Koriander-Kabeljau mit Zitronenreis

Koriander-Kabeljau mit Zitronen-Reis

Bei Kabeljau fällt mir immer sofort dieser Reim ein: „Bevor ich irgend’nen Jabbel kau, ess’ ich doch lieber Kabeljau!“ Mein Vater hat das früher jedes Mal gesagt, wenn es bei uns Kabeljau gab. Immer!

Jetzt musste ich mal recherchieren, wo dieser Spruch eigentlich herkommt. Gar nicht so einfach. Was ich herausgefunden habe: Hier handelt es sich scheinbar um eine kulinarische Weisheit eines Fischers. Aha. Und dieser Reim scheint in den 1990er Jahren mal ein Werbeslogan gewesen zu sein. Und zwar vom Fischrestaurant „Capitänshaus“ auf Spiekeroog. Angeblich geäußert von diesem knorrigen Fischermann. Mhm. Unspektakulär…

Ich weiß gar nicht, was mir bei diesem Gericht besser gefällt, der Fisch oder die Beilage. Der Kabeljau wird hier in einer grasgrünen Soße gargezogen: Spinat und viel Koriander werden in einem lecker gewürzten Kokosmilchsud gedämpft und anschließend püriert. Darin wird der Fisch gedünstet.

Die perfekte Ergänzung zum Fisch ist eine Portion Basmati-Reis, der – für mich neu und ungewöhnlich – erst mal angebraten wird und dann mit Lorbeerblatt und Nelken gekocht wird. Der krönende Abschluss: Der Reis wird mit Zitronenschalen und Zitronensaft aromatisiert und schmeckt so herrlich frisch.

Guten Appetit!
Eure Julia

Rezept für Koriander-Kabeljau mit Zitronenreis
(für 4 Portionen)

Für den Reis:
350g Basmatireis
2 EL Erdnussöl
1 Lorbeerblatt
6 Gewürznelken
1 TL Meersalz
1 unbehandelte Zitrone

Für den Fisch:
4 Kabeljaufilets (je ca. 180g)
2 EL Erdnussöl
1 Zwiebel
3 Knoblauchzehen
1 daumendickes Stück Ingwer
1 rote Chilischote
50g Spinat
1 Bund Koriander
400ml Kokosmilch
1 TL Senfkörner
2 TL Koriandersamen
½ TL Kreuzkümmelpulver
1-2 TL Schwarzkümmelsamen
ggf. Salz

Den Reis zubereiten:

Den Reis kalt abwaschen. In einer Schüssel mit kaltem Wasser etwa 30 Minuten ziehen lassen, dann abgießen und abtropfen lassen.

Im Topf 2 EL Erdnussöl erhitzen und den Reis darin einige Minuten anbraten bis er goldgelb wird. Das Lorbeerblatt und die Nelken hinzugeben und mit etwa 650ml Wasser aufgießen. Kurz aufkochen lassen und den Reis dann bei sehr kleiner Hitze etwa 20 Minuten garen. Den Herd ausstellen und noch mal etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Die Zitrone heiß abwaschen, abtrocknen und die Schale fein abreiben (dabei darauf achten, dass möglichst kein Weiß abgerieben wird). Die Zitrone dann auspressen.

Zwiebel, Knoblauchzehen und Ingwer schälen und grob hacken.

Die Chili waschen, Kerne und Stiel entfernen und ebenfalls grob hacken.

Spinat und Koriander waschen und trockenschütteln. Korianderblätter vom Stiel zupfen. Einige Blätter zum Dekorieren beiseite legen.

Koriander- und Senfkörner in einer beschichteten Pfanne ohne Öl anrösten (Achtung: die Senfkörner „springen“ bei sehr hoher Hitze aus der Pfanne). Die Gewürze aus der Pfanne nehmen und mit einem Mörser zu einem feinen Pulver malen.

Etwa 2 EL Erdnussöl in der Pfanne erhitzen und Zwiebel, Knoblauch, Ingwer und Chili darin andünsten. Die gemörserten Gewürze sowie ½ TL gemahlenen Kreuzkümmel hinzugeben und noch etwas mitdünsten.

Die Kokosmilch hinzugeben und einige Minuten köcheln lassen. Ggf. mit einer Prise Salz würzen (eigentlich braucht die Soße für meinen Geschmack kein Salz…).

Den Herd ausstellen und den Spinat und den Koriander in die heiße Soße geben und warten bis beide in sich zusammenfallen. Mit einem Pürierstab fein pürieren.

Die Soße wieder erhitzen und den Fisch darin garziehen lassen (etwa 5 Minuten, je nach Dicke der Fischfilets, bei dickeren Filets vielleicht etwas länger).

Den Zitronensaft und den Zitronenabrieb unter den Reis mischen.

Den Reis auf einem flachen Teller anrichten. 3-4 EL Soße daneben geben und den Fisch vorsichtig darauf anrichten (achtet darauf, dass er nicht zerfällt, dann sieht’s hübscher aus). Mit ein paar Schwarzkümmelsamen und einigen Korianderblättern garnieren.

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