sauce verteilen.

Ich wünsche euch guten Appetit, viel Glück bei der Verlosung und noch viel Spaß bei „Blogger schenken Lesefreude„!
Eure Julia