Danke! Danke! Danke!

Heute bin ich mal sprachlos. Eigentlich. Obwohl… geht nicht, ich muss  euch erzählen, was passiert ist (Achtung: Viel Text!):

Die meiste Zeit blogge ich ja nur so vor mich hin. Natürlich hoffe ich, dass euch das, was ich hier erzähle, meine Rezepte und meine Fotos gefallen. Aber in erster Linie mache ich das, weil es mir Spaß macht. Dass da draußen fremde Menschen daran Gefallen finden könnten, wünsche ich mir, aber so richtig dran geglaubt habe ich nicht. Und jetzt gab es in kurzer Zeit drei Anzeichen, dass ich doch nicht nur so vor mich hin blogge. Warum?

1. Wie aus dem Nichts kamen ganz viele neue Leserinnen und Leser!
2. Löffelgenuss ist Blog der Woche bei der „Kochbar“
3. Ich habe den „Best Blog Award“ erhalten!

Aber der Reihe nach.

Anfang März habe ich ein Rezept für „Schug“ veröffentlich. Eine sehr leckere Gewürzpaste aus dem Jemen (Rezept gibt’s hier). Nachdem ich das Rezept, wie immer unter anderem auch auf Facebook, online gestellt hatte, klappte ich den Rechner zu und freute mich auf einen ruhigen Sofa-Abend. Irgendwann fing mein Handy an zu piepen – und hörte gar nicht mehr auf. Es kamen ständig Nachrichten von Facebook „XY gefällt Löffelgenuss“. Nach der 5. Meldung dachte ich „Oh je, mein Facebook-Account wurde gehackt…“. Warum sollten so viele Leute plötzlich meinen Blog gut finden?
Dann habe ich mich auf die Suche gemacht. Und herausgefunden, dass Kräutergarten meinen Beitrag über das „Schug“ auf ihrer Seite geteilt hat. Und die haben viele Leser.  Richtig viele Leser. Und viele der Leserinnen und Leser kamen über das Rezept auf meine Facebookseite und meinen Blog. Und vielen scheint es hier zu gefallen. Ich freue mich über jeden einzelnen von euch und ich hoffe, dass ihr euch hier wohl fühlt!

Ich bin also sowieso schon bester Laune, was meinen Blog angeht, und da bekomme ich die Nachricht, dass Löffelgenuss „Blog der Woche“ in der Kochbar ist. Ich habe mich sehr über die schöne Beschreibung gefreut. Wenn ihr neugierig seid, was die Kochbar-Redaktion über Löffelgenuss sagt, schaut hier.
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Als wäre das alles nicht genug, habe ich auch noch den „Best Blog Award“ erhalten. Und zwar von Netti vom Blog „Zimt und Tinte“. Der Award ist eine Auszeichnung – wie ich beim Recherchieren festgestellt habe – für recht neue Blogs, die noch nicht so bekannt sind. Er funktioniert wie ein Kettenbrief: Ich beantworte die Fragen, die mir Netti stellt, und gebe den Award, mit Fragen, die mich neugierig machen, an „neue“ Blogs weiter, die ich selber gerne lese und die ich mit dem Award unterstützen möchte. Obwohl ich kein Kettenbrief-Freund bin, mache ich mit.
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Also. Hier nun die Antworten auf die Fragen, die Netti mir gestellt hat:

1) Seit wann bloggst du und was war deine persönliche Motivation?
Ich habe vergangenes Jahr mit dem Bloggen angefangen. Ganz am Anfang stand die Idee, dass ich meine ganzen Rezepte, die ich schon seit Jahren gesammelt habe, archivieren wollte. Alles mal nachkochen, die Erinnerung dazu aufschreiben, ein Foto machen, abspeichern, ausdrucken. Parallel habe ich angefangen, Foodblogs zu lesen und kam dann irgendwann auf den Trichter, dass das die beste Lösung wäre, meine Rezepte nicht nur zu archivieren, sondern auch mit anderen zu teilen.
Insgeheim fand ich auch einfach diesen Community-Gedanken toll. Ich wollte auch gerne einen Foogblog habe und dazu gehören. Und ich kann nur sagen (auch wenn es doch viel mehr Arbeit ist, als ich anfangs dachte), es macht total Spaß!

