Menu
Snacks & Beilagen

Gefüllte Zwiebeln nach Ottolenghi

Gefüllte Zwiebeln nach Ottolenghi

Eigentlich hab ich mir ja vorgenommen, hier nur Rezepte vorzustellen, von denen ich restlos überzeugt bin. Bei diesen gefüllten Zwiebeln muss ich allerdings einen kleinen Abstrich machen. Die Füllung ist superlecker, der Fond auch.

Was mich gestört hat, war, dass die Zwiebeln ein wenig zu bissfest oder zäh waren, kann ich gar nicht genau beschreiben… Weil ich das Rezept nicht ignorieren kann und hoffe, dass mir irgendwer einen Tipp zu den Zwiebeln geben kann, veröffentliche ich das Rezept hier trotzdem. Es stammt übrigens (in leicht abgewandelter Form) aus dem Kochbuch „Genussvoll vegetarisch“ von Ottolenghi, aus dem ich schon viele weitere Rezepte nachgekocht habe (diese sowie eine ausführliche Rezension könnt ihr hier nachlesen).

Guten Appetit!
Eure Julia

Gefüllte Zwiebeln nach Ottolenghi
(für 4 Personen)

500ml Gemüsefond
300ml Weißwein
4 große Zwiebeln (Ich habe Gemüsezwiebeln genommen. Vielleicht war das schon der Fehler…?)
3 kleine Tomaten
120g Weißbrot, im Mixer zerkleinert
90g Feta
80g Petersilienblätter, fein gehackt
3 EL Olivenöl
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
3 Frühlingszwiebeln, fein gehackt
Salz, Pfeffer
Butter (zum Einfetten der Form)

Den Backofen auf 180 Grad vorheißen. Eine Auflaufform mit etwas Butter ausstreichen und Beiseite stellen.

„Hut und Fuß“ von der Zwiebel entfernen, die Zwiebeln schälen und von einer Seite einschneiden. Dann vorsichtig die verschiedenen Hautschichten lösen. Hier müsst ihr ein bisschen gucken bis zu welcher Größe ihr die Zwiebelhäute nutzen könnt (also so, dass sie ausreichend groß sind, um sie später zu füllen).
Den Gemüsefond mit dem Wein in einem Topf zum Kochen bringen und die Zwiebelhäute darin einige Minuten ziehen lassen. Herausnehmen und abtropfen lassen (den Fond kann man gut noch zum Würzen von Soßen oder so benutzen. Also am besten aufbewahren.)

Die Tomaten waschen und halbieren. Auf einer Reibe das Fruchtfleisch abreiben (die Haut wegwerfen).
Das Fruchtfleisch dann mit dem Weißbrot, dem zerbröselten Feta, der Petersilie, etwas Olivenöl, Knoblauch und den Frühlingszwiebeln gut vermengen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Jede einzelne Zwiebelhaut mit soviel von der Masse füllen, dass sie sich noch gut zusammendrücken lässt (seht ihr oben auf meinem Bild). Die gefüllten Zwiebeln mit der Nahtseite nach unten in die vorbereitete Backform legen, mit ein bisschen von dem Fond begießen (so dass der Boden bedeckt ist) und die Form in den Backofen stellen. Bei 180 Grad etwa 45-60 Minuten backen bis die Zwiebeln weich sind und etwas Farbe angenommen haben.

Mit Olivenöl beträufeln und warm servieren.

[printfriendly]

 

9 Kommentare

  • Sivie
    18. Januar 2014 um 16:17

    Ich kenne es von anderen gefüllten Zwiebeln, dass die vorhe gekocht werden bis sie weich sind. Als ganzes, weil sie sich dann besser auseinander nehmen lassen. Das könnte man im Gemüsefonds machen und das Ziehen lassen dann weglassen.

    Antworten
    • julia
      19. Januar 2014 um 19:11

      Hey, das ist ne gute Idee, danke! Das werde ich beim nächsten Mal probieren. Die Füllung ist einfach zu lecker, als dass ich es nicht noch einmal probiere…

      Antworten
  • Turandot
    28. März 2014 um 20:22

    Ich gare die Zwiebeln auch vor. Mit einer anderen Füllung, aber ähnlicher Techniik, habe ich 2005 ein Rezept bei Chefkoch eingestellt: http://www.chefkoch.de/rezepte/371071122828116/Gefuellte-Zwiebeln.html
    Wenn du magst, kannst du es dir ja mal ansehen.
    Viele Grüße
    Turi
    (Ich hatte mir schon eingebildet, diese Art, Zwiebeln zu füllen, „erfunden“ zu haben *GGG*)

    Antworten
  • Yushka
    17. Juli 2014 um 22:19

    Liebe Julia!
    Die ersten dreissig Minuten alles mit Alufolie abdecken, dann die Folie abnehmen und fertig garen. Sollte helfen. ;)
    Liebe Grüße,
    Yushka

    Antworten
    • Julia
      18. Juli 2014 um 21:04

      Jut, das muss ich mal ausprobieren. Danke Yushka!

      Antworten
  • Caterina
    10. Januar 2021 um 09:03

    In Ottolenghis Jerusalem Kochbuch werden die Zwiebeln auch vorgegart.

    Antworten
    • Julia
      11. Januar 2021 um 17:45

      Danke für den Hinweis! Das Kochbuch hatte ich damals noch nicht…

      Antworten
  • Anonymous
    20. Februar 2022 um 11:15

    Hallo, wenn du Füllung so lecker ist, und die Zwiebeln zu zäh (und die ganze Prozedur zu aufwändig, scheint mir) ist, warum dann nicht einmal die Füllung in Blätterteig probieren? Kann ich mir auch gut vorstellen. Oder als dünne Zucchinischiffchen. :-)

    Antworten
    • Julia
      24. Februar 2022 um 17:18

      Stimmt! Ich wollte es damals unbedingt so nachkochen, wie Ottolenghi es gemacht hat, auch weil ich so gerne Zwiebeln esse und die „Verpackung“ mal spannend fand :-)
      Liebe Grüße Julia

      Antworten

Hinterlasse mir einen Kommentar