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Dips

Weiße-Bohnen-Püree nach Ottolenghi

Aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei. Deswegen gibt es jetzt nach den Sellerie-Steaks und den One-Pot-Orechiette noch ein drittes Rezept aus dem neuen „Flavour“ von Yotam Ottolenghi und Ixta Belfrage bevor ihr im nächsten Beitrag endlich meine Rezension dazu lesen und ein Exemplar gewinnen könnt.

Dieses Bohnen-Püree wollte ich schlichtweg deswegen nachkochen, weil ich noch weiße Bohnen im Vorratsschrank hatte. Mich hat aber auch gereizt, selbst Öl zu aromatisieren. Wie das geht und was dahintersteckt, erklären die beiden sehr gut im Kochbuch.

Hier geben Knoblauch, Rosmarin, Thymian und eine grüne Chili ihr Aroma ans Olivenöl ab. Ich habe es mit den Kräutern etwas übertrieben und mehr Thymian und Rosmarin genommen als im Rezept stand. Das war keine so gute Idee, mir war das Öl danach etwas zu aromatisch, Herr Löffelgenuss fand’s gut. Daran sieht man mal wieder wie so oft: Kochen ist Geschmacksache.

Das Bohnenpüree fand ich aber total lecker. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass frischer Dill als Topping dazu passt, aber das war fast das Highlight. Der Geschmack der pürierten Bohnen zusammen mit der selbstgemachten Knoblauchcreme (von den Zehen, die das Öl aromatisiert haben), Zitronensaft und wie gesagt dem Dill, war wirklich fantastisch und mal eine schöne Alternative zu Aioli oder Humus.

So. Im nächsten Beitrag gibt’s dann die Rezension und die Chance, eine Ausgabe von „Flavour“ zu gewinnen.

Liebe Grüße
Eure Julia

Rezept für Weiße-Bohnen-Püree mit Knoblauchcreme nach Ottolenghi
(für 1 Buffet-Portion)

350 g Weiße Bohnen
1 Zwiebel
10 Knoblauchzehen
2 kl. Zweige Rosmarin
3 kl. Zweige Thymian
1 grüne Chili
200 ml Olivenöl
1 TL Dijon-Senf
2 Zitronen
10 g Dill
½ TL Chiliflocken
Salz, Pfeffer

Die Bohnen über Nacht in reichlich (kaltem) Wasser einweichen. (Alternativ kann man das Gericht auch mit Bohnen aus der Dose zubereiten.)

Die Zwiebel schälen und achteln.

Das Einweich-Wasser abgießen und die Bohnen abspülen.

Die Bohnen und die Zwiebel in einen großen Topf geben und mit Wasser auffüllen, so dass die Bohnen etwa 1 Fingerbreit mit Wasser bedeckt sind. Kurz aufkochen lassen und bei mittlerer Hitze etwa 1 Stunde köcheln lassen bis die Bohnen weich sind.

In der Zwischenzeit die Knoblauchcreme zubereiten:

Die Knoblauchzehen schälen.

Den Rosmarin, den Thymian und die Chili waschen und gut abtrocknen. Die Chili längs halbieren.

Die Zitronen auspressen.

200 ml Olivenöl in einen kleinen Topf geben, dazu die Knoblauchzehen, den Rosmarin, den Thymian und die grüne Chili. Das Öl erwärmen und das Ganze auf kleinster Stufe köcheln lassen bis der Knoblauch weich und goldbraun ist. Das Öl darf nicht zu heiß werden, sonst verbrennt der Knoblauch und schmeckt bitter. Ich habe das Öl eine Stunde erhitzt.

Das Öl vom Herd nehmen und durch ein Sieb gießen. Die Knoblauchzehen aus dem Sieb fischen, sie werden für die Knoblauchcreme gebraucht.

Die Knoblauchzehen mit 75 ml von dem aromatisierten Öl, 100 g der weichen Bohnen, 2 EL Zitronensaft, einem Schluck Wasser und 1 TL Dijon-Senf in einem Mixer pürieren bis eine glatte Creme entsteht. Mit ordentlich Salz und frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer würzen.

Das Topping zubereiten:

Den Dill waschen, trockenschütteln und fein hacken. Etwa 1 TL zum Garnieren Beiseite stellen.

150 g der weichen Bohnen mit 2 EL Zitronensaft, 3 EL von dem aromatisierten Öl und dem Dill verrühren und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Das Bohnenpüree zubereiten:

Das Kochwasser abgießen und die Bohnen gut abtropfen und abkühlen lassen.

Die weichen Bohnen in einem Mixer mit der Zwiebel, 3 EL Zitronensaft und 3 EL von dem aromatisierten Öl pürieren und mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer (und ggf. noch etwas Zitronensaft) abschmecken.

Das Bohnen-Püree auf einen tiefen Teller geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Dahinein die Knoblauchcreme geben und darauf das Bohnentopping. Mit dem restlichen Dill und etwa ½ TL Chiliflocken garnieren.

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