Rotkohlcremesuppe

Weihnachtliche Rotkohlcremesuppe

In vier Tagen ist schon Heilig Abend. Wie schnell der Advent doch immer vergeht… Ich mag die Weihnachtszeit sehr. Zu den Highlights gehört für mich, die Wohnung weihnachtlich zu dekorieren und dabei amerikanische Weihnachtslieder zu hören, möglichst oft Maronen und Mandarinen zu essen und an Heilig Abend den Weihnachtsbaum mit einem Glas Sekt in der Hand zu schmücken. Das sind ziemlich alte Traditionen. Eine weitere ist ein festliches Abendessen an Heilig Abend. Meist gab es bei uns Gans mit Knödeln und Rotkohl.

Aber: Andere Zeiten, andere Sitten. Seit ich Heilig Abend nicht mehr mit meinen Schwestern bei meinem Eltern feiere und Herr Mini-Löffelgenuss da ist, gibt es nach einigem Ausprobieren und Diskutieren nun also Raclette. Lässt sich gut vorbereiten, ist gesellig und natürlich auch lecker.

Vor längerer Zeit schon habe ich ein Rezept für Rotkohlcremesuppe entdeckt. Geschmacklich ist die Rotkohlcremesuppe mit ihren Aromen von Nelken, Zimt und Piment die perfekte Vorspeise für das Weihnachtsmenü – oder halt fürs Raclette. So komme ich also doch noch zu einem klassischen Weihnachtsessen ;-)

Was gibt es bei euch Heilig Abend? Falls es auch Rotkohl gibt (höre ich ja von vielen…): Könnt ihr euch vorstellen, ihn als Suppe zu essen? So eine lila Suppe sieht ja schon irgendwie auch lustig aus…

Ich wünsche euch noch eine schöne Weihnachtszeit!
Eure Julia

p.s. Am ersten Weihnachtstag sind wir bei meinen Eltern eingeladen. Da gibt es dann diesen leckeren Sauerbraten – ganz klassisch mit Rotkohl und Knödeln :-)

Rezept Rotkohlcremesuppe
(für ca. 6 Portionen)

½ kleiner Kopf Rotkohl (ca. 400 g)
2 große Kartoffeln (ca. 400 g) **
2 Schalotten
2 EL Butter
1 TL Zucker
120 ml Rotwein
1-2 Lorbeerblätter *
2-3 Nelken *
½ – 1 Zimtstange *
2-3 Pimentkörner *
800 ml Gemüsebrühe
2-3 TL Johannisbeergelee
1 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer

* Die Menge der Gewürze hängt davon ab, wie intensiv der weihnachtliche Geschmack der Suppe sein soll.

** Die Kartoffeln kann man auch weglassen, dann wird die Suppe dünner und ist weniger reichhaltig – zum Beispiel wenn man sie als Vorspeise servieren möchte.

Den Rotkohl halbieren und die äußeren Blätter und den Strunk entfernen. Den Rotkohl in Streifen schneiden. Einige Streifen zum Garnieren Beiseite legen.

Die Kartoffeln schälen, waschen und grob würfeln.

Die Schalotten schälen und in Würfel schneiden.

Die Schalotten in ca. 2 EL Butter glasig dünsten.

Etwa 1 TL braunen Zucker hinzugeben und karamellisieren lassen.

Mit ca. 150 ml Rotwein ablöschen und auf kleiner Flamme köcheln lassen bis der Rotwein reduziert ist.

Etwa 800 ml Gemüsebrühe hinzugeben sowie den Rotkohl und die Kartoffeln. Kurz aufkochen lassen.

Die Gewürze hinzugeben. Nelken und Piment-Körner am besten in einem Teebeutel: Sie werden vor dem Pürieren entfernt, sind aber in dem dunklen Sud schwer zu finden.

Die Hitze reduzieren und die Suppe ca. ½ bis 1 Stunde auf kleiner Flamme köcheln lassen. Je länger die Suppe köchelt, desto intensiver ist der Geschmack der Gewürze.

Den Schnittlauch waschen, trockenschütteln und in kleine Röllchen schneiden.

Vor dem Pürieren die Lorbeerblätter, die Zimtstange und den Teebeutel mit den Gewürzen entfernen.

Dann etwa 400 ml vom Sud abschöpfen und Beiseite stellen. So lässt sich die Suppe gut pürieren und die Konsistenz besser regulieren. Ist die Suppe zu cremig, immer wieder etwas von dem Sud hinzufügen.

Die Suppe mit 2 TL Johannisbeergelee, Salz und etwas Pfeffer abschmecken und mit einigen Rotkohl-Streifen und etwas Schnittlauch servieren.

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