Lemon Waffles nach Walter

Lemon Waffles nach Walter

(Ein Gastbeitrag von Herrn Löffelgenuss)

Die besten Waffeln der Welt gibt es in Brüssel! Nicht irgendwo, sondern bei diesen kleinen Waffel-Foodtrucks, die überall in der Stadt zu finden sind. Und natürlich auch nicht von irgendeinem, sondern von dem, der in der Nähe des Königpalasts auf dem Mont des Art mit Blickrichtung Grand Place steht. Das ist Tradition. Den finalen empirischen Beweis kann ich natürlich nicht führen, aber – und da bleiben wir im wissenschaftlichen Jargon – das war meine über Jahrzehnte nicht falsifizierte Arbeitshypothese zur Waffelthematik.

Seit diesem Sommer buhlt jedoch ein ebenbürtiger Rivale um den Waffelthron: Walter und sein Country Sunshine erfuhren ja schon eine auch von mir zu unterstreichende Würdigung. Mir wird an dieser Stelle nun die Ehre zu Teil, diese Laudatio konkret, kulinarisch und zum Nachbacken zu untermauern…

In amerikanischen Rezepten werden Mengenangaben gerne in „cup“ gegeben. Umgerechnet entspricht 1 amerikanische cup ca. 235 ml, was je nach Ingredienz wiederum in Gramm sehr unterschiedlich sein kann. Deswegen beschränke ich mich im Rezept auf das Raummaß.

Es werden zwei Schüsseln benötigt. In der ersten Schüssel

gut ¼ cup (70 ml) Zucker
2 cups (470 ml) Mehl (Typ 405)
1 ½ TL Backpulver
½ TL Natron

verrühren.

In der zweiten Schüssel

1 cup (235ml) Joghurt
¾ cup (180 ml) Milch
2 Eier
5 EL geschmolzene Butter
2-3 TL Biozitronen-Abrieb/ -Zesten

mit dem Schneebesen verrühren. Jawohl, Schneebesen. Das ist zwar ein wenig mehr körperliche Arbeit als mit einem elektrischen Mixer, aber es funktioniert, da die Butter flüssig ist. Die Waffeln hat man sich dann auch mehr verdient.
Nun beides miteinander verrühren (Schneebesen, s.o.), bis der Teig glatt ist und lecker aussieht.

Als Topping für die Waffeln eignen sich alle Arten von Beeren (Blaubeeren, Himbeere, Brombeeren, geviertelte Erdbeeren etc.). Diese vorsichtig mit Zucker verrühren (auf 2 ½ cups, also gut 500 ml, Beeren etwa 2 TL Zucker) und 30 Minuten stehen lassen.
Waffeln im heißen Waffeleisen leicht braun backen, mit Beeren und Puderzucker anrichten. Lecker!

Abschließend zurück zur Wissenschaft. Diese stößt schließlich an ihre Grenzen, da ich zugeben muss, dass wohl auch nicht-geschmackliche Kriterien das Waffel-Urteil beeinflussen. Thema Ambiente: eine Waffel auf einer Terrasse inmitten der Rocky Mountains hat es vielleicht leichter, als eine in Brüssel. Wobei das oben beschriebene Brüsseler Waffel-Setting auch nicht zu verachten ist. Wissenschaft bleibt eben ein komplexer Prozess und die Interpretation der Forschungsergebnisse individuell aber Fakt ist: beide Varianten spielen in der Top-Liga!

Guten Appetit!
Euer Herr Löffelgenuss

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