2) Was ist dein absolutes Leibgericht?
Oha! Kniffelige Frage. Das ändert sich bei mir häufig. Scheint mit dem Alter zusammenzuhängen, oder mit der Jahreszeit, manchmal auch mit meiner Laune. Aber ein paar Gerichte, die immer wieder auf den Teller kommen sind zum Beispiel das Endivien-Gemüse meiner Oma (für mich ein Seelenschmeichler-Gericht, wenn der Tag mal blöd war). Dann liebe ich nach wie vor Pasta mit Tomatensoße (bitte nicht stöhnen „Tomatensoße!?“). Mein ganz aktuelles Lieblingsgericht koche ich allerdings gar nicht selbst, das übernimmt Herr Löffelgenuss. Seine Fußballnudeln sind köstlich! Müsst ihr unbedingt probieren.

3) Kannst du dich noch an dein erstes Selbstgebackenes oder -gekochtes erinnern? Was war das?
Nein, leider nicht 🙁 Manchmal habe ich das Gefühl, ich habe viel zu viele Löcher im Kopf….

4) Welche Küche magst du am liebsten?
Noch so eine schwierige Frage… Auch das hängt von ganz vielen Faktoren ab. Zum Beispiel vom Wochentag, von der Jahreszeit, von meiner Laune… Aber ich sage mal so: Die mediterrane Küche kenne ich am besten. Sie mag ich besonders, weil sie unkompliziert ist und eigentlich immer schmeckt. Italiener, Spanier, Griechen, die haben alle was drauf, wenn’s ums Kochen geht.
Gucke ich weiter nach Westen sehe ich Amerika. Da ich einige Zeit dort gelebt habe, habe ich auch diese Küche sehr schätzen gelernt (ein paar der Rezepte, die ich von dort mitgebracht habe findet ihr in der Kategorie Länderküchen unter “USA“).
Wenn ich Richtung Osten gucke, streift mein Blick den Orient, aus dem ich erst seit einigen Jahren Gerichte kenne und koche, aber dessen Rezepte mir immer mehr zusagen. Gehen wir noch weiter nach Osten stehen auf jeden Fall die indische, die vietnamesische und die thailändische Küche im Moment hoch im Kurs.

5) Hast du ein Lieblingskoch- beziehungsweise Lieblingsbackbuch? Wenn ja, welches?
Hier kann ich jetzt endlich mal ganz entschieden mit Ja antworten und erschlage euch nicht mit Unschlüssigkeit. Das beste Kochbuch, das mir bisher in die Hände gekommen ist, ist das „Genussvoll vegetarisch“ von Yotam Ottolenghi. Hier könnt ihr nachlesen, warum das so ist. Im Rahmen einer der Bloggeraktion „Jeden Tag ein Buch“ habe ich nämlich darüber berichtet.

6) Welches Rezept hast du dir in der nächsten Zeit unbedingt vorgenommen?
Auch hier erspare ich euch jetzt, die Rezepte runterzubeten, die auf meiner Nachkochliste stehen (als Ordnungsfanatikerin habe ich seit kurzem eine schicke Excel-Tabelle, in die alle Rezepte kommen, die ich in den nächsten …. ehm… Jahren? kochen möchte. Sortiert nach Ländern und Jahreszeiten. Jawohl!). Ganz oben auf der Liste steht ein Rezept aus der schönen Zeitschrift „Sweet Paul“. Ihr dürft gespannt sein. Es klingt genial! Wie viele Rezepte sich zurzeit auf meiner Nachkochliste befinden, verrate ich lieber nicht…
(Nachtrag: Das Rezept hab ich mittlerweile veröffentlicht: Couscous-Scampi-Päckchen mit Gemüse.)

7) Konntest du schon mal ein eigenes Rezept oder Informationen zu deinem Blog veröffentlichen, also außerhalb deiner eigenen Blogadresse Werbung dafür machen (zum Beispiel im Printbereich, TV und so weiter)?
Nun, so bekannt oder toll ist mein Blog bisher noch nicht, dass sich Journalisten oder PR-Menschen dafür interessieren. Aber ich habe mich sehr gefreut, dass er (siehe oben) gerade von der „Kochbar“ als Blog der Woche vorgestellt wurde. Auch darüber, dass „Foodboard“ mich und ein paar meiner Rezepte schon mal vorgestellt hat, habe ich mich sehr gefreut.

