Buchrezension: „Einmachen & Fermentieren“ von Petra Casparek

„Einmachen & Fermentieren“ von Petra Casparek ist ein kompakter Ratgeber für alle, die ohne viel Aufwand erste eigene Vorräte herstellen möchten. In dieser Buchrezension erfährst du, wie verständlich die über 100 Rezepte sind, welche Methoden zum Haltbarmachen vorgestellt werden und ob das Buch tatsächlich für Einsteiger geeignet ist. Ich habe Rezepte, Alltagstauglichkeit und Ausstattung genauer unter die Lupe genommen.
Willkommen zu meinem großen Vorrats-Spezial! Auf Löffelgenuss dreht sich zurzeit alles um das Haltbarmachen von Lebensmitteln. Dieser Beitrag ist Teil einer 11-teiligen Buchreihe, in der ich euch Schritt für Schritt die für mich besten Werke rund ums Einkochen, Fermentieren, Dörren und Konservieren vorstelle.
Möchtet ihr wissen, welche Bücher ich noch getestet habe, oder sucht ihr nach dem perfekten Ratgeber für eure Vorratskammer? Alle Titel, Hintergründe und Empfehlungen findet ihr in meinem übergeordneten Hauptartikel: „Das große Vorrats-Spezial: Die besten Bücher übers Fermentieren, Einkochen und Haltbarmachen.“
In diesem Beitrag geht es um folgenden Titel:
Titel: Einmachen & Fermentieren: Einfache Rezepte für Sauerkraut, Kimchi & Co.
Autorin: Petra Casparek
Verlag: Gräfe und Unzer
Erscheinungsjahr: 2016
ISBN: 978-3-8338-5650-1
Zusammenfassung, Zielgruppe & Niveau
Das Buch „Einmachen & Fermentieren“ bietet einen kompakten, alltagsnahen Einstieg in verschiedene traditionelle Methoden der Vorratshaltung. Neben der Fermentation behandelt das Werk auch das klassische Einmachen, Einkochen und Einlegen in Essig oder Öl. Es kombiniert grundlegendes Küchenwissen mit schnellen, unkomplizierten Rezepten für den Hausgebrauch.
Dieses Buch ist für Küchen-Neulinge und Einsteiger konzipiert, die ohne Vorkenntnisse erste Vorräte selbst herstellen möchten. Der Fokus liegt auf maximaler Praktikabilität, einer hohen Gelinggarantie und der Vermittlung von grundlegenden Küchenhygieneregeln zum Schutz vor Verderb. Wissenschaftliche Abhandlungen, biologische Details oder chemische Formeln sucht man hier vergeblich – stattdessen wird direkt und ohne Umwege die handwerkliche Praxis erklärt. Spezialequipment ist für die Rezepte nicht erforderlich; einfache Schraubgläser und gängige Küchenutensilien reichen völlig aus.
Gliederung des Buches
Das Buch ist kompakt und übersichtlich aufgebaut: Nach einer kurzen Einführung in die wichtigsten Techniken, Utensilien und Sauberkeitsregeln folgt der Rezeptteil, der sich in die vier unterschiedlichen Möglichkeiten des Haltbarmachens unterteilt: Eingelegtes, Eingemachtes, Fermentiertes und Getrocknetes.
Das Buch enthält über 100 Rezepte. Die Zutaten-Verfügbarkeit ist hervorragend, da ausschließlich heimisches Obst und Gemüse verwendet wird; Spezialzutaten oder Onlineshop-Kulturen werden nicht benötigt. Auch ist kein spezielles Equipment nötig (für die Rezepte „Getrocknetes“ ist immer auch die Zubereitung im Backofen beschrieben).
Kulinarisch bewegt sich das Buch primär auf vertrautem europäischem Terrain (Bohnen, Sauerkraut, eingelegte Pilze).
Aromen kombinieren, köstlich duftendes Obst und knackig frisches Gemüse konservieren – die Vorfreude auf die Ergebnisse lässt einen die „Arbeit“ fast vergessen.
Petra Casparek
Layout-Qualität, Haptik und Verarbeitung
Das Buch ist als schlankes, kleinformatiges, aber stabiles Hardcover gestaltet, mit mattem, griffigem Papier. Das Layout ist abwechslungsreich: Jedes Kapitel hat eine eigene Überschriftenfarbe. Ein Großteil der Rezepte ist ganzseitig bebildert. Die Rezepte auf der gegenüberliegenden Seite wirken aufgrund des Formats etwas gedrängt. Die Fotos der fertigen Gerichte sind in einen Kontext eingebettet und zeigen zum Beispiel weitere Zutaten, wie das frische Produkt oder Gewürze, oder Küchengeräte wie Messer.
Über die Autorin
Petra Casparek hat sich auf Food- und Reisethemen spezialisiert und lebt als freie Journalistin und Autorin in München. Sie ist bekannt für ihre unkomplizierten Rezeptentwicklungen, die darauf ausgelegt sind, altes Küchenwissen für den modernen, schnellen Alltag im urbanen Raum nutzbar zu machen.
Das Besondere an dem Buch
Ein zugängliches Einsteigerbuch, das die Grundlagen des Einmachens und Fermentierens leicht verständlich auf den Punkt bringt. Ohne komplizierte Theorie führt es Schritt für Schritt zu schnellen Erfolgserlebnissen im eigenen Vorratsglas.
Mein persönliches Fazit
Perfekt für Einsteiger: Die unkomplizierten Texte, klaren Anweisungen und schlichten Rezepte nehmen Anfängern die Berührungsängste.
Schreibt mir!
Seid ihr auf der Suche nach einem Buch über das Haltbarmachen von Lebensmitteln? Hat euch diese Rezension (oder eine der anderen Rezensionen) geholfen, euch zu entscheiden? Ich würde mich total freuen, wenn ihr mir unten in den Kommentaren ein Feedback zu meinem Text gebt.
Wenn ihr direkt loslegen möchtet, dann könnt ihr schon mal eines meiner Ferment-Rezepte ausprobieren: Ich habe Apfelessig selber gemacht und u.a. Kimchi und Radieschen fermentiert. Weitere Rezepte folgen. Schaut gerne ab und an in meiner neuen Kategorie „Haltbarmachen“ vorbei, da findet ihr zukünftig alle Rezept zum Thema.
Viel Spaß beim Schmökern und Ausprobieren!
Eure Julia
Hinweis: Das Buch wurde mir auf Anfrage zugeschickt, mit dem Ziel, es während eines Vortrags auf der Landesgartenschau 2026 in Neuss vorzustellen. Diese Rezension spiegelt meine persönliche Meinung als Food-Journalistin wider. Sie wurde weder beeinflusst, noch wurde ich für die Rezension bezahlt.
