Mietkoch als Alternative zu Restaurantbesuch oder Lieferservice?

Mietkoch

Ich habe euch ja schon erzählt, dass ich für die dpa nicht nur Rezepte schreibe, sondern auch über Kulinarik-Themen berichte. Einige Beiträge möchte ich euch auch hier auf meinem Foodblog vorstellen. Mit dem Ramen-Beitrag und dem Beitrag über die Küche Neuenglands habe ich damit ja schon begonnen.

In diesem Beitrag hier geht es um Mietköche als Alternative zu einem Restaurantbesuch oder zum Lieferservice. Der Profi bereitet ein exklusives Menü, meist aus der gehobenen Küche, in den eigenen vier Wänden zu – nach individuellem Geschmack und Geldbeutel.

Das Prinzip ist einfach: Gemeinsam mit dem Koch überlegt man, was es geben soll. Der Mietkoch kauft alle Zutaten frisch ein, bereitet das Essen in der heimischen Küche zu, kocht, serviert und hinterlässt am Ende eine saubere Küche.

Ich habe für den Beitrag unter anderem mit zwei Mietköchen gesprochen und mit einer Dame, die sich schon öfter hat bekochen lassen. Thomas Nils Bastuck, der im Saarland als Mietkoch unterwegs ist, serviert seinen Kunden klassische französische Haute Cuisine, zu der er noch ein bisschen was dazu interpretiert, wie er sagt. „Es will keiner Rahmschnitzel haben, wenn er sich bekochen lässt. Die Kunden wollen dann schon etwas Besonders, etwas, das sie sich selbst nicht zutrauen“, meinte er am Telefon.

Ähnlich beschreibt es auch der Kölner Privatkoch Stéphane Suarez. Unter dem Motto „Zu Hause genießen wie im Gourmet-Restaurant“ biete er seinen Kunden fantasievolle Sterneküche auf Basis der französischen Haute Cuisine an. Der gebürtige Franzose weiß, wovon er spricht, er hat in zahlreichen französischen Sterne-Küchen gearbeitet. Total spannend!

Und wie ist das so, wenn in der eigenen Küche eine fremde Person zu Gange ist? Das hat mir Carmen Gerecht erzählt, die hat sich schon zwei Mal von Thomas Nils Bastuck bekochen lassen und klang ziemlich begeistert. „Thomas Nils Bastuck ist super organisiert, wenn er kommt, und auch sehr diskret. Selbst in einem offenen Koch-Wohnbereich hält er sich im Hintergrund und konzentriert sich auf seine Arbeit. Man fühlt sich nicht unwohl, dass ein „Fremder“ nun in die Töpfe schaut,“ erzählte sie mir.

In meinem Beitrag schreibe ich auch, wo man einen Mietkoch findet und worauf man achten sollte, wenn man sich bekochen lassen will. Den Beitrag könnt ihr zum Beispiel auf der Seite der Süddeutschen Zeitung lesen.

Habt ihr das schon mal gemacht, euch von einem Profil bekochen lassen? Wäre das etwas für euch? Ich fände das unter dem Aspekt interessant, dass das wie ein kleiner privater Kochkurs wäre: Ich würde dem Koch nämlich unbedingt auf die Finger schauen wollen 😉

Kulinarische Grüße
Eure Julia

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