8) Welche/-n Promikoch/-köchin findest du gut und warum?
Ich mag Promi-Köche eigentlich nicht so gerne. Sind mir zu promimäßig. Wenn ich einen nennen müsste, wäre es Jamie Oliver. Herr Löffelgenuss kocht gerne seine Rezepte und ich muss sagen, dass mir alle Versuche bisher ganz gut geschmeckt haben.

9) Hast du schon mal ein Blog-Event gewonnen oder einen Blog-Award erhalten?
Das hier ist meine erste „Auszeichnung“.

10) Welches ist dein Lieblingsdessert?
Oh. Es tut mir Leid, das zu sagen (Löffelgenuss-Leser wissen es schon): Ich esse nicht gerne süß. Desserts gibt es bei uns nicht und ich mag sie auch anderswo nicht gerne essen. Ich weiß, merkwürdig. Ist aber so. Schon immer.

11) Was würdest du dir zukünftig für deinen Blog wünschen?
Wie jeder Blogger wünsche ich mir, dass meinen Leserinnen und Lesern gefällt, was ich hier mache. Ich würde mich über etwas mehr Feedback freuen, damit ich weiß, was gefällt und was nicht.

So, das waren meine Antworten. Jetzt zu den Blogs, die ich für diesen Award nominiere. Das sind:

Bella kocht  (sie hat das tolle Blogevent „Kulinarischer Roadtrip durch die USA“ organisiert)
Konfettinatti  (Superschönes Blogedesign!)
Loeffelsache  (den Blog-Namenmag ich 😉
Juni der Livestyle-Blog (tolle Fotos!)
Elbcuisine (Besonders: Kinds Elbcuisine)

Meine Fragen an euch:

1. Welches Rezept meinst du, müsste ich unbedingt ausprobieren?
2. Seit wann bloggst du und wie kam es dazu?
3. Welche Blogs liest du gerne und warum?
4. Wie sieht deine Küche aus?
5. Was sagen deine Familie/Freunde zu deinem Foodblog-Hobby?
6. Wie viel Zeit investierst du in deinen Blog?
7. Was wünschst du dir für deinen Blog?

Teilnahmebedingungen:
Wenn ihr ebenfalls teilnehmen wollt, schreibt einen Blogeintrag über dieses Event und beantwortet meine aufgeführten Fragen. Im Anschluss könnt ihr den Award wiederum an maximal 10 Blogs eurer Wahl weitergeben und euch eigene Fragen ausdenken. Im Idealfall sollte der Titel an solche Blogs gehen, die noch nicht so verbreitet sind.

Ich hoffe, ich habe euch heute nicht mit zu viel Text erschlagen. Keine Angst, sonst schreibe ich weniger 😉 Und es folgt auch in Kürze wieder ein leckeres Rezept. Versprochen!

Ich freue mich auf den Austausch mit euch!
Eure Julia

4 thoughts on “Danke! Danke! Danke!

  1. Super! Super! Super!

    Liebe Julia,
    ich freue mich für Dich, denn ich weiß wie viel Zeit und Herzblut (klingt ja ein bisschen pathetisch) Du in diesen Blog investierst. Also weiter so! Ich bin auf jeden Fall jede Woche neugierig auf neue Rezepte, oder was Du sonst an kleinen, feinen Geschichten zu erzählen hast
    Liebe Grüße von Ute

    • Liebe Ute, vielen Dank! Ich hab mich auch sehr gefreut. Es ist in der Tat eine schöne Belohnung. Aber es macht auch einfach richtig viel Spaß. Vor allem, wenn man so nette Kommentare liest

  2. Liebe Julia, ganz lieben Dank für den netten Award. Ich muss gestehen, ich habe ihn schon mal bekommen und ich freu mich sehr im Stillen 😉 Dein Erfolg klingt super!!! Herzlichen Glückwunsch! Liebe Grüße, Bianca

    • Liebe Bianca!
      Wundert mich nicht, dass du ihn schon bekommen hast, hast ja auch nen tollen Blog 🙂
      Danke für deine Glückwünsche!
      Sonntagsgrüße aus Köln, Julia

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