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Pasta

Nudeln mit Tomatensoße

Sugo Variationen

Ich weiß nicht, wie oft in meinem Leben ich schon Tomatensoße zu Nudelgerichten gekocht habe. Aber es ist mit Abstand das Gericht, das ich am häufigsten koche. Jetzt denkt bloß nicht „Wie langweilig, Tomatensoße mit Nudeln!“. Das deutsche Wort Tomatensoße ist in der Tat langweilig. Spaghetti mit Tomatensoße: Da stellt man sich einen Kinderteller vor mit nem riesigen Berg Nudeln und einem roten Klecks in der Mitte. Daher heißt meine Tomatensoße auch Sugo, wie bei den Italienern. Und wenn einmal die Basis des Sugos stimmt, kann man es ganz wunderbar ergänzen.

Ich habe auch schon alle möglichen Varianten ausprobiert. Diese drei hier finde ich am leckersten. Und sie sind gleichzeitig auch die einfachsten. Sie sind nicht teuer, sie sind schnell zubereitet und mich versetzen sie gedanklich ins sonnige Bella Italia.

Die besten Penne all‘ Arrabbiata (unglaublich, dass da immer noch eine Steigerung möglich ist…) habe ich übrigens erst kürzlich gegessen, und zwar in Bologna. Auf der Suche nach einem Restaurant hatten wir uns mehr oder weniger verlaufen und kamen – etwas abseits der Touristen-Pfade – an einem sehr schönen Antiquitäten-Laden vorbei. Dort sind wir mit den Besitzern Anna und Sergio ins Gespräch gekommen, die uns nicht nur davon erzählten, wie sie nach Kanada ausgewandert sind, sondern auch, was man in Bologna unbedingt gesehen haben muss. Aber das schönste daran, wenn man mit Einheimischen ins Gespräch kommt, ist, dass sie einem sagen können, wo man wirklich gut essen kann. Ihr Tipp war die Trattoria Santa Anna um die Ecke. Ein kleiner familiärer Laden unter den für Bologna typischen Arkaden, mit rot-weiß-karierter Tischdecke und Plastikstühlen, wo der Rotwein auf Außentemperatur serviert wird (sprich: lauwarm bei 25 Grad). Aber wahrscheinlich war es auch die Atmosphäre, die dazu beigetragen hat, dass dieses einfache, aber leidenschaftliche (dafür steht arrabbiata übrigens) Gericht so unglaublich gut geschmeckt hat.

Jetzt aber zu meinem Rezept:

Guten Appetit!
Eur Julia

Drei Ideen für Tomatensoße

Rezept für drei Varianten einer Tomatensoße

Nudeln mit Tomatensoße gehen immer! Damit es auf dem Teller etwas abwechslungsreicher wird, kann man meine Basistomatensoße je nach Geschmack mit Chili, Speck oder Kräutern verfeinern.
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Zubereitung 30 Min.
Wartezeit 30 Min.
Gesamt 1 Std.
Portionen 4
Land Italienisch
Gericht Pasta

Zutaten
  

Basiszutaten:

  • 1/2 Bund Suppengemüse
  • 1 mittelgroße Zwiebel
  • 3 Zehen Knoblauchzehen
  • 2 EL Olivenöl
  • 100 ml Rotwein
  • 2 Dosen Tomatenstücke (à 400 g)
  • 1 Zweig Rosmarin
  • 1 TL Oregano (getrocknet)
  • 15 g Petersilie die Blätter fein gehackt
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Butter

Für die Varianten:

  • 1 rote, frische Cayenne-Chili
  • 1 kleine getrocknete rote Chili
  • 80 g Speckwürfel
  • 15 g Petersilie
  • 10 g Basilikum

Zubereitung

Für die Basis-Tomatensoße:

  • Suppengemüse, Zwiebel und Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Rosmarin waschen, trockenschütteln und die Nadeln fein hacken.
  • Das Suppengemüse in etwas Olivenöl scharf anbraten bis es Farbe annimmt. Hitze reduzieren und Zwiebeln und Knoblauch dazugeben und schmoren, bis sie weich sind.
  • Mit dem Rotwein ablöschen, aufkochen lassen und dann das Ganze bei kleiner Hitze einkochen lassen.
  • Die Dosentomaten, Rosmarin und den Oregano hinzugeben und alles mindestens eine halbe, besser noch eine Stunde köcheln lassen. Je länger, desto leckerer.
  • Am Ende mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Nach Belieben noch mit einem Stich Butter oder Olivenöl weiter abschmecken.
  • Petersilie waschen, trockenschütteln und die Petersilienblätter fein hacken. Kurz vor dem Servieren die gehackten Petersilienblätter unterrühren.

Tomatensoße Arrabiata:

  • Beim Anbraten der Zwiebeln Chili hinzugeben. Am besten eine ganze frische rote Chili feingehackt (vorher waschen, entkernen und Strunk entfernen) und zusätzlich noch eine dieser kleinen roten getrockneten Chilischoten (je nach eigenem Schärfe-Geschmack auch noch mehr). So wird das Sugo zu einer fruchtig-scharfen Arrabiata-Soße.

Tomatensoße mit Speck:

  • Ca. 80 g Speckwürfel in einer beschichteten Pfanne scharf anbraten (durchwachsener, geräucherter Speck ist am besten). Weiter wie oben beschrieben.

Tomatensoße mit Kräutern:

  • Aus dem Sugo kann man eine Tomaten-Kräuter-Soße machen, indem man die Menge der Petersilienblätter verdoppelt (das wäre dann ungefähr ein ganzes Bund Petersilie) und dann noch Basilikum hinzugibt. Das sollten mindestens 10 Stängel sein. Das Basilikum dann nur vorsichtig zupfen und nicht hacken. Zusammen mit der Petersilie erst vor dem Servieren ins Sugo geben. 

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7 Kommentare

  • Annie
    27. Januar 2013 um 20:09

    Sehr schöner Blog und ganz tolle Fotos! Ich werde auf jeden Fall fleißig lesen und bin gespannt auf mehr! xxx

    Antworten
  • Steffi Haddick
    27. Januar 2013 um 20:59

    Gratuliere … zum neuen Blog, zum ersten Eintrag, den appetitlichen Fotos (da hat sich die Investition ins Objektiv schon bezahlt gemacht) usw.
    Macht alles nicht nur Lust auf’s Essen, sondern auch auf’s Kochen. Und das ist bei mir nicht selbstverständlich ;-)
    Ich freue mich auf mehr!

    Antworten
  • Ilona
    27. Januar 2013 um 22:02

    Julchen!
    Weißt du,wie oft mir genau dieses Sugo in eurer Emilienstraßen-Wohnung (so hieß doch die Straße,oder?) zu guter Laune verholfen hat?
    Das erste Soulfood-Gericht,das definitiv hält,was es verspricht!
    In Erinnerung an wirklich gute alte Zeiten werde ich das Sugo jetzt ganz bald nachkochen.
    Danke und herzlichen Glückwunsch zu dieser absolut gelungenen Homepage!

    Antworten
    • julialoeffelgenuss
      27. Januar 2013 um 22:22

      Oh Ilona! Wie wahr, DAS waren schöne Zeiten! Schön, von dir zu hören! Liebe Grüße und hoffentlich bis bald, auf alte Zeiten!!

      Antworten
  • Heinz der Onkel
    29. Januar 2013 um 13:03

    Hallo Julia,
    ich sage einfach nur “ KLASSE ! “ , werde immer wieder deine Seite besuchen und dadurch mein eigenes Hobby ( natürlich auch kochen

    Antworten
  • Ute
    10. Februar 2013 um 16:06

    Julia, ich habe gestern Deine Sugo-Variation mit Speck gekocht. „Mhmlecker“.Auch Deine Fotos machen Lust auf „mhmehr“. Ich glaube, ich bin schon jetzt ein loeffelgenussfan!
    Ute

    Antworten
    • julialoeffelgenuss
      12. Februar 2013 um 16:56

      Oh wie schön! Das freut mich!! Danke :-)

      Antworten

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